Der Zuschauerzuspruch war auch gestern wieder enttäuschend. Kein Bundesliga-Fußball, kaum andere Handballspiele an dem Abend und dennoch kamen inklusive einiger, weniger Gästefans nur 700 Leute in die Halle. Man fasst es nicht.
Hagen hat das K(r)ampfspiel verdient gewonnen und musste dabei wieder ohne die Rückraumlinie Schneider - Fauteck - Gaubabtz auskommen. 24:16 führte man bereits und brachte sich dennoch gegen Ende in Gefahr, als Neuss noch einmal auf zwei Tore herankam (28:26). Zum Glück hatte TW Tobias Mahncke im Tor einen Sahnetag erwischt.
Gut, dass Alex Oelze (6/2) für Neuss erst so spät ins Spiel eingriff. Er hätte sonst wohl größeren "Schaden" anrichten können.
Die Schiris gewannen gestern wohl kaum neue Freunde in Hagen, trafen mehrere zweifelhafte Entscheidungen und mussten sich die dann üblichen "Schieber"-Rufe gefallen lassen.
Eintrag für die Ferndorfer: Daniel Mestrum hatte gestern seinen wohl schlechtesten Auftritt in Reihen der Hagener. Trainer Pfannenschmidt ließ ihn sogar zu Beginn auf der Bank und begann mit Kreisläufer Julian Renninger auf LA. Zwei beste Möglichkeiten vergab Mestrum und fiel im zweiten Durchgang nur durch einen furchtbaren technischen Fehler auf ,als er grundlos ins Stolpern geriet und dabei "2 mal" machte. Kein guter Abend für ihn und nach wie vor unverständlich, dass er sein Potenzial nicht abrufen kann. Auf der anderen Seite sah man einen wie immer agilen Denis Aust (4 Tore) und einen eher unauffälligen Heider Thomas. Bennet Johnen fehlte gestern bekanntlich.
Dass Elbflorenz gestern gegen Coburg gewann, ist kein gutes Vorzeichen für die Reise der Eintracht nach Dresden am nächsten Wochenende.