Ich kann sowohl die Meinung von Pekeler als auch die Äußerungen von Wolff nachvollziehen - es zeigt für mich einfach, dass die Spieler keine vorgegebene Meinung zu dem Thema "Was ist aus der Mannschaft herauszuholen" haben, sondern sich jeder seine eigenen Gedanken macht und daraus entsprechende Äußerungen entstehen.
Während Wolff ziemlich hohe Ziele an die Mannschaft und somit natürlich vor allem auch an sich selbst hat, geht Pekeler einfach deutlich zurückhaltender an die Sache heran. Wenn Wolff diese selbstgesteckten, hohen Ziele braucht um sich selbst zu motivieren, dann wäre es aus meiner Sicht nicht zielführend, wenn er "nur" davon sprechen würde, dass er eine gute Olympia spielen möchte und er sich einfach mal überraschen lässt, was so auf ihn zukommt.
Logisch, dass Wolff an seiner Leistung im Vergleich zu den Äußerungen gemessen werden wird und er im ungünstigen Fall eben mit den Zielen völlig daneben gelegen hat, aber ich denke, dass er damit umgehen kann und auch entsprechend auf Nachfragen dann reagieren wird.
Vielleicht braucht Wolff irgendwie den Druck von Außen und baut ihn sich selbst durch diese Interviews auf - doof ist irgendwie, dass es sich beim Handball nun einmal um einen Mannschaftssport handelt, bei dem dieser aufgebaute Druck eines einzelnen natürlich auch Auswirkungen auf die gesamte Mannschaft haben kann, da die Presse und auch die Öffentlichkeit solche Ziele gerne und schnell aufgreift und sich plötzlich die gesamte Mannschaft dieser Zielvorgabe von Einzelnen und der daraus wachsenden Erwartung gegenüber sieht!
Ich selbst bin auch eher vom Typ "hohe, aber durchaus realistische Ziele sind notwendig um mich vollständig zu motivieren, aber unrealistische Ziele stressen mich", während meine Arbeitskollegin lieber mit eher niedrigeren Zielen startet um diese meistens zu erreichen bzw. diese zu übertreffen - es ist eben nicht jeder in diesem Punkt gleich!
Glück auf!
smoerf