Ein Aspekt des kieler Erfolges ist ohne Zweifel das Tempospiel. Insbesondere in den ersten 10 bis 15 Minuten, beider Halbzeiten.
So gelingt es meistens einen relativ grossen Vorsprung herauszuspielen, um dadurch den Gegner unter Druck zu setzen . Die machen in der Hektik den nächsten Fehler, und das Schicksal nimmt seinen Lauf ...
In der letzten Phase der Halbzeiten bekommt man häufig die besten Szenen zu sehen, denn Handballspielen können die Zebras verdammt gut. Sie sollten jedoch aufpassen, dass es nicht dazu führt, dass ein eher altmodischer Handball-Fan, wie z. B. ich, statt sich die erste Viertelstunde einer Halbzeit anzusehen, den Hund Gassi führen geht.
Ein anderer Aspekt:
Vor 20-30 Jahren, kam man beim Bobsport auf die Idee, statt eines Anschiebers aus der Bobszene, einen Leichtathleten einzusetzen. Der musste bestimmte Grundvoraussetzungen mitbringen, wie Schnellkraft und Athletik, und schon nahm er als 4. Mann im Bob Platz.
Stellt auch mal vor, solche Methoden reissen auch im Handball ein, weil man 75 % der Tore nicht mit dem altmodischen Ball-hin-und-her-werfen erzielt, sondern durch ständige Rennerei zwischen den Toren.
Kein schöner Gedanke, wie mir scheint.
Und sehe ich mir die neue "Spielkultur" von Flensburg und insbesondere Kiel an, Kronau versuchte das vor 10 Tagen auch zu kopieren, sind die nicht mehr weit weg davon.