Beiträge von Stenimaus

    Knapp 17.000 Karten verkauft, da kann man mit 19.000 Zuschauern rechnen!

    Wird sicherlich ein tolles, aber enges Spiel werden.

    Hier noch der Spielbericht vom VFL:

    18.12.2006 - Das Vierpunktespiel

    Das Weihnachtsspiel in der Kölnarena findet in diesem Jahr schon vor den Festtagen statt. Am Mittwoch ist ab 20 Uhr aber wie immer zum Jahreswechsel ein besonderes Spektakel garantiert, denn der Gegner des VfL hat aus mehreren Gründen seinen ganz besonderen Reiz, so dass der Handballtempel in der Domstadt wieder einmal fast bis auf den letzten Platz gefüllt sein könnte. Der HSV Hamburg hat sich als einer der finanzstärksten Top-Vereine mit der Color-Line-Arena im Rücken auch sportlich unter den besten Mannschaften hierzulande etabliert und mit Kyung-Shin Yoon spielt der ehemalige Gummersbacher Weltklassespieler inzwischen auch bei den Norddeutschen eine herausragende Rolle.

    Der Gewinn des Deutschen Pokals in der letzten Saison war für das international hochkarätig besetzte Starensemble von der Elbe ein logischer Schritt, aktuell liegt das Team von Trainer Martin Schwalb auf dem vierten Tabellenplatz.
    Punktverluste gab es in der laufenden Bundesligarunde nur gegen die Spitzenmannschaften THW Kiel, SG Flensburg und SC Magdeburg. Dass die Qualifikation für die Champions League als sportliches Ziel nicht zu hoch gegriffen ist, bewiesen die Hamburger am vergangenen Wochenende, als die SG Kronau/Östringen mit einer Galavorstellung 36:23 besiegt wurde.

    Eine starke Abwehr und ein überragender Torwart Per Sandström legten den Grundstein für den in dieser Höhe nicht erwarteten Kantersieg, bei dem im Übrigen Kyung-Shin Yoon seine Bedeutung für die Mannschaft mit elf Toren und nur zwei Fehlversuchen unterstrich. Der Koreaner ist nach einigen Anpassungsproblemen inzwischen der erfolgreichste Torschütze des HSV.

    Allerdings sollte auch erwähnt werden, dass bei Kronau/Östringen der überragende Akteur schon in der ersten Halbzeit verletzt ausschied. Oleg Velyky, der ab der Saison 2008/2009 in Hamburg auf Torejagd gehen will und dort schon einen Vertrag unterschrieb, war umgeknickt. So wurde der elfte Saisonsieg eine einseitige Angelegenheit, obwohl die Hanseaten noch lange nicht ihre opulenten personellen Möglichkeiten ausschöpften. Mit Nationalspieler Torsten Jansen saß ein Leistungsträger mit einem Muskelfaserriss hinter der Bank und wurde wie Neuzugang Bruno Souza (kam von Frisch Auf Göppingen) sowie Spielmacher Igor Lawrow geschont. Dafür verdiente sich der Pole Krzysztof Lijewski auf der Mittelposition die Bestnote und ein Schulterklopfen von Trainer Martin Schwalb, der auch den lange verletzten Pascal Hens wieder einsetzen konnte.

    Alfred Gislason (VfL Gummersbach):
    Das Ergebnis von Hamburg gegen Kronau/Östringen ist mir ein Rätsel. Aber das muss uns nicht interessieren, denn es hat nichts mit unserem Spiel am Mittwoch zu tun. Ich hatte schon vorher genügend Anschauungsmaterial von diesem Gegner und wusste vorher, dass Hamburg eine ganz starke Mannschaft hat und wir wirklich gut spielen müssen, wenn wir gewinnen wollen.

