Zitat
Aus der Frankfurter Neuen Presse:TSG Münster holt Roßmeier
Münster. Einen weiteren Neuzugang kann der Handball-Zweitligist TSG Münster vermelden. Markus Roßmeier von der SG Wallau/Massenheim wird per Zweitspielrecht beim Zweitligisten spielen.
«Die Priorität hat weiter Wallau», erklärt der 22-jährige Linkshänder, «aber für mich war der Anreiz groß, in der II. Liga zu spielen und dort Erfahrungen zu sammeln. Es ist für mich nicht so anstrengend, ich habe keine weiten Fahrten». Wie genau Training und Spiele abgestimmt werden, regeln die Trainer Hans-Josef Embs und Jörg Schulze. Er wird wohl jeweils zwei Mal bei beiden Teams trainieren. Embs ist sehr zufrieden mit der ersten Vorbereitungsphase, in der alle Spieler gut mitgezogen haben. Doch bereiten ihm die fehlenden Neuzugänge Sorgen. Zuletzt handelte sich Münster Absagen von den Rückraumspielern Steffen Weber (Kronau/Östringen) und Sven Pausch (Wetzlar) ein. (vho)
Beiträge von vr316
-
-
Schade das Aksen schon beim Eishockey unter ist. Sonst könnte er glatt neuer Marketing-Manager beim "Sportecho" werden.

-
So wie Ullrich heute gefahren ist, wird das nix. Wobei ich Klöden zugetraut hätte, mit weniger Rückstand ins Ziel zu kommen. Aber was tut man nicht alles für seinen Käpitän (schade das es den im Handball bald nicht mehr gibt).
-
Zitat
Original von härter_schneller
warum sollte das hier anders sein als in der wallauer realität?Weil in der Handballecke viele vernünftige Leute aktiv sind....
-
Zitat
Vlado Stenzel trainiert die 05-FrauenVom 12.07.2005
utz. Die Handball-Frauen des FSV Mainz 05 gehen mit einem prominenten Trainer in die neue Saison der Oberliga Rheinhessen-Pfalz-Saar. Vlado Stenzel, der 1978 die deutsche Männer-Nationalmannschaft zum WM-Titel geführt hatte, übernahm jetzt das Training. Zweimal die Woche bereiten sich die Nullfünferinnen derzeit unter Leitung des gebürtigen Kroaten auf die Runde vor.Der 70-Jährige wohnt in Wiesbaden und steht auch mit den Sportfreunden Budenheim in Verbindung, die ein Jugend-Leistungszentrum aufbauen wollen (wir berichteten). So kam auch der Kontakt mit Mainz 05 zu Stande. "Die Spielerinnen sind begeistert", berichtet 05-Vorstandsmitglied Karlheinz Elsässer.
Noch heute wirkt der Mythos vom "Magier", der nach dem Titelgewinn den Verlockungen des Ruhms erlegen war und seinen Ruf mit Auftritten als Koch, Wurstproduzent oder anderen Extravaganzen aufs Spiel gesetzt hatte.
-
Zitat
Original von crasher
Auf den Inhalt dieser Sätze einzugehen, erübrigt sich. Diese sind frauenfeindlich und damit menschenverachtend. Herr Ruppel, suchen Sie sich ein anderes Betätigungsfeld.
Sehr schönes Beispiel für eine Schnittmenge: Frauen und Menschen!
Zum Glück hat auch der Verfasser noch einmal darauf hingewiesen, dass Frau auch Menschen sind. Nach dem Lesen von Rülpsers Kommentar war ich mir da nicht mehr sicher...
PS: Ich finde die Überschrift gelungen!
-
Es macht immer wieder Spaß diesen Thread hier zu lesen. In der Rubrik "Pokal" wird diskutiert, ob es gut wäre, wenn RTL das F4 überträgt und ob Handballer überhaupt RTL schauen.
Wenn ich das hier lese, dann will ich gar nicht RTL sehen. Das hier ist besser als jede Soap. Macht weiter so!
