Gibt es eigentlich noch Karten für das Spiel oder ist schon ausverkauft ?
Beiträge von vr316
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Noch etwas zum Thema "Was ein engagierter Trainer alles erreichen kann":
Meine erste Mannschaft (D-Jugend) hatte ich mit 17 übernommen, ohne jedes Trainervorwissen. Trainiert wurde nach Gefühl, meistens wurden irgendwelche Übungen kopiert, die ich mal selbst im Training gemacht hatte. Mit 10 Jahren Trainererfahrung muss ich sagen, eigentlich eine kleine Katastrophe. Keine Korrekturen, kein altersgerechtes Training, keine sinnvollen Belastungen,...
Aber ich habe mich bemüht, noch viele Aktionen außerhalb des Handballs anzubieten (Fahrten, Turniere,...) und die Mannschaft war zumindest eine verschworene Truppe. Habe die Mannschaft vor 4 (oder 5) Jahren abgegeben (in der B-Jugend). Die "Kinder" von damals sind mittlerweile um die 20, von den 11 Jungs spielen immer noch 4 in unserer Aktivenmannschaft. Aus meiner Sicht eine tolle Quote. Vielleicht habe ich sie nicht zu den Top-Handballern gemacht, aber sie haben Spaß am Sport und ich habe mit allen, auch dmit denen, die aufgehört haben, immer noch guten Kontakt.
Also keine Angst, wenn man als Trainer am Anfang nicht alles richtig macht. Wer ehrlich ist und sich für die Kids engagiert, bekommt es in der Regel mit dauerhaftem Engagement im Handballsport zurückgezahlt. Ist vielleicht nicht der Anspruch eines leistungsorientierten Trainers, aber vielleicht genau das, was manche Vereinen auf unterer Ebene benötigen.
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[quote]Original von Schieri_neu
Wenn eine Partei die Unterschrift (Kenntnisnahme) verweigert, musst du das auf dem Spielbericht vermerken; die spielleitende Stelle wird dann die entsprechenden Massnahmen einleiten.
Wenn du dich beleidigt fühlst, muss der genaue Wortlaut auf dem Spielbericht stehen! Es reicht nicht: "Beleidigung, genauer wortlaut unbekannt". Dann kannst du dir den ganzen Schreibkram lieber gleich sparen, denn dabei passiert nichts.FALSCH!!!
Wie schon in einem anderen Thread beschrieben, wurde ein Trainer von unserem Verein nach foldendem Eintrag gesperrt: "Disqualifikation wegen Beleidigung"
Ergo: Auch nach dem Eintrag "Beleidigung, genauer wortlaut unbekannt" müsste es eine zweiwöchige Sperre geben, zumindest wenn alle Klassenleiter gleich entscheiden. Und das schönste: Der betroffene Trainer/Verein kann nichts dagegen machen, denn nach §5 RO zieht eine Beleidigung immer eine Sperre nach sich. Dabei muss der SR die Beleidigung nicht einmal ausführen, der SR hat immer Recht, der Klassenleiter glaubt ihm/ihr und die Sperre ist da.
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Wie bei allen Lehrgängen kommt es immer darauf an, wer die Referenten sind und wie die Gruppe mitzieht. Mir persönlich hat der B-Schein viel gebracht. Zielgruppe beim B-Schein sind leistungsorientierte Trainer, also gute A- und B-Jugend, bzw. Landesliga und Oberliga Aktive.
Am besten mal mit dem Lehrwart sprechen. Bei uns (Hessen) war die Praxis sehr stark ausgeprägt und die Referenten war sehr gut, tagsüber in der Regel Einheiten in der Halle, abends dann Theorie. War zwat manchmal stressig, aber ich kann den B-Schein empfehlen, vor allem, wenn man in der Jugendarbeit etwas leistungsorientierter arbeiten will.
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Wer als SR nicht angefasst werden will, muss halt vorm Spiel Knoblauch essen (oder sich länger nicht waschen).

Ansonsten gilt auch aus meiner Sicht: Es kommt auf die Situation an. Manchmal ergibt sich halt eine Berührung und wenn es zum Pfeifstil passt, kann ein Klaps ok sein.
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Ja !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wieder einmal hat das Gute gegen das Böse gesiegt. Es gibt noch Hoffnung in diesen schweren Zeiten.
