Beiträge von rocksinger


    Volle Zustimmung

    Nicht wirklich, denn die Lehrmeinung bzgl. der Bestrafung des härteren Fouls bezieht sich genau auf solche Fälle.
    Die Unterscheidung, ob die Fouls am selben Spieler waren, wird dabei nicht gemacht (macht auch keinen Sinn; nach dem
    Motto: Der hat schon eine verpasst bekommen, also kann der noch eine vertragen, oder wie?).

    3 Strafen in einem "Angriff" (also bis zum Ende des Vorteiles) geht voll gegen diese Anweisung und würde man auch in höheren Ligen niemals sehen.

    Ich kenne überhaupt nur ein älters Gespann auf Kreisebene, dem ich sowas zutraue.

    Gibts dazu vielleicht irgendwas Schriftliches?

    Weiss2 will den Wurf verhindern und trifft den ausser Kontrolle geratenen (da gestoßen) Spieler Rot sehr hart am Kopf.

    Im Text steht eindeutig: Er trifft ihn. Wenn er nur da stehen würde und die Hände/Arme ohne Gegenbewegung hochnimmt, hätte im Text gestanden: Der Angreifer läuft gegen die Hände/Arme. Das "er trifft ihn" impliziert für mich eine Bewegung gegen den Angreifer. Und das meinte ich mit dem "wenn er da hin geht ist es sein Risiko".
    Wenn er nur Hände/Arme hoch nimmt, selbstverständlich keine Bestrafung. Aber ich glaube, die Szene muss man sehen, um sie wirklich beurteilen zu können.

    wieso sollte weiss2 bei der schilderung denn überhaupt eine strafe bekommen ?

    es wird doch klar geschildert, dass er den wurf verhindern will- von unfair-foul etc. ist da doch gar nicht die rede

    dass sein gegenspieler vom eigenen mitspieler gestossen wird ist dann doch niemals weiss2 zuzurechnen soweit er sich wie
    geschildert nicht anderweitig unfair etc. verhält.

    also kommt doch nur eine bestrafung von weiss 1 in betracht


    Nein! Nach Regel 8:4c kann auf jeden Fall auf Hinausstellung gegen weiss 2 entschieden werden (der Abwehrspieler geht da hin und das ist sein Risiko). Und wenn ers besonders agressiv oder rücksichtlosr macht, ist es nach 8:5 sogar eine Disqualiuikation. Wie oben schon geschrieben - wenn es das härtere Foul ist sollte dieser Spieler bestraft werden. (Regeltechnisch ist sogar die Bestrafung von beiden Spielern möglich, aber wie oben geschrieben sollte das nicht so gehandhabt werden).

    Einerseits sagt Regel 7:5 das man den Ball von einer Hand in die andere führen darf. Soweit ist das ja in Ordnung. Nun schreibst du aber, dass du mit der Hand mehrfach auf den kontrollierten Ball schlägst/klatscht. Und das ist ein Verstoß gegen Regel 7:7.

    Hier gibt es dann Freiwurf gegen die andere Mannschaft, wegen eines Fangfehlers. Was du alles mit den Ball machen darfst und was nicht, steht in Regel 7 "Spielen des Balles". Hoffe, ich konnte dir helfen.


    Hallo Funkruf,
    deine Auslegung stimmt - meiner Meinung nach - so nicht, da besagter Spieler ja den Ball die ganze Zeit berührt, weil er ihn in einer Hand hält (und es dabei egal ist, ob er ihn mit der anderen Hand auch noch berührt). Ist also erlaubt.

    Ja, Rheinland-SR, das hatten wir schon.

    Die Erläuterung wurde Frank ja schon im 6. Post genannt - und obwohl "progressive Bestrafung" in Regel 8:7 erster Satz eindeutig festgelegt ist ("beginnend mit einer Verwarnung") spricht Frank im 7. Post von "verschiedenen Progressionswegen" - die es nicht gibt (dieser Begriff taucht nirgendwo im Regelwerk auf), denn wenn direkt mit einer Hinausstellung oder einer Disqualifikation eingestiegen wird, ist es eben keine progressive Bestrafung mehr, sondern ein schwerwiegenderes Verhalten, das z. B. direkt mit einer Hinausstellung zu bestrafen ist (siehe Regel 8:8 - direkte Hinausstellung).

    Aber hier wird sicher ein Gegenargument kommen - bin gespannt, wie er in dieser Hinsicht Auszüge aus den Regeln zitiert (was er selbst ja immer fordert).

