dotzauer als coach - die sr würden sich freuen... ![]()
Beiträge von vr316
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Aus dem Wiesbadener Tagblatt:Riesenerlebnis mit Riesensensation?
Wallauer A-Jugend nimmt es im DM-Halbfinale mit Abonnements-Meister SC Magdeburg aufVom 03.06.2005
möx. WALLAU Nun also der SC Magdeburg. Zwei Schritte trennen die A-Jugend-Handballer der SG Wallau/Massenheim von der Deutschen Meisterschaft. Und ohne den beiden anderen Halbfinalisten VfL Bad Schwartau und TV Kornwestheim zu nahe zu treten, steigt am Samstag um 19.30 Uhr in der Ländcheshalle Teil eins des vorweggenommenen Endspiels. Auf der einen Seite die in dieser Saison unbesiegten Hessen, auf der anderen der Abo-Meister. Seit 1996 stellen die Bördeländer den A-Jugend-Meister. Mit einer Ausnahme: 2000 holte GWD Minden den Titel.Entsprechend groß ist der Respekt. "Für jeden Verein muss Magdeburg Vorbild im Nachwuchsbereich sein", sagt Wallaus Trainer Thomas Scherer. Basis des Erfolgs ist der Olympiastützpunkt mit dem angegliederten Sportgymnasium und Internat. Die Arbeit der Talentschmiede sucht ihresgleichen. Mit Rojewski, Jahn, Sprenger, Theuerkauf, Grafenhorst und Schöne stehen sechs Eigengewächse im Bundesliga-Kader, wobei die drei Letztgenannten zu Nationalspielern aufgestiegen sind.
"Bei zweimal Training am Tag müsste der Abstand zu uns größer sein", glaubt Scherer, "doch wenn Magdeburg uns schlagen will, muss es eine sehr gute Leistung bringen." Chancenlos sind die Wallauer also nicht, auch wenn der Coach seine ursprüngliche Meinung ("Stärker als Altenhagen ist Magdeburg nicht") nach intensivem Videostudium revidiert hat. "Das ist die alte Ost-Schule. Jeder Einzelne ist handballerisch sehr gut ausgebildet. Sie spielen einen einfachen, aber effektiven Handball und sind deutlich ausgeglichener besetzt als Altenhagen." Ob die beiden Torhüter Michael Schröter und Thomas Krüger, der gefährliche Rückraum mit Torjäger Dennis Krause, Spielmacher Alexander Weber und Martin Lux, Kreisläufer Sascha Konietzka oder die Flügelflitzer Niklas Kupfer und Thomas Zellmer - das Trainer-Duo Harry Jahns und Ghita Licu hat ein starkes Team zusammen. Von einem Umzug in eine andere Halle haben die SG-Verantwortlichen indes abgesehen. "Wir wollten die Jungs nicht aus ihrer gewohnten Umgebung reißen. Auch wenn uns das 200 oder 300 Zuschauer kostet", erklärt Abteilungsleiter Hans-Dieter Großkurth. Ein Fragezeichen steht hinter Mihailo Djurdjevic (frisch genähte Platzwunde an der Lippe). "Er spielt nur, wenn die Ärzte grünes Licht geben", sagt Thomas Scherer. Sollte es nicht klappen, verspricht Kapitän Sebastian Schermuly: "Wir werden für ihn mitkämpfen." Kreisläufer Yves Gramlich ist überzeugt: "So oder so. Das wird ein Riesenerlebnis."
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Hat jemand von euch heute Nacht vor dem Büro der HBL in Dortmund harten investigativen Journalismus betrieben und geschaut, ob Klaus Schorn wirklich da war ???

Man stelle sich das mal vor:
Es ist 5 vor 12, Klaus Schorn sucht verzweifelt nach einem Parkplatz vor der HBL, doch alle sind belegt. Er stellt sein Auto also einfach so ab, rennt zu den Briefkästen. Doch er hat seine Lesebrille im Auto vergessen, wo soll er jetzt also die Unterlagen reinwerfen. Noch 2 Minuten Zeit. Sein Herz fängt an zu rasen. Der Puls steigt. Was tun ??? Zurück zum Auto um die Brille zu holen oder auf gut Glück einwerfen ? Die Briefkästen sind schlecht beleuchtet, doch Schorn setzt alles auf eine Karte. Er wirft den Umschlag in den Briefkasten links unten. Er ist erleichtert und läuft freudig pfeifend zum Auto zurück. Dort sieht er eine Politesse lachend davonlaufen, die Strafe wegen Falschparken beträgt 10 Euro.Ob das der richtige Briefkasten war ??? Und kann der TUSEM die 10 Euro Strafe bezahlen ? Wir werden es nächste Woche erfahren...
