Pressemitteilung des VfL Gummersbach:
04.10.2006 - 2006/07 EHF Men’s Champions League
Heimspiel am Donnerstag: VfL Gummersbach will gegen Sandefjord die Tabellenführung behaupten
Presse-Info des VfL Gummersbach, 04.10.2006: Die Zuschauer in der Wilhelm-Dopatka-Halle können sich am Donnerstagabend auf Handball der europäischen Spitzenklasse freuen - und auf Handball der Weltklasse, denn der höchst attraktive Sport, den der VfL mit seinen blitzartig vorgetragenen Spielzügen demonstriert, gilt momentan als das „Nonplusultra“ im Handball.
Für den am Montag erst aus Island heimgekehrten VfL Gummersbach wartet schon am Donnerstag im Heimspiel gegen den norwegischen Meister Sandfjord TIF der nächste Gegner in der Champions League. Nach dem 38:26 (14:13) Sieg gegen FRAM Reykjavik, der dem VfL die Tabellenführung in der Gruppe F einbrachte, gilt es nun wieder, zwei Punkte einzuspielen, um die Spitzenposition zu behaupten.
Sandefjord TIF unterlag dem slowenischen Meister Celje Pivovarna Lasko zu Hause mit 26:37 (12:20) und schloss den ersten Spieltag der Gruppenphase als Tabellendritter ab. Hierbei gab sich Sandefjord, dessen Mannschaft sich dieses Jahr ausschließlich aus norwegischen Spielern zusammensetzt, unter Wert geschlagen; die hohe Tordifferenz resultierte hauptsächlich aus Startschwierigkeiten in der ersten Halbzeit.
Eine Eingewöhnungsphase brauchte auch der VfL Gummersbach bei seinem ersten Auftritt in der Champions League, die 1993 ins Leben gerufen wurde. Anschließend aber zeigte insbesondere Gudjon Valur Sigurdsson im Spiel gegen FRAM eine Weltklasse-Leistung, die der Isländer im VfL-Trikot mit 16 Treffern bei nur zwei Fehlversuchen in der Statistik dokumentierte. Neben ihm und dem derzeit beinahe unüberwindlichen Torwart-Trio ragt beim VfL Daniel Narcisse als nach Ansicht vieler Experten aktuell bester Handballer der Welt aus einer Mannschaft heraus, deren Top-Form auf dem harmonischen Mannschaftsgefüge, dem Teamgeist und der hervorragenden Arbeit von Trainer Alfred Gislason beruht.
Stimmen zum Spiel:
Knut Bakke, Präsident Sandefjord TIF:
“Ich denke, das wird ein ganz schweres Spiel für uns, denn der VfL Gummersbach ist eine sehr gute Mannschaft, die auch in Deutschland an der Spitze liegt. Nach dem Sieg des VfL bei FRAM Reykjavik muss ich ehrlich sagen, dass Gummersbach und Celje für mich die Favoriten der Gruppe F sind. Aber wir werden unser Bestes geben. Unsere Mannschaft wird sich auch besser präsentieren als beim Heimspiel gegen Celje, und wir werden versuchen zu gewinnen, so wie wir immer versuchen zu gewinnen. Ich hoffe auf ein faires und für die Zuschauer attraktives Spiel.“
Alfred Gislason, Trainer VfL Gummersbach:
“Ich habe mir das Spiel von Sandefjord gegen Celje auf Video angesehen. Sandefjord hat einige Leute mit viel Erfahrung wie Preben Vildalen und Sindre Walstad, die schon in der Bundesliga ihre Qualität bewiesen haben. Die Norweger spielen vielleicht langsamer als zuletzt FRAM, aber sie sind körperlich robuster und routinierter. Sandefjord wird aus dem Spiel gegen Celje gelernt haben, aber wir müssen und wollen dieses Spiel gewinnen.“
Das Spiel in der Leverkusener Wilhelm-Dopatka-Halle beginnt wegen der TV-Übertragung bei Eurosport um 20:30 Uhr. Es sind noch Eintrittskarten auf der Geschäftsstelle des VfL Gummersbach und an der Abendkasse erhältlich.
Der VfL bietet für Fans aus Gummersbach und der Umgebung kostenlose Busse nach Leverkusen an. Die Eintrittskarte plus Busticket ist auf der Geschäftsstelle (Telefon: 02261-80830) erhältlich. Die Busse starten um 18:00 Uhr an der Eugen-Haas-Halle und fahren eine halbe Stunde nach dem Spiel wieder dorthin zurück. Der VfL bittet darum, nur mit Bus-Ticket und rechtzeitig zum Starplatz zu kommen.