-
Zitat
Original von Panther99
aber dort in Münster findet er keine Regio-B-Jugend, keine spielstarke Regio-A-Jugend, keine Oberliga-Männer und keine Regio-Männer mit Altersdurchschnitt von 21 Jahren !!!

Außerdem wird der "Furre" als Jugendkoordinator und A-Jugendtrainer es schon "richten", daß die SG zumindest im Jugendbereich die Nr. 1 im Rhein-Main-Gebiet bleibt !!!!
Steffen weiß auch wie stark inzwischen unsere B-Jugend ist mit dem neuen Russen, Pascha´s Junior und, und, und .... vieleicht ... man weiß ja jetzt noch nicht ... starten auch diese Jungs mal in 2 bis 3 Jahren einen Großangriff Richtung Dt. Meisterschaft !!!
Warten wir es mal ab. Nach der Saison werden wir sehen, ob Wallau den Erfolg der A-Jugend annähernd wiederholen kann und ob Fuhrig mehr als nur seinen Namen zu bieten hat. Ohne Buli-Team im Hintergrund ist Wallau sicher weniger attraktiv als zuvor.
Das Horrorszenario wäre aus meiner Sicht:
Die Regio-Truppe spielt lange um den Aufstieg mit und packt es aber nicht. Deshalb werden auch kaum starke Spieler in die OL abgestellt und das Team steigt ab. Die A-Jugend und B-Jugend kommen nicht über Mittelfeldplätze hinaus und müssen nächste Saison durch die harte Quali-Mühle.Dann ist ganz schnell die dominante Stellung der vergangenen Jahre weg und Vereine wie Münster warten nur darauf, den Thron in der Region zu besteigen.
Aber alles kann ja auch ganz anders kommen, alles wird gut (oder zumindest besser) !
-
Naja, bei den Preisen wird dann sicher "großes Kino" geboten. Im normalen Kino zahlt man nämlich weniger.
-

Nicht wirklich, oder???
-
einfach spielen lassen!!! je komplizierter alles gemacht wird, umso weniger spaß haben die anfänger. ansonsten immer einen "erfahrenen" handballer mit einem neuling zusammenstecken, dann wird das schon was. wenn am ende der projekttage ein spiel rauskommt, bei dem alle mitspielen können und alle spaß haben und vielleicht sogar im verein handball spielen wollen, dann wäre viel erreicht.
-
Wobei Bensheim mit dem HLZ (Handball-Leistungs-Zentrum) an sich ideale Vorraussetzungen für eine weitergehende Jugendförderung hat. Aber es kommt wenig dabei raus, wobei es mittlerweile schon etwas besser ist als vor 3 Jahren, wo nie etwas aus Bensheim kam (zumindest in den Auswahlmannschaften des Bezirks DA).
-
Zitat
Original von Heike aus ESA
Und Steffen Fäth ist sicher der Bruder von Marc. Er wollte nämlich auch zur SGWM. War bei der SWDM/mJC wohl Torschützenkönig. Hat auch gegen Eisenach 15 Tore geschossen. Ein Talent ohne Frage.
Steffen Fäth ist Jahrgang 1990. Da Goldstein meines Wissens auch in der B-Jugend-Regio spielt, gewinnt er nichts durch einen Wechsel zur SG. Mal sehen, was aus ihm wird...
-
Naja, die SG Pfull-Ko-St steht dann wohl für Vollkosthandball

-
So geht es bei der SG weiter:
ZitatAlles anzeigen
Wallaus Amateure gerüstet
Erste Handball-Garnitur in der Regionalliga, zweite in der OberligaVom 04.07.2005, von Volker Eckhardt
WALLAU Nachdem die SG Wallau/Massenheim keine Lizenz mehr für die Handball-Bundesliga erhalten hat, die wirtschaftliche Trägergesellschaft in Insolvenz gegangen ist und die Gläubiger seit Freitag ihre Forderungen bei der Insolvenzverwalterin Claudia Jansen geltend machen können, hat die Amateur-Abteilung der SG gestern bereits Nägel mit Köpfen für die Zukunft gemacht.
