Beiträge von vr316

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    Abgang zur Unzeit

    Ulrich Schwaab zu Ralf Jahncke

    Seine Regentschaft war kurz, sein Abgang unvermittelt und seine Hinterlassenschaft fragwürdig: Ralf Jahncke scheidet als Sprecher der Gesellschafter des Handball-Bundesligisten SG Wallau/Massenheim zum 30. Juni aus. Er geht zur Unzeit, mitten im Überlebenskampf der SG. So handelt einer, dem die Person wichtiger ist als die Sache; aber niemand, dem das Lösen schwerwiegendster Probleme noch am Herzen liegt. Der mitunter selbstgefällige Geschäftsmann ist auf dem glatten Wallauer Parkett ausgerutscht. Anstatt sich Mitstreiter zu suchen, die gemeinsam mit ihm den Bundesliga-Handball erhalten wollten, gefiel sich Jahncke ein bisschen zu viel in der Rolle des Retters, gab den starken Mann für schwere Zeiten. Keine Frage, verdient hat Ralf Jahncke dieses Ende nicht, doch sein Abgang passt in die unendliche Geschichte des Wallauer Intrigantenstadls, dessen Aufführungen am 30. Juni vielleicht zu einem Ende kommen. Bis dahin aber hätte Jahncke seine Absichten zurückhalten müssen, zumal die Chancen auf Erteilung einer Lizenz noch immer gegeben sind. Das weiß Jahncke. Trotzdem geht er. Er mag dafür Gründe besitzen, aber ein stilvoller Abgang sieht anders aus. Vielleicht blieb ihm persönlich kein anderer Ausweg, doch Persönliches hätte er hintanstellen müssen.

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    Original von Waldorf
    Es wäre schön gewesen, wenn die Essener diesen Umstand gestern in der Verhandlung vor der anwesenden Presse deutlich gemacht hätten. Sie sagen nur: "Hier ist eine e.V. der Firma GMS über 3 Millionen"

    Eine Bitte: Wenn in diesem schwierigen Thema Abkürzungen benutzt werden, dann erklärt sie auch oder benutzt sie eindeutig. Beim Satz "Hier ist eine e.V. der Firma GMS über 3 Millionen" steht 'e. V.' doch für 'eidesstattliche Versicherung' und nicht für 'eingetragener Verein' oder 'einstweilige Verfügung'. Vielen Dank.


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    Aus der FNP:

    Ein Traum soll wahr werden

    Wallau. Der Countdown läuft: Am Samstag (19.30 Uhr) gastiert die Handball-A-Jugend der SG Wallau/ Massenheim beim TV Kornwestheim zum zweiten und entscheidenden Spiel um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft. Das Hinspiel entschied die Mannschaft des Trainergespannes Mike Fuhrig und Thomas Scherer verdient mit 45:41 für sich. Diesen Vier-Tore-Vorsprung gilt es im Rückspiel zu verteidigen.

    Seit zwei Jahren betreut Thomas Scherer die Wallauer A-Jugend. Das Erreichen des Finals um die Deutsche Meisterschaft ist der Höhepunkt seiner Arbeit und erfüllt ihn mit Stolz: «Andere träumen und reden davon, wir sind dabei.» Nach der torreichen Partie im ersten Spiel erwartet Scherer eine deutliche Steigerung seiner Abwehr: «Im Defensivbereich müssen wir eine wesentlich bessere Leistung bieten.» Scherer ist davon überzeugt, dass sein Team auch diese letzte Hürde auf dem Weg zum Titel nehmen wird: «Wenn es uns gelingt, eine gute Leistung abzurufen, haben wir auch die Möglichkeit, dort zu gewinnen.» Um die wurfgewaltigen Kornwestheimer Onofras, Dietrich und Marjanovic besser als zu Hause in den Griff zu bekommen, hat sich der Trainer eine besondere Taktik einfallen lassen. Allerdings plagen die Wallauer noch einige Personalsorgen: Christopher Prinz und Sebastian Eisenhauer werden wohl spielen, kurzfristig entscheiden wird sich der Einsatz von Julian Walldorf, der im ersten Spiel noch aussetzen musste, und erst diese Woche nach einer schmerzhaften Bänderdehnung wieder ins Training einsteigen konnte. Ein ganz großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Jugend-Nationalspieler Tobias Hahn, der wegen Knieproblemen die komplette Woche aussetzte.