Alles wird gut...
Aber mal ernsthaft. Als Verfechter des offensiven Handballs freue ich mich, wenn die Mannschaft gewinnt, die Handball spielt. Meine Kids verlieren oft nur, weil der Gegner körperlich überlegen ist (Wo bekomme ich eigentlich Wachstumshormone her ?) und anfängt mit klammern und stoßen. Wenn der SR das nicht unterbindet, dann habe ich auch schon viele Kindertränen trocknen müssen.
Karsten, mach weiter so.
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Aus dem Wiesbadener Tageblatt:
"Wir sind nicht die dummen Bauern vom Lande"
Wetzlars Manager Dotzauer spuckt gegen Wallau Gift und Galle, Bülent Aksen und Martin Schwalb keilen zurückVom 29.11.2004
Die Handball-Bundesliga treibt bisweilen gar seltsame Blüten. Das Hessen-Derby zwischen Wallau/Massenheim und Wetzlar sollte um 19.30 Uhr angepfiffen werden. Begonnen hat´s erst eine Viertelstunde danach und beendet waren Rudelbildung und Bauerntheater um sieben nach elf am späten Abend.
Von unserem Redaktionsmitglied Volker EckhardtDie sportliche Talfahrt der Mittelhessen war um 21.25 Uhr beendet. Die 27:37-Pleite leuchtete auf der Anzeigetafel allen in die Augen. Was folgte waren unendliche Video-Studien, die Ankündigung des Wetzlarer Einspruchs auf dem Spielbericht mit Begründung und ein fast einstündiges Hauen und Stechen der verbalen Art. Der dritte und letzte Akt stellte in der Pressekonferenz das Spiel nicht auf den Kopf, aber doch in den Schatten. Wetzlars Manager Rainer Dotzauer fürchtete in der 24. Minute beim Stande von 15:4 um das Leben seiner Spieler, die Wallauer um die Gesundheit von Maik Makowka, dem von Andreas Klimke mit dem Ellenbogen das Jochbein lädiert und der von Co-Trainer Wolfgang Klimke krankenhausreif geschlagen und getreten worden war, was die Bilder im Hessen-Fernsehen bewiesen. Der rächte seinen Bruder, nachdem Makowka über Andy Klimke hergefallen war. SG-Manager Bülent Aksen verurteilte "Wolles Total-Ausraster" ebenso wie den gesamten Gewaltakt, der sich plötzlich hinter den Auswechselbänken Bahn brach: "Die Spieler haben Vorbilder zu sein. Das waren sie für die vielen Jugendlichen diesmal nicht."
Klar war, dass Makowka Andreas Klimke geschlagen hatte und dafür Rot sah. Die Schiedsrichter bewerteten das als "eine sportlich unfaire Aktion", die keine Sperre zur Folge hat. Die Wetzlarer reklamierten ihrerseits, dass Makowka für diese Tätlichkeit hätte ausgeschlossen und Wallau die Partie folglich ab der 24. Minute mit einem Mann weniger hätte zu Ende spielen müssen. Dotzauer ließ sich noch während des Spiels von seinem Anwalt diktieren, wie er den Einspruch formulieren sollte.
Erinnerung an StröhmannAls das Gewitter die Luft schon fast gereinigt hatte, legte Rainer Dotzauer dann aber plötzlich los wie ein geölter Blitz: "Andreas Klimke hat zwei Schläge auf den Kopf und aufs Auge bekommen. Ich hatte Angst um ihn, zumal er von Zuschauern auch an den Haaren gezogen wurde. Als Bodo Ströhmann, Alois Braun und Wolfgang Sell in Wallau noch das Sagen hatten, wäre solch ein Skandal nicht passiert", wetterte er, um dann noch einmal mächtig nachzulegen: "Was mich an Wallau so stört, ist die Arroganz, mit der die Spieler gegen uns aufgetreten sind. Die Wallauer sollten aber nicht vergessen, dass sie aus den gleichen Verhältnissen kommen wie wir. Wir sind aber nicht mehr die kleinen, dummen Bauern vom Lande, die sich in Frankfurt vorführen lassen."
