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Original von WielandMir wird ja vorgeworfen, dass ich meine Anti-THW-Leidenschaft auslebe.
Unbestritten, dem ist so.
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Hier mal drei Textstellen für alle die meinen ich hätte da einen Splitter im Auge.
Nenne wir es einen 'Blinden Fleck'. Aber wieso führst Du uns Deine Einseitigkeit auch noch mit Zitaten vor Augen? Jeder Beitrag beginnt doch schon mit irgend einer "Anti-THW"-Ansprache. Das reicht doch vollkommen.
Zum einen, die Bier- und Champusrunden wurden in den letzten Spielzeiten regelmäßig ausgelobt.
Mai 2005: "Auftrieb bei diesem Unterfangen gibt der HSG nicht nur die beeindruckende Heimserie von zuletzt 13:1 - Punkten, sondern auch eine 5000 Euro-Sonderprämie, die ein Flensburger Sponsor den Düsseldorfern im Falle eines Sieges versprochen hat."
http://www.thw-provinzial.de/thw/05052721.htm
Juni 2006: "'Wenn die HSG in Kiel etwas erreicht, werden wir eine Bierleitung nach Nordhorn verlegen', verspricht HSV-Boss Andreas Rudolph"
http://www.thw-provinzial.de/thw/07053121.htm
Mehr habe ich gerade ohne Recherche nicht parat.
Und sorry, wenn's Kieler Beispiele sind, die liegen bei mir eben am nächsten.
Zum anderen, tritt beim umfangreichen Zitieren plötzlich eine augenfällige Zitierschwäche ein, genau an der Stelle, wo Schneller die Münze wendet und sich bemüht, beide Seiten zu betrachten. "Vorstellbar ist, dass - rein theoretisch - auch die schwedischen Nationalspieler in Diensten des THW Kiel ihrem Landsmann Ola Lindgren, Coach der HSG Nordhorn und zugleich Co-Trainer der Auswahl seines Landes, eine entsprechende „Prämie“ in Aussicht gestellt haben,..."
Aber da Du es ja in jedem Beitrag erwähnst, ist das nun eigentlich schon wieder viel zu viel Text zu Deinem Beitrag.
Natürlich hätte es mich als Kieler gefreut, wenn Nordhorn so aufgetreten wäre, wie sie es normaler Weise gegen Spitzenclubs tun. Dem war nicht so. Aber für Kiel hat sich dadurch nichts geändert. Die Situation ist immer noch, wie vor den NOH-Spiel.
Was mich ärgert hat, ist die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam.
Bereits vor dem Spiel deutete Bob Hanning an, das man nicht all zu viel erwarten dürfe. Schließlich ging es danach direkt zu den Torreros. Schon zu diesem Zeitpunkt fragte man sich, was denn jetzt wohl komme?
Dann spielte die HSG gut mit, bis es Lindgren kurz vor Ende der Halbzeit bei knappem Rückstand reichte und er seiner zweiten Garde reichlich Einsatzzeit schenkte.
Über so etwas wie "Intensität" mit der ein Spiel geführt werden kann, brauchen wir kein Wort zu verlieren. Das Spiel war so unattraktiv, dass ich nach 50 Minuten - während eines angeblichen Spitzenspiels - ausschaltete.
An dem Tag stand nicht der Tabellen 14. gegen den Zweiten auf dem Feld, so dass man einfach Schadensbegrenzung hätte betreiben wollen. Das waren zwei Spitzenclubs, von denen einer ganz gesteuert - von der Bank aus - die Arbeit verweigerte. Zum Nachteil der Fans in der Halle. Zum Nachteil der Handballfans am Fernseher, die sich auf ein spannendes Spitzenspiel freuten. Zum Nachteil des Übertragenden Senders, der in Zukunft noch genauer schauen wird, was er überträgt. Zum Nachteil der Sponsoren und Werbekunden, die sich auf einmal in einen unattraktiven - landesweit ausgestrahlten - Umfeld präsentiert sahen. Zum Nachteil der frischen Handballfans, die dachten, sie würden in der Bundesliga tollen Handball zu sehen bekommen. ...
Ja, Handball ist ein Produkt.
Die Vereine kalkulieren und taktieren, um für sich das optimale Ergebnis heraus zu holen. Ihr gutes Recht. Jeder streckt sich nach seiner Decke.
An dem Produkt Handball hängt inzwischen aber auch deutlich mehr dran, als der einzelne Verein. Es liegen auf einmal viel mehr Parteien mit im Bett, denen gegenüber man in der Pflicht ist. Schliesslich profitiert man ebenfalls von diesen neuen Bett-Partnern.