Original von Reutlinger Generalanzeiger
Wetzlar - Pfullingen 35:32 - Beim Saisonauftakt verhindert eine schwache Abwehrarbeit
ein besseres Ergebnis
VfL lag nur einmal in Führung
DUTENHOFEN. Aus dem erhofften Erfolgserlebnis zum Saison-Auftakt wurde nichts:
Handball-Bundesligist VfL Pfullingen kassierte bei der HSG D/M Wetzlar eine 32:35
(14:17)-Niederlage und steht nun am Dienstag (20 Uhr) im Heimspiel gegen TuS
N-Lübeckke gleich unter Zugzwang, will man sich nicht schon zu Beginn der neuen
Runde im Tabellenkeller einnisten.
35 Gegentore stellen der Hintermannschaft kein gutes Zeugnis aus. »Wir haben trotz
allem ein gutes Spiel gemacht. Dass es kein besseres Ergebnis gab, lag daran, dass
unsere Abwehr inklusive der Torhüter nichts Besonderes geleistet haben«, berichtete
VfL-Pressesprecher Erich Schwaibold. Von Beginn an mussten die Gäste zunächst einem
Rückstand hinterherlaufen. Vor 1 500 Zuschauern in der Dutenhofener Sporthalle
machten die Schützlinge von Trainer Eckard Nothdurft aus einem 1:3-Rückstand (4.)
eine 9:8-Führung (9.).
Die VfL-Spieler liefen aber wiederholt zu langsam zurück, fingen zudem keinen Abpraller
und die Wetzlarer Kreisläufer reagierten schneller. So bekamen die Hausherren in der
ersten Halbzeit acht Siebenmeter zugesprochen. Die wurden von dem aus Serbien-
Montenegro stammenden HSG-Spielmacher Nebojsa Golic sicher verwandelt.
Auf der Gegenseite verwertete VfL-Torjäger Björn Navarin seine sechs Strafwürfe
ebenso souverän.
Ab dem 9:9 gerieten die Pfullinger, bei denen Ralf Bader nach seiner Meniskus-
Operation noch nicht ins Geschehen eingriff, in Rückstand. Bitter war der Treffer zum
14:17, der in der Schluss-Sekunde der ersten Halbzeit fiel: Wetzlars griechischer
Nationalspieler Alexis Alvanos überwand Torhüter Tobias Heger mit einem Aufsetzer
aus 13 Metern. Doch steckten die in der Offensive starken Echaztäler diesen Rück-
schlag weg und kämpften sich nach dem Seitenwechsel bis auf 18:19 heran (34.).
Dann aber riss der Faden und die hessischen Gastgeber, die die vergangene Saison auf
dem zwölften Platz beendet hatten, konnten sich nun auf Rückraum-Tore von Golic
und Alvanos sowie fünf Treffer des jetzt nicht mehr zu stoppenden Linksaußen
Arvydas Kestawitz verlassen. Schwaibold: »Wir haben ihnen zu viel Spielraum gelassen.«
Die Pfullinger, bei denen Aleksandar Stevic in der ersten Halbzeit mit einem Pfosten-
Treffer Pech hatte und Benjamin Matschke in der Abwehr eingesetzt wurde, kämpften
sich bis auf drei Tore heran (29:32/56.), doch zum ersten Punktgewinn der neuen
Saison reichte es nicht mehr. (eye/es)