    Der HSV hat einen Riesenkader und ist auf allen Positionen mehrfach torgefährlich besetzt. Außerdem ist es eine erfahrene Mannschaft. Yoon ist natürlich inzwischen ein ganz wichtiger Spieler. Er hat sich der Mannschaft angepasst und die Mannschaft sich seiner Spielweise. Aber wir spielen nicht nur gegen Yoon. Einzelne Spieler zu nennen, ist müßig. Ob Bertrand Gilles am Kreis, Igor Lawrow als Spielmacher, oder Bruno Souza auf halblinks, denn es gibt aber noch mehr überdurchschnittliche Handballer beim HSV. Sie haben aber das Pech, das wie beim Gegner nur sieben gleichzeitig spielen dürfen.

    Es gibt natürlich auch Schwächen, die werden wir analysieren und uns darauf einstellen. Das wird am Mittwoch ein Spiel von zwei gleichwertigen Mannschaften. Wir werden jedenfalls alles geben und setzen auch auf eine volle Kölnarena, die Begeisterung unserer Fans wird uns Rückenwind geben. Es wird ein ganz enges Vierpunktespiel, da brauchen wir natürlich die Unterstützung von den Rängen. Klar ist, dass Daniel Narcisse auf alle Fälle spielt. Auch Alexis Alvanos, auch wenn die Aduktoren noch immer schmerzen. Wir fiebern alle diesem Kölnarenahit entgegen.

    Das Michael Spatz seinen Vertrag nicht ausfüllen wird, ist doch klar. Das hätte ich auch schon zum Sommer hin sagen können.

    Wer sitzt schon gerne 34 Spiele lang die meiste Zeit auf der Bank?

    Man sieht es an einem anderen Beispiel: In Gummersbach Bankwarmhalter, in der Schweiz Anführer der Torschützen..

    Es wäre und ist traurig wenn Michi geht, aber ich kann es gut verstehen.

    Bei Radio Jade haben sie nichts von solchen Äußerungen oder Liedern gesagt. Nicht mal Pfiffe kamen beim Einlauf der Mannschaft - oder hat Radio Jade da einfach den Ton aus der Halle ausgeblendet?

    Ich denke aber auch, dass nun die Dinge zwischen beiden Mannschaften geklärt sind und die nächste Begegnung wieder friedlicher ablaufen wird.

    Glandorf führt Nordhorn zu Sieg über Lemgo

    Ein mit elf Toren überragender Holger Glandorf führte heute die HSG Nordhorn zu einem am Ende verdienten 38:33 (15:19) Erfolg über den TBV Lemgo, dem nach acht Spielen in den letzten drei Wochen im zweiten Abschnitt die Puste ausging. Nach der Niederlage in Kiel war es für Lemgo die zweite Niederlage in Folge, der TBV verliert so mit nun neun Minuspunkten den Anschluß den Anschluß an die Tabellenspitze. Nordhorn verbesserte sich unterdessen sogar auf den zweiten Tabellenplatz, der allerdings ziemlich schiefen Tabelle, da die HSG bereits zwei Spiele mehr absolviert als die SG Flensburg-Handewitt.

    Lediglich einmal musste sich der TBV Lemgo bislang in Nordhorn geschlagen geben und auch in der heutigen Partie dominierten die Gäste zunächst das Spielgeschehen. Asgeir Örn Hallgrimsson brachte den TBV zunächst in Führung und erhöhte wenig später auf 3:1. Holger Glandorf gelang in de sechsten Spielminute der Ansclußtrefer zum 2:3, dann aber sorgten Hallgrimsson, Mocsai und Schwarzer mit ihren Treffer dafür, dass sich die Lemgoer bis auf 7:2 absetzen konnte. HSG-Coach Ola Lindgren hatte bereits kurz zuvor seine Auszeit genommen, doch zunächst ohne größeren Erfolg.

    Mit einem Doppelschlag verkürzte Holger Glandorf zum 4:7 und sorgte dafür, dass seine Mannschaft den Anschluß nicht verlor, Lemgo blieb aber die spielbestimmende Mannschaft, auch wenn Jan Filip in der sechzehnten Spielminute mit seinem Treffer zum 7:9 den Abstand wieder auf zwei Tore verringern konnte. Die Gäste offenbarten in der Deckung nun mehrfach Lücken und so konnte der erst während der Saison nach Nordhorn gewechselte Goran Sprem mit seinem Treffer zum 9:10 in der achtzehnten Spielminute sogar den Anschlußtreffer erzielen, der psychologisch wichtige Ausgleichstreffer blieb den Hausherren aber zunächst verwehrt.