    Nichtdestotrotz wäre es schön, wenn alle Beteiligten sich mit beleidigenden Begriffen und auch mit so was wie "Verfolgungswahn" zurückzuhalten - das ist (in diesem Fall sogar berechtigt) "Wasser auf Franks Mühle" und bringt doch keinem etwas. Meine Äußerung oben "volle Zustimmung" möchte ich auf den Verfolgungswahn zurücknehmen und mich dafür entschuldigen - nicht jedoch in der Hinsicht, dass Frank vielleicht mal überlegen sollte, wenn so viele Gegenmeinungen vertreten sind (und die meisten mit sachlichen Argumenten, die mit vielen Regelstellen begründet sind), ob seine Meinung nicht doch falsch ist.

    Volle Zustimmung an meinen Vorredner.

    In den Regeln ist alles eindeutig festgelegt (siehe auch Post von Funkruf auf der vorherigen Seite). Das mit 7m/progressiv beim Feldspieler im Torraum, das für die letzten 30 Sekunden, das mit dem zusätzlichen Feldspieler der die klare Torgelegenheit verhindert. Ich weiß wirklich nicht was es da hinzuzufügen gibt. Und die genauen Regeltexte such ich hier mangels Zeit nicht noch raus, die sind bekannt.


    Übrigens bin ich mir sicher, dass es auch in der 1. BuLi eine Reihe von Werfern gibt, die die seitliche Begrenzung zumindest mit dem zweiten Fuß nicht wirklich einhalten.


    Wie schon gesagt, din der Luft kein Problem.
    Und selbst auf der Erde sollte man doch auf einen Zentimeter nicht sehen ...

    Volle Zustimmung an meine drei Vorredner. Interessant ist immer wieder, wie versucht wird, im Regelheft schriftlich niedergelegte Fakten (auch wenn sie manchmal unglücklich sprachlich ausgedrückt sind) nicht zu beachten.

    Bei uns wurde geschult : Grob unsportlich und damit Disqualifikation ohne Bericht, Spielfortsetzung 7m. Gruß Frank


    Wir schicken dem entsprechenden Schiedsrichterlehrwart gern eine Mail, wenn du uns die Mailadresse schreibst.

    Und nur weil etwas nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist es verboten?
    Das finde ich zu einfach.
    Obwohl ich mir vorstellen kann, dass man diese Auslegung aus den Regeln herauslesen könnte.

    Allerdings ist dann auch noch die Frage, (vorausgesetzt, der Werfer muss hinter Linie sein und auch nicht weiter versetzt stehen) gilt dies dann nur für seinen Standfuß, den er nach 15:1 nicht vom Boden abheben darf? Oder müssten dann beide Füsse hinter und im seitlichen Rahmen der Linie bleiben?


    Regel 15:1 - Vor der Ausführung eines Wurfes muss der Werfer die richtige Position eingenommen haben.
    Und die richtige Position ist bei einem 7m nun mal hinter der 7m-Linie. Die Ausnahme mit einem Meter dahinter war vor Urzeiten auch nicht im Regelheft enthalten; wurde wohl aufgenommen weil sich viele Schützen 1/2 bis 1 m dahinter stellten (um z.B. einen besseren Schusswinkel zu bekommen oder nicht auf die Linie zu rutschen) und die Schiedsrichter dies korrigieren mussten (nach dem Motto "Das ist ein 7m und kein 8m oder kein 7,50m").

    In der Luft darf sich über die vordere oder seitliche Begrenzung mit einem Fuß (oder einem anderen Körperteil) hinausbewegt werden, solange der andere Fuß am Boden hinter der Linie bleibt (siehe analog Regel 5:11 Torwartgrenzlinie: Solange der Torwart hinter oder auf der Torwartgrenzlinie einen Fuß am Boden hat, ist es ihm erlaubt, den anderen Fuß oder irgendeinen anderen Körperteil in der Luft über diese Linie hinauszubewegen). Es gibt doch viele Spieler, die sich bei der Ausführung des 7m nach vorn fallen lassen, die sind mit ihrem halben Körper in der Luft über die Linie hinaus.


    Außerdem oft beide Füße in der Luft wenn der Ball die Hand verlässt.

    Wenn der Ball die Hand verlassen hat erlaubt - sollte der Ball noch nicht die Hand verlassen haben muss das abgepfiffen werden, Freiwurf für die Abwehr.

    Dass die Sperre erhöht werden kann, ist klar. Darum ging es aber nicht.

    Der Punkt ist: Ohne blaue Karte (also Bericht) mit Regelbezug gibt es gar keine Automatiksperre, die sofort gültig ist.

    Darum kann das durchaus entscheidend sein, ob es für eine Beleidigung jetzt Rot plus Blau gab,
    oder die Beleidigung nur eingetragen werden konnte.


    Aber nur dann, wenn
    - ein weiteres Meisterschaftsspiel kurz danach folgt
    - der Spruchausschuss mit zweierlei Mass messen würde oder
    - der Spruchausschuss nicht schnell genug tagt