Beiträge von TuSsie

    "Die spielt sehr hart, und manchmal auch einen Tick über dem Erlaubten" - Balingens Trainer Jens Bürkle zwei Tage vor dem Spiel gegen Ferndorf über dessen Abwehr.

    Nun, wer heute in der Halle war, hat sich ein eigenes Bild über vorhandene oder eben nicht vorhandene übertriebene Härte im Abwehrverhalten beider Mannschaften machen können...
    Dem TuS Ferndorf fehlten heute vor dem Spiel beide Rückraumrechte, im Spiel durfte dann Top-Scorer Jonas Faulenbach (RL) etwas über Balinger Abwehrverhalten lernen und sich in`s Krankenhaus begeben, verletzte sich Thomas Rink (KM) nach einem Foul usw.

    Bis heute, 19:00 Uhr, war ich ein Fan vom HBW, doch dessen Auftreten heute war eines souveränen Tabellenführers nicht würdig.

    Das der TuS mit dieser dezimierten Rumpftruppe überhaupt in der Lage war, einen Punkt zu holen, darf trotz der verdaddelten Führung als Riesenerfolg verbucht werden.

    Rumspinnen ist ja nicht strafbar. :P

    Aber im Ernst, wir verfolgen den Abwärtstrend des VfL mit Sorge.
    Immer einmal wieder haben wir den ein oder anderen Spieler mit "Gummersbacher Vergangenheit", der den Sprung in die 1. Mannschaft nicht geschafft hat, in den eigenen Reihen gehabt. Dann gab es zweimal den Versuch, Spieler mit Doppelspielrecht auszustatten, was allerdings nicht so richtig funktionierte.

    Unser Spiel am 16.02.2019 in der Schwalbe-Arena hat natürlich Lust auf mehr gemacht, allerdings wird es erst einmal dabei bleiben, ein- oder zweimal in einer Saison dort zu spielen.

    Niemand auf Seiten des TuS Ferndorf ist so vermessen und nimmt an, den VfL Gummersbach kurzfristig sportlich überholen zu können.

    Der entscheidende Faktor für die Weiterentwicklung des TuS ist die Infrastruktur in Bezug auf die Spielstätte. Und hier hat die engere Region um Ferndorf herum augenblicklich nun einmal nur die Halle in Kreuztal (1.100, ab voraussichtlich Oktober 2020 rd. 1.400 Plätze) zu bieten.

    Unglaublich, was ein Verein wie der TuS Ferndorf mit seinen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel auf die Beine stellt!

    Gefühlt mehr als einhundert Mal habe ich gestern den Satz gehört: "So eine Halle bräuchten wir auch."
    Welcher Beweis muss noch erbracht werden, damit die Entscheidungsträger der heimischen Region (Wirtschaft und Politik) endlich "zu Potte kommen" und dem TuS eine dem sportlichen Erfolg angemessene Infrastruktur zur Verfügung stellen?

    Testspiel gegen HSG Wetzlar: 25:28
    Trotz einiger Ausfälle (RA und LA) konnte sich der TuS Ferndorf, vor allem dank der Abwehrarbeit, gegen die HSG Wetzlar gut behaupten.

    Der Vfl Lübeck-Schwartau wird als kommender Gegner trotzdem eine harte Nuss werden. Über die Aussagekraft von Testspielen kann man sich bekanntlich streiten. Wer aber innerhalb von wenigen Tagen MInden und Melsungen schlägt, gegen Berlin und Lemgo nur knapp unterliegt und nicht zuletzt N-Lübbecke aus der Halle fegt, geht offensichtlich gut vorbereitet in den Rest der Saison ...

    Im ersten Heimspiel des Jahres 2019 gegen Hamburg, natürlich.
    Bei bislang über 2.200 verkauften Tickets sollte die 3.000er-Grenze doch zu erreichen sein, oder?

    Übrigens, einige Unternehmen (TuS-Sponsoren) werden ein Firmen-Event aus der Veranstaltung machen.
    Es wird Zeit, in unserer "Turnhalle" ähnliche Möglichkeiten, wenn auch in kleinem Umfang, zu schaffen...

    Nach der Hinrunde ist es Zeit für ein erstes Fazit:
    Mit 25:13 Punkten schließt der TuS Ferndorf diese auf dem 4. oder 5. Platz (entscheidet sich morgen) ab.

    Angesichts der Rahmenbedingungen, in denen wir uns bewegen, ist das bisherige Abschneiden sensationell.
    Ob sich dieses Niveau in den nächsten 19 Spielen halten lässt, entscheidet sich m. M. n. allein daran, ob wir weitestgehend verletzungsfrei bleiben. Die längerfristigen Ausfälle (u.a. drei von vier Linkshändern) konnten bislang einigermaßen kompensiert werden.

    Jetzt bleibt die Vorfreude auf den 2. Weihnachtstag (Großwallstadt), nette Trainingsspiele in der WM-Pause (Wetzlar, Gummersbach) und das erste Heimspiel der Rückrunde vor wahrscheinlich 3.000 Zuschauern in der Schwalbe-Arena gegen Hamburg.