    Lemgo bekam das Spiel wieder besser in den Griff, über 13:10 und 15:12 setzte sich der TBV nach einem Doppelschlag des gut aufgelegten Tamas Mocsai beim 18:12 sogar erstmals auf sechs Tore ab. Jan Filip und Holger Glandorf verhinderten mit ihren Treffern aber, dass sich die Gäste vorentscheidend absetzen konnte. Da Lemgo einige gute Einwurfmöglichkeiten vergab und lediglich noch ein Tor von der Siebenmeterlinie in den folgenden vier Spielminuten erzielte, ging es nur mit einem 19:15 in die Kabinen.

    Im zweiten Abschnit zeigten sich die Nordhorner stark verbessert, Ola Lindgren schien in der Pause die richtigen taktischen Anweisungen gegeben zu haben. Stojkovic und Filip verkürzten direkt nach Wiederanpfiff auf 17:19 und Kubes bachte sorgte beim 20:21 bereits in der 37. Spielminute für den von den heimischen Fans ersehnten Anschlußtreffer. Der wichtige Ausgleich sollte den Hausherren aber erneut zunächst noch nicht gelingen, erst sechs Minuten später war es dan Jan Filip, der das wichtige 24:24 erzielte und nur zwanzig Sekunden später sorgte Borge Lund dann sogar für die erste Führung der HSG.

    Volker Mudrow reagierte und nahm umgehend seine Auszeit, doch auch diese stoppte den Nordhorner Lauf nicht. Machulla und Sprem erhhten auf 27:24, bevor Christian Schwarzer mit wichtigen Treffern dafür sorgte, das Lemgo beim 28:27 noch einmal Kontakt zur HSG aufnahm. Aber nach acht Spielen in den letzten drei Wochen fehlte Lemgo sichtlich die Frische und die Durchschlagskraft, um Nordhorn noch einmal in Bedrängnis zu bringen. Die Gastgeber ließen sich auch durch die dritte Zeitstrafe gegen Daniel Kubes nicht mehr verunsichern. Nach Binders 33:31 keimte bei Lemgo noch einmal Hoffnung auf, doch Sprem und Stojkovic hatten die richtige Antwort parat. Spätestensdas 36:32 von Sprem im Gegenstoss bedeutete dann die endgültige Entscheidung, am Ende stand für die Nordhorner ein verdienter 38:33-Erfolg zu Buche.

    Quelle: handball-world.com

    Füchse Berlin gewinnen auch bei Verfolger Ahlener SG mit 27:29

    Auch in der Ahlener Friedrich-Ebert-Halle haben die Füchse Berlin nichts anbrennen lassen und beenden mit ihrem 29:27 (13:13)-Sieg verlustpunktfrei die Hinrunde. Mit diesem Sieg lassen die Füchse ihren ärgsten Verfolger Ahlener SG mit mittlerweile sieben Punkten hinter sich und steuern damit konsequent dem Direktaufstieg in die erste Bundesliga entgegen. Beste Torschützen der Ahlener SG waren Sascha Bertow (6/1) und Magnus Andersen (5). Bei den Hauptstädtern konnten Konrad Wilczynski (12/8) und Andrius Stelmokas (5) am meisten einnetzten.

    Bei den Ahlenern mussten im heutigen Spitzenspiel Christoph Wischniewski und Benedikt Schindelhauer passen, dafür war nach längerer Verletzungspause Sascha Bertow erstmalig wieder mit von der Partie. Die Berliner konnten komplett auflaufen.