Die vier Beschäftigten der Wallauer Geschäftsstelle sind arbeitslos geworden. Pressesprecher Hendrik Ziegler verabschiedete sich mit dem Hinweis: "Ich bin aber nicht aus der Welt und helfe gern, wenn es gewünscht wird."
Hans-Dieter Großkurth, der Geschäftsführer der neuen Sportbetriebs-GmbH, für die die Bundesliga-Lizenz beantragt werden sollte, ist als Handball-Chef ebenso wie alle anderen Amtsinhaber des Vorstandes bestätigt worden. Jugendleiter Stefan Schweizerhof bekam mit Rose Deger und Jugend-Koordinator Mike Fuhrig Verstärkung, der die zukünftige A-Jugend trainiert, die gerade Deutscher Meister geworden ist. Förderkreis-Vorsitzender bleibt Horst Zölls.
In der Regionalliga spielt in der nächsten Saison die erste SG-Garnitur und hat gute Chancen, in die Zweite Bundesliga aufzusteigen. Coach Jörg Schulze und Co-Trainer Frank Tritscher haben weiterhin sportlich das Sagen. Lange Zeit war offen, ob die SG das Angebot des Hessischen Handball-Verbandes annimmt und die zweite Mannschaft für die Oberliga gemeldet wird. Manager Bernd Wagenführ sondierte das Feld und kam zu dem Ergebnis, dass genügend Spieler für die Oberliga zur Verfügung stehen. Dieses Team trainiert Matthias Hieronymus.
Kapitän Andreas Rastner ging gestern als letzter Feldspieler des bisherigen Bundesliga-Teams von Bord und unterschrieb einen Ein-Jahres-Vertrag beim Regionalligisten TV Petterweil. Er wäre durchaus im Ländchen geblieben, "doch bis Samstag konnte mir in Wallau keiner sagen, wer die starken Männer sind und was man erreichen will." Erstmals seit 15 Jahren ist Rastner nun kein Handball-Profi mehr. Vom Regionalliga-Team kannte er keine Einzelheiten, doch in der Oberliga wollte er nicht spielen und entschied sich daher für Petterweil, ehe er in Urlaub nach Sardinien flog.
Maik Makowka hatte schon zuvor beim SC Meran ein neues Betätigungsfeld gefunden. Der Linkshänder kam beim italienischen Meister unter, der sich bereits für die Champions League qualifiziert hat. Der 25-jährige Rückraum-Spieler stand vor seiner Wallauer Zeit in Flensburg und beim spanischen Club BM Altea unter Vertrag.
Quelle: Wiesbadener Kurier
-
@ Panther99
Viel Spaß in der Sommerpause, ich freu mich schon drauf. Und mal sehen, wie es danach weitergeht.
ZUKUNFT IST GUT FÜR ALLE!
-
Zitat
Original von meteokoebes
Hamburger SV - FK Probeda Prilep 4:1Wobei der HSV zur Halbzeit 0:1 hinten lag. Aber Wolfsburg scheint nicht wirklich am internationalen Geschäft interessiert zu sein...
-
Wow, mit Plattner den Regio-Spieler der Saison in die Oberliga "abschieben". Das wird den sicherlich freuen. Aber wenn die SG wirklich den Kader zusammenstellen könnte, wäre das schon gut.
Ich denke aber eher:
--> aufwachen und nicht mehr träumen. -
Ok, dann lesen wir doch mal einige Passagen aus den Artikeln der letzten Wochen.
