Beiträge von Lord Vader

    Wie ich weiter vorn schon mal sagte, wir diskutieren hier zwar den Fall Portner, aber mir geht es nicht vordergründig um den Fall Portner, sondern darum das System insgesamt etwas gerechter und lebensnäher zu gestalten.

    Für mich stellen sich da Grundsatzfragen wie, "kann man überhaupt von Doping sprechen, wenn die nachgewiesene Menge gar nicht zur Leistungssteigerung taugt" ?????

    Ein System, das Kollateralschäden hinnimmt ist für mich reformbedürftig. Portner ist nur hier in der HE ein Einzelfall, in der Sportwelt nicht. Darum finde ich die Aussagen von Paul Jonas zynisch.

    Was steht denn im Vordergrund?

    Soll die Dopinganalyse eine Leistungssschau der modernsten Medizintechnik/Labortechnik sein oder erfüllt sie doch eher den Zweck unerlaubte Leistungssteigerungen und gesundheitliche Schäden beim Sportler aufzudecken und zu verhindern?

    Die Substanz wurde nachgewiesen. Nicht nachweisbar ist wann die Substanz in welcher Dosierung in den Körper kam. Aber sie war da und ich weiß jetzt nicht ob es einen Grenzwert gibt der toleriert werden kann.

    Und auch wenn es Dir nicht gefällt - der Sportler ist und bleibt dafür verantwortlich dass bei ihm keine Substanzen nachgewiesen werden.

    Sorry, aber das ist eine absolute 0-Aussage.

    Es geht nicht darum Doping zu erlauben oder Dopingkontrollen abschaffen zu wollen, aber das ganze System könnte doch wohl durchaus ein paar Reformen vertragen.

    Dazu zählen für mich sinnvolle Grenzwerte, zügige Bearbeitungszeiten, evtl. Bewährungsregeln für Ersttäter, oder in dubio pro reo für den Athleten in unklaren oder minder schweren Fällen.

    Die ganzen selbstgefälligen Moralisten will ich mal hören, wenn es um einen ihrer Spieler geht.

    Reformen sind immer sinnvoll wenn sie die Zielerreichung verbessern.

    Lange gab es Bewährungsstrafen für Ersttäter - die wurden bewusst und für mich aus nachvollziehbaren Gründen abgeschafft.

    Wenn meine Probe Spuren einer unerlaubten Substanz enthält war ich gedopt. Egal ob bewusst oder durch Manipulation. Hier tuen mir tatsächlich die Sportler leid die unbewusst wie auch immer das Zeug in den Körper bekamen. Ich erinnere nur an die Geschichte von Dieter Baumann mit der verseuchten Zahnpasta. Ich glaubte die nicht, aber wer weiß ...

    Der nicht zu erbringende Beweis nicht bewusst die Substanz zugeführt zu haben ist der Preis des Ehrlichen für die tatsächlich vorhandenen Dopingstrukturen - die es sicher nicht nur in Russland gibt und bei uns unter anderem zu Zeiten von Prof. Klümper als Gerücht umgingen und nicht zwingend aufgehört haben. Letztlich geht es im Sport um teilweise sehr viel Geld (und Renommee) - dadurch sind Sportler, Trainer und Verbände auch bereit Regeln zu brechen

    Das kommt doch immer auch auf die Frau an. Im Gegensatz zum Kinder bekommen, kann eine Olympiateilnahme einmalig sein.

    Und ganz ehrlich eine Geburt ist nicht undbedingt ein Erlebnis wo man dabei sein muss. Das Ergebnis schon, aber der Weg dahin eher nicht.

    Warst Du schon einmal dabei? Ich war es bei meinen Kindern und für mich war es mit das emotionalste was ich bisher erlebt habe

    Planen ist eins - die Realität wenn es Richtung Geburt geht ist manchmal anders. Unterschätzt nicht die Sorgen der werdenden Mutter und den dadurch notwendigen Einsatz des werdenden Vaters.

    Wir außenstehende haben da mE kein Recht eine Entscheidung für Sport bzw. Beistand bei Geburt zu treffen. Das ist eine reine Entscheidung des Paares.

    Bezeichnend dass Du aus dieser Generation genau die 2 Spieler herausgreifst.

    Warum? Das glaube ich an Deinen restlichen Beiträgen zu erkennen.

    Diese Beweislastumkehr ist sicherlich nicht einfach, aber mE geboten.

    Ein Sportler bei dem leistungsfördernde Substanzen nachgewiesen wurden war tatsächlich gedopt, unabhängig wie die Substanz in den Körper gelangte. Letztlich ist die Beweislastumkehr der Preis dafür dass nicht vollumfänglich alle Sportler kontrolliert werden können. Wenn dann auch noch Staaten ihre "Aushängeschilder" aktiv dopen ist dies die notwendige Reaktion darauf.

    Von der Glorifizierung der CL, die alle Spieler automatisch auf Weltklasseniveau hebt, halte ich nicht viel. In der Gruppenphase sind von 14 Spielen, vielleicht 4 oder 6 gegen außergewöhnlich gute Mannschaften. Der Rest unterscheidet sich nicht von der HBL oder ist z. T. sogar schwächer. Wenn Späth Erfahrung in der HBL sammeln kann, bringt ihn das auch weiter bei der Qualität in der Liga. Vielleicht müsste er zu einem Topteam der HBL wechseln, wenn die RNL es nicht wieder dauerhaft unter die Top 5 schaffen.

    Warum sollte es einen Torhüter bei einem Topclub weiter bringen als bei einem Mittelfeldverein ? Der Topverein hat idR eine bessere Abwehr und dadurch kommen weniger und einfachere Bälle Richtung Tor. Internationale Spiele gegen Top-Vereine ja, aber gegen sonstige Mannschaften in CL und EL bringen weniger als Spiele gegen gute Bundesligisten

    Mir stellt sich das Problem nach den gelesenen Beiträgen wie folgt dar:

    Hamburg reicht Unterlagen ein und erhält den Hinweis dass nachzubessern ist.

    Dann werden bis zum gesetzten Termin Unterlagen eingereicht. Bemängelt wird dabei die "Werthaltigkeit" der Zahlung und es wird aufgefordert bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die "Werthatigkeit" nachzuweisen. Dies erfolgt verspätet.

    Mir stellt sich jetzt die Frage ob nicht die zwar verspätet eingereichten Nachweise der "Werthaltigkeit" nicht ausreichend sind um zu belegen dass die Lizenz zu gewähren gewesen wäre.

    Denn diese Unterlagen sind mE werterhellend und nicht wertbegründend. Wäre jedenfalls ein Teil meiner Strategie als Verantwortlicher der Hamburger.

    Ich gehe mittlerweile von einer Erteilung der Lizenz aus.

    Was hatten die letzten zig Beiträge mit Wechselgerüchten zu tun ?

    Bitte für allgemeinen Austausch gerne einen Thread im offtopic-Bereich eröffnen.


    Interessierte Leser schreckt das ab wenn fernab des eigentlichen Themas "philosophiert" wird.