    Welchen Stellenwert dieses Spiel für beide Teams hatte, konnte man schon zu Beginn sehen. Beide Teams gingen sehr nervös in die Partie, einfache technische Fehler und überhastete Abschlüsse waren zu Beginn keine Seltenheit. Dabei spielte das Torhüter-Bruderpaar eine ganz entscheidende Rolle. Beide gaben sich kaum eine Blöße und am Ende ging der direkte Vergleich knapp zu Gunsten des Berliner Keepers aus. Das Prädikat hervorragend verdienten sich ebenso die Ahlener und die rund 100 mitgereisten Berliner Zuschauer, die ihre Teams die kompletten 60 Minuten nach vorne schrien. Und in der zweiten Halbzeit hat es dann endgültig niemanden mehr auf dem Sitz gehalten.

    In der ersten Halbzeit kamen die Füchse zunächst besser ins Spiel, ohne sich dabei aber entscheidend absetzen zu können. Erst in der 8. Minute kamen die Ahlener zu ihrer ersten Führung (4:3). Drei Minuten später zog Jan Peveling, der speziell für die 7-Meter im Ahlener Tor stand, Konrad Wilczynski den Zahn, als er dessen Strafwurf hielt. Im Nachwurf hatte er dann allerdings das Nachsehen. Im Spielverlauf wechselten dann beide Teams in ihren Führungen, wobei es die Ahlener schafften, in der 26. Minute mit drei Toren in Führung zu gehen, die sie allerdings zur Halbzeit dann wieder verloren. Wie hart und verbissen das Spiel geführt wurde zeigt der Zeitraum zwischen der 22. und 26. Minute, wo die ASGer zunächst ab der 22. Minute zwei Minuten in zweiacher Unterzahl spielen mussten; in der 24. Minute traf das gleiche Schicksal die Füchse, ebenfalls für zwei Minuten. Dabei konnten die Ahlener überraschenderweise besser die zahlenmäßige Überlegenheit ausnutzen als ihre Gäste aus Berlin. Mit 13:13 gingen beide Teams zum Pausentee.

    War die erste Halbzeit überwiegend ausgeglichen, konnten die Füchse gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit in Führung gehen und gaben diese dann auch bis zum Ende nicht mehr ab. Obwohl die ASG aber zwischen der 33. und 41. Minute ohne Torerfolg blieb, konnten sich die Füchse nicht nennenswert absetzen, denn auch sie waren nicht viel erfolgreicher. Ab der 45. setzten sich dann aber die Füchse mit drei Toren ab (17:20) und konnten diesen Vorsprung sogar bis auf fünf Tore ausbauen (21:26 / 54. Min.). Allerdings ließen die Ahlener nicht locker, obwohl sie ab der 53. Minute ohne ihren Kreisläufer Björn Wiegers auskommen mussten, der den „roten Karton“ auf Grund der dritten Zeitstrafe sah. Der Lohn war, das die Ahlener in der 60. Minute wieder auf ein Tor an den Füchsen dran waren. Erst drei Sekunden vor Schluss konnte Martin Matas den 27:29 Sieg der Füchse sicherstellen.

    Schon am kommenden Mittwoch geht es mit dem nächsten Spieltag weiter. Dann wird die ASG zuhause um 19:30 Uhr den OHV Aurich empfangen. Ebenfalls am Mittwoch, aber schon um 19:00 Uhr, müssen die Füchse beim SVA Bernburg antreten.

    Die Trainerstimmen:

    Jörn Uwe Lommel (Berlin):
    „Erst einmal ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Hier ruhig zu bleiben und an den Sieg zu glauben ist schwierig in so einer Atmosphäre. Wir haben auf den Moment gewartet wo das Spiel kippen kann, was dann ab der 40. Minute etwa passierte. Ich bin überglücklich über diesen Sieg der nicht unverdient war.“

    Holger Kaiser (Ahlen):
    Ich darf zum Aufstieg gratulieren. Ich bin enttäuscht. Tabellenplatz zwei zu halten ist unser Ziel. Wir haben heute gefightet, wenn wir das Spiel verlieren, dann durch Tempogegenstöße und nicht durch Positionsspiel - so haben wir uns vorher gesagt. Und das passierte ab der 40. Minute. Mit ein bisschen Glück hätten wir das Spiel vielleicht noch drehen können. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkonpliment machen.“

    Ahlener SG – Füchse Berlin 27:29 (13:13)
    Strafminuten: 18:12
    7-Meter: 2/4 : 8/10