(tbc)
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Aus dem Wiesbadener Tagblatt:
Wenn die Wartezeit abgelaufen ist
Die Wehmut begleitet den langjährigen Weltklassekeeper Zoran Djordjic in den Norden HessensVom 03.06.2005
Von Henning KunzWIESBADEN Neulich, als er gerade unterwegs war, gen Norden, irgendwo auf der Autobahn zwischen Frankfurt und Kassel, wo sie ganz in der Nähe auf ihn warteten und ein Vertrag unterschriftsreif bereit lag, da spürte Zoran Djordjic es zum ersten Mal. Er spürte es deutlich. Es tat nicht weh, wie es weh tut, wenn einem der Handball gegen den Kopf knallt und um einen herum kleine Sternchen kreisen. Es schmerzte ganz tief innen. Und es wurde nicht besser, je näher der langjährige Weltklassetorhüter seinem neuen Arbeitsplatz kam. Momente trennten den 38 Jahre alten Familienvater von einer "Lebensentscheidung", wie er sie nennt. Die Wehmut hatte ihn gepackt, nicht viel gefehlt und er wäre in Tränen ausgebrochen. Doch es gab kein Zurück.
"Ich habe so lange gewartet", sagt Djordjic, "und gehofft, dass etwas passiert." Es passierte nichts bei der SG Wallau/Massenheim, jenem Handball-Bundesligisten, für den er acht Jahre lang das Tor hütete und für den er es liebend gerne weiter sauber gehalten hätte. "Aber irgendwann konnte ich nicht mehr warten. Ich musste handeln", und so wie er das sagt, klingt es fast wie eine Entschuldigung. "Ich musste an meine berufliche Perspektive und an meine Familie denken." In Wallau konnte ihm keiner eine sichere Zukunft garantieren. Andere konnten und wollten das schon. Und weil die Djordjics nicht mit Sack und Pack an einen ganz anderen Flecken der Deutschlandkarte ziehen wollten, kam das Angebot von Bundesliga-Aufsteiger HSG Melsungen/Böddiger wie gerufen. Die Familie bleibt im Rhein-Main-Gebiet, Djordjic hat sich im Norden Hessens eine kleine Wohnung genommen - auch in dem guten Wissen, dass er in eineinhalb Stunden daheim ist.
Trotzdem bleibt das traurige Gefühl. Es sei, als verlasse er sein Zuhause. "Wallau", sagt Djordjic, "ist meine zweite Heimat geworden." Vor acht Jahren hat ihn Velimir Kljaic nach Wallau gelotst. Kljaic ging kurz darauf, Djordjic blieb. Eigentlich sei es eine schöne Zeit gewesen, sagt der Keeper. Er schränkt das etwas ein. "Wir hatten immer eine gute Mannschaft, trotzdem habe ich gedacht, dass wir erfolgreicher hätten sein können."
Immer schneller, höher, besser. Genau so hat Trainer Martin Schwalb den "warmherzigen Pascha" kennen gelernt. Djordjic sei ein überragender Keeper, ein super Sportsmann, ein sehr ehrgeiziger Handballer. "Doch manchmal verlangt er von sich selbst zu viel. Er will immer die Topleistung abrufen - doch auch er hat erkennen müssen, dass es Tage gibt, an denen das nicht klappt."
Djordjic hat einmal auf diesen Klub geschworen. Doch das vergangene halbe Jahr hat ihn ziemlich mitgenommen, runtergezogen. Es gebe viel, viel Positives, was er erzählen könne, "doch im Moment sind die negativen Emotionen zu präsent". Und das sei verdammt schade, weil er dem Verein wünsche, dass er eine Perspektive hat. "Das wünsche ich ihm nicht wegen mir, wegen den anderen Spielern und schon gar nicht wegen den Leuten, die ihn an die Wand gefahren habe. Ich wünsche es für die Kinder, die Handball mögen, die nach Idolen suchen. Und da ist es nicht egal, ob du in der Regionalliga oder in der Bundesliga spielst." In Wallau wissen sie noch nicht, in welcher Liga sie spielen. Eines wissen sie schon: Mit Djordjic haben sie ein weiteres Idol verloren.
