Im Spiel eins nach Rymanow schlägt Friesenheim Wuppertal souverän
Für den vorherigen Co-Trainer Frank Eckhardt war es bereits das zweite Mal, das er als Trainer einspringen musste – bereits nach der Trennung von Wilfried Job trug der B-Lizenzinhaber die Verantwortung. Nun siegte die TSG Friesenheim unter seiner Leitung gegen einen schwachen LTV Wuppertal mit 35:24 (17:11). Bereits zur Halbzeit hatten sich die Eulen klar abgesetzt. „Gott sei Dank, wir haben gewonnen“, fiel Frank Eckhard ein Stein vom Herzen, als die Begegnung beendet war: „Wir hatten eine gute Torhüterleistung, unsere Abwehr war stabilisiert und so konnten wir gute Gegenstöße spielen und leichte Tore machen.“
Am Donnerstag endete die Ära Rymanow bei der TSG Friesenheim. Am Sonntag ging es im Spiel gegen den abstiegsbedrohten LTV Wuppertal für die Mannschaft und den Betreuerstab darum, eine einwandfreie Leistung abzuliefern. Frank Eckhard, der vorige Co-Trainer, betreute die Gastgeber, Geschäftsführer Werner Fischer saß ebenfalls auf der Bank.
Friesenheim erarbeitete sich schnell eine kleine Führung, konnte aber nicht von Wuppertal wegziehen. Die TSG arbeitete mit viel Engagement und Aufwand in der Abwehr, allerdings machte sich dort das Fehlen des erkrankten Niko Kibat deutlich bemerkbar. Spätestens in der 18. Minute witterten die Gäste Morgenluft, nachdem Thorsten Laubscher eine Zeitstrafe einstecken musste und Jens Reinarz den dazugehörigen Strafwurf zum 11-8 nutzte. Siebenmeter waren ansonsten nicht das Ding der Gäste, von ihren acht Strafwürfen vergaben Reinarz und Co. fünf. Daniel Bangert, der neben Co-Trainer Andreas Hallmann Tihomir Knez am Kreis vertrat, traf kurz darauf zum 11:9 - Anschluss. Unter den Zuschauern regte sich erster Unmut, aber die Eulen wachten nun erkennbar auf und erhöhten den Druck auf den Wuppertaler Angriff. Stephan Pfeiffer im Tor tat das Übrige und so konnte Andreas Neumann das beruhigende 13:9 (23.) erzielen. In der 24. Minute kam dann Markus Scheurer und traf gleich zweimal in Serie zum 14:10 sowie 15:10 (26.). Im gleichen Maße wie sich Friesenheim steigerte, ließen nun die Gäste nach.
Friesenheim erarbeitete sich schnell eine kleine Führung, konnte aber nicht von Wuppertal wegziehen. Die TSG arbeitete mit viel Engagement und Aufwand in der Abwehr, allerdings machte sich dort das Fehlen des erkrankten Niko Kibat deutlich bemerkbar. Spätestens in der 18. Minute witterten die Gäste Morgenluft, nachdem Thorsten Laubscher eine Zeitstrafe einstecken musste und Jens Reinarz den dazugehörigen Strafwurf zum 11-8 nutzte. Siebenmeter waren ansonsten nicht das Ding der Gäste, von ihren acht Strafwürfen vergaben Reinarz und Co. fünf. Daniel Bangert, der neben Co-Trainer Andreas Hallmann Tihomir Knez am Kreis vertrat, traf kurz darauf zum 11:9 - Anschluss. Unter den Zuschauern regte sich erster Unmut, aber die Eulen wachten nun erkennbar auf und erhöhten den Druck auf den Wuppertaler Angriff. Stephan Pfeiffer im Tor tat das Übrige und so konnte Andreas Neumann das beruhigende 13:9 (23.) erzielen. In der 24. Minute kam dann Markus Scheurer und traf gleich zweimal in Serie zum 14:10 sowie 15:10 (26.). Im gleichen Maße wie sich Friesenheim steigerte, ließen nun die Gäste nach.
„Wir haben am Donnerstag und Freitag etwas anders als sonst trainiert und das Hauptaugenmerk auf die Abwehrarbeit gelegt“, sagte Routinier Thorsten Laubscher nach dem Spiel. Tatsächlich schaffte es Wuppertal im weiteren Verlauf nur noch selten, die Defensive der Gastgeber auseinander zu spielen. Zu viele Querbewegungen, zu wenig Arbeit auf die Nahtstelle und viel zu viele Fehlentscheidungen beim Abschluss – das sah auch Trainer Mike Novakovic: „Wir waren zwischenzeitlich dran, haben aber zu viele Bälle weggeworfen. Die zweite Halbzeit war noch schwächer, da haben wir viel zu viele Ballverluste produziert – so kann man in einem Auswärtsspiel nicht bestehen.“ Der LTV kam denn auch nicht mehr für den Erfolg in Frage, Friesenheim dominierte das Geschehen. Ein Konter von Woronin (38.) brachte das 20:13, in der Folge versuchte es Novakovic mit Reinarz auf Rückraum Links, Nawrot spielte auf Linksaußen. Auch in der Abwehr versuchte der LTV verschiedene Varianten – eine 5+1 Abwehr auf de Hooge, eine 4+2 auf de Hooge und Laubscher und schlussendlich wieder eine 6:0. Nichts funktionierte wirklich, wie Wuppertals Coach nach dem Spiel auch eingestand: „Wir wollten eigentlich eine offensive Abwehr spielen, das hat nicht funktioniert. Wir haben keine Chance, wenn wir die Friesenheimer spielen lassen.“ Und genau dies taten die Schützlinge von Frank Eckhard ausgiebig. Lew Woronin brachte die TSG in der 51. wiederum per Konter auf 29:19, der Rest war munteres Torewerfen von beiden Seiten.