    Verworfene 7-Meter:
    Wilczynski / Berlin / 11. Minute / Peveling hält
    Bertow / Ahlen / 32. Min. / Petr Stochl hält
    Skerka / Ahlen / 35. Min. / Petr Stochl hält
    Wilczynski / Berlin / 42. Minute / trifft Pfosten

    Auszeiten:
    Berlin / 24:56 Min. / Spielstand 11:9
    Ahlen / 56:07 Min. / Spielstand 23:27
    Berlin / 58:37 Min. / Spielstand 26:28

    Disqualifikationen:
    Wiegers / Ahlen / 53. Min. / 3x2 Minuten

    Norwegen ringt Frankreich nieder und wird russischer Finalgegner

    Die französische Deckung machte es heute auch Norwegen lange Zeit schwer, am Ende setzte sich der Titelverteidiger dann aber doch mit 28:24 (13:12) durch und zieht so verdient in das EM-Finale ein. Gegner der Mannschaft von Marit Breivik, bei der sic Gro Hammerseng erneut in herausragender Verfassung zeigte und mit acht Toren zudem auch beste Werferin war, im morgigen Finale ist Weltmeister Rußland, der sich heute gegen die deutsche Mannschaft durchsetzen konnte. Sowohl Norwegen wie auch Rußland schafften den Einzug in das Finale dabei mit sieben überzeugenden Sieg, im Endspiel stehen so die besten Teams dieser EM. Frankreich trifft unterdessen morgen im Spiel um Bronze auf die deutsche Auswahl.

    Die über 4.000 Zuschauer im Hovet in Stockholm sahen zunächst einen besseren Start der französischen Auswahl, die erneut eine starke Defensivleistung zeigte und durch ein konzentriertes Spiel in der Offensive auch verhinderte, dass Norwegen sein gefürchtetes Tempospiel aufziehen konnte. Sophie Herbrecht und Angelique Spincer sorgten für ein schnelles 2:0, bevor die favorisierten Norwegerinnen durch Katrine Lunde zu ihrem ersten Treffer kamen. Mit einem der wenigen Gegenstösse, die die Französinnen in der heutigen Begegnung zuließen gelang Gro Hammerseng beim 3:3 der erste Ausgleich, doch Herbrecht und Spincer trafen erneut und so führte die vor allem im Abschluß traumwandlerich sicher beginnende französische Mannschaft nach sechs Minuten mit 5:3.

    Die von Außen treffsichere Kari Mette Johansen schaffte beim 5:5 den erneuten Ausgleich, doch wenig später brachte Cano Frankreich beim 8:6 wieder mit zwei Toren in Führung. Nun aber gewann das norwegische Spiel immer mehr an Sicherheit, vor allem Gro Hammerseng zeigte immer wieder ihre Klasse, sie war es auch, die von der Siebenmeterlinie beim 8:8 für den erneuten Ausgleich sorgte. Doch damit nicht genug, die Leipzigerin Else Marthe Soerlie Lybekk brachte den Favoriten beim 9:8 sogar erstmals in Führung und wenig später war es Kari Mette Johansen die den Titelverteidiger beim 11:9 erstmals mit zwei Toren in Front brachte.

    Olivier Krumbholz reagierte und nahm umgehend seine Auszeit. Danach zeigte sich die französische Deckung wieder besser organisiert und Norwegen blieb über zehn Minuten ohne eigenen Treffer. In der nun von den Defensivreihen dominierten Partie wurden nun zudem die beiden eingewechselten Torhüterinnen Terese Pedersen und Linda Pradel zu sicheren Rückhalten ihrer Teams. Christine Vanparys-Torres konnte so zum 11:11 ausgleichen, dann aber riß Gro Hammerseng das Spiel an sich, mit zwei Treffern sorgte sich für das 13:11 und bereitete das 14:11 von Linn-Kristin Riegelhuth vor. Nina Kamto Nijtam beendete nun die immerhin fast achtminütige französische Durststrecke, doch Kristine Lunde schraubte den Abstand mit ihrem Treffer zum 15:12 eine Minute vor dem Seitenwechsel wieder auf drei Tore.