Das trieb SG-Trainer Martin Schwalb die Zornesröte auf die Stirn: "Unsere Mannschaft als arrogant zu bezeichnen, ist eine Beleidigung und beschämend zugleich. Das tut mir weh, denn das haben meine Spieler nicht verdient." Dotzauer nahm diesen Vorwurf umgehend zurück, "aber alles andere nehm´ ich nicht zurück."
Einmal auf der Palme, zahlte Martin Schwalb mit gleicher Münze zurück. "Dotzauer hat vor dem Spiel unseren Andreas Rastner zu überreden versucht, in der nächsten Saison nach Wetzlar zu kommen und ihm seine Visitenkarte zugesteckt. Das ist schlechter Stil. Tut mir leid, hier wird nicht mit offenen Karten gespielt."
Rainer Dotzauer seinerseits schwor Stein und Bein, "einer der wenigen Manager zu sein, die noch nie einen Spieler angesprochen haben." Weil jetzt gleich zwei Wetzlarer Kreisläufer verletzt ausfallen, habe er Rastner gefragt: "Was hast Du in den nächsten vier Wochen vor. Ich brauche einen Kreisläufer. Wenn Dir einer einfällt, sag mir Bescheid. Hier hast Du meine Visitenkarte."
Augen- und Ohrenzeuge Alexander Fischer, Sport-Chef der Wetzlarer Neuen Zeitung, bestätigte dem Tagblatt den locker, flapsigen Charakter des Wortwechsels. Und Rainer Dotzauer nahm den SG-Coach erneut aufs Korn: "Was sich Martin Schwalb hier erlaubt hat, ist eine Ungeheuerlichkeit."
Da hatte Bülent Aksen endgültigt genug von Dotzauers Auftritt und schenke ihm kräftig ein: "Das hat mit Fairness alles nichts mehr zu tun, das waren nur Schläge unter die Gürtellinie." Und er ließ keinen Zweifel daran, dass die Wallauer alles getan hatten, dass niemandem ein Haar gekrümmt wurde und die Ausraster von Makowka und den Klimpke-Brüdern auf den Spielverlauf selbst keinerlei Auswirkungen hatten. Im Gegenteil: "An der Vormachtstellung der SG Wallau/Massenheim in Hessen hat sich nichts geändert." Das saß und dennoch versprach Dotzauer, Aksen anzurufen, ehe er tatsächlich Einspruch gegen die Spielwertung einlegt, doch der SG-Manager gab zu verstehen, dass beide so schnell keine dicken Freunde mehr werden: "Besprech´ das doch am besten mit Bodo Ströhmann." - Wie man in den Wald hineinruft, so schalt´s heraus.
Kein Einspruch eingelegtDotzauer rief Aksen dennoch an und teilte mit, er werde keinen Einspruch einlegen, weil er seinem Team nach dessen grottenschlechter Vorstellung kein Alibi liefern wolle. Maik Makowka erlitt eine Gehirnerschütterung und schwere Jochbein-Prellung, Andy Klimke eine Gehirnerschütterung und Augenverletzung.
Wer´s nach dem heftigen Schlagabtausch vor und hinter den Kulissen noch nicht weiß: am 13. März ist die neue Mittelhessen-Arena in Wetzlar mit 4800 Zuschauern ausverkauft, wenn Wetzlar und Wallau das Einweihungsspiel bestreiten und es dann wieder heißt: Viel Vergnügen bei Gift und Galle.
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Hallo,
brauche mal Hilfe von einem Satzungsexperten, habe selbst nichts passendes gefunden. Folgende Situation (mit fiktiven Vereinen):
Die beiden Vereine TV Mainz und SG Mainz bilden in der C-Jugend die JSG TV/SG Mainz. Nun haben beide Vereine eine eigenständige B-Jugend, die sie auch nicht vereinen wollen. Können nun die C-Jugendlichen des TV Mainz in ihrer B-Jugend aushelfen und die C-Jugendspieler des SG Mainz in ihrer B-Jugend spielen ? Oder nimmt man sich durch die Bildung der JSG diese Möglichkeit ?
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Ein solcher Zeitungsartikel könnte auch deine Chance sein:

Nachwuchs soll aus den Schulen kommen
Usingen. Die Jugendarbeit stand im Mittelpunkt der Pflicht-Versammlung der Vereine im Handball-Bezirk Frankfurt. Positionen im Jugendbereich sind unbesetzt, dazu sollte der Vorstand im Jugendbereich erweitert werden.
