Beiträge von Stenimaus

    Melsungen zum Abstiegskampf zu Gast in Düsseldorf

    Durch das zuletzt vergeigte Heimspiel gegen Tabellennachbar Minden fährt die Mannschaft von Trainer Rastislav Trtik nun unter großem psychologischem Druck ins Rheinland. Dort wartet mit der HSG Düsseldorf nämlich schon wieder ein Kontrahent, der - genau wie Melsungen - wichtige Punkte zum Klassenerhalt benötigt (Sonntag, 17.12., 16:00 Uhr, Burgwächter-Castello). Beide Teams weisen 6:22 Zähler auf - Melsungen, Tabellenzwölfter, rangiert nur wegen des um drei Treffer besseren Torverhältnisses einen Platz vor Düsseldorf.

    Der alles andere als einkalkulierte 26:27-Fauxpas gegen Minden hat das Melsunger-Team in eine verzwickte Lage gebracht. "Sechs Punkte aus den fünf Spielen im Dezember, dem Monat der Wahrheit, müssen wir holen", hatte Melsungens Sportchef Alexander Fölker vor gut zwei Wochen als Parole ausgegeben. Dabei hatte er besonders die Partien gegen Balingen, Minden, Düsseldorf und Hildesheim im Hinterkopf. Vor allem auch deshalb, weil in den beiden abschließenden Auswärtsspielen in Wilhelmshaven (27.12.) und Magdeburg (30.12.) die Trauben äußerst hoch hängen.

    Die Verunsicherung der Melsunger dürfte durch die Nackenschläge im Laufe der Woche kaum abgenommen haben: Die Vorbereitung auf dieses enorm wichtige Spiel konnte Trainer Trtik nämlich nur mit reduziertem Kader betreiben. Torwart Zoran Djordjic, die beiden Rechtsaussen Michal Kraus und Sead Kurtagic sowie Rückraum-Shooter Grigorios Sanikis mussten sich unter der Woche verletzungsbedingt bzw. aus familiären Gründen streckenweise vom Trainingsbetrieb abmelden.

    Deshalb bittet Rastislav Trtik seine Schützlinge sogar am Tag vor dem Spiel nochmal zum Training - in der Hoffnung, wenigstens einmal den Kader komplett zu haben. Zum Wochenende zeichnet sich nun ab, dass bis auf Sanikis alle einsetzbar sein werden. "Otto", wie der Grieche von seinen Teamkameraden gerufen wird, laboriert an einer Knöchelverletzung, will aber gegen Düsseldorf unbedingt auflaufen: "Er ist heiss und es wäre wichtig, dass er spielt. Seine Tore haben uns gegen Minden eindeutig gefehlt", bangt Sportchef Alexander Fölker um das Mitwirken des wurfgewaltigen Halblinken.

    Über mangelnde Unterstützung von aussen wird sich das MT-Team am Sonntag im Burgwächter-Castello nicht beklagen können. Die beiden MT-Fanclubs machen sich gleich mit drei Bussen auf den Weg in die nordrheinwestfälische Landeshauptstadt. Diese Unterstützung tut Not. Nicht nur wegen der aktuellen Drucksituation, die auf der Mannschaft lastet. Denn auch der Blick zurück zeigt, warum sie die Rückenstärkung in Düsseldorf dringend braucht: In der letzten Saison verschlief Melsungen nämlich die zweite Hälfte des Spiels und musste mit 29:36 geschlagen die Heimreise antreten. Zuhause klappte es dann besser - Melsungen revanchierte sich mit 31:20.

    Düsseldorf hat unterdessen auf das große Melsunger Fanaufkommen reagiert und hat die Düsseldorfer Sportfans zur UNterstützung aufgerufen. "Wir brauchen die Zuschauer als siebten Mann. Ohne Zuschauer geht es einfach nicht", so HSG-Torjäger Alexandros Vasilakis. Wer im Trikot oder mit Schal eines Düsseldorfer Sportklubs oder der Ratinger Ice Aliens zum Heimspiel der HSG gegen die MT Melsungen (Sonntag, 17. Dezember 2006, 16 Uhr, Burg-Wächter Castello, Karl-Hohmann-Straße 1, Düsseldorf-Reisholz) kommt, erhält an der Kasse eine Ermäßigung von 6,00 € und zahlt nur 12,00 €.