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Original von winz
@härter schnellerSchwalbe nach Wetzlar?
Hab gehört Martin Schwalb als nachfolger von Bob H.
Nun, Schwalb hat wohl mehrere Angebote vorliegen. Aber der HSV hat sich wohl für Futzek entschieden, da Schwalb erst die aktuelle Entwicklung in Wallau abwarten will (wird in anderen Threads so geschrieben). Und Dotzauer hat wohl noch etwas Zeit und wartet ab, was in Wallau los ist. Und dann schlägt er zu und verkündigt sofort die Verpflichtung.

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Original von Olaf
Wenn die Mannschaft auf Teile des Gehaltes verzichtet, kann der Etat für diese Saison korrigiert werden.Und wenn die Mannschaft komplett auf Gehalt verzichtet, dann sollte es erst recht mit der Lizenz klappen. Die Wallauer Handballer haben es in 2005 ja schon vorgemacht und auch ohne Gehalt teilweise tolle Spiele abgeliefert.

Aber mal im Ernst: Warum sollten die Spieler jetzt auf Gehalt verzichten, wo sie bei anderen Vereinen noch fürs volle Geld unterkommen können. Ich glaube, dass 3/4 der Essener Mannschaft jederzeit ohne große Gehaltseinbußen wechseln können, der Rest kommt auf jeden Fall in der 2. Liga unter. Essen muss froh sein, wenn vielleicht ein oder zwei Spieler mit in die Regio gingen.
Aber irgendwie ist es mittlerweile wohl normal, dass Angestellte auf ihr Geld verzichten sollen, wenn ihr Arbeitgeber Mist gebaut hat.

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Nachdem in den letzten Wochen einigermaßen Ruhe beim HSV eingekehrt war (nach der Hanning-Trennung), produziert der Verein schon wieder Schlagzeilen. Aus meiner Sicht sollte hier mal eine bessere Pressearbeit betrieben werden und einige Herren im Vorstand sollten ihre persönlichen Eitelkeiten weniger an die Öffentlichkeit bringen. Wohin das sonst führt, hat man ja in Wallau gesehen...
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Original von Svenie
ich persönlich hoffe auf ein hartes durchgreifen im interesse aller
ICH AUCH !!!
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Nun, eigentlich klare Sache: Nicht unterschreiben, aber den Vorfall der nächsthöheren Instanz melden. Schließlich ist das nachträgliche Ändern des Spielberichts eine Dokumentenfälschung.
Aber wie ich mich verhalten würde, wenn ich in der Halle stehe? Ich weiß es nicht. Je besser man die Leute kennt und je weniger Gegner man sich machen will und je niedriger die Klasse ist...
Das Problem ist: Unterschreibe ich nicht und melde das weiter, dann bin ich zwar im Recht. Aber gerade in unteren Klassen wird man dann an anderen Stellen benachteiligt. Mache ich mit, hänge ich auch mit drin, bin Mittäter. Und wenn es rauskommt, dann gute Nacht! Schätze mindestens 1/2 Jahr Sperre.
Also ich bliebe wohl hart und unterschreibe nicht in der Halle. So kann mir zumindest keiner was wollen. Aber wahrscheinlich würde ich dann nichts weiter machen, außer mich fragt jemand. So macht man sich zumindest die wenigsten "Feinde".
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Aksen wieder in einem AmtDIE NACHRICHT verblüffte gestern nicht wenige. Bülent Aksen, Ex-Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten SG Wallau/Massenheim, hat eine neue Anstellung gefunden. Er wird am 1. Juli Marketingchef beim Eishockeyklub EV Duisburg, der den Aufstieg in die erste Liga geschafft hat. „Der Verein hat sich den Aufstieg redlich verdient und wollte sich im Marketingbereich verstärken. Darum bin ich angesprochen worden“, sagte der 39-Jährige, der mit diesem Engagement in seine Heimat zurückkehrt.