    Ich tippe trotzdem einmal. :)

    In Sachen Aufsteiger wird es m. M. n. nicht bis zum Schluss eng werden:

    1.: Balingen
    2.: Coburg
    Beide könnten in der 1. BuLi schon jetzt mindestens zwei Mannschaften hinter sich lassen.

    In Sachen Absteiger tippe ich besser nicht, das wird bis zum 08.06.2019 ein Hauen und Stechen geben.
    Und es wird den einen oder anderen Verein treffen, der eigentlich ganz andere Ambitionen hatte ...

    Aus Ferndorfer Sicht extrem schade, aber nachvollziehbar.

    Lukas macht nicht nur sportlich, sondern auch menschlich einen hervorragenden Eindruck.
    Wir hätten uns gefreut, in auch in 19/20 im Kader zu haben

    In der gestrigen Veranstaltung für Sponsoren waren so um die 250 Gäste (incl. Bürgermeister und Landrat) in der Halle.
    Darüber, ob diese nun Zeuge der "strategischen Neuausrichtung" wurden oder nur etwas über die Schwerpunktsetzung in der nächsten Zeit (u.a. Jugendarbeit, neues Marketing-Konzept) erfuhren, waren sich nicht alle einig...

    Der Doppelspieltag am Freitag und heute endet für den TuS nach Spielen gegen Hüttenberg und Dormagen mit 2:2 Punkten und einem 25:26 bzw. 26:25.
    In beiden Begegnungen bewies die Mannschaft gerade in den letzten Minuten einmal mehr eine tolle Moral, gegen Dormagen bspw. war man 7 Minuten vor Ende mit 3 Toren hinten.
    In beiden Partien konnte man schon phasenweise den "Worst case", nämlich das Fehlen von Top-Scorer Jonas Faulenbach, üben. Jonas Müller benötigt sicher noch Zeit, sich weiter zu entwickeln, so dass in dieser Saison auch andere Optionen (Basic/Andersson) gezogen werden.

    Schon komisch, wenn nun das nächste Spiel in Hüttenberg das wohl schwierigere im Vergleich zur heutigen Partie sein wird.
    Im Grunde hatte der TuS Ferndorf den TuS N-Lübbecke die ganze Zeit im Griff, unglaublich.

    Beiden vorherigen Posts kann ich nur zustimmen - wir bleiben auch angesichts der augenblicklichen sportlichen Bilanz mit beiden Füßen auf dem Boden.

    "Aller guten Dinge sind drei" scheint sich zu bestätigen.
    Es gibt neben den ganz oben genannten Argumenten zwei weitere Faktoren, die maßgeblich für den jetzigen Erfolg sind:

    Engere Spiele gehen bislang i. d. R. zu Gunsten des TuS Ferndorf aus (im Gegensatz zu den bisherigen Saisons in der 2. BuLi).
    Abgeklärtheit, der konditionelle Zustand der Mannschaft und der absoluter Wille, Spiele noch in der Endphase zu drehen, sind hierfür verantwortlich.

    Das Ausbleiben schwerwiegender Verletzungen (im Gegensatz zu ...).

    Mannschaften wie Balingen, N-Lübbecke und Hamm dürften im Saisonverlauf noch vorbeiziehen, ein einstelliger Tabellenplatz und somit viel mehr als das eigentliche Ziel (Platz 15) erscheint zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht unrealistisch.

    Ein in der Tat über lange Zeit ausgeglichenes wirkliches Spitzenspiel.

    Der ASV Hamm wird m. M. n. am Ende der Saison unter den ersten fünf Mannschaften zu finden sein, hat allerdings heute seinen Meister in Gestalt des TuS Ferndorf gefunden. Der TuS spielt auch in brenzligen Situationen mit viel Routine und Erfahrung so, als wäre er längst etablierter Zweitligist. Und legt zum Ende hin noch eine Schippe drauf, was man von Hamm zumindest heute nicht behaupten kann.
    In der PK erwies sich Hamms Trainer Kay Rothenpieler als fairer Verlierer, wahrscheinlich wissend, dass seine Mannschaft noch nicht bei 100% angekommen ist.
    Ganz im Gegensatz zum TuS Ferndorf, dessen Spieler so langsam aber sicher in den Fokus diverser Clubs u. Berater geraten dürften...

    27:17, sicher die dickste Überraschung des 2. Spieltags.

    Der TuS Ferndorf hat alle Schwachstellen des ersten Spiels gegen Großwallstadt (Abwehrarbeit, vor allem im Mittelblock, Torwartleistung) beseitigt und den körperlich überlegenen Angriffsspielern aus Lübeck-Schwartau über die ganzen 60 Minuten aber auch gar keine Chance zur Entfaltung gegeben.

    Sollte man die "Überlebensfähigkeit" des TuS Ferndorf in der 2. Handball-Bundesliga schon nach zwei Spieltagen neu einschätzen?
    Nun, zumindest hat dieses Spiel gezeigt, dass es an Tagen, an denen alles passt, gelingen kann, den Top-Clubs Paroli zu bieten.
    Und das macht Hoffnung für den weiteren Verlauf der Saison...