    "Auf dem Papier und von der Mannschaft her ist die MT Melsungen Favorit", erklärt unterdessen Düsseldorfs Coach Nils Lehmann. Manager Frank Flatten warnt vor der MT Melsungen: "Die Truppe von Coach Trtik ist nach der Niederlage gegen Minden angeschlagen und will diesen Fauxpas wiedergutmachen." Personell plagen den HSG-Coach noch einige Sorgen. Almantas Savonis musste zu Beginn der Woche zwei Tage pausieren, nachdem sich der litauische Nationaltorhüter bei der Küchenarbeit in den Finger geschnitten hatte, wird aber spielen können. Die Düsseldorfer bangen aber noch um Spielmacher Jens Sieberger und Torjäger Alexandros Vasilakis, die sich beide am Freitag telephonisch bei Trainer Lehmann abmeldeten.

    Jens Sieberger informierte seinen Coach über hohes Fieber und den Besuch von Mannschaftsarzt Dr. Thomas Lowinski. Lowinski, früher selbst für TURU Düsseldorf in der Handball-Bundesliga aktiv, teilte Lehmann mit, dass bei Jens Sieberger der Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung besteht. "Der Einsatz von Jens am Sonntag ist fraglich", so Lehmann. Kurze Zeit später ereilte den Coach Anruf Nummer zwei: Torjäger Alexandros Vasilakis meldete sich aufgrund einer schweren Mandelentzündung vom Training ab. "Der Einsatz von Alex ist äußerst unwahrscheinlich", erklärte Lehmann kurz. "Wenn beide ausfallen sollten, haben die Spieler aus der zweiten Reihe die Chance, sich am Sonntag zu präsentieren und zu zeigen, was sie drauf haben", sagte Lehmann.

    Zum ersten Mal treffen am Sonntagnachmittag dabei gleich fünf Griechen in der Handball-Bundesliga aufeinander. Alexandros Vasilakis und Nikos Kokolodimitrakis auf Seiten der HSG, Grigorios Sanikis, Giorgos Chalkidis und Spyros Balomenos auf Seiten der MT. "Natürlich spielen zwei gegen drei Griechen, aber es spielt Düsseldorf gegen Melsungen und wir müssen das Spiel für uns entscheiden. Wir sind nach der Niederlage in Wetzlar und müssen zwei Punkte einfahren. Alles andere ist egal", sagt Alexandros Vasilakis. Auch Nikos Kokolodimitrakis freut sich auf seine Landsleute: "Natürlich freue ich mich darauf, sie alle wieder zu sehen, schließlich kennen wir uns seit Jahren aus der Nationalmannschaft. Aber klar ist auch, dass diese Freundschaft in den 60 Minuten am Sonntag ruhen wird. Wir wollen und werden die Partie gewinnen." Kokolodimitrakis ist vor allem eng mit dem griechischen Rechtshänder Spyros Balomenos befreundet. "Mit ihm teile ich mir seit fünf Jahren das Zimmer bei der griechischen Nationalmannschaft, zudem haben wir früher gemeinsam bei Ionikos Athen gespielt."

    Quelle: handball-world.com

    :jump: Glückwunsch Wilhelmshaven :jump:

    Durch die Radioübertragung war man fast live dabei, wenn der blöde Kommentator nicht gewesen wäre :D

    "Wilhelmshaven hat einen der großen geschlagen" - so der Schlusssatz.

    Zur Halbzeit stand es 13:13, nach 36 Minuten 17:13. In der 44 Minute schaffte Großwallstadt den Ausgleich.
    50. Minute war der WHV dann wieder vorne, eher Großwallstadt bis auf ein Tor wieder ran kam.
    5 Sekunden vor Schluss machte Oliver Köhrmann dann den Sieg fest!
    (so zumindest im Radio ;) )

    Glückwunsch!!

    Bogdan Wenta zum ersten Mal gegen seinen alten Klub von der Förde

    Für die SG Flensburg-Handewitt und den SC Magdeburg beginnt nun die heiße Phase der Hinrunde, bevor es dann in die WM-Pause geht. Die SG Flensburg-Handewitt gastiert am morgigen Sonntag um 15.40 Uhr in der Bördelandhalle. Der MDR wird die zweite Halbzeit live übertragen und auch die ARD will in der Sportschau um 18 Uhr Ausschnitte dieser Partie senden.

