Beiträge von wolferl63

    Jede Argukmentation, die verschleiernd in irgendeiner Form mit der Hebung des Leistungsniveaus argumentiert, ist m.E. ein Ablenunkungsmanöver. Das Entscheidende ist doch, dass man überall im Land mal etwas nach den Sternen greifen kann. Eine verkleinerte 1. Liga wiederspricht dem, eine zweigeteilte 2. Liga spräche dafür,


    Sei mir bitte nicht böse, aber das was Du da schreibst ist blanker Unsinn. Das kann eigentlich nur jemand schreiben der sich noch nie mit der Realität der obersten 3-4 Spielklassen im Frauenhandball beschäftigt hat.

    In der vergangenen Saison endeten 28,2% der Spiele in der höchsten Liga der Frauen mit einem Unterschied von 10 oder mehr Toren, weitere 21,8% mit einem Unterschied von 6 bis 9 Toren. Und nein, das lag nicht nur daran dass die Liga aufgestockt worden war. In 2018/19, der letzten kompletten Saison vor Corona, bei nur 14 Teams, endeten 26,9% der Spiele mit 10 und mehr Toren, weitere 26,4% mit 6 bis 9 Toren. Und nein, das ist nicht 'normal'. Siehe Anhang.

    Mit solchen Ergebnissen läßt sich weder Publikum in die Hallen locken, noch lassen sich zusätzliche Sponsoren oder gar ein TV-Sender gewinnen. Eine leistungsorientierte Ligastrukturreform bei den Frauen ist überfällig und unvermeidlich! Die Frage ist nur wie sie im Detail aussehen soll. Ich möchte bei meinem Entwurf Ligastrukturreform Frauen - alternatives Modell der 3.Liga eine Chance geben - der DHB nicht. Dabei könnte ich mir auch 3 Staffeln zu nur 12 statt 14 Teams vorstellen.

    Was mich am Papier des DHB ärgert: kein Wort über Motivation und Intention zu diesem Papier. Das einzig konkrete:

    • 3.Liga abschaffen
    • Zweite Mannschaften in der 2.Liga erlauben (das gab es auch mal in der 2.Liga der Männer, wurde wieder abgeschafft. War wohl nicht so dolle - warum dann jetzt bei den Frauen einführen?)


    Der Rest in diesem Papier ist wohlfeiles "alles wird besser". Kein Wort darüber, warum genau die 3. Liga abgeschafft werden soll. Kein Wort darüber wie - ganz konkret - der Unterbau künftig aussehen soll. Kein Wort auch darüber wie künftig die obersten beiden Spielklassen im Detail aussehen sollen.

    Im Anhang Zahlen zu HBF, HBF2, HBL, HBL2 und 3.Liga w/m bzgl. Spielen mit 6+x bzw. 10+x Toren Unterschied.

    82 2021/22 minus 26 Absteiger + zwei im Saldo aus der 2. Liga mehr (2 Aufsteiger bei 4 Absteigern) + 11 Oberligameister + 2. aus Baden-Württemberg macht doch 70 und nicht 69. Oder habe ich einen Beschluss im Hinblick auf den Baden-Württemberg-Zweiten verpasst?


    Die Zahl 69 kommt zustande wenn es nur 3 Absteiger aus der 2.BL gibt, diese also in 2 Schritten zur Sollstärke zurückgeführt wird. Letzteres meine ich so schon im vergangenen Jahr gelesen zu haben

    Erstaunlich ist die Zahl trotzdem, weil der Bundesrat sich erst neulich auf 72 Teams für 2022/23 festgelegt hat: Bundesrat in Potsdam: Wiederaufnahme der Präsenzarbeit

    Fast zumindest. Die beiden Nordhessischen Vereine gehen mit den Westvereinen in eine Staffel, dafür Dutenhofen in die Mitte. Heilbronn gehört zu F und Willstätt zu G, wenn ich mich da nicht irre.


