Beiträge von Handballfan70

    es werden wohl noch ein paar jahre ins land gehen, bevor man einigermaßen objektiv die ereignisse untersuchen kann. im idealfall wird ein kritischer offener diskurs in der ukraine darüber geführt. aber das wird dauern. erstmal muss der krieg dort beendet werden, dann wird hoffentlich die propaganda von allen seiten zurückgefahren. usw usw. aber solange putin den nationalismus und den äußeren feind braucht, um an der macht zu bleiben, wird das dauern.

    alter Sack.

    dem durchschnittsrussen vermutlich nicht, da alle relevanten medien in russland vom kreml gesteuert werden. es bringt vermutlich auch wenig, wenn irgendwelche sportler eindeutig für die ukraine partei ergreifen. vor allem, weil der konflikt extrem unübersichtlich ist. ähnlich zu jenem zwischen israel und palästina. dennoch würde ich es begrüßen, selbst wenn es nicht meine ansichten wären. es würde mir zeigen, dass sportler über ihren tellerrand des sportes hinausschauen und sich kritisch mit dem gastgeberland auseinandergesetzt haben. weiterhin zeigt es mir, dass es mündige sportler gibt, die sich ihrer verantwortung als sportliches vorbild bewußt sind.
    ich bin sowieso der meinung, sobald man ins ausland fährt, sollte man sich über dessen geschichte und der aktuellen politischen situation in dem land auseinandersetzen. es zeugt von respekt für das land und man weiß, worauf man sich einlässt.
    die vergabe der fifa wm der männer nach russland und katar sowie der olympischen winterspiele nach russland steht unter keinem guten stern. ebenso die wm vergabe an deutschland. darüber wird kaum in sportjournalistischen produkten berichtet. es betrifft unmittelbar den sport und deshalb müssen die sportjournalisten darüber berichten. weiterhin müssen sich mindestens die funktionäre der nationalen verbände dazu äußeren, schließlich stehen die verbände für bestimmt positionen. wenn sie in ein land fahren, dass diese positionen nicht teilt, haben sie die pflicht darüber zu sprechen. schwieriger wird es für sportler und trainer, da sie ein sportliches ziel verfolgen und sich nicht ablenken lassen wollen, deshalb wurde auch für die deutsche nationalmannschaft mitten im naturschutzgebiet ein völlig unnötiges quartier errichtet.
    was passiert durch eine kritische berichterstattung? die gesellschaft wird für probleme sensibilisiert. durch die sensiblisierung kann über die probleme eine öffentliche debatte geführt werden, die im besten fall die probleme abstellen kann.

    dies gilt für alle großen internationalen vergleiche. die eishockey-wm war zB in diesem jahr in der letzten diktatur europas. wirklich prickelnd ist das auch nicht.

    das die jüngste geschichte russlands kein gutes beispiel für demokratie und eine tolerante und vielfältige gesellschaft ist, ist offenkundig. du has überspitzt dargestellt, dass russland erst noch lernen muss, was demokratie ist. aufgrund der unsicherheit der russischen gesellschaft bedient putin, der wie das merkel ein reiner machtmensch ist, die bedürfnisse eben dieser gesellschaft: homophobie, rassismus und nationalismus. er bastelt sich ein ideologiekonstrukt, durch das er an der macht bleibt. ob dies der richtige weg ist, muss die zukunft zeigen. ich bezweifel, dass es ein guter weg für russland ist. trotzdem ist es genau das, was die gesellschaft im moment möchte.

    grundannahme für diesen beitrag, mit der alle einverstanden sein müssten: eine auslösehandlung hat einen definierten grundablauf.

    hat eine auslösehandlung wirklich nur das ziel das freie spiel vorzubereiten? ein torerfolg während der auslösehandlung ist dann ein erfreuliches nebenprodukt?

    wenn die auslösehandlung nur das ziel hat, dass freie spiel vorzubereiten, dann braucht man doch gar keine auslösehandlung mit einem definierten grundablauf. dann kann man doch gleich ins freie spiel gehen.

    oder

    wenn man sagt, dass alle angriffskooperationen auslösehandlungen sind, dann heißt es, da alle auslösehandlungen einen grundablauf haben, dass es kein freies spiel geben kann.

    Noch einmal: Das ist doch auch eine sog. Auslösehandlung.

    nein ist es nicht. es ist freies kleingruppenspiel oder invidivuelles spiel. bei dir wurde die auslösehandlung anders vermittelt als bei mir. daraus folgt, dass kein einheitliches lehrsystem existiert.
    unabhänig davon muss man bestehendes hinterfragen. nach wie vor bin ich der meinung, dass angriffskooperationen nicht automatisch auslösehandlungen sind. aber auslösehandlungen bestehen aus angriffskooperationen.
    wurde euch im lehrgang einfach gesagt "das sind auslösehandlungen" oder habt ihr auch eine definition bekommen?

