Beiträge von Löwenherz

    Bensheim schlägt Metzingen!


    Dazu kann ich mich eigentlich nur wiederholen:

    Zitat von »RacerBlade«
    Metzingen - Göppingen 28:32
    Damit war nun auch nicht zu rechnen!


    So überraschend war das nun auch wieder nicht. Seit Mitte Oktober (beginnend mit der Niederlage beim THC) hat Metzingen gerade mal 1 wirklich überzeugendes Spiel (gegen den BVB) hingelegt! In der Liga (und im Pokal) ist man ein paar Mal gerade so mit dem Schrecken davon gekommen, dazu das Aus im EHF-Cup. Ich meine, dass in Metzingen mal ein paar grundsätzliche Fragen gestellt (und beantwortet) werden müssen, wenn man weiter um die Meisterschaft mitspielen will. Es geht nicht nur um einige formschwache Spielerinnen. Man hat auch den Eindruck, dass der neue Trainer die (personell ja nicht schlecht besetzte) Mannschaft nicht vorangebracht hat. So schlecht wie heute in der 2. Hz habe ich die Tussies noch nie gesehen.

    Metzingen - Göppingen 28:32
    Damit war nun auch nicht zu rechnen!


    So überraschend war das nun auch wieder nicht. Seit Mitte Oktober (beginnend mit der Niederlage beim THC) hat Metzingen gerade mal 1 wirklich überzeugendes Spiel (gegen den BVB) hingelegt! In der Liga (und im Pokal) ist man ein paar Mal gerade so mit dem Schrecken davon gekommen, dazu das Aus im EHF-Cup. Ich meine, dass in Metzingen mal ein paar grundsätzliche Fragen gestellt (und beantwortet) werden müssen, wenn man weiter um die Meisterschaft mitspielen will. Es geht nicht nur um einige formschwache Spielerinnen. Man hat auch den Eindruck, dass der neue Trainer die (personell ja nicht schlecht besetzte) Mannschaft nicht vorangebracht hat. So schlecht wie heute in der 2. Hz habe ich die Tussies noch nie gesehen.

    Man muss sich ja nur mal die Vereinshistorie von Susann Müller und zuletzt auch Nina Müller mal ansehen. Als Müller aus Györ weg ging landete das Ganze vor Gericht und endete nicht zu Gunsten von Müller. Angeblich passt ihr der teilweise neu zusammen gestellte Rückraum nicht.


    Rozemalen (heute 8 Tore) hat der "besten Halbrechten der Welt" (Albertsen) den Rang abgelaufen - so einfach ist das. Anstatt mit Leistung gegenzuhalten (nur 16 Tore in 6 Spielen!) macht sie Stunk - wiedermal. Hoffentlich bleibt BBM hart und wirft sie raus. Das kann der Mannschaft nur gut tun.

    Und was soll dann die Lösung des "Problems" sein ? 100 freie Würfe von 6m generieren, durch noch krasseres Spiel ? 14 neue Spielerinnen mit Nerven aus Stahl ? Eine Mannschaft wie Dänemark bei 16 Toren halten ?

    Entweder man formuliert ein Problem mit der aktuellen Situation, oder nicht. Wenn man der Meinung ist, dieses Ergebnis wäre nicht akzeptabel für die aktuelle Situation des Frauenhandballs 2017 in Deutschland, dann muss man auch eine Ursache formulieren und einen Lösungsansatz. Um 5 Tore mehr zu erzielen reichen 20 vollkommen freie Würfe aus einfachster Position normalerweise aus, und mit einem neuen Spielsystem generiert man weder signifikant mehr Würfe, noch freiere. Dazu müsste man ein Spielsystem erfinden wo keine Torfrau mehr im Tor steht.

    Ich halte beides für Bullsh*t. Zitternde Mädchenhände bei Frauen Mitte 20 die nicht mehr in der Lage sind einen Handball Grösse II aus vollem Lauf von 6m wenigstens mit 30% im Tor unterzubringen. Oder ein Spielsystem das statt 20 dann halt 40 völlig freie TGs und 6m-Würfe erlaubt. Wenn das hier "normal" war, dann ist das halt das Ergebnis das man erreichen kann, und dann hat man auch kein Problem sondern nur Pech keine wie auch immer stärkeren Frauen im Land zu haben. Das ist dann halt so, und dann sollte man auch aufhören zu jammern.


    Ja, Du hast recht: Die Trefferquote ist ein Problem, um das man sich kümmern muss. Aber Du hast auch nicht recht, weil es nicht das einzige Problem unserer Nationalmannschaft ist. Da gab es eben u. a. auch 78 technische Fehler in 6 Spielen. Außerdem wurden Kreis und Außen viel zu selten angespielt. Und wenn Du diese und noch einige andere Probleme zusammen nimmst, dann stehen schon ein paar ganz grundsätzliche Fragen im Raum, die der Beantwortung bedürfen.