    Verflixt nochmal, da hatte ich gestern zum Ende ganz schön auf den Augen. Vielleicht war aber auch der Wunsch Vater des Gedankens. Meine falsche Zuordnung hätte ich auf jeden Fall besser gefunden :P . Jetzt ist es aber - endlich - korrigiert.

    Hallenneubau


    An Hallenneubauten hatte ich bei "technisch möglich" gewiss nicht zuerst gedacht - so wünschenswert das im einen oder anderen Fall wäre. Nein, schon allein einen Boden wie wir ihn aus der HBL kennen auch für die höchste Liga im Frauenhandball vorzuschreiben, ergäbe für Publikum - und Kameras - ein ganz anderes Bild. Besserer Handball würde trotzdem nicht gespielt (oder vielleicht doch?), es wäre aber ein Symbol dafür, dass das nicht irgendeine Kraut- und Rübenliga ist. Ich meine, es wäre auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Spielerinnen.

    Ich würde noch dafür plädieren, die erste Liga hallentechnisch und von der finanziellen Ausstattung an bestimmte Voraussetzungen zu knüpfen, z.B. (fast) reines Handballfeld für TV und dann im Sinne einer Professionalisierung auch keinen hoch zu lassen, der das nicht erfüllt.


    Sehe ich auch so. Was technisch möglich ist um die 1.Liga der Frauen attraktiver für einen TV-Sender zu machen sollte getan werden. Spielstätten die nach Schulsport aussehen sind da eher nicht hilfreich.

    Was ist eigentlich mit LHC Cottbus? Die sind grau in deiner Karte! Was ist hier der Stand?


    Genau, "Was ist eigentlich mit LHC Cottbus?". Es gab vor Wochen die Aussage dass der LHC am Aufstieg interessiert sei. Eine Bestätigung dass dem wirklich so ist und es dabei bleibt/blieb konnte zumindest ich bis heute nicht finden. Auch kein Wort dazu auf der Homepage des LHC, Fakebook, Finsta... Deshalb ist er bei mir noch immer grau.

    Durch eine zweigeteilte 2.LIga wird der Kostensprung nicht so groß.


    Von einer zweigleisigen 2.Liga ist im Strategiepapier mit keiner Silbe die Rede!

    Bundesliga spielen. International spielen. Nationalmannschaft spielen. Titel gewinnen. Das sind gewöhnlicherweise Gründe für Leistungssportler zu wechseln. Lebensniveau in einer Stadt oder Beziehungen sind eher keine Gründe um Wechsel auszuschließen.


    Genau, es nur um Ruhm und Ehre. Meinst Du wirklich, dass die Mädels von heute derartig naiv sind? - Oder es sein sollten? Die wissen alle ganz genau, dass das Karriereende, z.B. durch eine schwere Schulter- oder - Knieverletzung, weniger als 60 Minuten entfernt ist. Während der Karriere genügend Geld auf die Seite bekommen? Das funktioniert ja kaum bei den Männern - wo wesentlich mehr Geld im Spiel ist.

    Dazu kommen ja auch einige Spielerinnen erst in der A-Jugend zu den Bundesligisten und haben somit auch nicht immer die höchste Ausbildung genossen.


    Also sollten alle Vereine - bis auf die Bundesligisten - eigentlich sofort damit aufhören Mädchenhandball auch nur anzubieten. Denn die können ja nicht die "höchste Ausbildung" anbieten. Das ist eine Unverschämtheit gegen alle (Amateur)Vereine die sich seit Jahrzehnten um Mädchen- und Frauenhandball verdient gemacht haben!

    Zitat von juliscka

    "Meine Aussage war eher so:

    Spielerin A: Hat Defizite (körperlich, technisch, Spielverständnis) trainiert die ganze Saison mit der Jugend-Mannschaft (=kaum individuelle Arbeit an Schwächen) und spielt 3.Liga/Jugend . Braucht viel Zeit für Präsenz-Schule. Wochenende geht für Spiele drauf. Hat auch noch ein Sozialleben, das Zeit kostet. Ist Mitläuferin/Bankspielerin. (=Normalfall ohne Corona)

    Spielerin B: Braucht nur noch Hausaufgaben machen (frei einteilbare Zeit). Hat Zweier-Training im Verein (=Arbeit an individuellen Schwächen). Kann morgens/abends und dazu am Wochenende trainieren. (Wegfall Schule/Spiele). Nutzt das viele eigene Training für Fitness, Technik etc.. Das fehlende Sozialleben verbringt sie vor dem Ipad und schaut Spiele (Spielverständnis etc)."


