Beiträge von Löwenherz

    Angesichts der finanziellen Lage des THC eine gute Lösung, aber natürlich kein gleichwertiger Ersatz für Houette. Oder anders gesagt: Sie tritt in sehr große Fußstapfen (Houette: 46 Tore in 12 Ligaspielen + 24 Tore in der CL, Schilk: 16 Tore in 9 Ligaspielen). Aber Müller hat gezeigt, dass er auch aus nicht mehr ganz jungen Spielerinnen etwas machen kann (Musterbeispiel: Huber).

    Die erste Lücke für die nächste Saison ist damit beim THC geschlossen. Aber auf Müller wartet noch viel Arbeit, denn weitere 3 - 4 Abgänge werden zu kompensieren sein.

    Da hilft es auch recht wenig, dass die 20jährigen Ivona Pavićević (wenn ich recht verstanden habe, hat man für deren Entwicklung Mehemedovic gehen lassen) und auch Jaukovic durchaus Fortschritte machen


    Hat Pavićević überhaupt gespielt? Sie steht zwar im Matchreport, aber ich habe sie nicht gesehen. Meines Wissens hat Grbic auf LA durchgespielt. Jaukovic hat zwar einen tollen Hammer, aber immer noch eine große Streubreite. Und besondere Spielintelligenz kann man ihr auch kaum nachsagen. Ich meine, Podgorica hat mit der Integration des Nachwuchses etwas zu spät angefangen. Das kann sich noch rächen - sowohl im Club als auch in der Nationalmannschaft.

    Übrigens: ZDERIC heißt jetzt BATINOVIC. Sie hat so schlecht nicht gehalten: Mit 33% immerhin deutlich besser als LEYNAUD (26 %) - das will schon etwas heißen. ZOQBI DE PAULA war an diesem Tag keine Alternative - sie stand völlig neben sich (1 von 10).

    Zur Ehrenrettung: Bei Astrakhanochka sind fast alle Spielerinnen um die 18, nur ein paar sind älter.


    ... und vor allem spielten sie heute da facto ohne Torfrau, erst ganz zum Schluss wurden ein paar Bälle gehalten. Von beiden Torfrauen habe ich schon andere Leistungen gesehen. Allerdings waren beide THC-Torfrauen heute auch nur bestenfalls Mittelklasse und haben ein paar Möhren reingelassen.

    Die Fangruppe Varvari ("Barbaren") hatte irgendwelche Streit mit der Geschäftsführung des Klubs und seitdem besuchen sie die Spiele nicht mehr.


    Das war aber natürlich nicht die Ursache für die Niederlage. Raicevic fehlt an allen Ecken und Enden (Was ist eigentlich mit ihr los? Schwanger?); es ist niemand da, der das Spiel führt und ordnet. Neagu war wieder überragend, aber sie allein kann es natürlich nicht richten, zumal wenn Bulatovic ein Totalausfall ist. Der Sieg von Vardar war hochverdient - bemerkenswert, wie man sich zurückgekämpft hat, nachdem Podgorica in der 2.Hz zunächst das Zepter übernommen hatte (mit teilweise wiederum überharter Abwehr, die von den Schiedsrichterinnen meines Erachtens nicht adäquat geahndet wurde; ebenfalls nicht auf der anderen Seite die Attacke von Klikovac gegen Neagu - das war für mich ein klares Rot.). Es sieht nicht so aus, als würde Podgorica in diesem Jahr um den Titel mitspielen können. Vardar hat auch nicht überragend gespielt und hatte eine längere Schwächephase, aber die Truppe hat gelernt zu fighten. Deshalb ist sie für mich wiederum ein echter Kandidat für das Final Four.

    Diesmal war Glassverket sogar noch stärker als letze Woche, hat aber in den letzen Minuten etwas abgebaut.


    Fand ich schade. Glassverket hat bis zur 50. Minute gut gespielt. Dann ging ihnen aber die Puste aus, außerdem haben sie die Bälle der gegenerischen Torhüterin laufend auf die Füße geworfen, obwohl sie hätten wissen müssen, dass die gerade unten stark ist. Ein verschenkter Sieg.

    "Was das Bayer-Personal angeht, habe ich eine andere Meinung ..."


