Auch mal meinen Senf dazu:
Bei mir war es anfangs auch so, dass ich im Trainingsbetrieb klar mit (dienst-)älteren Torhütern mithalten konnte. Mein erstes Spiel war dann aber ein Desaster, alles, was aufs Tor kam war drin.
Aber nach ein paar Spielen (und dem Ansporn durch diese schlechte Leistung und wirklich starken Rückhalt von der Mannschaft) konnte ich meine Leistung auch im Spiel halten.
Natürlich braucht man immernoch die berühmten 2-3 gehaltenen Bälle zum "warm werden".
Aber auch heute noch habe ich manchmal das Gefühl einfach nicht ins Spiel zu kommen und bin dann nicht wirklich selbstsicher. Doch dann hab ich da noch einen kleinen Trick. Ich sag meinem TW-Kollegen dann halt, dass ich wechseln will und er sagt dann meistens, wenn du den nächsten kassierst wechseln wir.
Das nimmt mir meist so den Druck von den Schultern, dass ich dann total befreit spiele und gut halte, und am Ende doch nich wechseln muss 
Vielleicht noch ein Wort an den Trainer:
Wenn ein TW Wechsel gemacht werden soll, dann dem anderen TW rechtzeitig bescheid sagen, dass er sich noch erwärmen kann. Klingt trivial, aber es gibt nichts schlimmeres als total kalt zwischen die Pfosten zu kommen. Intensives Einwerfen ist ein "muss" und nicht etwas, was vorm Anpfiff in 5min noch schnell erledigt wird. Das ist - zumindest für mich - das wichtigste, sozusagen die Feinjustierung vor dem Spiel.
Außerdem find ich es nicht optimal, wenn der Trainer vorgibt, wer im Tor anfängt. Ist natürlich nicht überall möglich, aber wir verständigen uns dahingehend immer nach dem Einwerfen, denn wer weiß besser wie er sich fühlt als der TW selbst. Da sollte man sich auch nicht von Ehrgeiz und Konkurrenz zerfressen lassen.
Zitat
Mit diesem Beispiel habe ich meinen TW immer klargemacht, da jeder gehaltene Ball eine Leistung ist, Tore kassieren dagegen normal.
Ich mach das genau andersrum, jeder Ball, den ich kassiere, nehme ich zu einem bestimmten Teil auf meine Kappe. Jeder Wurf ist haltbar und wenn ich ihn kassiere, hab ich was falsch gemacht. Ist einfach meine Art, mich immer zu verbessern und an mir zu arbeiten.