Zitat
Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. Nicht einmal die Hälfte der Mannschaft wird der SG Wallau/Massenheim erhalten bleiben. Den meisten A-Jugendlichen hatte das Konzept nicht zugesagt, in der dritten Mannschaft in der Bezirks-Oberliga oder in der neu formierten A-Jugend, die sich aus der bisherigen Oberliga-A 2-Jugend und der B-Jugend gebildet hat, unter der Leitung von Gilles Lorenz und Mike Fuhrig weiterzuspielen. Schermuly, Waldorf, Heidelmann, Heimer (TuS Dotzheim), Fäth, Schwarz (VfL Goldstein), Djurdejevic (TV Gelnhausen/SG Nieder-Roden), Quilitzsch (zu SF Budenheim zurück) und During (SG Nied) verlassen den Verein. In der Regionalliga-Mannschaft werden weiter Gramlich, Hahn und Allendorf spielen, neue Verträge erhielten Prinz und Eisenhauer. Der A-Jugend erhalten bleibt Schimmelbauer. Auch Trainer Thomas Scherer wird gehen. Er wechselt zum rheinland-pfälzischen Oberligisten HSG Rhein-Nahe. Der Vorsitzende Hans-Dieter Großkurth bedauert die Entwicklung: «Irgendwie gibt es schon einen Beigeschmack, dass so viele gehen. Wir haben aber mit allen gesprochen, wollten sie alle halten und haben an sie appelliert, Geduld zu haben und erst einmal in der Bezirks-Oberliga anzufangen. Doch das hat einigen anscheinend nicht gereicht.»Zitat
Die Tage der aktuellen A-Jugend sind gezählt, zerstreut sich die Truppe des Trainergespanns Thomas Scherer und Mike Fuhrig nach dem letzten Spiel in alle Winde. Ein Umstand, der im Umfeld schon seit geraumer Zeit für Unverständnis sorgt. Shooter Mihailo Djurdjevic wechselt zum Zweitligisten TV Gelnhausen, das Quartett Sebastian Schermuly, Julian Waldorf, Jan Heimer und Eric Heidelmann zieht es zum Oberligisten TuS Dotzheim, Marco During hat bei der SG Nied zugesagt, Marc Fäth und Marlon Schwarz kehren zum VfL Goldstein zurück, Marcus Quilitzsch zu SF Budenheim.Neben Michael Allendorf und Yves Gramlich, die bereits Regionalliga-Verträge besitzen, werden lediglich der frisch gebackene Jugendnationalspieler Tobias Hahn, der wie auch Allendorf erst heute vom DHB-Lehrgang aus Fürstenfeldbruck zurückkehrt, Sebastian Eisenhauer und der derzeit angeschlagene Christopher Prinz (Bänderdehnung) übernommen. Tobias Schimmelbauer spielt noch ein Jahr in der Wallauer A-Jugend. "Wir können einfach nicht alle halten. Der Regio-Kader umfasst mit Rückkehrer Matthias Beer und den drei neuen A-Jugendlichen bereits 18 Mann", erklärt Regio-Manager Bernd Wagenführ. Seit Dörrs Anruf versucht Wagenführ, die Talente umzustimmen. Doch die stehen bei den Klubs im Wort.
Zitat
Eine Hauptrolle kommt vor den Toren Stuttgarts dabei Kapitän Sebastian Schermuly und Namensvetter Sebastian Eisenhauer als Abwehrorganisator zu. Die anfängliche Ratlosigkeit über die Gründe des Versagens in der Deckung ist nach einem Regenerationstag in den Rhein-Main-Thermen wilder Entschlossenheit gewichen. Die Querelen in und um die Mannschaft sollen bis Samstag ruhen, haben sich die Spieler diesbezüglich selbst einen Maulkorb verpasst.Zitat
Scherer: (...) Mike Fuhrig und ich hatten mit den Spielern vereinbart, dass wir ihnen Tipps geben und Kontakte knüpfen, wenn ihnen das Wallauer Angebot nicht gefällt und sie dem Verein abgesagt haben. Das Konzept, das ihnen der Vorstand vorgestellt hat, hat vielen Spielern nicht zugesagt, so dass sie nun gehen. Nach Aussage der Spieler wären sie alle geblieben, wenn Mike und ich im Verbund weiter die A-Jugend und die dritte Mannschaft trainiert hätten.Frage: Wenn Sie auf die zwei vergangenen Jahre zurückblicken, bereuen Sie etwas oder würden Sie alles wieder genauso machen?