    Ich auch! Bayer und NSU sind die beiden Mannschaften der Liga, die zurzeit am deutlichsten unter ihren personellen Möglichkeiten spielen (Bis zu den massenhaften Ausfällen gehörte auch der HCL dazu und bis vor wenigen Wochen Blomberg.). Dafür gibt es eigentlich nur zwei mögliche Ursachen: Entweder der Trainer hat kein brauchbares, d. h. von seinen Spielerinnen umsetzbares Konzept bzw. er erreicht damit die Mannschaft nicht (mehr). Oder es stimmt innerhalb des Teams nicht. Natürlich kommt mitunter auch beides zusammen. Leverkusen hat von den letzten 7 Spielen nur 1 Spiel gewonnen, NSU sogar nur 1 von 9. Da geht dann irgendwann auch der Glaube verloren - sowohl an sich selbst als auch an den Trainer -, und man fängt an, Schuldige zu suchen, anstatt Veränderungen anzupacken.

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    Die Entscheidungen der Trainerin verstehe ich seit einiger Zeit nicht mehr

    Frustriert, demotiviert und immer öfter auch ratlos: Ich würde mich wundern, wenn RW ihren auslaufenden Vertrag verlängern würde (Es sei denn, es kommt doch noch Kohle vom Mutterverein, um frische Spielerinnen einzukaufen.). Beim DHV oder irgendwo im Getriebe von Bayer findet sich doch bestimmt ein frustärmerer Job für Renate ...


    Die Äußerungen sind von wenig Sachkenntnis getrübt.

    Zu 1.: Auf den Widerspruch zur Play-Off-Forderung hat schon Hamburgerjug aufmerksam gemacht. Außerdem: Jede der ersten 6 Mannschaften hätte bei einem 2.Heimspiel untereinander mit Sicherheit viel mehr Zuschauer als bei einem Spiel gegen Nellingen & Co.

    Zu 2.: ??? Das musst Du mir erklären: Wo soll plötzlich das Geld dafür herkommen, wenn es schon jetzt bei einigen kaum reicht? Meines Erachtens wäre eher das Gegenteil der Fall: Eine Konzentration der besten deutschen Spielerinnen zu vernünftigen Gehältern. Man wäre eher gezwungen, stärker in den Nachwuchs zu investieren bzw. auch diesen in Leistungszentren bei den Spitzenmannschaften zu konzentrieren. Dass dies vielen anderen Vereinen nicht gefallen würde und deshalb nicht durchsetzbar wäre (weil in den Ligagremien "Demokratie" so definiert wird: Jeder stimmt so ab, wie es für ihn gut ist und nicht so, wie es für die Entwicklung des Tourismus in Deutschland besser wäre), ist eine andere Frage.

    Zu 3: Konzentration ist Konzentration - da gibt es nicht nur Gewinner, das ist klar. Aber welche Regionen (!!!) "würden komplett aus der Bundesliga verschwinden"? Es gibt dort ohnehin nur 2 Regionen mit einer Konzentration von Bundeligavereinen (wenn überhaupt!) - der Rest ist bundesweit in der Diaspora verstreut. Hast Du geweint, als Bremen, Rostock oder später Nürnberg, Frankfurt, Trier, Weibern/Koblenz und Berlin als der Bundesliga verschwunden sind und damit ganze Bundesländer dort nicht mehr vertreten waren bzw. sind? So ist nunmal das Geschäft.

    Zu 4: Das hat Talentschmiede schon widerlegt. Außerdem: Internationale Wettbewerbe brechen nur dem das Genick, der sich dort anmeldet, ohne das Geld dafür zu haben. Dazu wird jedoch niemand gezwungen.

    Ich bleibe dabei: Eine 1.Liga mit 6 Mannschaften und zwei starke zweite Ligen mit je 12 oder 14 Mannschaften - das würde uns national und international voranbringen. Die Mannschaften der 2.Liga z. B. vom Süden Baden-Würtembergs bis fast an die Nordsee (und umgekehrt) zu jagen, halte ich ohnehin für Nonsens. Die Fahrtkosten sind jetzt auf Grund der regionalen Verteilung der Mannschaften im Durchschnitt pro Mannschaft und Spiel sogar höher als in der 1.Liga. Hinzu kommt die physische und psychische Belastung der Spielerinnen durch die langen Fahrten - das sind bekanntlich keine Profis!

    Ok., damit habe ich erst einmal für genug Ärger gesorgt. Ich bitte um Eure fundierten Gegenargumente!