    Bereits gegen Ende des ersten Abschnitts war Valerie Nicolas in das französische Tor zurückgekehrt und auch bei Norwegen kam mit Katrine Lunde zu Beginn des zweiten Abschnitts die Stammtorhüterin zurück zwischen die Pfosten. Beide Torhüterinnen verhinderten in der zweiten Halbzeit in der munteren Begegnung ein torreiches Spiel, da sie zahlreiche Großchancen vereitelten. Frankreich hatte dabei zunächst den besseren Start erwischt und durch einen Doppelschlag von Vanparys-Torres den Ausgleich zum 16:16 geschafft, doch beim 21:18 brachte Johansen den Titelverteidiger wieder mit drei Toren in Führung. In der Folge zeigte sich Norwegen souverän, konnte sich aber gegen die kämpferisch überzeugenden Französinnen auch nicht weiter absetzen.

    Bei den Norwegerinnen schlichen sich nun einige Schwächen im Abschluß ein, auch weil sich Valerie Nicolas noch einmal steigerte. Zudem trafen die Norwegerinnen insgesamt gleich zehnmal das Aluminium. Mit einem Doppelschlag war es so erneut Vanarys-Torres, die Frankreich beim 22:21 wieder den Anschluß verschaffte. Norwegen war das bessere Team, aber Frankreich ließ sich nicht abschütteln, auch weil der Titelverteidiger weiter gute Einwurfchancen vergab. Beim Stand von 23:22 bot sich den Französinnen dann gleich zweimal die Chance zum Ausgleich, doch zunächst parierte Lunde den Wurf von Spincer, dann wurde Herbrecht geblockt. Auf der Gegenseite sorgte Hammerseng für das wichtige 24:22, doch nach dem erneuten Anschlußtreffer durch Spincer war es dann Routinier Isabell Wendling die beim 24:24 für die Französinnen den ersehnten Ausgleich erzielte.

    Vier Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen und Katrine Lunde setzte nun einen Siebenmeter an den Pfosten, hatte aber Glück, das der Abpraller in ihren Händen landete und nutzte dies zum 25:24. Auf der Gegenseite scheiterten nun Cano un Herbrcht an Kristine Lunde un Kari Mette Johansen markierte das vielleicht entscheidende 26:24. Denn Baudoin traf für Frankreich nun nur den Pfosten und Hammerseng war von Wendling nur auf Kosten eines Siebenmeters zu bremsen. Diesen verwandelte Katrine Lunde nun, bei noch 59 Sekunden auf der Uhr war die Partie entschieden. Frankreich versuchte alles und nahm nun die Torhüterin zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin vom Feld, doch Norwegen ließ sich dadurch nicht verunsichern. Baudoin verlor den Ball und Kristine Lunde nutzte die Chance zum fünften Mal einzunetzen, diesmal in das verwaiste französische Tor.

    Stimmen zum Spiel:

    Marit Breivik:
    Es war ein sehr schweres und hartes Spiel. Ich war vor dem Spiel nicht sicher, daß wir ins Finale einziehen. Es war sehr schwer gegen Frankreich Gegenstösse zu spielen. Aber unsere Spielerinnen kämpften und kämpfen und kämpften. Ich bin zufrieden mit der Abwehr und erst einmal froh im Finale zu sein.

    Oliver Krumbholz:
    Es ist das logische Finale morgen. Wir sind sehr enttäuscht im Moment, aber insgesamt sehr zufrieden mit dem Turnier. Norwegen hat sehr schnell gespielt, da war es sehr schwer für uns, Spielerinnen in Abwehr und Angriff zu wechseln. Die Bronzemedaille wäre für uns aber sehr gut. Ich bin vor allem sehr zufrieden mit unserer Abwehr.

    Linda Pradel:
    Wir sind natürlich sehr enttäuscht.

    Paule Baudouin:
    Ich bin sehr froh hier zu sein, aber auch enttäuscht über die Niederlage

    Linn-Kristin Riegelhuth:
    Wir sind sehr froh und es ist großartig im Finale zu sein. Wir sind sehr zufrieden.