Der Graben zwischen Aksen und seinem Ex-Arbeitgeber ist tief. Während der Handball-Klub um seine Existenz in der Bundesliga kämpft, wirft Aksen der SG vor, dass die Situation diejenigen zu verantworten haben, „die nach wie vor rechtswidrig im Amt sind“. Auch mit seiner fristlosen Kündigung im Februar hat er sich nicht abgefunden. „Die Klage auf Schadensersatz liegt nach wie vor bei Gericht“, betonte er.
Auf derlei Wortgefecht ließ sich Gesellschafter Marc Gramm gestern auf Nachfrage nicht ein. „Von Eishockey habe ich keine Ahnung“, gab er sich diplomatisch. Grundsätzlich freue er sich für jeden, der bei einer Arbeitslosenzahl von 4,8 Millionen einen Job findet. Allerdings musste er zugeben, dass es ihn „schon wundert, dass es so schnell ging“. Einen Vorteil für Wallau machte Gramm sofort aus: „Wenn sein neuer Vertrag am 1. Juli beginnt, muss er unserer Kündigung spätestens zum 30. Juni zustimmen.“ Sein Vertrag sehe vor, nur für die SG arbeiten zu dürfen. Tut er das nicht, „hat er ein Problem“. Auf das von Aksen wiederholte Hilfsangebot legen Gramm selbst und „bestimmt auch meine Kollegen keinen Wert“. Die Vorstellung über die Arbeitsweise gehe auseinander. ms
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Original von härter_schneller
EISHOCKEY
Bülent Aksen heuert bei Aufsteiger Duisburg an
Frankfurt a. M. · 31. Mai · kit · Bülent Aksen, zuletzt einer der kaufmännischen Verantwortlichen beim in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Handball-Bundesligisten SG Wallau/Massenheim, hat ein neues Wirkungsfeld. Der 39-Jährige heuerte als Marketing-Manager beim Eishockeyklub EV Duisburg an, Zweitliga-Meister und Aufsteiger in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL).
Aksen ist selbst Duisburger und dort kein Unbekannter. Als Handball-Torhüter spielte er in Rheinhausen, später war er beim Fußballklub MSV Duisburg in verschiedenen Positionen, vom Stadionsprecher bis hin zum Marketing. Den alten Kontakten verdankt er den neuen Job, der zunächst bis zum 30. April 2006 läuft.
Aha, das Auswahlverfahren in Duisburg ging über Kontakte, nicht über Kompetenz...
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"Was da in Wallau gelaufen ist, kann ich nicht beurteilen", so Ralf Pape, Hauptgesellschafter in Duisburg und der starke Mann des Klubs, der sich für Aksen maßgeblich eingesetzt hatte. "Ich denke, für uns ist er der Richtige", so Pape weiter über den in Wallau umstrittenen Ex-Manager. Bülent Aksen soll sich um die Sponsorenakquisition kümmern, vor allem um jene über die Stadtgrenzen Duisburgs hinaus. Denn Pape, der sich ohnehin schon stark finanziell engagiert, möchte nicht noch tiefer in die Tasche greifen, um das nun höhere Budget in der DEL zu finanzieren.Warum sollte man sich auch die Mühe machen, mal in Wallau anzurufen?
Nun, in Kürze werden wir wohl aus Duisburg etwas von "goldenen Zeiten im Eishockey" hören. Viele Verträge warten wohl jetzt schon darauf, "nur" noch unterschreiben zu werden. Aber da kann man wohl lange warte, denn in "Verträge" steckt das Wort "träge", und zumindest waren dies auch immer die Fortschritte in Wallau.
Aber jeder hat eine zweite (oder dritte oder vierte oder...) Chance verdient. Deshalb aus dem tiefsten Grunde meines Herzens: "Viel Glück, Bülent!"
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Original von härter_schneller
Naja, der Torhüter könnte ja aus der Nachbarschaft kommen. Statt 2. Mann in der 1. Liga dann 1. Mann in der 2. Liga.

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Aber ändern wird sich nix. Dotzauer wird den nächsten Trainer in den Himmel loben (z. B. Schwalb) und wenn´s kritisch wird...

Aber Holger Schneider kommt sehr gut rüber in dem Bericht, ein toller Abgang.
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Sehr nett in der Kategorie "Altersdurchnitt" ist die Tatsache, dass einige Spieler kein Geburtsdatum haben. Naja, im Land des Papstes ist alles möglich.