    Auch das zeugt nur von einem mangelhaften Verständnis bzgl. Lebens- und finanzieller Wirklichkeit. "Spielerin B" lebt in einem Handballinternat. Wieviele Vereine haben wir in Deutschland die das anbieten können? Sieben? Acht? Und die sollen dann den gesamten Frauenhandball 'retten'?

    Juliscka? Julia die in Ungarn spielt? Würde jedenfalls dazu passen dass Du dieses 'Strategiepapier' so vehement verteidigst. Dann könntest Du uns sicher auch erklären in welchem Elfenbeinturm dieses 'Strategiepapier' entstanden ist und was währenddessen geraucht wurde...

    Und Du könntest auch erklären warum in diesem 'Strategiepapier' nicht ein Wort darüber verloren wird wie die Basis verbreitert werden soll. Mit Erfolgen der Nationalmannschaft? Das ist dermaßen naiv dass ich nicht weiß ob ich darüber lachen oder heulen soll!

    Die Nationalmannschaft reicht selbst dann als - einziger - Leuchturm nicht aus wenn sie die nächsten 5 Jahre _jeden_ Titel gewinnt. Wesentlich wichtiger sind die freundlichen Bundesligisten - egal ob erste, zweite oder dritte Liga - in der Nachbarschaft. Und die, für Dich offensichtlich bedeutungslosen, Amateurvereine in deren Umgebung und weit darüber hinaus.

    Also der Vereinsname wird nicht geändert,


    Naja, doch, schon. Aus der Neckarsulmer Sport Union wird die Sport Union Neckarsulm

    Das Logo hat doch keinen interessiert ausserhalb der Stadtmauern von Neckarsulm.


    Laut dem Artikel den Du verlinkt hast interessiert es keinen >innerhalb< Neckarsulms - außerhalb eben gerade schon. Ist ja auch kein Wunder:
    altes Logo

    Aus NSU wird jetzt SUN. Da braucht es nicht mal Tiernamen. Das könnten einfach die SUNnies sein. Gut, wird im englischen Sprachraum für Sonnenbrillen verwendet, aber warum sollten - eingedeutscht - nicht die Sonnenscheinchen daraus werden? Oder die Mädels haben auf dem nächsten Mannschaftsfoto eben wirklich bluesbrothersmäßige Sonnenbrillen auf :cool:

    Das ist, besonders unter den gegebenen Umständen, ein erfreulich stattliches Bewerberfeld. Auf den ersten Blick vermisse ich eigentlich nur Zweibrücken und Rimpar.

    Die Karte hatte ich am späten Nachmittag aktualisiert, und vorhin noch ein paar Korrkturen vorgenommen. Den Link findet ihr ja unter #2

    Ich bin alt und krank und mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das beste, aber: ich meine mich dunkel erinnern zu können, dass Yves Kunkel, der hier in Balingen gut eingeschlagen hatte, u.a. nach Leipzig wechselte weil er hoffte unter dem dortigen Trainer, Christian Prokop, es zum Nationalspieler bringen zu können. Jugend- und Juniorennationalspieler war Kunkel. Genau dieser Trainer war dann aber nicht mehr da als Kunkel in Leipzig (nicht) ankam. Prokop wurde bekanntlich BT.

    Wie hieß es bei der Entlassung von Prokop so schön: er sei ein "Systemtrainer" (Suchmaschinen benutzen könnt ihr selber).

    Bringt mich zu dem Gedanken: Prokop als Trainer nach Melsungen. Vielleicht würde dann ein Yves Kunkel wieder aufblühen. Und möglicherweise nicht nur er. Man müsste Prokop dann auch wirklich die Chance geben ein Team zu entwickeln.