    Ähnlich wie die Kornwestheimer, scheinen sich die jungen Wallauer auch bei ihrem Auswärtsspiel auf lautstarke Unterstützung zahlreicher Fans verlassen zu können. Nach kurzer Zeit war das gelieferte Kartenkontingent erschöpft. Kornwestheim stellte sogar nochmals 50 Stehplatzkarten zur Verfügung, die aber ebenfalls ganz schnell vergriffen waren. Einen Tag vor dem großen Finale ist die Sporthalle Ost in Kornwestheim Nähe Stuttgart mit 1100 Zuschauern restlos ausverkauft.

    Egal ob als Meister oder Zweiter der Deutschen Meisterschaft: Der Wallauer A-Jugend wird nach ihrer Rückkehr aus Kornwestheim an der Ländcheshalle ein gebührender Empfang bereitet werden. Am Sonntag wird die Mannschaft auf dem Festwagen von der Polizei von Massenheim nach Wallau geleitet. Anschließend werden die Spieler und alle Verantwortlichen im großen Biergarten vor der Ländcheshalle geehrt. (cn)

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    Aus der FNP:

    Für Wallau wird es immer enger, die letzte Hoffnung ist das Schiedsgericht
    Dortmund. Die SG Wallau-Massenheim hat im Streit mit der Handball-Bundesliga (HBL) um die Lizenzerteilung für die nächste Saison die dritte Niederlage erlitten. Es ist die bisher bitterste, denn erstmals scheiterte die Wallauer Sportbetriebs GmbH nicht am Vorstand der HBL, sondern vor einem Ordentlichen Gericht. Die 13. Zivilkammer des Landgerichts Dortmund wies am Donnerstag den Antrag auf Einstweilige Verfügung auf Erteilung einer Lizenz ab. Gleiches widerfuhr dem Zweitligisten TV Willstätt, im Fall des gleich lautenden Antrags von Bundesligist TuSEM Essen einigten sich der Verein und die HBL darauf, das Verfahren ruhen zu lassen. «Es ist nicht unsere Aufgabe, Lizenzen zu erteilen. Wir sind nicht das Überprüfungsorgan für Vereinsgerichtsbarkeit», hatte Richterin Marlies Bons-Künsebeck argumentiert.

    Über die Lizenzerteilung für Wallau-Massenheim und Essen entscheidet nun das Ständige Schiedsgericht für Lizenzligavereine am kommenden Donnerstag, 30. Juni. «Wir haben leider unser Ziel nicht erreicht, Zeit für die Spieler und unseren Trainer Martin Schwalb zu gewinnen. In der Sache geben wir jedoch nicht auf. Im Gegenteil, die Richterin betont, dass mit der Ablehnung unseres Antrages kein Urteil des Sportgerichts vorweggenommen wird», sagte der Wallauer Geschäftsführer Hans-Dieter Großkurth. Das Landgericht sah laut Großkurth sogar «einige Ungereimtheiten» beim DHB, außerdem seien die neuen wirtschaftlichen Voraussetzungen nach der Neugründung der GmbH noch nicht abschließend vom DHB bewertet worden. «Unsere Standpunkte sind bisher bei weitem nicht ausreichend gewürdigt worden. Das wird hoffentlich durch das Schiedsgericht in sechs Tagen geschehen», meinte Großkurth vor der vierten und aus Zeitgründen wohl letzten Chance für die SG auf nachträgliche Erteilung der Lizenz. Wallaus Anwalt Arnd Barnitzke zeigte sich «verwundert» über die Entscheidung: «Das Gericht hat es sich sehr einfach gemacht.» Ob ein Gang vor das Oberlandesgericht erwogen werde, müsse noch besprochen werden.

    In ihrer Position bestätigt sahen sich dagegen die Vertreter der Handball-Bundesliga. «Ich sehe in dem Verfahren keine positiven Zeichen. In Bezug auf unsere Rechtsposition ist das ein positives Zeichen», verklausulierte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann seine Stellungnahme, blieb aber bei seinem bisherigen Schluss: «Wir werden das, was das Ständige Schiedsgericht entscheidet, vorbehaltlos akzeptieren, egal wie es ausgehen wird.»