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Top:
- der souveräne Meister THW Kiel
- der Zuschauerweltrekord "auf Schalke"
- die vielen Live-Übertragungen im TV
- die deutschen NachwuchsspielerFlop:
- der Pseudo-Punktabzug für den HSV
- die Darstellung der Liga in der Öffentlichkeit
- die fehlenden Spielgerhälter
- das Fans durch das Management ihres Vereins getäuscht werden -
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Aus der Lampertheimer Zeitung:Endlich wieder THW Kiel statt TV Kornwestheim
Kronau/Östringen kehrt in erste Handball-Bundesliga zurück / Nun folgt Umzug in Mannheimer SAP ARENAVom 31.05.2005
KRONAU / ÖSTRINGEN "Erstklassig - SAP ARENA wir kommen", prangte auf den Aufstiegs-T-Shirts. Es ist also geschafft: Die SG Kronau/Östringen hat den direkten Wiederaufstieg in die erste Handball-Bundesliga perfekt gemacht und wird in der kommenden Saison ihre Heimspiele in der neuen, prunkvollen Mannheimer Multifunktionshalle austragen.
Von Simon Richter
Grenzenloser Jubel erfüllte die Halle 39 in Hildesheim: Rund 200 mitgereiste Fans aus Kronau und Östringen jubelten ihren Lieblingen zu, die sich kurz zuvor mit einem 26:22 (9:8 ) im zweiten Relegationsspiel die Rückkehr in die Handball-Beletage gesichert hatten. Vor allem die Art und Weise, wie die Kröstis den Sieg in Sack und Tüten packten, war durchaus beeindruckend. Der Wille zum Sieg war den Spielern schier ins Gesicht geschrieben, und so konnten sie gleich zu Beginn der Partie davonziehen. Allerdings hatten die Hildesheimer, die sich als würdiger Konkurrent um den Aufstieg erwiesen, noch nicht aufgesteckt. Bis zur Pause legte die Eintracht eine Schippe drauf und kam wieder auf ein Tor heran.
Doch das Selbstvertrauen der SG kennt keine Grenzen, seit Rolf Bechthold als Verantwortlicher an der Seitenlinie steht. Im Handumdrehen war wiederum ein Sechs-Tore-Abstand hergestellt und spätestens jetzt war den Spielern, Fans und den Verantwortlichen des Südligisten klar, dass man sich im nächsten Jahr mit Magdeburg, Kiel und Flensburg statt Kornwestheim messen darf. Eitel Sonnenschein war also angesagt, das große Ziel wurde letztendlich doch noch erreicht.
Dabei lief die vergangene Spielzeit für die Badener alles andere als optimal. In der Winterpause hatten die Kraichgauer den Anschluss an die beiden vordersten Plätze fast verloren und die Experten betrachteten den Aufstieg in der Folge eher als "Mission Impossible". Zumindest so lange, bis der neue Kapitän das Ruder übernahm und die Kröstis wieder in ruhigeres Fahrwasser mit Ziel Bundesliga führte. Rolf Bechthold, Urgestein und Trainer der Regionalliga-Truppe, löste Frederic Volle als Übungsleiter ab und formte aus der zu oft lustlos wirkenden Mannschaft ein eingeschworenes Team. Doch das kostete viel Kraft und vor allem jede Menge Arbeit. Denn um erfolgreicheren und ansehnlicheren Handball spielen zu können, mussten das System gänzlich umgestellt und die Spieler in etlichen Einzelgesprächen wieder aufgebaut werden. Und dann, als ob Bechthold den richtigen Knopf in den Köpfen seiner Spieler gedrückt hätte, zauberte die Spielgemeinschaft eine Siegesserie von 18 gewonnenen Partien auf das Parkett. Endpunkt und logische Konsequenz der unglaublichen Aufholjagd war nun der Triumph über die Eintracht aus Hildesheim am Sonntag, mit dem alle Träume wahr wurden. Allerdings war die Rückkehr in die Eliteklasse und stärkste Handball-Liga der Welt auch wirtschaftlich ein Muss: Denn in der zweiten Bundesliga hätten Heimspiele in der rund 14 000 Zuschauer fassenden SAP ARENA wenig Sinn gemacht.
