Interview mit Michael Spatz
Michael, Du wechselst im Sommer nach Großwallstadt. Freust Du Dich auf Deine neue Aufgabe?
- Auf jeden Fall freue ich mich auf den TVG. Mit Sicherheit werde ich dort wieder mehr, viel mehr spielen als im Moment hier in Gummersbach. Es geht wieder zurück in Richtung Heimat und darauf freue ich mich sehr.
Wie siehst Du Deine Zeit beim VfL? Was hast Du gelernt und was nimmst Du mit?
- Die 4 Jahre in Gummersbach waren auf jeden Fall sehr schön und eine tolle Erfahrung. Ich kam aus der 2. Liga nach Gummersbach, musste mich erst an die 1. Liga gewöhnen und die Handballhärte dieser Klasse erlernen.
Haben Dich mangelnde Spielanteile zu dem Entschluss gebracht?
- Größtenteils liegt mein Entschluss darin, dass ich hier in Gummersbach kaum noch Spielanteile bekomme. Sicherlich ist Vedran eine Klasse besser, aber unter Velimir Klajic habe ich noch teilweise gespielt, was ja jetzt eigentlich nicht mehr der Fall ist. Da stand für mich fest, dass ich entweder nach Kronau oder Großwallstadt wechsel.
Ganz zu Anfang Deiner VfL-Zeit wurde gesagt, dass man aus Dir einen zweiten Florian Kehrmann machen möchte. Was ist schief gelaufen?
- Ja, das war mal das Ziel hier. Zufrieden bin ich auch nicht, vielleicht hätte ich mich mehr durchsetzen müssen. Wenn man aber an die Anspiele von Yoon zum Beispiel nimmt, der ja gar nicht die rechte Seite angespielt hat, dann kann aus einem Rechtsaußen ja auch nichst werden. Dieses Jahr läuft das um einiges besser, aber nun habe ich einen Vedran vor mir, der eine grandiose Saison spielt.
Wie fühlt es sich an, für den VfL aufzulaufen?
- Es ist und es war immer ein super Gefühl, egal ob in Gummersbach oder Köln, für den VfL aufzulaufen. Man hatte immer eine super Mannschaft, bzw. Kollegen und die Fans standen immer hinter einem.
Deine Zeit beim VfL - was war mit das schönste Erlebnis in den vergangenen 4 Jahren?
- Der Sieg in Kiel in dieser Saison, oder aber auch der Sieg in Flensburg in der letzten Saison waren mit eines der schönsten Erlebnisse. Keine hat damit gerechnet, dass wir dort Punkten würden und dann geschah es doch. Die anschließende Heimfahrt zählt dann aber auch dazu 
(Jörg Lützelberger sieht als schönes Spatz-Erlebnis, die 10 Lützelberger-Tore im Spiel gegen Hildesheim)
Wie empfandest Du die Spiele in der Kölnarena? Welche werden Dir besonders in Erinnerung bleiben?
- Wir haben viele gute Spiele in der Kölnarena gehabt. Sicherlich auch einige bittere Niederlagen, aber speziell wird mir das Spiel gegen den TV Großwallstadt in der letzten Saison in Erinnerung bleiben. Ebenso erinnert man sich gerne an die Siege gegen die Großen Mannschaften wie gegen Flensburg oder Magdeburg.
Und im Gegensatz zur Eugen Haas Halle? Was war dort das Besonderste?
- Die Eugen Haas Halle ist im Gegensatz zur Kölnarena eine sehr heimische Halle. Jeder kennt jeden, man sieht Leute, die man kennt und kann sie begrüßen, das ist in Köln ganz anders, denn wenn man dort ins Publikum schaut, sieht man nur tausende von fremden Köpfen.
Was wird Dein Herz Dir sagen, wenn es nächstes Jahr heißen wird "Großwallstadt gegen Gummersbach?"
- Das ist schwer zu sagen, da ich mich jetzt in der Situation noch nicht befinde. Zu dem Zeitpunkt werde ich mit Gummersbach "abgeschlossen" haben und mich voll und ganz auf den TVG konzentrieren. Sicherlich werde ich dann auch alles geben um gegen meine alte Truppe zu gewinnen. Nach dem Spiel wird die Wiedersehensfreude mit alten Bekannten aber sicherlich groß sein.
Quelle: vfl-4-fans.de