    Die Konsequenzen aus dem langwierigen Gezänk um die Lizenz müssen Wallaus Trainer Martin Schwalb und die verbliebenen sechs Erstligaspieler Andreas Rastner, Sebastian Linder, Marcus Rominger, Einar-Örn Jonsson, Maik Makowka und der viel umworbene Dominic Klein tragen. «Ich kämpfe bis zum Donnerstag für Wallau. Wir schaffen das noch, vorher interessiert mich kein anderer Verein», sagte Schwalb, der von der HSG Wetzlar umworben wird und mit Manager Rainer Dotzauer auch schon Gespräche geführt hat. «Ich muss die restlichen sechs Spieler bitten, noch einmal eine knappe Woche Geduld zu haben», hofft Schwalb aber noch immer auf eine Zukunft in Wallau. Sollte das Schiedsgericht jedoch die bisherigen Urteile bestätigen, wird ab der neuen Saison die bisherige zweite Mannschaft als (schuldenfreie) erste Mannschaft der SG Wallau/Massenheim in der Regionalliga weitermachen. (dpa/el)


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    [SIZE=7]Fiktiver[/SIZE] Liveticker IV

    Nach einem spannenden Spieltag konnte sich die HBL überzeugend durchsetzen. Nach deutlichen Siegen gegen Wallau und Willstädt in der regulären Spielzeit ist der Abstieg der beiden Teams nun so gut wie besiegelt. Das Spiel gegen Essen musste vorläufig abgebrochen werden und wird erst in der Woche fortgesetzt, die HBL hatte jedoch deutliche Vorteile. Der Veranstalter des Spieltags, die LG Dortmund, zeigte sich zufrieden und lobte besonders die Stimmung und das faire Verhalten der Fans. Eine erneute Austragung in Zukunft ist somit nicht ausgeschlossen.

    Einen ausführlichen Spielbericht lesen sie in Kürze, wir danken für alle Lesern.

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    Original von Wieland
    und wenn das immer noch nichts hilft wird die methode der alten germanen angewandt. ein ring wird in kochend heisses wasser geworfen und k.s. muss ihn rausholen. ist die wunde nach drei tagen schon verheilt kriegt essen die lizenz nicht.

    wenn so in zukunft die lizenzen für die liga verteilt würden, hätten wir alle jedenfalls nach drei tagen ruhe und gewissheit. ich bin dafür!!!

    ps: das ganze ließe sich auch medial bestimmt toll vermarkten. rtl2 hat schon angefragt...

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    [SIZE=7]Fiktiver[/SIZE] Liveticker II

    Die Partie HBL - Essen geht in die Verlängerung, wobei die HBL bis jetzt klare Spielvorteile zu haben scheint.

    Das Spiel HBL - Willstädt wurde vor kurzem angepfiffen, das nachfolgende Spiel HBL - Wallau verschiebt sich um ca. 90 Minuten.

    Die Stimmung ist gut, aber auch angespannt, das Wetter macht uns heute keinen Strich durch die Rechnung. Die Wischer im Saal sind im Dauereinsatz, ein Spielfluss kommt momentan kaum zustande. Hoffentlich muss das Spiel nicht zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden, die Fans hoffen auf eine Entscheidung am heutigen Tag.

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    Original von aloish
    dort wurde auch im Februar ein Trainerseminar durchgeführt, für welches wir heute noch dem Klaus Feldmann sehr dankbar sind.

    Na, dann werden ja aus Australien nur offensiv deckende Handballer bekommen. Defence makes the difference... ;)

    Außerdem haben viele Fußballvereine auch Gegenwerte. Das Stadion und das Grundstück sind wohl Eigentum von Schalke und somit gibt es Sicherheiten im Hintergrund. Auch Spieler dienen als Sicherheit, im Notfall wird ein Star für 5 Millionen verkauft. Aber Handballer sind eben "billiger", hier ist selbst ein Weltklassespieler max. 50.000 - 100.000 € Ablöse wert. Von daher ist der Fussball schwer mit dem Handball zu vergleichen.

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    [SIZE=7]Fiktiver[/SIZE] Liveticker

    11.30: Wir begrüßen die Handball-Interessierten zum Liveticker aus dem LG Dortmund. Die erste Runde wird um 12.00 h eröffnet, um 12.30 h und 13.00 h stehen weitere Verhandlungen an. Wir hoffen auf ein faires und spannendes Verfahren. Zahlreiche Zuschauern haben schon Platz genommen und stimmen "TUSEM, TUSEM" - Sprechchöre an. Das Wetter ist gut und der Gerichtssaal in bestem Zustand.