Scherer: Nein, ich bereue nichts. Man muss immer der Trainer bleiben, der man ist und darf sich nicht verbiegen. Man lernt bei jeder Station etwas dazu. Wichtig ist, offen miteinander umzugehen, Ziele zu formulieren, Rahmenbedingungen zu schaffen und mit diesen zu Recht zu kommen. Das war in Wallau nicht immer einfach. Doch die Zeit mit den Jungs werde ich nie vergessen.
Das die Spieler alles "Super-Jungs" sind steht außer Frage, ich habe auch schon welche von ihnen trainiert oder Lehrgänge abgehalten und kann es bei diesen nur unterstreichen. Aber genau diese Spieler, zu denen ich immer noch guten Kontakt habe, haben mir gesagt, dass nicht alle in Wallau geblieben wären, wenn sie vorab von der wirklichen Situation gewusst hätten. Für Wallau spricht ganz klar Jörg Schulze als Trainer, den ich für einen guten Mann halte. Sollte aber der Aufstieg misslingen, sind einige mit Sicherheit weg, Angebote waren da und werden kommen. Und Wallau ist nicht der Nabel der Handballwelt. Münster ist (vorerst) die Nr. 1 in der Gegend als Zweitligist. Und die Jugendlichen werden nicht mehr so leicht wie vorher zu Wallau wechseln, da jetzt nicht mehr ein Bundesligist im Hintergrund ist, sondern "nur" ein Regionalligist. Sollte Wallau mal nicht mehr in der Jugend Regio oder Oberliga spielen, dann schauen wir mal weiter, wie lange die Treue der Spieler hält. Zumindest in der E-, D- und C-Jugend haben andere Vereine im Bezirk Wiesbaden Wallau den Rang abgelaufen. Und wenn dann keine Fremden mehr kommen, die wie in der B-Jugend sofort Führungsspieler sind, dann sieht es auch oben nicht mehr so rosig in der Jugend aus.
Hoffen wir das Beste für Wallau. Ich persönlich glaube momentan nicht an einen mittelfristigen Aufstieg in die ZBS. Aber in bin nicht traurig, wenn es anders kommt, schließlich will ich guten Handball in der Gegend sehen (können).
-
Neuer Tag, neue (schlechte) Presse:
ZitatAlles anzeigen
Insolvenzverfahren ist eröffnet
HBL lässt die Katze nach dem Wallauer Täuschungsmanöver aus dem SackVom 02.07.2005
WALLAU Vor den Handball-Richtern haben die Wallauer unter dem Druck der Beweismittel gestanden, dass bereits am 1. April Antrag auf Eigeninsolvenz gestellt worden war. Gestern wurde das Insolvenzverfahren gegen die Spielbetriebs-GmbH der SG Wallau/Massenheim eröffnet.
Von Volker Eckhardt
Die derzeit führenden Funktionäre Hans-Dieter Großkurth, Geschäftsführer der neuen Sportbetriebs-GmbH, die keine Lizenz für die Bundesliga erhält, sowie Volker Weißmantel und Josef Kauth, die Vorsitzenden der beiden Trägervereine TV Wallau und TuS Massenheim, vertraten Wallau vor dem Schiedsgericht in Minden.
Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), der die Verhandlung verfolgte, war nicht gut auf die Panther zu sprechen und ließ gestern die Katze aus dem Sack: "Ich hatte Wallau zuvor schon mehrfach gefragt, ob ein Insolvenzantrag gestellt worden sei. Das wurde immer verneint. Die Gerüchte hielten sich aber hartnäckig, doch wir konnten nichts beweisen, weil wir keinen Zugriff auf die Insolvenzakte hatten. So entsetzlich zufällig war das also alles nicht, was da in Minden ans Tageslicht kam. Hätte aber unser Rechtsvertreter Andreas Thiel vor dem Schiedsgericht nicht nachgehakt, wären die Wallauer mit ihrer Masche wohl durchgekommen. Ich glaube aber nicht, dass sie die Lizenz erhalten hätten."