    Für beide Mannschaften geht es um viel, Flensburg muss gewinnen um keinen Boden auf den THW Kiel zu verlieren und für Magdeburg geht es darum den Anschluss an das derzeitige Spitzenduo der Bundesliga zu halten, der SCM liegt zur Zeit drei Punkte hinter Kiel und Flensburg auf dem vierten Platz.

    In den letzten Duellen dieser beiden Mannschaften gab es nur einen Sieger, die SG Flensburg-Handewitt, zuletzt konnte der SCM gegen Flensburg am 21.03.2004 im Champions-League-Halbfinale gewinnen und das relativ deutlich mit 36:26. Doch wer sich zurückerinnern mag, dem fällt auf, dass dieser Vorsprung dem SC Magdeburg damals nicht reichte, im Hinspiel gewannen die Flensburger mit 30:20 und standen aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore im Finale.

    Zweieinhalb Jahre haben die Magdeburger nun nicht mehr gegen den Vizemeister von der Flensburger Förde gewonnen, demnach werden sie hochmotiviert und konzentriert sein um diese Negativserie zu beenden. Zu unterschätzen sind die Magdeburger dieses Jahr aber auf keinen Fall, sie fertigten die Lemgoer auswärts am 5.Spieltag mit 39:27 ab und auch Hamburg und Kronau-Östringen hatten in Magdeburg gegen die Jungs um Bundesliga-Oldie Stefan Kretzschmar nicht viel zu holen, zwei deutliche Siege für den SCM.

    Zum ersten Mal müssen die Männer um Kent-Harry Andersson morgen gegen ihren alten Co-Trainer Bogdan Wenta antreten, der ja bekanntlich den Trainerposten in Magdeburg annahm. Daraus ergibt sich ein vermeintlicher Vorteil, gleichzeitig aber auch ein Nachteil, für beide Mannschaften. Bogdan Wenta kennt seine alten Flensburger Jungs gut, im Gegenzug wissen Kent-Harry Andersson und Interimstrainer Viggo Sigurdsson aber auch sehr gut bescheid wie Bogdan Wenta arbeitet, er übernahm viele Teile des SG-Konzeptes und das nicht gerade erfolglos.

    Die SG Flensburg-Handewitt muss auch in diesem Spiel weiterhin auf ihren Rechtsaußen Sören Stryger verzichten, der aber, so Viggo Sigurdsson, am kommenden Montag wieder ins Training einsteigt und eventuell schon am 20.12. gegen Wilhelmshaven wieder auf dem Spielfeld stehen wird.

    Beide Teams haben vor dem Jahreswechsel, außer dem Spiel heute, noch ein schweres Restprogramm vor sich, sie müssen beide noch gegen den THW Kiel antreten, die SG einen Tag vor Heiligabend in der Ostseehalle und die Magdeburger begrüßen die Zebras aus Kiel schon am Mittwoch in eigener Halle. Weiterhin müssen beide noch gegen den TV Großwallstadt spielen.

    Quelle: handball-world.com

    Kiel gegen Göppingen wieder mit Jeppesen

    "Ich habe intensiv gearbeitet und fühle mich gut." Lars Krogh Jeppesen, nach Schulterverletzung, mehreren Rippenbrüchen und einer Rückenverletzung will endlich seine nicht unumstrittene Verpflichtung beim THW Kiel rechtfertigen. Für das heutige Spiel gegen FA Göppingen hat sich der 27-jährige Däne wieder einsatzbereit erklärt. Während sich beim THW also die Verletztenreihe lichtet, füllt sie sich ausgerechnet im heißen Monat Dezember bei den Schwaben.

    Nach Torwart Martin Galia, der beim knappen Derbyerfolg über Kronau/Östringen schon früh wegen eines Zeigefingerbruches ausscheiden musste und seinem Klub insgesamt acht Wochen fehlen wird, meldete sich beim Abschlusstraining der Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen Schweden ausgerechnet in der Kieler Ostseehalle auch noch Spielmacher Michael Kraus krank. Er zog sich einen Riss der Sehnenplatte an der Handinnenseite zu und wird zwei Wochen pausieren müssen. Und mit Garcia (Kreuzbandriss) fehlt ohnehin schon eine Stammkraft im Rückraum.