Sinn macht hingegen das Tempo, in dem die SG ihre Planungen für die neue Spielzeit vorantreibt. "Wir wollen kurzfristig mit dem Abstieg nichts zu tun haben, langfristig aber unter die Top sechs der Bundesliga vorstoßen", sagt Pressesprecher Kai Henninger. Und damit legt er die Messlatte sehr weit nach oben, immerhin herrscht in der Spitze der Bundesliga eine hohe Leistungsdichte. Um das ehrgeizige Ziel nun auch umsetzen zu können, lotsen die Verantwortlichen Spieler um Spieler nach Mannheim. So wird aus Flensburg Andrej Klimovets (Vertrag bis 2008 ) kommen, daneben werden Andrej Siniak (HSV/2007), Slawomir Szmal (Nettelstedt/2007), Tamas Mocsai (Winterthur/2007) und Kevin Klier (Großwallstadt/2008 ) in der Quadratestadt auflaufen. Zurückziehen wird sich hingegen Meistertrainer Rolf Bechthold, der sich in Zukunft wieder um den Nachwuchs der Kröstis kümmern wird. An seine Stelle wird der Weißrusse Juri Schewtsow treten, dessen Vita immerhin einen Meistertitel mit dem TBV Lemgo im Jahre 1997 aufweist.
Doch nicht aus sportlicher Sicht, auch finanziell wurden die Weichen für die nächste Saison bereits gestellt. So soll der Etat aus der letzten Erstligasaison von rund 1,5 Millionen Euro in diesem Jahr noch ein wenig höher liegen. Vielleicht werden die Zuschauer in Mannheim dann bald neben den Adlern eine zweite Spitzenmannschaft anfeuern können.
Und noch ein Verein, der unter die ersten 6 der Liga will...
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Original von Hereticus
Eckball=Einwurf...kann man aus einem Einwurf überhaupt direkt ein Tor erzielen ? Ich glaube nicht.
Alle Würfe im Handball können direkt zu einem Tor führen, egal ob Anwurf, Abwurf, Einwurf, Freiwurf, Strafwurf,... (einzige Ausnahme: SR-Ball, aber da wäre der Referee dann doch sehr unfähig...)
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Allerdings wurde in der Sendung zum ersten Mal (meines Wissens) bestätigt, dass Essen auch mit den Gehaltszahlungen im Rückstand ist, angeblich für April und Mai. Die aktuelle Liquidität ist also nicht so toll.
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Wiesbadener Kurier:Wallauer verabschieden sich mit Niederlage
SG-Team verliert Bundesliga-Finale gegen Nordhorn mit 36:39/Schwalb in Hamburg und Wetzlar ein Thema?Vom 30.05.2005
Das letzte Resultat dieser Handball-Bundesliga-Saison, 36:39 gegen Nordhorn, und der finale zehnte Rang interessierten nicht wirklich. Bei der SG Wallau/Massenheim war der Moment des Abschieds gekommen. Emotionalen Szenen folgte die Ungewissheit.
Von Henning Kunz
So richtig können sie es sich alle noch nicht vorstellen. "Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn in der Höchster Ballsporthalle nie mehr Bundesliga-Handball gespielt werden würde", sagt Maik Makowka. "Die Bundesliga ohne Wallau?", erwähnt Igor Lawrow, "das geht doch nicht." Wallau ohne Lawrow, das geht allerdings sehr wohl. Der Russe hatte bereits vor dem mutmaßlich letzten Bundesligaspiel der SG Wallau/Massenheim gegen die HSG Nordhorn (36:39) seine Koffer gepackt, war noch am selben Tag gen Norden gereist. Nach Hamburg. Zu seinem neuen Arbeitgeber, dem HSV, der sich auch darum bemühen soll, der künftige Arbeitgeber von Handballtrainer Martin Schwalb zu sein. Eine Anfrage aus der Hansestadt soll es geben. Offensiver geht Wetzlars Manager Rainer Dotzauer die Sache an, der bestätigt, mit Schwalb über die Nachfolge des ausscheidenden HSG-Coaches Holger Schneider gesprochen zu haben. Schwalb sagt dazu - nichts.