Der Bezirksspielausschuss-Vorsitzende Thomas Störzel wies darauf hin, dass nach dem Rücktritt von Jugendwart Volkmar Taets von Amerongen (MTV Kronberg) noch kein Nachfolger gefunden wurde. Mädchenwart Dirk Schmidt (VfL Goldstein) hatte dieses Amt kommissarisch übernommen. Dazu sucht der Vorstand Mitarbeiter im Bereich der Methodik. Die Vereine sollten geeignete Personen melden.
...
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Zitat
Original von maleikalika
Hei VRdanke für das Angebot, aber leider habe ich keine Spikes an meinem Moped

Hättest Du denn die Chance bekommen, wenn Du keinen B Schein hättest???
Grüße
Hi,
es ist bei uns im Bezirk erwünscht, das alle Auswahltrainer einen Trainerschein haben oder den Schein in absehbarer Zeit erwerben.
Wer als Trainer einen gewissen Ruf hat und sich vielleicht schon bewiesen hat, der bekommt wohl auch ohne Schein eine Auswahl. Das ist überall verschieden. Wenn dein Bezirk stark in der Auswahlarbeit ist und bspw. nur B-Trainer hat (angenommen), dann wird es als Neuling schwerer sein, da hineinzukommen. Fallen aber die Auswahltrainer in die Kategorie "engagierte Eltern", warum sollte dann nicht auch ein engagierter Neuling eine Chance bekommen. Einfach mal im Bezirk nachfragen.
PS: Schade das es mit deinem Besuch nicht klappt, aber das Angebot steht.

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Zitat
Original von maleikalika
Also dann sowas wie gesichtet
Sag mal welchen Trainerschein hast Du??
C-Lizenz??
Grüße
Mehr zur richtigen Zeit die richtigen Kontakte gehabt...
Habe im übrigen den B-Schein, wobei der Schein aus meiner Sicht wenig über die Qualität eines Trainers aussagt. Solltest du die Trainingstermine meiner Auswahlmannschaft im Bezirk Darmstadt wissen wollen, kann ich sie dir gerne zukommen lassen.

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Solche Wechseleien kommen im Jugendbereich halt vor, da ich nur im Angriff wechseln darf. Und wenn ich allen Spielern gleiche Spielzeiten geben will, greife ich als Trainer auf das Mittel "Massenauswechslung" zurück. Nicht zum verzögern, sondern aus pädagogischen Gründen. Und da in diesen Altersklassen auch pädagogisch gepfiffen werden soll (was auch immer das ist), muss man als SR die Wechselei auch akzeptieren.
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Es freut mich, dass anscheinend auch andere (Jugend-)Trainer Probleme mit vor allem unmotivierten SR haben. Mit geht es nicht um Neulinge, die Spaß haben, motiviert sind, denen aber die Erfahrung fehlt. Aber vielleicht finden sich in einer solchen Diskussion hier im Forum Ideen, wie man am besten mit den unmotivierten Sportfreunden umgeht, die einem die Trainingsarbeit zerstören und die Spieler für eine gute Arbeit nicht belohnen. Außerdem kann man sich wenigstens mal mit Gleichgesinnten austauschen, das tut auch mal gut.
@ härter_schneller: Vielleicht können wir die Problematik demnächst mal bei einem kühlen Getränk weiterdiskutieren.
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Bei mir war es wie so oft im Leben. Durch Kontakte und Beziehungen. Man kennt den Lehrwart und erfährt, das Trainer benötigt werden. Nach einem Gespräch war ich dann Auswahltrainer im Bezirk. Voraussetzung war allerdings ein Trainerschein, aber den hatte ich ja. Und durch die Jugendarbeit im Verein war ich in der Gegend bekannt.
Im Landesverband läuft es ähnlich. Der Lehrwart sucht Trainer und wird in der Regel Leute ansprechen, die seinen Vorstellungen entsprechen und von denen er weiß, das sie auf seiner Linie liegen.
Solltest du in einem Bezirk/Verband aktiv sein, wo das Auswahlwesen am Boden liegt, dann kannst du dich selbst davor spannen und eine funktionierende Auswahl auf die Beine stellen. Manche Vorsitzende sind froh, wenn Leute das von sich aus machen. Denn mit der Auswahl kann ein Bezirk auch Geld verdienen, da Zuschüsse für die Jugendarbeit fließen.