    Löwenherz,jetzt kommt er mit unserer Idee um die Ecke :pillepalle: .........da haben wir vor Monaten schon in einem anderen Thema (ich glaub CL) drüber geschrieben,aber nur noch 8 Teams in einer Doppelrunde und für einen Sieg sollte es 3 Punkte geben .


    Ja, fast richtig, aber ich bin damals sogar noch einen Schritt weitergegangen, und es gab keinen Shitstorm (Vielleicht heute? Kann ich aushalten!):

    "Was ich mir vorstellen kann: Eine 1.Liga mit 6 Mannschaften (die viermal gegeneinander spielen), die ersten fünf spielen im Folgejahr international, die sechste steigt ab und eine steigt auf. Da müssen die Spielerinnen in jedem Spiel Gas geben, und es gibt keine 17:49-Ergebnisse. Auch das wird zu einer Konzentration der besten Spielerinnen führen, macht aber nur Sinn, wenn mindestens 6 Clubs in Deutschland solche wirtschaftliche Bedingungen haben, dass sie sich gute Spielerinnen dauerhaft leisten können. Mit der Aufstockung der 1.Liga von 12 auf 14 Mannschaften ist man den umgekehrten Weg gegangen - und den halte ich für absolut kontraproduktiv im Hinblick auf die Verbesserung der internationalen Konkurrenzfähigkeit."

    Und dabei bleibe ich auch heute noch.

    Beim Spiel, da stehen zwei gleichwertige Mannschaften auf dem Feld. :D


    ... aber nicht sehr lange. In der 2.Hz wurde sichtbar, dass Nellingen in der 1.Liga absolut nix zu suchen hat. Beste Spielerin war in meinen Augen Nele Kurzke, wenngleich auch Anne Bocka (übrigens in der Jugend beim THC) gut gehalten hat, aber natürlich gegen die freien Würfe machtlos war. Auch Nele Reimer wird für den HCL immer wertvoller, heute immerhin mit 9 Treffern.

    Der HCL muss das Spiel (trotz der Verletzungsmisere) deutlich gewinnen - alles andere wäre eine Bankrotterklärung, die kaum folgenlos bliebe. Leipzig ist auch jetzt auf (nahezu) jeder Position individuell besser besetzt als Nellingen. Schließlich haben fast alle Leipziger Spielerinnen schon in Auswahlmannschaften gespielt (oder tun es aktuell), darunter sind immerhin 5 A-Nationalspielerinnen.

    Etwas mehr hätte man schon erwarten können.


    Wenn eine Mannschaft häufig weit unter ihren Möglichkeiten spielt (was der HCL trotz der Verletzungsmisere zweifellos tut und auch vorher schon getan hat), muss gewiss auch die Frage gestellt werden, ob der Trainer die Mannschaft überhaupt noch erreicht. Diese Frage stellt sich für mich insbesondere hinsichtlich des Abwehrverhaltens (das bekanntermaßen zu einem beträchtlichen Teil eine Sache der Einstellung ist). Der HCL hat in dieser Saison (national und international) 12mal 30 und mehr Tore bekommen. Allein dies sollte wohl Anlass zum Nachdenken geben.

    Irgendwas kann da in Herrenberg nicht stimmen. Entweder spielen die Spielerinnen gegen den Trainer oder das Geld kommt nicht.
    Eine Mannschaft, die sich qualitativ gegenüber der Vorsaison verstärkt hat, müsste um den Aufstieg mitspielen. Ich verstehe das nicht.


    Ein erklärter Aufstiegsverzicht (wie im letzten Jahr) ist immer demotivierend für die Spielerinnen. Auch wenn man sich aktuell etwas anderes vorgenommen hat, gibt es Nachwirkungen. Vermutlich bestehen jedoch noch weitere Gründe, die bisher nicht an die Öffentlichkeit gedrungen sind.

    wie gesagt, schau Dir an, wie viele ältere Damen wir im Team haben - bei den Männern gibt es eine größere Breite dahinter. Außerdem spielen mehr Männerteams international, bzw. kommen weiter. Aufgrund der finanziellen Probleme des VfL OL und des HCL wird das leider auch in nächster Zeit international nicht besser werden. Da kann man nur hoffen, dass der BVB mithilfe der Neuzugänge dieses Loch einigermaßen füllen wird.