    Zu dieser Diskussion möchte ich nur den leider verstorbenen Weltklasse Trainer Velimir Kljaic zitieren.
    "Spielzüge machen meine Spieler dumm"
    Und er hat recht damit!

    jup

    orange

    jup. ich stimme dir zu, wenn spielern es nicht möglich ist, muss ihnen hilfstellungen gegeben werden, da würde ich, wie du es schreibst, auf wenn-dann-lösungen zurückgreifen. aber warum können einige spieler nicht entscheiden? da ist meine hypothese, dass die spieler aufgrund von spielzügen und auslösehandlungen in ihrer entscheidungsfähigkeit eingeschränkt sind. d.h. im kinder- und jugendbereich muss auf solche maßnahmen verzichtet werden, ebenso in der anschlussförderung.

    bei den auslösehandlungen gibt es eingeschränlte handlungsalternativen. die sind bei den angriffskooperationen nicht vorhanden. da stehen den spielern alle hanndlungsalternativen offen, abhängig von fähigkeiten und fertigkeiten der spieler. aber das haben wir in jedem bereich des lebens.
    ich bin auch der meinung, dass auslösehandlungen unabhängig von der spieleranzahl ist.

    ich finde es interessant, dass bei deinem verband anscheinend andere dinge gelehrt werden als bei meinem. bei mir wurde kooperatives zusammenspiel im angriff (was ich gleichsetze mit angriffskooperationen) unterschieden zu mannschaftstaktischen elementen, zu denen auch die auslösehandlungen zählen. bei dir wurde beides anscheinend gleich gesetzt.

    mein "problem" ist, dass ich die these vertrete, dass keine auslösehandlungen notwendig sind, also keine einschränkung der handlungsalternativen der spieler. bei meiner letzten station hat dies schon funktioniert.
    wenn ihr es schafft, mich zu widerlegen, dann habe ich kein problem damit. aber bis jetzt habt ihr es nicht geschaft ;)

    ME wirfst du hier einige Termini ganz schön durcheinander...Sperre, Stoßen, Kreuzen, Doppelpass sind klassische Auslösehandlungen - wird auch in Trainerlehrgängen so gelehrt. Um mal beim Sperre-(Absetzen) zu bleiben, wenn Kreisläufer und Rückraumspieler (oder wer auch immer) diese AUSLÖSEHANDLUNG beide individuell und "kreativ" spielen, wird es schwierig bis unmöglich, daraus einen Vorteil bzw. einen Torerfolg zu erzielen, weil eben das Timing der beiden Spieler das A und O ist. Der Sinn einer Auslösehandlung ist ja das gezielte Angreifen von SChwachstellen der Abwehr bzw. das Bewegen der Abwehr, die Folgehandlung ergibt sich letztlich durch die Reaktion der Abwehr und ist dann - je nach Können / Tempo der Angreifer - nur bedingt vorhersehbar und sehr wohl veränderbar, also durchaus kreativ. Nun ist es aber eben ein Mannschaftssport, in dem es wenig hilfreich ist, eine Auslösehandlung zu starten, die dann verpufft, weil die Mitspieler "falsche(s)" Laufwege / Stellungsspiel haben.
    Lange Rede kurzer Sinn: Letztlich beschreibst du genau das, was eine Auslösehandlung ist, benennst es aber nicht so ;)

    ich stimme dir zu, dass die spieler bei meinem ansatz ein gutes spielverständnis haben müssen und gut eingespielt sein sollten. dem möchte und kann ich gar nicht widersprechen. aber es ist möglich, dauert dann aber länger.

    ich widerspreche dir auch nicht, dass die gennanten angriffskooperationen auch für auslösehandlungen genutzt werden können. ich habe schon beschrieben und modifiziert, was ich unter einer auslösehandlung verstehe.
    eine handlung, die einstudiert worden ist, um einen spieler in eine torgefährliche position zu bringen. dabei haben die spieler eingeschränkte handlungsalternativen im ablauf der auslösehandlung. dabei greift man auf die angriffskooperationen zurück. ich bin der meinung, dass man eine solche handlung nicht braucht. zwar ist es für den trainer und die spieler höchst anspruchsvoll, es umzustetzen, dennoch funktioniert es. weiterhin bin ich der meinung, dass es unabhängig von der spielklasse möglich ist.

    ich widerspreche dir, dass jede angriffskooperation automatisch eine auslösehandlung ist, siehe meine definition.
    in meiner ausbildung wurde es so nicht gelehrt, da wird die auslösehandlung grob so umschrieben, dass es sich um eine mannschaftstaktische handlung handle, bei der vier oder mehr spieler nötig wären, die angriffskooperationen nutzen. genauer wurde nie darauf eingegangen, da wir uns auf die angriffskoopertionen konzentriert haben. dem gegenüber die angriffskooperationen im freien kleingruppenspiel. bei dem die handlungen nicht vordefiniert worden sind.