PM vom VfL Gummersbach:
Mit großem Unverständnis hat der VfL Gummersbach auf die Äußerungen von Frank Flatten, dem Manager der HSG Düsseldorf, reagiert. Flatten hatte nach dem 31:18-Sieg des VfL gegen Düsseldorf am Samstag Protest gegen die Spielwertung eingelegt, weil er Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Spielberechtigung der VfL-Profis hegt. Diese könnten wegen der finanziellen Schwierigkeiten des VfL zu Unrecht erteilt worden sein, mutmaßte Flatten, der sich auf Informationen „aus den Medien und vom Hörensagen“ beruft, wie er einer Zeitung sagte. Die „Rheinische Post“ zitierte Flatten gar mit der auf den VfL gemünzten Aussage: „In einem Jahr sind die weg.“
Von diesem Zitat hat sich Frank Flatten mittlerweile distanziert, doch es bleibt festzuhalten, dass dem VfL durch solche Aussagen großer Schaden entstehen kann. Es ist unbestritten, dass Düsseldorf im Zweifelsfall Protest gegen eine Spielwertung einlegen und das zuständige Gremium mit der Klärung des Sachverhaltes beauftragen kann, jedoch wäre ein weniger medienwirksames Auftreten begrüßenswert gewesen. „Ich bin entsetzt, dass ein Vertreter eines anderen Vereines unsere derzeitige schwierige Situation derart populistisch ausnutzt. Wir haben die Lizenz ordnungsgemäß beantragt, es gibt keinen Grund für Spekulationen, der Protest ist absolut unbegründet. Daher bin ich auch HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dankbar, der dies bestätigt und dem Protest der HSG keine Erfolgsaussichten eingeräumt hat. Den von Herrn Flatten suggerierten Vorwurf der Unstimmigkeiten weise ich weit von uns. Dies werden wir auch in dem anstehenden Gespräch mit der HBL darlegen“, so VfL-Aufsichtsratschef Claus Horstmann.
Der VfL habe seine finanziellen Schwierigkeiten offen und transparent kommuniziert, eben um Spekulationen zu vermeiden sowie Fans und Partner über die angespannte Lage zu informieren. „Solche Aussagen wie von Herrn Flatten führen daher nur zu Verunsicherung und behindern uns massiv bei der Sponsorensuche. Ich kann nur an alle appellieren, uns ein wenig Zeit bei der Beseitigung der Probleme zu geben. Wir haben positive Signale von Mannschaft und Partnern, wir sind auf dem richtigen Weg“, so Horstmann.