    Ausgehend von der Frage "Mit wie vielen Vereinen soll dann die Liga spielen", poste ich hier einige Argumente gegen Play-Offs aus meiner Sicht:

    - Die Basketball-BL (BBL) spielt mit 16 Teams. Die haben 30 Vorrundenspiele, dann kommen 8 Teams weiter, man hat max. 15 Play-Off-Spiele, ein Verein kommt also auf max. 45 Spiele. Dazu dann noch Pokal (10) und Europapokal (10), jedes Jahr noch ein Welt- oder Europameisterschaft (15 Länderspiele pro Jahr) und alle 4 Jahre Olympia. Da kommen etwa 80 - 90 Spiele auf die Top-Spieler zu.

    - Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) spielt mit 14 Teams, diese spielen 52 Vorrundenspieltage und noch mal bis zu 17 Play-Off-Spiele, also max. 69 Spiele. Mit Pokal, Europapokal und Länderspielen kommen dann weit über 100 Spiele auf die Top-Spieler zu.

    - In der amerikanische Eishockey-Liga (NHL) und der amerikanischen Basketball-Liga (NBA) haben insgesamt 30 Teams alleine 82 Vorrundenspiele, dazu noch 4 Play-Off-Runden mit bis zu 7 Spielen. Ich bin fair und lasse die Pokalspiele weg, aber da sicher niemand den Europapokal abschaffen wird und auch Länderspiele stattfinden sollen, möchte ich nicht wissen, welcher Spieler die knapp 140 Spiele pro Saison durchhalten soll. Außerdem existieren hier keine Auf- und Absteiger, allerdings habe ich in der NHL und der NBA auch noch nichts von Lizenzierungsproblemen gehört.

    - Ok, die Deutschen haben sich auch schon an Nord- und Südgruppen versucht. Wahrscheinlich gäbe es 2 x 12 Teams, also 22 Spiele in der Vorrunde. Bei Play-Offs nehme ich mal mindestens "Best of 3" an, nur Hin- und Rückspiel sind meiner Meinung nach keine Play-Offs. Es folgen mindestens 4 Runde mit max. 3 Spielen, also kommen 12 Spiele dazu, d. h. max. 34 Spiele pro Saison. Aber

    a) scheidet man in der ersten Play-Off-Runde aus, hat man nur 12 Heimspiele pro Saison gehabt, also 5 Spiele weniger als im Moment. Dann fehlen mit Sicherheit Zuschauereinnahmen.

    b) wie sollen die EC-Plätze ausgespielt werden? Sind die ersten Teams der Vorrunde automatisch qualifiziert, oder spielen wir es aus?

    c) wenn es bei 18 Teams in der jetzigen Liga schon ein großes Leistungsgefälle gibt, wie wird das dann erst bei 24 Mannschaften?

    d) wie soll die Abstiegsfrage geklärt werden, mit Play-Downs? Das Gefälle zur 2. Liga würde auf jeden Fall noch größer als es jetzt schon ist.


    Ich bin gegen Play-Offs. Ich brauche diese künstliche Spannung nicht und will an den letzten Spieltagen die Spannungen an einer Tabelle erleben, in der es auch um Tordifferenzen gehen kann und die Spiele anderer Teams noch eine Bedeutung für das Abschneiden meines Vereins hat. So stelle ich mir Sport vor!

    Nun, als ich vor 3 Jahren in Australien studiert habe, war Handball in Australien ein ziemliches Fremdwort. In der Gegend um Adelaide konnte niemand etwas mit unserem schönen Sport anfangen. "Zentrum" der Handballer scheint wohl mehr der Osten um Sydney und Melbourne zu sein, wo vor allem die Studenten Handball spielen, unterstützt von einigen Auswanderern, die ihrer alten Sportart nachhängen.

    Ich finde es schön, dass "Down under" sich nun doch langsam zur Handballnation entwickelt, vielleicht kann ich dann doch eines Tages dahin auswandern ohne Entzugserscheinungen zu bekommen.

    Wobei die Überschrift "Handballern droht Lachnummer" nicht zutrifft, da wir schon lange eine Lachnummer haben. Diese könnte allerdings noch größer werden.