Die Bombe im Mindener Holiday Inn platzte, als die vom Amtsgericht Frankfurt bestellte Insolvenzverwalterin Claudia Jansen dem Schiedsgericht bestätigte, dass seit April tatsächlich ein EigeninsolvenzAntrag vorliegt. "Erst als die Fakten unumstößlich auf dem Tisch lagen und sie nicht mehr anders konnte, bequemte sich die Wallauer Delegation, endlich zuzugeben, wie die Dinge wirklich stehen. Vorher hatten sie das stets und ständig abgestritten. Das ist schon ein starkes Stück", war Bohmann sichtlich empört, zumal er seit dem 10. März sage und schreibe 16 Ansprechpartner der SG hatte, "von denen mir einer nach dem anderen versicherte, er sei jetzt der Mann des Vertrauens, bei ihm liefe alles gut."
Bereits während der Mitglieder-Versammlung am 31. März soll Volker Haase, der damalige Geschäftsführer der Spielbetriebs-Trägergesellschaft, erklärt haben, dass er den Insolvenzantrag stellen werde. Bohmann: "Dort waren sogar die Vereinsvorsitzenden und Trainer Martin Schwalb dabei. Da kann doch keiner sagen, sie hätten alle keine Kenntnis gehabt." Volker Haase hatte nicht vorsorglich einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt, sondern, so Bohmann, "wegen akuter Zahlungsunfähigkeit. In den Bundesliga-Richtlinien steht dick und fett, dass ein Verein in solch einem Fall ohne jede Chance ist und absteigen muss. Die Runde hätte Wallau zu Ende spielen können."
Bohmann hat durchaus Verständnis für die Handlungsweise des Geschäftsführers Haase: "Der Mann hat nur seine Pflicht getan. Wenn die Wallauer das nicht sehen, verkennen sie die Realität. Und das ist unerträglich." Für die HBL ist der Fall Wallau/Massenheim rechtlich abgeschlossen. Bohmann sieht für die SG auch keinerlei Chance mehr, vor einem ordentlichen Gericht noch zum Zug zu kommen: "Vielleicht vor dem Weltgerichtshof, aber die Wallauer tun jetzt gut daran, sich neu aufzustellen. Sie sollen ordentlich arbeiten, dann sind sie in zwei Jahren wieder da." Er glaubt, dass die Wegstrecke von der Regionalliga in die Bundesliga in dieser Zeit zurückzulegen ist.
Marc Gramm, Gesellschafter der alten und der neuen Träger-GmbH, bestätigte, nach dem 31. März sei klar gewesen, "dass der Insolvenzantrag eingereicht ist." Weshalb dann nicht alle Reißleinen gezogen worden sind, man stattdessen den Tatbestand des Zwangsabstiegs verdrängt hat, erklärt Gramm so: "Es hat Gespräche mit der HBL und der Insolvenzverwalterin Claudia Jansen gegeben. Das Ergebnis war, dass der Insolvenzantrag von Volker Haase erst nach dem des Finanzamtes Hofheim gestellt worden war, somit nachrangig war und nicht die Durchschlagskraft hatte, den Zwangsabstieg zu bewirken. Darauf haben sich alle verlassen. Offenbar bis zuletzt vor dem Schiedsgericht."
Marc Gramm hält es auch für möglich, dass es der HBL und deren Rechtsvertreter Andreas Thiel, dem einstigen "Hexer" im Tor der Nationalmannschaft, von interessierter Wallauer Seite gesteckt worden sein könnte, dass längst ein Eigeninsolvenz-Antrag gestellt worden war. Volker Haase war vom Gesellschafter-Sprecher Ralf Jahncke mit Lob und Dank überschüttet worden, als er als Geschäftsführer die Nachfolge des entlassenen Bülent Aksen angetreten hatte. Dass Haase dann relativ schnell den Insolvenzantrag gestellt hat, lässt Marc Gramm zu der Erkenntnis kommen: "Dann hätte man sich die Bestellung Haases zum Geschäftsführer auch schenken können." Für Marc Gramm ist das Bundesliga-Kapitel so oder so abgeschlossen: "Das Ding ist durch." Martin Schwalb hat dies aber noch nicht verdaut, obwohl er jetzt in Wetzlar sein Trainer-Feld hat. In der Bild-Zeitung grollte er aus den österreichischen Urlaubs-Bergen: "Allen, die sich jetzt über Wallaus Aus freuen, wünsche ich die Pest an den Hals."