Auf jeden Fall macht die Arbeit mit einer Auswahlmannschaft viel Spaß und ist für einen Trainer eine tolle Sache.
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Zitat
Original von SRBHV
Dein erster Satz drückt eigentlich die ganze Problematik aus-
--> keiner hat Verständnis für diese SR
Aber genau das brauchen sie.Und du hast auch Fehler gemacht und hast dich ständig verbessert.
Also haben diese SR auch wenn sie noch so schlecht gepfiffen haben unser Verständnis und unsere Geduld verdient.
Es sei denn sie hätten absichtlicht so schlecht gepfiffen aber davon gehen wir jetzt nicht aus.
Mir geht es bei meiner Anmerkung weniger um die Qualität der SR. Aber ich erwarte ein gewisses Maß an Professionalität von einem SR, egal in welcher Klasse er pfeift und egal wie lange er pfeift. Ich arbeite ordentlich mit meiner Mannschaft und da kann ich von einem SR ebenfalls gewisse Dinge erwarten. Gelbe und rote Karte vergessen, keine Pfeife dabei, in schwarzem T-Shirt und Trainingshose gepfiffen, keine SR-Quittung, u. v. m. Solche Dinge dürfen einem SR nicht passieren. Wenn das zuviel verlangt ist, dann weiß ich nicht...
Ich bin es leid, das ca. 15-20 % aller SR bei unseren Jugendspielen nicht erscheinen und zwar in den jeweils höchsten Spielklassen. Ich musste in dieser Saison schon 4x einspringen, von 5 anderen Spielen unserer Jugendmannschaften weiß ich, das ebenfalls der SR einfach nicht erschien (und wir haben nur 5 Jugendmannschaften, bei denen offizielle SR kommen).
Die SR die da waren, waren eigentlich ok. In 10 Spielen sind vielleicht 1-2 SR dabei, die schwach sind und aus meiner Sicht den Spielausgang stark beeinflussen. Ich werde mich nie beschweren, wenn ich merke, dass ein SR es nicht besser kann, weil er neu ist. Ich habe auch abends schon knapp eine Stunde mit einem Neuling nach seinem ersten Spiel telefoniert, nachdem ich mit seiner Leistung beim Spiel unzufrieden war und habe ihm Hinweise für die Zukunft gegeben. Mir geht es primär um die unmotivierten Quoten-SR und Karteileichen, die pfeifen, weil es angeblich keine anderen gibt. Diese SR machen den Ruf vieler guter und motivierter SR kaputt.
Besagter SR pfiff in diesem Spiel mit Gespannpartner in der Klasse unter der Oberliga. Ich habe auch schon Spiele erlebt, wo er mit der roten Karte wedelnd vor einem Trainer oder einem Spieler stand und nur auf eine Reaktion wartete, damit er sie auch zeigen konnte. Und wenn solche SR das jahrelang machen dürfen, ohne das etwas passiert, dann fehlt mir das Verständnis. Hier werden Persilscheine ausgegeben für unsportliches Verhalten der SR, die machen dürfen was sie wollen.
Ich bemitleide jeden SR und jedes Gespann, die vor 5 Zuschauern ein niederklassiges Spiel pfeifen müssen, dass ist heftig. In der Regel sind die SR die besten Leute auf dem Feld und bekommen doch am wenigsten Anerkennung. Dann noch dumme Sprüche, das muss nicht sein. Aber solange jeden Montag und Dienstag die Trainer der Region die SR teilweise namentlich niedermachen und die Presse das mitmacht, dann wird es schwer werden, eine Grundakzeptanz in den Hallen zu bekommen. Aber wir SR müssen uns auch selbst hinterfragen, das kommt mir häufig zu kurz. Und SR dürfen nicht jahrelang schlecht pfeifen dürfen, bloß weil es keine anderen gibt.
