TVK bleibt nach Auswärtssieg ganz vorne mit dabei
Der unerwartete Siegeszug des TV Kornwestheim geht auch nach zweiwöchiger Pause nahtlos weiter. Doch für den 41:33 (18:16)- Erfolg beim Aufsteiger TSG Münster musste der Handball-Zweitligist einen hohen Preis zahlen. Wegen einer schwere Sprunggelenksverletzung fällt Rechtsaußen Stefan Klaus voraussichtlich bis Februar aus.
„Jetzt wird es eng“, kommentierte Trainer Thomas König die zugespitzte Personalsituation. Für TVK-Manager Markus Graf ist diese allerdings kein Grund zur Besorgnis. Er befindet sich derzeit sowieso auf der Suche nach Verstärkungen. Und zwar nicht nach kurzfristigen Lösungen, sondern auch schon mit Blick auf die nächste Saison. „Wir wollen in den nächsten Wochen zwei Spieler verpflichten, die uns noch näher an die Spitze der Zweiten Liga heranbringen oder vielleicht sogar noch ganz nach oben“.
Die sportliche Basis für den anvisierten Höhenflug steht aber bereits jetzt. Denn bis auf eine kurze Schwächephase in der ersten Halbzeit untermauerten die Kornwestheimer auch beim starken Aufsteiger Münster ihren Anspruch vielleicht doch noch in den Kampf um den Aufstieg eingreifen zu können.
Bis zum Seitenwechsel liefen zwar nur Schlussmann Stefan Doll und Spielmacher Timo Salzer zu Hochform auf. Ihre spektakulären Aktionen genügten jedoch, um die Hessen schon etwas auf Distanz zu halten. In den zweiten 30 Minuten steigerten sich dann auch ihre Nebenleute gewaltig. Spätestens nach dem 27:21 durch Christoph Hinz, der ebenso wie Gunnar Dietrich dieses Mal auch im Angriff für Akzente sorgte, war klar, dass es anschließend in dieser Partie nur noch um die Höhe des Kornwestheimer Erfolges ging.
Neidlos erkannte auch TSG-Coach Hans Josef Embs die Überlegenheit des Turnvereins an: „Das Team von Thomas König war das bislang stärkste, gegen das wir in dieser Saison gespielt haben. Unsere Niederlage fiel zwar um zwei, drei Tore zu hoch aus, unter dem Strich hatten wir aber keine Chance gegen diese Spitzenmannschaft“.
Angesichts dieser Lobeshymne ging sein Gegenüber Thomas König auch noch psychologisch in die Offensive: „Balingen und Dormagen stehen unter Druck. Wir können dagegen gelassen aufspielen und auf die Fehler der beiden Spitzenreiter warten.“ In der Freude über die gelungene Vorstellung nahe Frankfurt gab der Kornwestheimer Coach dann auch noch einen Einblick in die Planungen seines Clubs: „Sollte es in dieser Saison nicht mit der 1. Liga klappen, könnte es durchaus sein, dass wir dann nächstes Jahr in der Stuttgarter Porsche-Arena richtig angreifen.“
TVK: Doll, Krotz; Christoph Hinz (5), Fina (9/2), Brandt (1), Salzer (10), Klaus, Bauer (2), Jungwirth, Freudl (2), Matschke (4), Dietrich (5), Morgant (3).
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