    Für Gailia verpflichtete Göppingen kurzfristig den serbischen Nationaltorhüter Ivan Gajic, "Mimis" Ausfall wird FAG-Trainer Velimir Petkovic hingegen ausschwitzen müssen. Wenig glücklich ist man zudem in Göppingen über die SChiedsrichteransetzung, denn das Gespann Matthias Dang und Thorsten Zacharias wurde zuletzt von der Göppinger Lokalpresse mit herber Kritik überhäuft.

    Nur einmal seit 1977 konnte Göppingen in Kiel gewinnen. Dieser Sieg jährte sich am 25.11. zum 28. Mal. Seither sind die Zebras zumindest zuhause in der Ostseehalle ein übermächtiger Gegner für die Grün-Weißen gewesen, die während der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts von der Bundesliga-Bildfläche verschwunden waren. Seit dem Wiederaufstieg 2001 konnte Göppingen in eigener Halle zumindest zweimal gegen den THW gewinnen und entführte vor zwei Jahren beim 33:33 gar einen Punkt aus der Ostseehalle.

    Quelle: handball-world.com

    Bleibt Fritz in Kiel?

    In Kiel konzentriert man sich neben der Spielfläche unterdessen auf die Frage, ob Henning Fritz seine Option auf stillschweigende Verlängerung seines Vertrages um zwei Jahre ziehen wird oder nicht. In seinen seltenen Einsatzzeiten, in denen er zudem nicht die Leistung abrufen konnte, die ihn 2004 zum Welthandballer machte, machte er auf die Fans einen frustrierten Eindruck. "Selbstvertrauen kann ich nur bekommen, wenn ich auch spiele", sagte der Nationaltorwart den Kieler Nachrichten. Bundestrainer Heiner Brand gab ihm diese am vergangenen Mittwoch in Kiel im Länderspiel gegen Schweden, doch so richtig nutzen konnte Fritz diese Möglichkeit nicht. Neun Paraden gegen wurfschwache Schweden ließen auch auf den Rängen ratlose Gesichter zurück.

    Er würde gerne in Kiel bleiben, sagte Fritz dem Kieler Hausblatt, "wenn der Verein weiter mit mir plant. Aber im Moment weiß ich nicht genau, woran ich bin." Das dürfte sich Anfang kommender Woche vor dem Spiel in der Heimatstadt von Henning Fritz beim SC Magdeburg ändern. Manager Uwe Schwenker kündigte an, bis Dienstag mit Fritz in aller Ruhe sprechen zu wollen. Alles weitere sei dann von diesem Gespräch abhängig.

    Quelle: handball-world.com

    Auch wenn ich Frauenhandball nicht wirklich mag, habe ich es mal während des Fensterputzens angeschaltet.
    War schon eine gute Leistung der deutschen Frauen und kurz vor Ende wurde es nochmal spannend!
    Die Bronzemedaille sollte morgen doch drinne sein, oder?

    Für alle, die sich das Spiel vom VfL in Valladolid anschauen wollen, folgt hier die günstigste Reisemöglichkeit:

    24. Februar 2007 - 9:15 Uhr ab Düsseldorf-Weeze
    - 9:25 Uhr an London-Stansted
    24. Februar 2007 - 11:10 Uhr ab London-Stansted
    - 14:15 Uhr an Valladolid

    25. Februar 2007 - 15:20 Uhr ab Valladolid
    - 16:30 Uhr an London-Stansted
    25. Februar 2007 - 19:25 Uhr ab London-Stansted
    - 21:35 Uhr an Düsseldorf-Weeze

    Und diese 4 Flüge gibts bei Ryanair für 80 Euro pro Person ;)

    Und beide Flugzeuge sind mittlerweile voller VfL-Fans :D

    Das meldet Handball-World.com zu dem Spiel:

    Minden behält im Kreisderby die Oberhand

    GWD Minden befindet sich weiter in der Erfolgsspur. Nach dem Sieg in Melsungen folgte heute in der Kampahalle der 27:25 (14:11) Erfolg im prestigeträchtigen 52. Derby der beiden Teams aus dem Kreis Minden-Lübbecke. Während der TuS N-Lübbecke nach der 13. Niederlage im 15. Spiel der laufenden Saison weiterhin das Tabellenende ziert, machte GWD mit dem Sieg einen Sprung auf Platz 12. Nach ausgeglichenen ersten zwanzig Minuten konnte sich Minden einen kleinen Vorsprung erspielen, der erst wieder zum Ende der Partie in Gefahr geriet, als Patrick Fölser mit einem Doppelpack den TuS zwei Minuten vor dem Ende auf 25:27 heranbrachte. Doch die Aufholjagd kam zu spät. Beste Schützen der Grün-Weißen waren der wiedergenesene Stephan Just und der Isländer Snorri Gudjonsson mit je sechs Toren, für die Gäste warf Rolf Hermann (7) die meisten Tore.

    In der ersten Halbzeit schaffte es der Mindener Innenblock mit Jiri Hynek und Moritz Schäpsmeier, Lübbeckes Kreisläufer Partrick Fölser abzumelden. So war der Lübbecker Rückraum gefragt. Zu Beginn sprang Rolf Hermann in die Bresche und hielt mit seinen Toren das Spiel bis zum 8:8 (19.) offen. Stephan Just, Snorri Gudjonsson und wiederum Stephan Just sorgten für das 11:8 für GWD. Beide erlaubten sich bis in die Schlussphase keinen Fahlversuch aus dem Feld. Vor allem mit Gudjonssons Schlagwürfen hatte die Nettelstedter Abwehr große Probleme. Zudem brachte GWD immer wieder Pässe an den Kreis. Jens Pfänder reagierte, nahme eine Auszeit und beorderte Damjan Blecic für Jakub Szymanski in den Mittelblock, der der Abwehr mehr Stabilität verlieh.

    Doch der Dreitore-Vorsprung sollte bis zum Halbzeitpfiff der gut leitenden Methe-Zwilinge Bestand haben. Lübbecker erlaubte sich zu viele Ballverluste im Angriff (allein Dragan Sudzum verlor das Leder viermal), so dass die Mindener 14:11-Halbzeitführung in Ordnung ging.

    Nach dem Seitenwechsel kam der TuS zunächst besser ins Spiel. Das Kreisläuferspiel klappte jetzt und Patrick Fölser stellte mit einem Doppelpack den 14:13-Anschluss her (34.). Snorri Gudjonsson traf zum 15:13, Moritz Schäpsmeier erhielt eine Hinausstellung. Doch diese Überzahlsituation konnte der TuS nicht für sich nutzen. Im Gegenteil: Stian Tønnesen scheiterte an Malik Besirevic und Dimitri Kouzelev nutzte aus dem Rückraum werfend eine Unaufmerksamkeit der TuS-Abwehr zum 16:13. Im Gegenzug unterlief Patrick Fölser ein Fehler und Andreas Simon setzte den erweiterten Gegenstoß zum 17:13 in die Maschen. Die mit 4059 restlos ausverkaufte Kampahalle stand Kopf, ein Umstand, der es dem TuS nicht gerade leichter machte.

    So sah sich Jens Pfänder gezwungen, bereits in der 37. Minute die Auszeit zu nehmen. Doch der TuS konnte nicht verkürzen. GWD zog gar auf 23:17 (49.) davon. Diesen Treffer erzielte Arne Niemeyer, als sich seine Mannschaft in doppelter Unterzahl befand. Wie GWD-Trainer Richard Ratka erst nach dem Spiel bekannt gab, spielte Niemeyer mit einer Knochenabsplitterung in der Wurzel der linken Hand, was ihm aber nicht anzumerken war.

    Als erneut Niemeyer zum 27:22 (57.) traf, schien das Spiel entschieden zu sein. Jens Pfänder hatte ab der 45. Minute das Abwehrsystem gewechselt, eine 5:1 oder 4:2 spielen lassen. Diese Maßnahme brachte zwar Ballgewinne, doch diese wurden durch teilweise leichtsinnige Fehler im Angriff wieder vertan.