Zitat
Rücktritt zwingend notwendig
Volker Eckhardt zur SG WallauVom 02.07.2005
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s völlig ungeniert. Nachdem die Insolvenz-Bombe beim Handball-Bundesligisten SG Wallau/Massenheim hochgegangen ist, müssen sich viele genieren. Seit April ist die SG schon mausetot, wurde künstlich am Leben erhalten. Die Gesellschafter schätzten die Lage falsch ein, ihrer Aufsichts- und Kontrollpflicht gegenüber den Geschäftsführern kamen sie nicht nach, was noch schmerzliche finanzielle Folgen haben kann. Als der Zusammenbruch im März unmittelbar bevorstand, bewahrte Ralf Jahncke die SG vor dem Untergang. Ein Denkmal müsse der Verein ihm dafür setzen, hieß es an dieser Stelle, was Jahnckes Intimfeinde Bodo Ströhmann und Harald Scholl auf die Barrikaden trieb. Um dieses Denkmal zu untermauern, brauche es viel, viel Zement. Die beiden erfahrenen Fuhrmänner sollten Recht behalten, ist doch Jahncke vom Sockel und die ganze SG ins Unglück gestürzt.
Dem Sprecher der Gesellschafter die Schuld an dem Debekal allein in die Schuhe zu schieben, ist jedoch unangemessen, waren doch die Insolvenz-Mitwisser nicht gerade klein an der Zahl. Dass alle dies wider besseres Wissen geleugnet und verschwiegen haben, ist nichts anderes als vereinsschädigendes Verhalten. Der kollektive Rücktritt ist daher zwingend, wenn den Wallauern mit Manager Bernd Wagenführ und Trainer Jörg Schulze in der Regionalliga ein Neuanfang gelingen soll. Ob schuldig oder nicht schuldig, die bisherigen Strategen müssen auch deshalb abdanken, weil sonst von den Wallauern so schnell keiner mehr ein Stück Brot nehmen würde.ZitatAlles anzeigen
Niederlage für Handballsport
Lutz Eberhard zur SG Wallau
Vom 02.07.2005
Die Wut der Handball-Fans ist groß. Das Spiel, das die Verantwortlichen des Bundesligisten SG Wallau/Massenheim in den vergangenen Wochen gespielt haben, ist eine schmierige Provinzposse - das Aus die Quittung für das Versagen der Vereinsfunktionäre. Der Klub wird sich davon nur schwer, wenn überhaupt, erholen. Das Kunstprodukt SG Wallau hat den Sprung vom Mäzenatentum unter Bodo Ströhmann zum Sponsoring der heutigen Tage nie wirklich vollziehen können. Experimente als SG WM Frankfurt scheiterten, so gab es nie eine richtige Heimstatt des Bundesligisten. Doch all dies hätte nicht zu einer wirtschaftlichen Katastrophe führen müssen, wenn nicht die Begehrlichkeiten nach nationaler und internationaler Spitze größer gewesen wären als die Möglichkeiten. So steht der Name Wallau/Massenheim als abschreckendes Beispiel für andere Vereine. Von ganz unten nach ganz oben ging es, bis der Kollaps kam. Vernünftige Vereinspolitik sieht anders aus. Es muss auch die Frage erlaubt sein, welche Rolle Trainer Martin Schwalb spielte. Wusste er von alledem nichts? Nun heuert der Coach in Wetzlar an, ein ähnliches Kunstprodukt. Die Handball-Region Rhein-Main trägt Trauer und hat gegen die Konkurrenz Basketball verloren. Es wird sehr lange dauern, bis zwischen Frankfurt und Bad Kreuznach jemals wieder Bundesliga-Handball live zu sehen sein wird.Quelle: Wiesbadener Kurier, Wiesbadener Tagblatt, Mainzer Allgemeine Zeitung