Rymanow bestimmendes Thema
Bestimmendes Thema nach dem Spiel war naturgemäß die Trennung von Alexander Rymanow. Kapitän Ulrich Spettmann sagte nach dem Spiel: „Überrascht hat uns der Zeitpunkt. Dass ich die Sache durch ein Telefonat mit der Presse gehört habe, fand ich ebenfalls etwas unglücklich. Aber heute musste etwas passieren, jeder von uns musste jetzt noch mehr Einsatz zeigen und sich noch mehr anstrengen. Es war heute ganz egal, gegen wen wir spielen. Das Engagement der Mannschaft war in Ordnung, jetzt geht es erst mal mit Frank Eckhard weiter.“ Sein Kollege Thorsten Laubscher, seit 1992 bei der TSG, rechnete Rymanow dessen Verhalten beim letzten Treffen hoch an: „Wir hatten am Donnerstag Mannschaftssitzung und Alexandr Rymanow ist extra gekommen und hat sich von der Mannschaft verabschiedet. Das macht nicht jeder, das war sehr anständig von ihm.“ Der Routinier zeigte sich ebenfalls vom Zeitpunkt der Trennung überrascht. „Ich habe früher damit gerechnet. Ich denke, dass es in letzter Zeit doch einige Verschleißerscheinungen zwischen Trainer und Mannschaft gab. Zwischen Mannschaft und Trainer hat sich in der konstruktiven Arbeit doch einiges abgenutzt.“
Auch Geschäftsführer Werner Fischer äußerte sich zum Zeitpunkt der Trennung: „Die Gesellschaftersitzung Anfang März war bereits seit Dezember geplant. Wir hatten damals im Dezember ein Zwischenfazit gezogen, mussten wir aber ganz klar feststellen, dass der Rundenverlauf nicht alleine auf den Trainer zu schieben war. Die Vorkommnisse zu Beginn der Saison nach dem Spiel in Gensungen/Felsberg, die Verletzung von Tobias Brahm sowie der Ausfall von de Hooge haben die Mannschaft geschwächt. Es laufen einige Verträge inklusive des Trainervertrages aus. Wir wollten dann in der Folge sehen, wie sich die Mannschaft entwickelt. Letzten Endes haben wir dann in der Gesellschaftersitzung Anfang März entschieden, uns sofort von Alexandr Rymanow zu trennen, um zu verhindern, dass vor dem Spiel gegen Wuppertal schlechte Stimmung aufkommt.“ Bis zum Saisonende wird sich der Trainerfrage in Friesenheim nichts mehr tun. „Frank Eckhard wird bis Saisonende die Mannschaft betreuen. Wir müssen noch einiges organisatorisches klären, schließlich muss er arbeiten und kann nicht immer Training und Spielvorbereitung leisten.“ Aktuelle Entwicklungen in Sachen Spielerverträge gab es – noch - nicht zu vermelden, so Fischer: “Wir haben jetzt eineinhalb Wochen Zeit, um in Ruhe Gespräche zu führen.“
TSG Friesenheim - LTV Wuppertal 35:24 (17:11)
TSG Friesenheim:
Pfeiffer (1. – 52.), Beck (52. – 60.);
de Hooge 6, Spettmann 6, Woronin 6/3, Brahm 5, Laubscher 4, Scheurer 3, Neumann 3, Baus 1, Bühler 1, M. Bachmann, P. Bachmann, Fridjonsson
LTV Wuppertal:
Lichtenberger (1.-50.), Börner (50. – 60.);
M. Aschenbroich 7/1, Reinarz 5/4, S. Aschenbroich 4, Hallmann 2, Semanovic 2/1, Schröder 1, Bangert 1, Nawrot 1, Lange 1, Neunhofen,
Schiedsrichter: Andreas Pritschow, Marcus Pritschow
Siebenmeter: 3/3 - 5/10
Zeitstrafen: 5 (Paul Bachmann, Laubscher, Scheurer, Brahm, Bühler) – 4 (Selmanovic, Schröder, M. Aschenbroich, Nawrot)
Zuschauer: 500