ZitatOriginal von Waldorf
Das Anspruchsdenken ist in den letzten 30 Jahren auch überproportional gestiegen...
Bei gleichzeitig stetig sinkenden Real-Löhnen (während der letzten 10-15 Jahre), das darf
man nicht vergessen. Einerseits bekommt man von der Werbung vorgegaukelt, was man
alles haben muss und andererseits stellt man fest, dass man nach Abzug aller fixen Kosten
immer weniger Geld hat, um sich all die schönen Statussymbole zu kaufen.
Dann kommt noch dazu, dass man von dem wenigen Geld das noch übrig ist, privat fürs
Alter vorsorgen sollte.
Irgendwie kommt mir das alles ziemlich schizophren vor:
Wir sollen konsumieren wie die Doofen, dass es der Wirtschaft gut geht - dazu braucht man
Geld.
DieWirtschaft wiederum jammert, wir würden alle zuviel verdienen und müssten künftig
für das gleiche Geld länger arbeiten. D.h. immer noch zuwenig Geld und zuwenig Zeit
zum Konsumieren.
Dann noch die Geschichte mit dem Rentenalter: für manche Branchen bin ich schon mit
35 scheintot (z.B. Werbebranche), bei anderen "erst" mit 50.
Regierung und Arbeitgeber fordern aber, wir sollen künftig bis 67 oder noch länger arbeiten.
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Diese wenigen Beispiele zeigen doch, dass die da oben überhaupt keinen Plan haben, wie
wir aus diesem Schlamassel wieder rauskommen. Regiert wird dieses Land indirekt eh
schon lange von den großen Konzernen, die mit der Arbeitsplatzkeule alle Gesetze
die ihnen weh tun blockieren oder durch ihre Lobbyisten Einfluss nehmen.
Fazit: Wenn es also egal ist, wer regiert, wozu dann noch wählen.