Die Wilhelm-Dopatka-Halle liegt unmittelbar gegenüber dem Fußballstadion „BayArena“ an der Bismarckstraße in Leverkusen. Autofahrer folgen der Ausschilderung „Sportpark“.
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Und der Vorbericht zum Spiel:
04.10.2006 - Sandefjord kommt mit alten Bekannten aus der Bundesliga
Das Champions League Heimspieldebüt des VfL findet am Donnerstag in der Wilhelm-Dopatka-Halle in Leverkusen (20.30 Uhr) statt, die normalerweise in erster Linie den Basketballern des TSV Bayer Leverkusen vorbehalten ist. Gegner ist dann der norwegische Meister Sandefjord TIF, der am vergangenen Wochenende sein Heimspiel sehr klar gegen Celje Pivovarna Lasko verlor. "Ich glaube nicht, dass Sandefjord besser ist als Fram Reykjavik", sagte Rune Erland, den alle Gummersbacher noch gut kennen. Der norwegische Rückraumspieler zählte zur erfolgreichen Mannschaft, die 1991 die zwölfte und bislang letzte Deutsche Meisterschaft ins Oberbergische holte.
Inzwischen wohnt der 38 Jahre alte Erland wieder in Stavanger und gilt als anerkannter und gefragter Fachmann, der dem Handball bis zur letzten Saison als Trainer des Erstligisten Viking Stavanger verbunden war und der momentan die Juniorennationalmannschaft Norwegens betreut. "Im letzten Jahr hatte Sandefjord noch eine bessere Mannschaft", meinte Rune Erland, "jahrelang haben sie mit viel Geld die besten Spieler des Landes verpflichtet und auch von einem Handballgymnasium profitiert". Die beiden aktuellen Nationalspieler des TIF-Teams sammelten schon Erfahrungen in der Bundesliga: Torwart Sindre Walstad, derzeit die Nummer eins in Norwegen, und Preben Vildalen, der unter anderem beim THSV Eisenach zu den Stützen zählte.
Geballte internationale Erfahrung verkörpert auch das Trainergespann, das ebenfalls in der Bundesliga jahrelang die Brötchen verdiente: Co-Trainer Robert Kjendalen in Schutterwald und Chef-Trainer Oystar Havang in Niederwürzbach und Dormagen. "Die Mannschaft praktiziert den typischen skandinavischen Stil mit schnellen Außen, in der Abwehr wird ein defensives 6-0 System bevorzugt", beschrieb Rune Erland die Stärken von Sandefjord, "der Rückraum ist aber längst nicht so beweglich und so schnell wie der von Reykjavik. Trotzdem würde ich die Mannschaft in die untere Hälfte der Bundesliga einordnen." Der herausragende Spieler sei trotz des Duos Vildalen/Walstad nach seiner Ansicht der Spielmacher. Geir Jumaas gilt auf dieser Position in Norwegen als Mann der Zukunft.
Trainer Alfred Gislason (VfL Gummersbach):
Nach einem ersten Eindruck von einer Videoanalyse des Spiels gegen Celje glaube ich, dass Sandefjord ähnlich wie Reykjavik spielen wird. Sie sind erfahrener und körperlich stärker, aber nicht so schnell in der Vorwärtsbewegung. Für uns ist es eine Pflicht, dieses Spiel gegen diesen Gegner zu gewinnen.
Wir müssen selbst aber so weiter spielen, wie in der zweiten Halbzeit in Island. Da hatten einige vielleicht in der ersten Halbzeit im Hinterkopf, dass es ein leichtes Spiel sei. So etwas geht immer schief. Allerdings muss man auch noch festhalten, dass Torwart Gustafsson von Fram in der ersten Hälfte 18 Bälle hielt und zeigte, warum er bald in der A-Nationalmannschaft Islands spielt.
Beim Spiel gegen Celje war Sandefjord in den ersten zehn Minuten völlig von der Rolle und lag 3:11 hinten. Vor nur einigen hundert Zuschauern kam keine große Stimmung auf, so hat man sich wohl frühzeitig aufgegeben. Wir hoffen auf eine gut gefüllte Halle in Leverkusen, die uns den Rücken stärkt. Und wenn Celje kommt, haben wir uns schon an die neue Umgebung gewöhnt. Bei uns fällt Goran Stojanovic leider wieder drei Wochen aus, ansonsten gibt es keine Veränderungen.
Quelle: vfl-gummersbach.de