    Dennoch sollte es noch einmal spannend werden: Tønnesen und zweimal Fölser verkürzten 90 Sekunden vor Schluss auf 27:25. Nach einer Parade von dem gut haltenden Birkir Ivar Gudmundsson gegen Niemeyer hatte der TuS 55 Sekunden vor Spielschluss die Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Tønnesens Schlagwurf landete jedoch auf Patrick Fölsers Fuß und GWD rettete den knappen, aber letztlich verdienten Sieg über die Zielgerade.

    Stimmen zum Spiel:

    Jens Pfänder: Wir konnten Mindens Vorteil, durch die Eigengewächse mehr Leidenschaft zu zeigen, nicht über die Abwehrleistung ausgleichen. Im Angriff haben wir nicht filigran gespielt, das war aber auch nicht zu erwarten. Uns fehlten die Gegenstoßtore, die wir am Samstag noch gemacht haben, aber die muss man sich in der Deckung erarbeiten und das haben wir nicht geschafft.

    Richard Ratka: Ich bin froh. Die letzten Wochen waren für mich eine Berg- und Talfahrt. Erst die Niederlage gegen Wetzlar, wo wir 40 Minuten so wie heute gespielt haben und dann eingebrochen sind. Dann haben wir das Ding in Melsungen gerissen und am Montag bekam ich die Nachricht, dass Arne sich in diesem Spiel eine Absplitterung am Handwurzelknochen zugezogen hatte. Mittwoch knickte Moritz Schäpsmeier um, das sah nicht gut aus. Dann kam das Spiel heute und beide wollten unbedingt spielen. Es interessierte nicht, was sie hatten. Die Jungs sind mit Geld nicht zu bezahlen. Allein, dass die Sache mit Arnes Verletzung nicht rausgekommen ist, zeigt, dass alle an einem Strang ziehen. Heute hatten wir auch Probleme. Wir haben nicht die Qualität, durchgängig auf hohem Niveau zu spielen. Da passieren Fehler, doch entscheidend ist, wie man damit umgeht und einfach weiter macht. Zum Schluss, als sich der TuS mit allen Mitteln gewehrt hat und auf alles eine Antwort hatte, hatten wir den Vorteil, wechseln zu können. Der Sieg war verdient, aber sehr knapp. Wir waren ein kleines Quäntchen besser, unsere Eigengewächse haben etwas mehr gebrannt.

    Und nun auch der Bericht vom VfL Gummersbach samt Statement vom Alfred:

    15.12.2006 - HBW Balingen-Weilstetten - VfL Gummersbach 26:34 (8:19)

    Vor 2000 Zuschauern in der TÜ-Arena in Tübingen wurde der VfL beim Tabellensechzenten seiner Favoritenrolle gerecht und nahm locker, souverän und verdient die beiden Punkte mit. Erst in der Kabine kurz vor dem Anpfiff hatte sich Trainer Alfred Gislason nach Rücksprache mit Daniel Narcisse entschlossen, seinen Mittelmann zu schonen und komplett auf ihn zu verzichten. Der Einsatz des französischen Weltklassespielers, der bekanntlich seit einiger Zeit unter einem Bruch im kleinen Zeh leidet, am kommenden Mittwoch im Kölnarenahit gegen den HSV Hamburg sollte auf keinen Fall gefährdet werden. In der Abwehr setzten die Gummersbacher wieder wie in Magdeburg auf die defensive 6-0-Variante mit den beiden Isländern Gulaugur Arnarsson und Sverri Jakobsson.

    Der Aufsteiger konnte so nur in den ersten Minuten mithalten und zweimal in Führung gehen. Unterstützt wurden die Gastgeber bei ihren kurzfristigen Erfolgserlebnissen von drei Siebenmetern und zwei Zeitstrafen gegen Sverri Jakobsson und Gudjon Sigurdsson. Nach zehn Minuten war der Spuk jedoch vorbei. Bennet Wiegert warf das 3:4 und der VfL blies zur Attacke. Die Abwehr packte zu, die Gegenstöße liefen fast ohne Fehlversuch wie aus dem Lehrbuch. Über 5:7 (14.), 6:10 (18.) , 7:15 (25.) setzten sich die Gummersbacher bis zur Pause mit elf Toren zum 8:19 ab. Balingen-Weilstetten konnte sich aus dem Rückraum nicht mehr durchsetzen, nur über den Kreis oder nach einem Gegenstoß fielen die wenigen Tore, die der ansonsten starke Nandor Fazekas nicht verhindern konnte. Fünfzehn Paraden gingen am Ende auf das Konto des Ungarn, der nach vierzig Minuten von einem ebenfalls sicheren Goran Stojanovic (5 Paraden) abgelöst wurde. Der VfL ließ auch im zweiten Abschnitt nichts anbrennen. Alfred Gislason wechselte fleißig durch, so wurde es über die Zwischenstände von 11:23 (40.), 17:28 (50.) und 24:34 ein Pflichtspiel mit Trainingscharakter. Milan Vucicevic präsentierte sich leicht verbessert und traf drei Mal.