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Hier sind wir wieder mal bei einem unlösbaren Problem, was vor allem bei Jugendspielen auftritt (aus meiner Sicht):
Gute Jugendmannschaften trainieren schon in der D- und C-Jugend zweimal oder dreimal in der Woche, oftmals trainiert von gut ausgebildeten Trainern. Dann kommen SR, die nur pfeifen, damit das Soll erfüllt ist und denen man eine Pfeife und eine gelbe und rote Karte leihen muss (schon mehrmals passiert). Oder man schlägt sich mit Neulingen herum, die Hilfe beim ausfüllen des Spielbericht benötigen. Man spielt sehr gut, vielleicht offensiv, aber jeder saubere Ballgewinn wird abgepfiffen und auf FW für den Gegner entschieden. Auf der anderen Seite wird klammern, stoßen, halten, u. ä. nicht bestraft, die Spieler holen sich nur blaue Flecken. Und vor allem trainiert man nicht ein solchen Abwehrverhalten, da man sich an den DHB-Rahmenplan hält. Also nur Misserfolgserlebnisse.
Ich bin es langsam leid, immer nur Verständnis für solche SR zu haben. Ich pfeife bis zur Oberliga und nehme meinen "Job" als SR ernst. Aber solche Pseudo-SR machen einem das Leben schwer. Ich muss nach jedem Spiel einen Bericht über den SR ausfüllen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass dies etwas bringt. Vor allem, wenn der SR im nächsten Spiel noch schlechter pfeift als vorher und ich merke, das er entweder keinen Bock hat oder einfach nicht besser ist. Aber als Trainer kannst du nichts dagegen machen, ich kann ja nicht 5-6 SR ablehnen, weil ich weiß, dass sie nicht in der Lage sind, gut zu pfeifen.
Meine Lösungsansätze:
Zuerst muss den SR eine bessere Lobby gegeben werden, damit gute Leute freiwillig SR werden. Dazu müssten Medien auf die übliche SR-Schelte verzichten und auch mal gute Leistungen konsequent hervorheben. Im Moment werden gute SR-Leistungen in Jugendspielen durch den Verband überhaupt nicht gewürdigt, warum sollten die besten SR in diesen Klassen nicht eine Form von Prämie bekommen. Wenn ich schon eine Beobachtung abgebe, dann ist zumindest eine Bewertungsgrundlage vorhanden. Außerdem müssten wirklich schlechte und überforderte SR aus den leistungsorientierten Klassen abgezogen werden, hier müssten auch SR-Einteiler mehr Gespür entwickeln, obwohl sie häufig durch kurzfristige Rückgaben und lange Verhinderungslisten einen Sch***-Job haben. Aber im November bei einem Spiel 1. gegen 2. einen Neuling in seinem ersten Spiel zu schicken, finde ich schwach.
Das schlimmste Beispiel für das krampfhafte Festhalten an SR habe ich vor kurzem erlebt. In einem Aktiven-Spiel pfiff ein Kollege zum wiederholten Mal sehr eigenwillig und erntete entsprechende Kommentare von den Zuschauern. Daraufhin zeigte er ihnen im Vorbeilaufen zweimal den Mittelfinger und lachte. Als ich den SR-Wart daraufhin ansprach, sagte er, man würde den SR kennen und wüsste auch von den Vorfällen. Aber es gäbe ja eh nicht genug SR und deshalb ließe man ihn gewähren.
Noch Fragen ???
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Zitat
Original von Stenimaus
Sehr gut gemacht, aber dass man die Tiere gleich wirklich bestellen soll...
Ich weiß nicht *gg*Dafür ist es kostenlos... (kein Dings ohne Dings)

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Folgende Dinge machen mir immer Spaß:
- gute Stimmung in der Halle (bei wenigen Zuschauern hört man jeden dummen Zwischenruf [obwohl es auch gute Bemerkungen gibt, aber "schwarze Sau", "Blindmann" und "Schieber" muss nicht sein])
- Spiel ist eng (je früher ein Spiel entschieden ist, desto weniger reizvoll ist es in der Regel)
- die Betreuung in der Halle ist ok (man muss nicht um eine Flasche Wasser betteln)
- nach dem Spiel wird es gemütlich (es gibt noch was zu essen und die Getränke sind kalt)
- Mannschaften spielen fair (keine brutalen und versteckten Fouls, Spieler meckern nicht ständig)
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Bengs sechs Spiele gesperrt
Handball: Knappe Personaldecke der TSG Groß-Bieberau vor Spiel in Aue – Patrick Schäfer nach Reinheim gewechselt
Der TSG Groß-Bieberau bleibt nichts erspart: Nach dem Spiel zuletzt gegen Balingen (29:31), als der südhessische Handball-Zweitligist einseitige Schiedsrichterentscheidungen monierte, folgte in dieser Woche der nächste Nackenschlag. Nun wurde im Fall Carsten Bengs, dem in der letzten Szene des Spiels vor 14 Tagen bei der SG Leutershausen eine Tätlichkeit an Thomas Zahn angelastet wurde, das Urteil gefällt. Bengs wird wegen Tätlichkeit sechs Spiele gesperrt. Demzufolge ist der Außenspieler, der vor vier Wochen vom Bundesligisten SG Wallau-Massenheim zur TSG wechselte, erst im letzten Vorrundenspiel beim TV Gelnhausen (15. Januar) wieder einsatzberechtigt.
