HBR Ludwigsburg mit fünftem Heimsieg in Folge – 34:32-Erfolg gegen Delitzsch Am Samstagabend feierte die HBR Ludwigsburg im fünften Heimspiel den fünften Erfolg in Serie. Die Schwaben gewannen zwar knapp, am Ende jedoch verdient mit 34:32 (15:16) gegen die erwartet starken und bis zum Umfallen kämpfenden Sachsen vom SV Concordia Delitzsch. Beste Werfer beim Bundesliga-Absteiger waren vor rund 700 Zuschauern mit jeweils sieben Treffern Marco Bergelt und Martin Hummel. Die Gastgeber hatten in Jochen Bauer (9) ihren erfolgreichsten Schützen.
In einer sehr abwechslungsreichen Begegnung vor rund 800 Zuschauern, die wie der achte Mann hinter der Groener-Truppe standen, setzte sich letztendlich das Team mit der geringeren Fehlerquote durch, tat sich jedoch in einigen Phasen der Partie recht schwer und konnte auch einen Fünf-Tore-Vorsprung in der 39. (23:18) bzw. 41. Minute (24:19) nicht nutzen, um die nötige Ruhe ins Spiel zu bringen.
Zunächst deutete vieles auf einen ungefährdeten Heimsieg der HBR Ludwigsburg hin, so setzten sich die Barockstädter vom 5:5-Zwischenstand in der neunten Minute auf 12:9 zehn Minuten später ab. Doch bereits weitere fünf Minuten später war die Partie wieder offen, Delitzsch kam durch Martin Hummel zum 13:13-Ausgleich, um kurz darauf selbst mit 13:15 in Führung zu gehen, Ralf Abend saß zu diesem Zeitpunkt auf der Strafbank. Doch immer wenn es eng wurde waren die Groener-Jungs hellwach und ließen den Gästen in diesen Phasen des Spiels wenig Freiräume. Folgerichtig die Treffer von Robin Haller und Andreas Rönnberg zum knappen Halbzeitstand (15:16).
Wie verwandelt dann die Gastgeber nach der Pause. Innerhalb von nur acht Minuten und begünstigt durch zwei Zeitstrafen in Folge gegen die Gäste spielte sich die HBR in einen Rausch, der in einem 8:2-Lauf endete, nach 38 Minuten stand ein 23:18 auf der Anzeigentafel, die Halle tobte. Zu diesem Zeitpunkt setzte wohl keiner mehr ein Vermögen auf die Sachsen. Doch die Gäste ergaben sich nicht, Gästetrainer Jungandreas nahm eine frühe Auszeit, um sein Team nochmals neu einzustellen. Diese Maßnahme war spätestens in der 51. Minute beim 27:27 von Erfolg gekrönt. Erneut war alles wieder offen und den Gastgebern eine gewisse Verunsicherung anzumerken.
Doch immer wenn es eng wurde zeigten die Schwaben ihre gute Seite. Die Abwehr stand besser, die Konzentration nahm wieder zu, Angriffe wurden konsequenter ausgespielt und auch die abwechselnd zwischen den Pfosten stehenden Keeper Tobias Heger und Benjamin Krotz hielten das HBR-Gehäuse sauber, so dass in Halbzeit zwei kein Rückstand mehr „beklagt“ werden musste. Der Delitzscher Stefan Voigt sah in der 54. Minute nach drei Zeitstrafen die Rote Karte. Den letzten Gleichstand gab es beim 30:30 in der 56. Minute. 4:1 Tore zu Gunsten der HBR in den folgenden drei Minuten sorgten dann für die Entscheidung für die Groener-Jungs, den Schlusspunkt setzten die Gäste praktisch mit dem Schlusspfiff.
Aus einem ausgeglichenen HBR-Team, das immer zur rechten Zeit die nötige Frische und Abgeklärtheit in die Waagschale warf und den Gästen nicht wirklich eine echte Siegchance bot, ragte der neunfache Torschütze Jochen Bauer heraus, der vor allem vom Siebenmeterpunkt Nervenstärke bewies, alle fünf Strafwürfe sicher verwandelte und sich nur einen Fehlwurf leistete. „Wir müssen uns jedoch in allen Mannschaftsteilen steigern und wieder zu alter Abwehrstärke zurück finden, wollen wir am nächsten Wochenende evtl. für eine Überraschung sorgen“, so HBR-Coach Groener abschließend in der Pressekonferenz. Dann nämlich treten die Schwaben beim Klassenprimus TuSEM Essen an, der bislang erst eine Saisonniederlage zuließ und ähnlich wie die HBR zuhause noch eine weiße Weste aufweist.