    Tonje Nostvold:
    Unsere Abwehr war sehr gut. Die Franzosen haben unsere größte Stärke, den Gegenstoß, gut unterbunden.


    Quelle: handball-world.com

    Kiel mit Kantersieg gegen Göppingen

    Während Kiels Trainer Noka Serdarusic fast aus dem Vollen schöpfen konnte, auch Lars Krogh Jeppesen konnte wieder eingesetzt werden, konnte sein Göppinger Kollege Velimir Petkovic auf nur sieben Feldspieler zurückgreifen. Folglich chancenlos waren die Gäste aus Göppingen in der Kieler Ostseehalle und verloren 39:26 (20:12). Im Kieler Tor hatte Thierry Omeyer mit 20/2 Paraden ein glückliches Händchen, aber auch Michal Shejbal kam auf 17/2 Paraden. Neuzugang Ivan Gajic kam nur zu einem Kurzeinsatz am Spielende. Erfolgreichste Schützen waren Henrik Lundström (8/1) bei Kiel und Maciej Dmytruszynski (7) bei den Gästen.

    Der Blick auf den Tabellenstand vor Spielbeginn versprach mehr Spannung, als den Zuschauern in der Kieler Ostseehalle letztlich geboten wurde. Das Gastspiel des Tabellen-Siebten Frisch Auf! Göppingen beim Tabellenführer endete letztlich in einem Debakel für die Schwaben. Der 39:26-Endstand bedeutete für die von Beginn an chancenlosen Schwaben die höchste Niederlage der Saison.

    Seinem ersten Treffer in der dritten Minute lies Henrik Lundström noch einen Strafwurf folgen, bevor Vid Kavticnik mit zwei Treffern auf 4:0 erhöhte. Die Kieler Abwehr um den Mittelblock mit Nikola Karabatic und dem wieder genesenen Lars Krogh Jeppesen gab den Gästen keine Chance, dahinter hatte Thierry Omeyer einen glänzenden Tag. In der Startphase profitierte Kiel aber auch von einer Zeitstrafe gegen Göppingens Kreisläufer Silviu Baiceanu in der vierten Minute. Sein Foul an Pelle Linders führte nicht nur zum erfolgreichen Strafwurf, sondern ermöglichte auch Kavticnik seine Treffer in Überzahl.

    Auf Seiten der Gäste waren dagegen die personellen Engpässe im Angriff und in der Abwehr nicht zu verbergen. Als Spielmacher agierte Michael Schweikardt auffällig und engagiert, blieb aber zu oft glücklos. Vertreten musste er Nikola Manojlovic und Michael Kraus, die zwar beide auf dem Spielberichtsbogen standen, aber verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnten. Schweikardt gelangen dann auch die beiden ersten Treffer zum 4:1 und 5:2, dies blieb jedoch der letzte Sichtkontakt der Gäste zum THW Kiel.

    Velimir Petkovic konnte lediglich auf einer Feldposition variieren und musste mit sieben Feldspielern auskommen. Erfolgreich agierte dabei Maciej Dmytruszynski, der es am Ende auf sieben Treffer brachte, all zu oft waren aber auch Abstimmungsprobleme zu seinen Mitspielern zu erkennen. Kiel erhöhte dann auf 9:2, Kavticnik bis dahin bereits mit vier Treffern, bevor die Gäste ihre Auszeit nahmen. Ändern konnten sie an der grundsätzlichen Problematik jedoch nichts, Kiel erhöhte weiter und profitierte bei zahlreichen Toren durch Tempogegenstöße vor allem von Omeyers Paraden und dessen genauen Pässen nach vorn.

