Beiträge von T.N.T.

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    Original von sunny-1
    Großzügig ist gut, aber sobald eine Manschaft versucht das auszunutzen macht man den Deckel sofort zu...

    Sorry, aber das funktioniert nicht... Man sollte die Grauzone für seine Entscheidungen so schmal wie möglich machen - wenn sie eng genug ist, heißt das dann Linie...

    Wie bereits schon bemerkt, bin ich auch auf der Seite von TLpz.

    eisbeer: Wenn Du schon die englische Sprache als Argument heranführst, dann schießt bzw. - da wir ja beim Handball sind - wirfst Du Dir für Deine Argumentation ein Eigentor.
    Das englische "to direct" ist in der Bedeutung noch restriktiver - den Blick in's Wörterbuch kannst Du auch gern selbst werfen.

    Lasse: Dafür, dass der Ball irgendwann wieder runterkommt, sorgt die Schwerkraft, die ein Spieler wohl nur schwer beeinflussen kann. :)

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    Original von Trapp
    Aber kann nicht davon ausgehen, dass der Abwehrspieler bei dem Versuch einen Pass zu unterbinden gezielt versucht den Ball zu erwischen und diesen damit zwangsläufig absichtlich Richtung Boden zu lenken?

    Also erstmal: Wir pauschalisieren nicht. Es kann durchaus solche Situationen geben, aber wenn ich so recht drüber nachdenke, kann ich mir eine solche grad nicht wirklich vorstellen...

    Es heißt "Richtung Boden", und damit kommt eigentlich nur eine Situation der Form in Betracht, in der ein Abwehrspieler so in einen Pass geht, dass er DIREKT einen Prellvorgang beginnt, und sowas hab' ich noch nicht gesehen... ;)

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    Original von Keith
    Sehe ich das so richtig?

    NEIN!!!

    "Lenken" ist eine zielgerichtete beabsichtigte Handlung.

    Wenn ein Abwehrspieler bei einer Abwehraktion in einen Pass hineingeht, dabei den Ball erwischt, der dann irgendwo hinspringt und wegen der Schwerkraft in endlicher Zeit den Boden berührt, ist nicht davon auszugehen, dass der Abwehrspieler den Ball kontrolliert eben dahin bewegt - oder auch "gelenkt" - hat. Ergo ist es KEIN Doppeldribbling, wenn der Abwehrspieler in der Situation danach den Ball wiederaufnimmt und zu prellen beginnt.

    SteamboatWillie: Ich glaube, hfranz meint in erster Linie nicht die Fortbildung der Schiedsrichter sondern eher das Näherbringen des Regelwerks den Trainern, Mannschaften und Zuschauern gegenüber.

    Zum Sachverhalt: An sich sollte nicht nur der Trainer es wissen, aber speziell diese bekommen eigentlich beim Lizenzerwerb auch quasi einen Regelkurs mit auf den Weg gegeben. Und letzten Endes sollten diese sich auch eigenverantwortlich weiterbilden - je nach Leistungsklasse wird dies dann auch irgendwie passieren.

    Eine spontan aus dem Nichts geborene Veranstaltung im Sinne von "Wir erklären jetzt einfach mal allen wieder das Regelwerk" halte ich für Kindergarten.

    In Sachsen gibt es zumindest in den Oberligen regelmäßige Treffen zwischen Vereinsvertretern und Verbandsverantwortlichen, bei denen auch aktuelle Schwerpunkte im Schiedsrichterwesen angesprochen werden.

    Wie wäre es denn einfach mal, wenn Du Dir den von TLpz zum genannten Sachverhalt genannten Regeltext durchliest? Die Wortwahl darin ist eindeutig. Und NEIN, der Spieler, auf den gerannt wird, muss nicht einmal still stehen.

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    Original von Rheinland-SR

    In den Regeln steht:

    "Bei einer Wurfausführung ohne Anpfiff sind grundsätzlich alle Fehler zu korrigieren"

    +

    Zitat

    15:2 Ein Wurf ist ausgeführt, wenn der Ball die Hand des Werfers verlassen hat.

    + die beschriebene Situation:

    => Der Wurf wurde korrekt ausgeführt - wohin der Ball geworfen wird, hat mit der Korrektheit der Wurfausführung nichts zu tun.

    Was sollte es hier zu korrigieren geben?! Nach Deiner Beschreibung ist die Wurfausführung vollkommen regelkonform abgelaufen, und wohin der Werfer den Ball wirft, nachdem alle Beteiligten die korrekten Ausgangspositionen eingenommen haben, obliegt ihm selbst.

    Hoertie: Die Pädagogik in der Form, wie Du sie anbringen willst, ist in meinen Augen falsch.

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    Original von SteamboatWillie
    Wenn du als SR permanent darauf achtest, ob der Offizielle nur steht oder steht und ab und an auch Anweisungen gibt, hast du ohnehin etwas falsch gemacht. ;)

    Wahrscheinlich Dir das falsche Spiel auf's Auge drücken lassen, dass so langweilig ist, dass Du Dir darüber Gedanken machen kannst...

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    Original von Teddy
    Ich gebe dir völlig Recht, dass ich von der "Lehrmeinung" abweiche - und ich gebe dir auch Recht, dass ein einheitliches Schiedsrichterbild und eine einheitliche Regelauslegung und gemeinsame Linie gewollt ist - und auch der Optimalfall wäre/ ist.

    Ich will nur darauf hinweisen, dass man - wenn man es denn will - durchaus auch in anderen Fällen als den von der Lehrmeinung vorgesehenen Fällen zu härteren Strafen greifen kann, ohne sich mit dem Regelwerk in Konflikt zu setzen. Mir geht die "ich würde ja härter bestrafen, wenn ich könnte/dürfte"-Masche etwas gegen den Strich. Wer härter bestrafen will, der kann und darf das auch.