Schwalbs Gefühlswelt ist noch mal richtig durchgeschüttelt worden. "Das war ganz schön heftig. Und sehr, sehr traurig", und so sieht Schwalb auch aus: traurig. Wenn er über das "letzte Bundesligaspiel in dieser Saison" spricht, weiß er, dass danach nichts mehr so sein wird, wie es war. Und dabei geht es nicht mal um die allgemeine Zukunftsfrage, "ob wir weiter erstklassig spielen dürfen". Das entscheiden andere Menschen. Es geht um das Ende eines Kapitels. Das Ende einer Entwicklung. Und das sei jedem bewusst gewesen an diesem Tag, sagt Schwalb. Eine traurige Geschichte, findet Schwalb, "die kannst du nicht einfach so ausblenden. Dafür sind wir zu viel Mensch". Dafür sind sie sich alle zu nahe gewesen. Man merke: Fünf Monate hat diese Handball-Mannschaft erstklassig mitgehalten, ohne eine Cent zu sehen. Das schweißt zusammen.
Die SG-Spieler wandern in alle Himmelsrichtungen aus. Lawrow geht nach Hamburg. Jan-Henrik Behrends nach Wilhelmshaven - mit dem letzten großen Wunsch, "dass ich im nächsten Jahr wieder hier spielen darf; dann eben gegen Wallau". Zoran Djordjic hütet dann Melsungens Kasten. Das Nationalmannschaftstrio Heiko Grimm, Jens Tiedtke und Jan-Olaf Immel geht nach Großwallstadt. Dominik Klein verhandelt mit den Mainfranken, sagt aber auch: "In der Ballsporthalle spiele ich nur im Trikot der SG." Einar-Örn Jonsson hat in seinem guten Glauben an das gute Ende investiert, währenddessen zwei Angebote abgelehnt, "weil ich unheimlich gerne hier bleiben würde. Aber ich kann auch nicht endlos warten". Das Warten auf Geld, auf Entscheidungen, die stete Ungewissheit, was werden wird, hat in den vergangenen Monaten viel Kraft gekostet. Und einige Spieler machen keinen Hehl daraus, dass sie froh sind, sich keine Sorgen mehr machen zu müssen. "Klar, betrifft mich die Sache und stimmt mich traurig", sagt Heiko Grimm, "aber kann es auch nicht verstehen, wenn ein Verein für zwölf Monate plant, aber nur für sechs Monate Geld hat." Jens Tiedtke weiß, dass er der SG viel zu verdanken hat, dass er hier wie so viele zum Nationalspieler reifte, "aber das vergangene halbe Jahr war sehr unschön. Ich bin menschlich zu oft enttäuscht worden".
SG Wallau/Massenheim: Djordjic (1.-30.), Rominger (31.-60.); Klein (5/2), Makowka (1), Laufersweiler, Tiedtke (4), Jonsson (7/1), Linder (1), Lawrow (4), Behrends (9/3), Rastner (5), Bohnert.
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Frankfurter Neue Presse:Wallau/Massenheim: Gefühlsbetonter Abschied nach 18 Jahren Bundesliga
Von Thorsten Remsperger
Frankfurt. Der Schlussakt begann mit einer zwölfminütigen Verspätung. Nicht etwa wegen des großen Menschenandrangs – die Leute strömten lieber ins benachbarte Freibad –, sondern wegen der Dankeszeremonie für die Spieler und den Trainerstab der SG Wallau/Massenheim. Es lief manchem der nur 1200 Anhänger in der Frankfurter Ballsporthalle bei tropischen Temperaturen eiskalt den Rücken herunter, als Pressesprecher Hendrik Ziegler sich verbal jedem Einzelnen widmete. Es galt vorsorglich, Abschied zu nehmen. Nicht nur von den Spielern, von denen nur Rominger, Rastner, Jonsson, Makowka und Klein noch nicht gewechselt haben. Die persönliche Danksagung, symbolisiert durch eine Umarmung von SG-Sportbetriebs-Gesellschafter Marc Gramm und jeweils zwei Flaschen Wein als Geschenk, könnte auch der Abgesang aus der Bundesliga gewesen sein.
«Wir tun alles, um auch in der nächsten Saison hier aufzulaufen», sagte zwar Ziegler. Der Lizenzentzug durch die Handball-Bundesliga (HBL) in erster Instanz ist jedoch Fakt. Einspruch hat Wallau eingelegt, «wir warten jetzt auf Signale aus Dortmund», so Gramm. Das womöglich letzte Spiel nach 18 Jahren Bundesliga avancierte zur Nebensache. Der Tabellenzehnte Wallau verlor gegen Europapokalteilnehmer HSG Nordhorn mit 36:39 (17:20). «Das ist keine normale Traurigkeit», sagte Martin Schwalb, seit 15 Jahren erst Spieler, dann Trainer in Wallau, «andere Gefühle überwiegen. Die Mannschaft lässt das jetzt noch ausklingen. Ich weiß aber nicht, ob ich das gefühlsmäßig schaffe.»
«Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf, das ist alles so schade», sagte Jan Immel, der neun Jahre für die SG seine Knochen hinhielt. «Der Verein liegt mir am Herz, ich hätte meine Karriere gerne hier beendet», erzählte Igor Lavrov. «Die SG gehört einfach in die Liga, auch wenn vieles falsch gelaufen ist», ergänzte Jan-Henrik Behrends. Jens Tiedtke war hin- und hergerissen. «Ich habe Wallau so viel zu verdanken, bin Nationalspieler geworden, aber im letzten halben Jahr menschlich zu oft enttäuscht worden.»
«Es war ein komisches Gefühl, weil in dieser Halle vielleicht nie mehr Handball gespielt wird», sagte Maik Makowka. Wie Dominik Klein und Einar Örn Jonsson liegen ihm Anfragen anderer Clubs vor. «Ich kann nicht endlos warten», verdeutlichte Jonsson, während Klein in Aussicht stellte, erst bei einem Wallauer Scheitern zu wechseln – dann zum TV Großwallstadt. «Wenn wir die Lizenz bekommen, haue ich innerhalb von 24 Stunden acht Verträge auf den Tisch», kündigte Martin Schwalb an. Also, abwarten.
Wallau: Djordjic, Rominger (ab 31.); Behrends (9/6), Jonsson (7/1), Rastner (5), Klein (5/2), Tiedtke, Lavrov (je 4), Makowka, Linder (je 1), Laufersweiler, Bohnert. – Nordhorn: Larsson, Gentzel (ab 31.); Filip (12/2), Ursic, Vranjes (je 7), Bult (5), Machulla (4), Arrhenius (3), Schumann (1), Leissink.
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Nun kommt Magdeburg
Handball: Wallaus A-Jugend im DM-HalbfinaleVom 30.05.2005
möx. BIELEFELD Hans-Dieter Großkurth und Hendrik Ziegler hatten in den vergangenen Wochen bei der SG Wallau/Massenheim nur wenig Grund zum Lachen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten der Abteilungsleiter und sein Mitarbeiter endlich mal wieder Grund zu strahlen. Da empfing das Duo gegen 2 Uhr die erfolgreiche A-Jugend vor der Ländcheshalle mit einem improvisierten Sektempfang. Nach dem 29:24 im Hinspiel machten die Nachwuchs-Handballer mit einem unerwartet klaren 35:18 (16:9) vor 900 Zuschauern bei der TSG Altenhagen-Heepen den Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen den SC Magdeburg perfekt.Weder die früh ausgefallene Klimaanlage auf der Hinfahrt (SG-Betreuer Arno von Ferro: "Im Bus herrschten Temperaturen von 37 Grad") noch die schwere Verletzung des zuvor dreimal in Folge erfolgreichen Mihailo Djurdjevic (39.), dessen aufgeplatzte Oberlippe im Krankenhaus genäht werden musste, konnte die Wallauer stoppen. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie allerdings längst gelaufen. Lediglich beim 2:3 und 3:4 in der Anfangsphase hatten die Wallauer zurückgelegen. Dann beherzigten sie die Forderung von Thomas Scherer. Der Wallauer Trainer hatte seinen Jungs klar gemacht: "Weiterkommen will ich nicht. Nicht nur. Ich will hier gewinnen." Vor allem in der Abwehr wuchs seine Sieben über sich hinaus, trieb die Gastgeber schon in Durchgang eins zur Verzweiflung. "Endlich haben die Jungs ihr Potenzial abgerufen", lobte Scherers Kompagnon Mike Fuhrig und legte nach: "Jetzt wollen wir auch Deutscher Meister werden."
SG Wallau/Massenheim: Schermuly; Eisenhauer, Djurdjevic (6), Allendorf (5), Schimmelbauer (3), Prinz (3), Hahn (8/6), Gramlich (2), Schwarz (2), Quilitzsch (2), Waldorf (3), During (1/1).