Pfadi Winterthur trennt sich von Trainer Peter Bruppacher
Nach der 22:24-Niederlage gegen den TV Suhr am vergangenen Wochenende hat sich der neunfache Schweizer Meister Pfadi Winterthur von seinem Trainer Peter Bruppacher und dessen Assistenten Winni Oeler getrennt. Der Impuls für die Trennung ging dabei von den Spielern aus. Nach einer am Wochenende einberufenen Krisensitzung kam die Vereinsführung überein, dass die Trennung vom Trainergespann der einzige Ausweg sei.
Beim ersten Training nach der schmerzhaften 22:24-Niederlage gegen den TV Suhr war es zwischen der Mannschaft und dem Trainergespann Peter Bruppacher und Winni Oeler zu einem offenen Bruch gekommen. "Die Spieler beklagten sich offen über mangelnde Impulse und verlorengegangenes Vertrauen zum Trainerstab und dass so die angestrebten Ziele nicht zu erreichen seien", so der Verein in seiner Pressemeldung.
Die Vereinsführung rief kurzfristig eine Krisensitzung ein, bei der allen Beteiligten zu Wort kamen. Nach einer längeren Diskussion kamen die Vereinsverantwortlichen zu der Einsicht, dass eine sofortige Ablösung des Trainergespanns der einzige Weg aus der problematischen Situation sei. "Das Verhältnis und die Vorstellungen zwischen dem Trainer und dem Team, aber auch die vom Verein formulierte Erwartung einer Playoff-Qualifikation, waren unter diesen Umständen nicht mehr in Einklang zu bringen", so die Pressemeldung des Vereins.
"Wir bedauern diesen Schritt sehr", sagte Beat Arbenz, Präsident von Pfadi Winterthur. "Peter und Winni haben in den vergangenen zwei Jahren wie auch schon zuvor mit viel Einsatz sehr gute Arbeit für Pfadi geleistet und grosse Erfolge feiern können. Dennoch müssen wir als Vereinsverantwortliche die aktuellen Entwicklungen sehen und darauf reagieren. Die Trennung als SHL-Trainer ist jedoch nicht als eine generelle Trennung von Peter Bruppacher/Winni Oeler und Pfadi Winterthur zu verstehen."
Vorerst werden Präsident Beat Arbenz und Vize-Präsident Meinrad Landolt die Führung des Teams übernehmen. Wer in den nächsten Tagen und Wochen den Job an der Seitenlinie übernehmen wird, ist derzeit noch offen. Die Vereinsführung sucht dabei nach einer Lösung, die auch für die nächste Spielzeit gelten könnte. Die Winterthurer liegen derzeit in der SHL auf dem fünften Platz und aben einen Rückstand von zwei Punkten auf das vor ihnen liegende Team von BSV Bern Muri. Der lange Jahre den Schweizer Handball dominierende Verein könnte so in diesem Jahr die Play-offs verpassen.
Quelle: handball-world.com