    Ok - etwas anderes sage ich im Prinzip ja auch nicht - ich sehe die Lehrmeinung auch nicht als Dogma aber eben zumindest als einen nicht unbeträchtlichen Faktor bei der Entscheidungsfindung in einem derartigen Fall an.

    Interessant für jegliche weitere Diskussion, bei der sich ansonsten keiner vom Fleck bewegt, wäre vielleicht die Antwort auf die Frage, wie diese Lehrmeinung entstanden ist. Kann das jemand beantworten!?

    Zitat

    Original von Teddy

    Und ich bin mir sicher, dass man schon heute in solchen Fällen eine Disquali aussprechen kann ... Regel 8:5 besagt:

    Alles folgende in Regel 8:5 sind juristisch betrachtet Regelbeispiele, die eben genau das sind - Beispiele! Wenn ich der Ansicht bin, dass ein Spieler einen anderen gesundheitsgefährend angreift, dann werfe ich ihn runter - Punkt.

    Darüber hinaus stelle ich als SR die Absicht bei dem Wurf fest - und wenn ich der Ansicht bin, dass der Werfer absichtlich den Kopf getroffen hat - dann ist das meine Entscheidung!

    Der Jurist hat zwar vom juristischen Standpunkt her vollkommen recht, ABER geht es uns in den ganzen Diskussionen hier nicht bei jedem Thema darum, einen GEMEINSAMEN Standpunkt zu entwickeln und basierend auf diesem eine GEMEINSAME Linie zu verfolgen?!

    Wenn hier im konkreten Fall von oben gelehrt wird, dass nur in den 2 explizit im Regelwerk beschriebenen Fällen zu disqualifizieren ist, ist das die Linie, die von den Verantwortlichen, die sich der Öffentlichkeit gegenüber beim Thema Regelinterpretation verantworten müssten, gewollt ist.
    Ich sage nicht, dass man die Meinungen von oben dogmatisch befolgen sollte - nein, man mus dies auch hin und wieder kritisch hinterfragen, aber dadurch, dass Du - wie Du selbst schreibst - in dem Fall doch DEINE eigene Entscheidung treffen willst, die von den Lehrvorgaben abweicht, machst Du das einheitliche Schiedsrichterbild bzw. die gewünschte Linie in diesem Fall zunichte und - etwas überspitzt formuliert - das Schiedsrichterwesen unglaubwürdig!

    Dein einziger Ausweg - das Unterstellen der Absicht - endet nach Interpretation des Regelwerks letztlich übrigens auch wieder beim Ausschluss.

    Zitat

    Original von TLpz
    härter_schneller

    a) weil nicht alle Landesverbände ihre Spiele im SIS abbilden und damit arbeiten
    b) weil ein Schiedsrichter, insbesondere in den unteren Klassen, sich trotzdem kein neues Trikot kaufen wird, nur weil eine der Mannschaften in schwarz spielt
    c) weil immer noch 17:13 gilt


    @T.N.T
    Hab's leider nicht gesehen.

    Na sehen musst Du es doch nicht - einfach der Fakt an sich, dass auf internationaler Ebene unsere werten Kollegen es überhaupt wagen, Trikotfarben zu wählen, die denen der Trikots irgendeines Spielers auf dem Spielfeld entsprechen, ist doch zu diskutieren! ;)

    *themahochhol*

    Mal abgesehen davon, dass es sich nicht um Schwarz handelte, gibt es mittlerweile international die Vorgabe, dass die Schiedsrichter mit der Torwarttrikotfarbe der Gastmannschaft auflaufen müssen? ?(

    Zu beobachten war das vor ein paar Wochen bei nem CL-Spiel von Kiel oder Flensburg, als sowohl SR als auch TW in gelb auf dem Feld standen, und jetzt aktuell gestern beim Finale der Champions-Trophy, als sowohl die Unparteiischen als auch die Kieler Torleute in Rot auf der Platte standen.

    Jeder Beobachter würde bei uns dafür schon mal 2 Punkte abziehen... ;)

    Zitat

    Original von Handball-SR


    regeltechnisch korrekt wiedergegeben. aus dem spiel heraus führen kopftreffer nicht zu einer dq. - lassen wir die möglichkeit eines absichtlichen treffers einmal unberücksichtigt.
    ein problem bei dieser diskussion ist m.e. jedoch die ziemlich dehnbare interpretation der regel 8:5.
    hier hätte jedenfalls ein einspruch der bereffenden mannschaft m.e. keinen erfolg gehabt, wenn sich die sr auf 8:5 berufen.

    weiterhin gilt im dhb allerdings der klare grundsatz: disqualifikation nur bei kopftreffer des sich NICHT bewegenden torhüters, bei 7m-wurf, oder direkt ausgeführten fw.
    ein wurf von aussen aus dem laufenden spiel heraus, ob mit oder ohne bedrängnis, gehört hier nicht dazu.

    Huch - Lawine...

    Nun gut - war zu erwarten, dass sich nach dem Post heiße Diskussionen ergeben können.

    Bedenklich finde ich ja nur, dass diese klare von Dir angeführte Lehrmeinung existiert, allerdings diese klare Linie auch in der Praxis offensichtlich von unseren besten SR-Paaren nicht durchgängig so gehandhabt wird.
    Wie soll die Diskussion über dieses Thema an der Basis aufhören, wenn man nicht einmal im Spitzenniveau auf einen gemeinsamen Nenner kommt?! Vor allem bei diesem relativ einfachen Thema - wir reden ja nicht einmal von unklaren Situationen, die man aus verschiedenen Blickwinkeln heraus auch verschieden bewerten kann.