    Das sehe ich komplett anders. Wie ich schon sinngemäß an anderer Stelle schrieb, ist Biegler zum Glück nicht dem Generationswechsel-Wahn verfallen, sondern hat die Dinge eher wieder etwas zurückgedreht. Inwieweit bei der WM bereits verstärkt jüngere Spielerinnen eingesetzt werden, wird einerseits von deren Qualitätszuwachs, andererseits vom Niveau der potentiellen Rückkehrerinnen abhängen. Wahrscheinlich wird der größte Teil der Mannschaft dann von Spielerinnen der Jahrgänge 92/93 - 95/96 gebildet werden - und das ist doch schon ein gutes Handballalter (in welchem Spielerinnen wie Neagu oder Pineau schon Welthandballerinnen waren). Ich meine, Biegler hat - bei allen Zwängen, die mit Verletzungen, Schwangerschaft und Formtiefs verbunden sind - schon jetzt eine Alterstruktur eingerichtet, wo auf den meisten Positionen jüngere Spielerinnen nachrutschen können, sobald die älteren nachlassen oder aufhören. Er hat - wie er sagte - über 40 Spielerinnen im Blick und lädt ja auch immer ein paar junge mit zu den Lehrgängen ein, obwohl sie eigentlich noch nicht die Reife für die Nationalmnnschaft haben. Das halte ich für einen guten Weg, um einen Knick nach der WM zu vemeiden - gerade weil wir nicht eine solche Breite wie bei den Männern haben.

    Die Mannschaft wird zu 100 Prozent nach der WM in ein Loch fallen, das weiß auch der Trainer - auch ein Grund, warum er danach aufhören wird.


    Warum bist Du Dir da so sicher? Bei den Männern ist das doch nach dem Gewinn der EM auch nicht passiert. Mann kann eine Mannschaft durchaus so aufbauen, dass sie nach einem solchen Großereignis nicht in ein Loch fällt. Das traue ich Biegler durchaus zu. Für in spielt Stabilität eine große Rolle. Das könnte sich auch unter diesem Gesichtspunkt auszahlen.

    Wenn es zweimal im Turnier so knapp vor der Ziellinie scheitert, dann hat es einfach auch nicht sein sollen und entbehrt auch nicht einer gewissen Tragik.


    Es ist ja sogar dreimal schief gegangen. Von 4 engen Spielen (max. 2 Tore Differenz) haben wir 1x gewonnen, 1x unentschieden gespielt und 2x verloren. Das ist dann nicht Tragik, sondern mangelnde Cleverness. Wenn man in der Weltspitze mithalten will, muss man lernen, enge Spiele zu gewinnen. Hier sehe ich (neben den schon von den Kollegen genannten) eine große Baustelle bis zur WM.

    Auch wenn die Mannschaft mehr erreicht hat, als allgemein erwartet wurde: Keine Spielerin hat konstant sehr gute Leistungen gebracht. Unsere besten Feldspielerinnen im Turnier waren meines Erachtens Naidzinavicius (beste Abwehrspielerin, aber auch einige schöne Tore) und Lang (in Angriff und Abwehr gleichmaßen gut). Alle anderen waren (noch) zu wechselhaft, insbesondere im Angriff. Schmelzer hat heute in den wenigen Einsatzminuten eindrucksvoll gezeigt, dass sie unsere beste Kreisläuferin ist.

    Mach mir keine Angst - nicht dass wir am Ende die einzigen sind, die aufsteigen (wollen)!


    Nein, Halle würde schon wollen. Sie haben aus den letzten 4 Spielen 7 Punkte geholt, darunter je 2 in Hannover und Buchholz, stehen jetzt auf Platz 9 und haben nur noch fünf Minuspunkte auf einen Aufstiegsplatz. Und da - wie hier zu lesen war - der Buschfunk meldet, dass Trier und Buchholz wohl nicht aufsteigen wollen (wahrscheinlich noch andere, die jetzt vor Halle liegen, auch nicht), sind sie gar nicht so weit vom Aufstieg weg. Und wenn sie Samstag zu Hause gegen Rödertal gewinnen und Nürtingen in Bensheim verliert (womit zu rechnen ist), sind es (Buchholz und Trier mal rausgerechnet) nur noch 3 Minuspunkte auf einen Aufstiegsplatz. So schnell kann sich in dieser verrückten Liga alles ändern - aber natürlich auch wieder in die andere Richtung: Vom selbst ernannten Aufstiegsanwärter zum Abstiegskandidaten, von dort vielleicht bald wieder zum Ausstiegskandidaten und am Ende landet man möglicherweise wieder irgendwo im Niemandsland der Tabelle - wie in den letzten Jahren. Wer weiß ...