Groß-Bieberau verzichtete auf einen Einspruch. Der Sportliche Leiter Georg Gaydoul: „Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass Widersprüche nichts bringen und nur Geld kosten. Es ist eine Tatsachenentscheidung und damit müssen wir uns abfinden.“ Klassenleiter Uwe Stemberg habe bei seinem Urteil die Aussagen der Schiedsrichter berücksichtigt, die eine Tätlichkeit von Bengs im Spielbericht notiert hatten und dies auch bei der Befragung zu Protokoll gaben. „Sie sind bei ihrer Aussage geblieben. Damit müssen wir uns nun abfinden.“Trainer Karl-Ludwig Gaydoul: „Unglaublich. Ich habe mir noch einmal das Video, das wir als Beweismittel vorgelegt haben, angeschaut und darauf ist klar zu sehen, dass Carsten niemanden ins Gesicht geschlagen hat.“
Und so ist die Stimmung vor der Partie am Sonntag (17 Uhr) bei EHV Aue getrübt. Bengs gesperrt, zwei der drei Linkshänder
(Mirko Baltic, Rico Litzinger) sind verletzt. Auch Rechtsaußen Oliver Kohlmann (Bizepssehnenanriss) ist nur bedingt einsatzfähig. Hinzu kommen Kranke.
Obendrein hat sich Linksaußen Patrick Schäfer, der in dieser Saison kaum zum Einsatz kam, abgemeldet. Das letzte Groß-Bieberauer Eigengewächs tritt künftig beim Nachbarn TV Reinheim an. Der Mannschaftskapitän spielte bereits in der Saison 1995/96 bei dem Oberligisten. Solche Rahmenbedingungen drängen im Vorfeld die Odenwälder in die Außenseiterrolle, zumal Aue in dieser Spielzeit noch kein Heimspiel verloren hat. Trainer Gaydoul hofft „auf eine Trotzreaktion.“
Was tut sich an der Wechselbörse? Der Klub ist auf der Suche nach einem Spieler und es hat sich auch einer zum Probetraining vorgestellt. Der letzte Rückraumspieler sei zu jung gewesen. Gaydoul: „Wir brauchen einen erfahrenen Mann, der uns weiterhelfen kann.“
(http://www.echo-online.de/3/detail.php3?…h_text=handball) -
Nachdem "abgestanden" ja wohl erklärt ist, eine Frage noch dazu:
Wie oft wird es denn wirklich gepfiffen ? Meiner Meinung nach muss schon ein sehr, sehr deutliches Vergehen des Angreifers vorliegen. Habe in einem Spiel vor einiger Zeit einem Spieler drei Tempogegenstöße deswegen abgepfiffen. War vielleicht regeltechnisch richtig, aber meine Akzeptanz als SR war dahin, ab dem zweiten Mal wurde an fast jeder Entscheidung rumgenörgelt, jeder Pfiff auf die Goldwaage gelegt.
Meine Konsequenz: Ich werde in Zukunft kaum noch abgestanden pfeifen. Selbst wenn das regeltechnisch nicht 100 % korrekt ist, meine Akzeptanz als SR wird größer und es fällt mir leichter, das Spiel vernünftig über die Runden zu bringen. Kein Verein wird sich deswegen beschweren, "abgestanden" wird oftmals toleriert und das Pfeifen wird dadurch leichter.
So, alle Regelfanatiker können jetzt auf mich eindreschen, aber vielleicht können mich auch einige Kollegen in meiner Sichtweise bestätigen.