    Der Angriff kompensierte den Ausfall von Daniel Narcisse gut, auch wenn der angeschlagene Alexis Alvanos immer noch etwas gehemmt wirkte. Der Abschluss wurde konzentriert gesucht, so hatten Gudjon Sigurdsson (6 Tore), Robert Gunnarsson (4) und Bennet Wiegert (4) überhaupt keinen Fehlversuch. Bester Schütze an diesem Abend mit acht Treffern war Vedran Zrnic, der erneut als sspektakulärer und kunstvoller Siebenmeterwerfer auftrat.

    Alfred Gislason (VfL Gummersbach):Das war ein sehr gutes Spiel von uns. Die Abwehr stand wirklich super. Ilic und Jakobsson haben sich im Mittelblock gut verstanden und auf den Halbpositionen haben auch Arnarsson und Wiegert ihre Sache sehr gut gemacht. Nandor Fazekas muss man mit seiner Torwartleistung in der ersten Halbzeit herausheben. Eine Quote von über fünfzig Prozent ist super. Weil er auch drei Siebenmeter halten konnte, warf Balingen-Weilstetten ja nur acht Tore in der ersten Halbzeit. Im Angriff haben wir heute sehr diszipliniert gespielt, das zeigt auch die Statistik mit den wenigen Fehlversuchen bei uns. Ich bin froh, dass wir heute gegen Mitternacht mit dem Flieger schon in Köln landen und früh ins Bett kommen. So haben wir vier volle Tage zur Regeneration vor dem schweren Spiel gegen Hamburg in der Kölnarena.

    SV Anhalt Bernburg - Dessau-Roßlauer HV 29:29 (13:17)


    TSV Altenholz - OHV Aurich 29:28 (12:13)
    Schade Aurich, Glückwunsch Altenholz - ich hab Euch beiden die Daumen gedrückt.
    Das Spiel war die ganze Zeit ziemlich ausgeglichen, doch Altenholz hatte am Ende das Glück auf seiner Seite

    Gestern trennten sich Magdeburg II - Hamm mit 33:28 (18:16)

    Diese Saison war es eher was mau bei mir, was die Auswärtsfahrten vom VfL betrifft. Dafür habe ich einige Vorbereitungsspiele gesehen.

    In Wetzlar war ich dieses Jahr schon und in der BHL zum Spiel gegen FAG.
    Zudem habe ich Halver gegen Balingen im Pokal gesehen.
    Im November habe ich ein ZLN Spiel in Varel gesehen - gegen Schwerin.

    Am 27.12. gehts nach Düsseldorf und einen Tag vor Sylvester nach Hannover.
    Am 17.Februar bin ich in Magdeburg zu Gast und am 18.Februar in Düsseldorf gegen Göppingen.
    Der Flug nach Spanien ist gebucht. Aber sonst wird es eher eine ruhige Saison.
    Mal schauen, wie es mit der Schule vereinbar ist, wie ich dann verreisen kann - dank der Tchibo-Tickets :D

    Auswärtsspiel ist auch Vorrundenspiel der WM in Wetzlar und Hauptrundenspiel in Dortmund.

    nein, nandor hat bis jetzt zwei 7m gehalten und die andern hat balingen neben oder über das tor geworfen :D :D :D

    nach 25 minuten stand es 8:20, nach 45 minuten steht es 14:25

    aber im vfl ticker ist das chaos angebrochen. seit anwurf gehören stefan kneer, benjamin herth und felix lobedank in den gummersbacher kader :pillepalle:


    26:34 SIEG