Beiträge von Mausezahn

    Bin grade mal auf die Website von Freiberg gegangen. Deren Trikots gabs auch nur in Kindergröße...

    Sehr inhaltsvoller Beitrag...aber dennoch möchte ich kurz darauf eingehen. Die engen Trikots sollen es dem Gegner einfach nur erschweren, das temporeiche Spiel der Dachse durch gezieltes Trikotziehen unfair zu stoppen. Außerdem findet ein Großteil der weiblichen Zuschauer daran bestimmt auch Gefallen...

    Zum Thema "Angst um Leib und Leben" unserer Burgdorfer Sportsfreunde:

    Ich kann versichern, dass das Freiberger Publikum ein sehr fachkundiges und faires Publikum ist, was bestimmt auch an der über 90-jährigen (und nicht wie irrtümlicherweise in einem Vorgängerpost behaupteten 20-jährigen) Handballtradition liegt. Soweit ich mich zurückerinnern kann, kam es noch nie zu irgendwelchen Zwischenfällen, bei denen Gegner oder Schiedsrichter in welcher Art auch immer bedrängt wurden. Gute Aktionen des Gegners werden genauso honoriert wie gute Leistungen der eigenen Mannschaft.
    Wenn nun aber über 500 Handballfans einen klaren Schlag ins Gesicht oder andere unfaire Aktionen unterhalb der Gürtellinie erkennen, so wird dies logischerweise von der Tribüne aus auch klar geäußert, so wie es jedes Heimpublikum tun würde. In diesem Fall fällt es den Schiedsrichtern meist deutlich schwerer, "bewußt" keine angemessenen Strafen auszusprechen.
    Mehr aber auch nicht weniger wollte Herr Bolomsky damit sagen.

    Hoffen wir auf ein spannendes und faires Spiel am Samstag, bei dem auch Burgdorf wieder bei "Null" anfangen darf und zeigen kann, dass auch bei ihnen der Handball im Vordergrund steht.

    Glück auf!

    Der Vorbericht aus Freiberg zum Rückspiel gg Burgdorf:

    Dachse gegen Hannover/Burgdorf

    Ein besonderes Spiel? Auf jeden Fall! Am Wochenende stellt sich der TSV Hannover/Burgdorf ein zweites Mal im Freiberger Dachsbau (Samstag, 15.30 Uhr) vor. Das Hinspiel der zweiten Bundesligasaison, das der Gastgeber am Ende sicher gewann, hallte aber noch lange nach. Im Ergebnis mussten die Bergstädter 7 Verletzungen, darunter einen dreifacher Handbruch und eine Kehlkopfverletzung hinnehmen. Der DHB sah in den Vorkommnissen keinen Grund zum Handeln. Nur der Freiberger Trainer wurde aufgrund seiner deutlichen anklagenden Berichterstattung bestraft.


    Er hatte in seinem Bericht geäußert: , … dann sollen sie ruhig nach Freiberg kommen und wenn uns die Schiedsrichter nicht schützen, unser Publikum lässt das nicht zu!` Dies nahm Burgdorf zum Anlass eine Beschwerde beim DHB einzureichen. Sie machten darin deutlich, dass sie in Freiberg „ Angst um Leib und Material (z.B. Bus)“ besäßen. Ich hätte nie gedacht, dass man dies in diesen Worten finden kann. Aber wie sagte Goethe mal so schön: „Es hört doch jeder nur, was er versteht.“ Der DHB folgte den Ansichten von Hannover. So wurden nach diesem „Spiel“ Opfer zu Tätern! Burgdorf hat jetzt sogar im Vorfeld beim DHB die Absetzung des Spieles in Freiberg beantragt! Unfassbar. Auf jeden Fall ist der DHB am Spieltag in Freiberg mit einer Spielaufsicht vor Ort, um Hannover einen reibungslosen Ablauf zu sichern.

    Trotzdem bleibt uns die Halle von Burgdorf in positiver Erinnerung, wurde dort doch die Qualifikation für ein weiteres Bundesligajahr gesichert. Und wir werden zeigen, Sportler wie Zuschauer, dass wir Spaß am Handball haben und dieser für uns im Mittelpunkt steht. Die Dachse wollen im ersten Heimspiel 2014 versuchen, an ihre überragenden Leistungen von den Lundaspelen anzuknüpfen, um den Dachsbau wieder zur uneinnehmbaren Festung auszubauen und damit den Zuschauern ein temporeiches, spannendes Handballspiel bieten. Wir hoffen auf eine tolle Gänsehautatmosphäre. Zeigen wir Hannover/Burgdorf und dem DHB, dass Jugendbundesligahandball in Freiberg nicht nur auf dem Papier gelebt wird! Dazu gehört eben auch eine Spielstätte, die diesen Ansprüchen genügt und eine sportliche Atmosphäre auf und neben dem Spielfeld!

    Im Anschluss, wie gehabt: Trainertalk in der HSG- Lounge, vielleicht ja auch mit Verantwortlichen vom DHB.

    Text: Andreas Bolomsky

    http://www.hsg-freiberg.de/

    Lausiges Niveau würde ich nicht sagen, aber die extrem offensive Verteidigung der Dachse war für die Schweden sicher sehr gewöhnungsbedürftig.
    Es entsteht dadurch überhaupt kein Spielfluss, das Spiel wird von Eizelaktionen dominiert, beide Mannschaften suchen sehr schnell den Abschluss. Schwieriges Spiel für die Schieris, die trotz allem souverän wirkten.
    Das Spiel ist für die Zuschauer nicht schöne anzusehen, aber der Erfolg gibt den Dachsen recht. Hoffe nur das der Handball in Zukunft nicht so aussieht.

    Mein Verständnis einer guten Abwehrarbeit ist eben genau das, keinen Spielfluß bei der angreifenden Mannschaft zuzulassen.
    Wo steht geschrieben, dass die abwehrende Mannschaft brav an der 6-m Linie zu stehen hat, damit der geneigte Fan sowas wie einen Spielfluß erkennen kann, während er an seiner Bockwurst zutschelt?
    Da bevorzuge ich lieber die erfrischende, mit viel Laufbereitschaft und Einsatz verbundene offensive Abwehrvariante, so wie sie die Dachse praktizieren, aus welcher dann meist schnelle Gegenstöße zu zahlreichen Torerfolgen führen (derzeit im Schnitt 34,5 Tore/Spiel).
    Die angreifende Mannschaft ist gefordert, darauf eine spielerische Antwort zu finden!

    Dass ich mit dieser Meinung nicht ganz allein bin verdeutlicht folgendes Zitat eines gewissen Bob Hanning:

    "Bei der A-Jugend treffen wir auf die HSG Freiberg und damit auf so etwas wie meine Lieblingsmannschaft. Das Team von Andreas Bolomsky ist als Newcomer gestartet und hat mit seiner sehr attraktiven Spielweise und Unbekümmertheit schon den einen oder anderen Punkt in der Liga gewinnen können. Freiberg tut der Liga gut und hat, anders als manch andere Mannschaft, eine wirkliche Daseinsberechtigung in der Jugendbundesliga, auch wenn es heute (und das erwarte ich als Trainer) vermutlich wieder ein deutliches Ergebnis geben wird. "

    Bob Hanning

    Hoffen wir, dass der Handball der Zukunft auch Mannschaften, welche diese offensiven Abwehrvarianten pflegen, mehr Anerkennung entgegen bringen möge und dass die Schiedsrichter bei beiden Abwehrvarianten, wie auch wieder in Leipzig oft zu beobachten, nicht mit zweierlei Maß messen.

    Sportliche Grüße