    Ivan Gajic debüttiert mit einem parierten Strafwurf

    Aber auch auf Göppinger Seite stand die Torhüterposition unter besonderer Beobachtung. Nach der Verletzung von Stammtorhüter Martin Galia hatten die Schwaben den serbischen Nationaltorhüter Ivan Gajic bis Jahresende verpflichtet. Dennoch erhielt Michal Shejbal den Vorzug, nachdem er bereits nach Galias Verletzung im Spiel gegen Kronau/Östringen zu überzeugen wusste. Shejbal wurde dem Vertrauen gerecht und brachte es am Ende auf 17/2 Paraden, unter anderem entschärfte er Strafwürfe von Lundström und Kavticnik, Kiels Kapitän Stefan Lövgren verleitete er zu einem Fehlwurf. Gajic feierte seinen Einstand bei Frisch Auf! Göppingen in der 52. Minute, als er einen Strafwurf gegen Dominik Klein parieren konnte, nicht jedoch den Nachwurf. In den letzten vier Spielminuten brachte es Gajic dann immerhin auf zwei weitere Paraden.

    Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel bereits längst entschieden. Schon gegen Ende der ersten Halbzeit begann Noka Serdarusic auf Kieler Seite fleißig zu wechseln und Christian Zeitz, Dominik Klein und Marcus Ahlm kamen zu Spielanteilen. Dominik Klein feierte seinen 23. Geburtstag dann auch mit insgesamt 6/1 Treffern. Zwei davon steuerte er bereits zum 20:12-Halbzeitstand bei. Entsprechend zufrieden war Serdarusic dann auch mit der ersten Halbzeit, nicht jedoch mit dem Beginn des zweiten Durchgangs: „Wir hatten bereits mit acht Toren geführt und dann insbesondere in der zweiten Welle zu kopflos agiert.“ Vor allem Volker Michel wusste die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen und steuerte drei Treffer zum Zwischenstand beim 22:16 bei.

    Bis Mitte des zweiten Durchgangs konnte Göppingen diesen Abstand dann auch halten, weshalb Petkovic trotz der deutlichen Niederlage zufrieden war. „Ich bin zufrieden, dass wir sechzehn Minuten vor Schluss nur sechs Tore zurück lagen.“ Petkovic räumte aber auch ein, dass er die angeschlagenen und verletzten Spieler für den kommenden Dienstag versucht hatte zu schonen, beim TBV Lemgo hofft er auf die Rückkehr einiger Stammkräfte und rechnet sich höhere Chancen aus.

    Der THW Kiel zog im zweiten Durchgang sein Spiel durch und gewann verdient mit 39:26. „Die zwei, drei Mannschaften, die oben stehen sind für uns eine Nummer zu groß“ musste Göppingens Teammanager Lars-Henrik Walther erkennen. Auf der anderen Seite wollte Noka Serdarusic die Deutlichkeit des Ergebnisses angesichts der Göppinger Personalsituation nicht überbewerten. Für ihn ging der Blick bereits nach vorn zu den schweren Spielen in Magdeburg und zuhause gegen die SG Flensburg-Handewitt, in diesen Spielen sieht er eine echte Standortbestimmung

    Quelle: handball-world.com

    EnBW ersteigert Lehmann-Zettel

    Die Versteigerung des WM-Zettels von Torhüter Jens Lehmann hat zu Gunsten der Aktion "Ein Herz für Kinder" eine Million Euro erbracht. Den Zuschlag bekam am Samstagabend in der ZDF-Spendengala der Arbeitsdirektor des Konzerns Energie Baden-Württember (EnBW), Beck.

    EnBW-Chef Claassen sagte, das Unternehmen werde das Erinnerungsstück an die Fußball-WM dem Haus der Geschichte in Bonn überlassen. Jens Lehmann hatte den Zettel, auf dem die Vorlieben der gegnerischen Schützen vor dem Elfmeterkrimi gegen Argentinien vermerkt wurden, der Aktion zur Verfügung gestellt.

    Quelle: ARD-Videotext

    Samstag | 16.12.2006

    HSG Augustdorf/Hövelhof - 1. VfL Potsdam 25:29 (12:13)

    Ahlener SG - Füchse Berlin 27:29 (13:13)

    Stralsunder HV - SG Achim Baden 27:26 (13:15)

    HSG Varel - TV Emsdetten 27:24 (14:12)

    TSV Hannover-Burgdorf - HC Empor Rostock 30:27 (17:14)