Nun also ein "Kompromissvorschlag": Handball- World
bzw. https://dhb.de/detailansicht/…strukturen.html
Vier Staffeln zu je 10 Teams die zunächst eine Halbserie spielen. Also jedes Team "x" Heim- und "x" Auswärtsspiele… nein, die einen mit 4 Heim- und 5 Auswärtsspielen, bei den anderen umgekehrt. Oder soll es Spiele auf neutralem Platz geben? Ist in o.g. Berichten zumindest keine Rede von. In jedem Fall zunächst einmal 9 Spiele für jedes Team. Sportlich in meinen Augen allerdings fragwürdig. Ob sich ein Team für die obere Finalrunde qualifiziert hinge offensichtlich sehr davon ab, ob man 5 oder nur 4 Heimspiele hat, zudem davon die günstigsten/ungünstigsten Gegner in den Heim- bzw. Auswärtsspielen zu haben.
Niedersachsen/Bremen haben für die mA- und mB-Oberliga-Qualifikation etwas Ähnliches. Dort allerdings mit einer _ungeraden_ Zahl von Vereinen in der vorgeschalteten Halbserie. Alle Teams haben also immerhin gleichviele Heim- und Auswärtsspiele. Schaut man sich dann die Abschlusstabellen der jeweiligen oberen und unteren Finalrunden an, wird deutlich dass sich offenbar immer wieder die, unter Leistungsaspekten, falschen Teams für die obere Finalrunde qualifizieren bzw. diese verpassen. Grund: siehe oben.
Ich kann diesen Halbserien, gerade unter sportlichen Gesichtspunkten, absolut nichts abgewinnen.
Weiter im Text. Nach den Halbserien für die ersten vier pro Staffel dann also Meisterschaftsrunden mit 8 Teams, ergo 14 weiteren Spielen (hier ist ja ausdrücklich von Hin- u. Rückspielen die Rede). Macht dann in der Summe 23 Spiele statt bislang 22 (plus Meisterschaftsendrunde, aber da gab es ja auch bisher schon Spiele). Von Entlastung also keine Spur. Die soll nun so erreicht werden: " Eines der Ursprungsziele der Reform, die Entlastung der Kaderathleten, solle durch die Begrenzung derer Spieleinsätze in der Meisterrunde erfolgen."
Was bitte soll das heißen? Dass diejenigen Teams welche die Meisterschaftsrunde erreicht haben dort dann nur noch mit ihrer "1b" spielen? Und was wenn einer der beteiligten Vereine dabei nicht mitspielt, sondern immer in Bestbesetzung antritt? So oder so: Was soll denn da noch der sportliche Wert einer solchen Meisterschaftsrunde sein?
Immerhin sehe ich darin ein Eingeständnis dessen was ich in einem meiner Beiträge weiter oben schon geschrieben habe: Eine bloße Reduzierung der Zahl der Spiele in der JBLH bedeutet eben _nicht_ automatisch eine Entlastung der Spieler. Da kommt es, wie pko oben schon geschrieben hat, primär auf verantwortungsbewussten Einsatz der Spieler seitens der Vereine an.
Wie heißt es so schön: "Der Berg kreißte und gebar eine Maus". So empfinde zumindest ich diesen Kompromissvorschlag.
Für mich würde ein Kompromiss darin bestehen: weiterhin 4 Staffeln mit Hin- und Rückrunde, aber mit nur noch 10 statt 12 Teams pro Staffel. Verbunden mit der Erwartung, dass das Leistungsgefälle dadurch geringer würde. Dazu bei der DM vielleicht noch das Viertelfinale streichen, dann wären es für die Finalteilnehmer der DM künftig nur noch 22 statt bislang 28 Spiele.