    Ganz toll! Wir machen ein wenig Wurftraining, lassen alles andere wie es ist - und schon sind wir wieder Weltklasse! Träum mal noch ein bisschen weiter ... Ich hoffe nur, dass der DHB begreift, dass sich erheblich mehr ändern muss, wenn man wieder vorn mitspielen will. Und vor allem muss man endlich aufhören, sich in die Tasche zu lügen.

    Germanicus, die Rede war nicht von heute oder morgen. Ich schrieb von Spielerinnen mit mittelfristigem Nationalmannschaftspotential (darunter versteht man üblicherweise ei einen Zeitraum von 4 - 6 Jahren). Und da sind einige Spielerinnen unserer U17-Europameistermannschaft schon ein Thema. Du willst Namen lesen, dabei hast Du einige davon in Deinen damaligen Beiträgen selbst genannt. Zwei weitere Spielerinnen waren im All-Star-Team.

    Auch bei der U20 irrst Du Dich. Von den 11 Spielerinnen, die bei Erstligaclubs sind, stehen außer Berger noch 5 weitere Mädels in den Aufgeboten der 1.Mannschaften (logischerweise noch mit recht unterschiedlichen Spielanteilen). Allerdings habe ich nicht behauptet, dass die alle in die Nationalmannschaft gehören. Manche davon wäre ohnehin in einer guten Zweitligamannschaft besser aufgehoben, wo sie viel mehr Spielanteile hätte und zur Führungsspielerin reifen könnte. Positivbeispiel: Neubrander, Negativbeispiel (wengleich anderer Jahrgang): Reimer. Anstatt bei NSU meist die Bank zu drücken, hätte sie bei einem Zweitligisten in eine Führungsrolle hineinwachsen können, die sie beim HCL in einer Notsituation bereits einmal gut übernommen hatte.

    Ich freue mich über unsere lebendige Diskussion zu diesem Thema. Das Patentrezept dazu hat ohnehin niemand in der Tasche.

    Langfristig gesehen halte ich nur einen klaren Schnitt für zielführend, weil wir eine andere Spielweise brauchen und die geht nur mit (zumindest teilweise) neuen (d. h. insbesondere jungen, hungrigen, lernbegierigen) Spielerinnen. In unseren U18/U20-Nationalmannschaften gibt es eine Reihe sehr guter Talente mit mittelfristigem Nationalmannschaftspotential. Die müssen jetzt zielgerichtet an das Niveau herangeführt werden, z. B. über eine B-Nationalmannschaft, die wir ja schon mal hatten.

    Zitat
    Unter Groener aber soll es doch ein weibliches Element im Trainerstab geben: Der Niederländer, heißt es, sei vom DHB aufgefordert worden, mit einer Assistentin zu kooperieren. Er kann sie sich selbst suchen.


    Was soll denn nun dieser Quatsch? Eine solche Diskussion können wir in dieser Situation gerade noch gebrauchen! Wir brauchen im Trainerteam keine Frauenquote, sondern Trainer, die etwas vom internationen Frauenhandball verstehen - und das hängt nicht vom Geschlecht ab. Übrigens hatten wir das ja schon mal mit dem Duo Vestergaard/Jurack. Was hat es gebracht? Null Komma Null!

    Ich finde es sehr bemerkenswert, welchen Bonus die erfolgreichsten Teams der letzten Zeit - insbesondere Norwegen, Holland und Olympiasieger Russland - bei den Schiedsrichtern haben. In 2 Fällen hat dieser Bonus heute die Spiele entschieden. Besonders extrem sehe ich das bei Holland, schon während des gesamten Turniers (was unsere verdiente Niederlage gegen die Holländerinnen nicht beschönigen soll).


    Woher sollen wir die nehmen? Viele Talente bleiben auch noch in 5 Jahren ihren Drittligisten 'treu'....


    Entschuldige, aber das ist Unsinn! Von der aktuellen U20-Nationalmannschaft spielen 11 Mädels bei Erstligisten (natürlich zum Teil noch in der II.Mannschaft), die anderen (mit einer Ausnahme) bei Zweitligisten. Selbst die Reserverspielerinnen spielen (mit Ausnahme der beiden Mädels vom HCL) bei Zweitligisten. Zwei der Mädels sind in der Torschützenliste der 2.Liga unter den besten 10. Und bei unseren U17-Europameisterinnen kommen einige sehr gute Talente nach - selbst dort spielen schon viele bei guten Mannschaften. Das zeigt: Es ist Potential da, und das versauert nicht bei irgendwelchen Dorfclubs. Es sei daran erinnert, dass z. B. eine Nadine Krause mit 18 Jahren bei einem Zweitligisten spielte.

    Ich sehe deshalb für die Zukunft der Frauen-Nationalmannschaft überhaupt nicht schwarz. Sie muss nur in die richtigen Hände kommen.

    Vor etwa 3 Jahren war mal der Generationswechsel für die Nationalmannschaft verkündet (aber nie realisiert) worden. Unter Biegler gab es den Generationswechsel rückwärts - mit der ältesten Mannschaft des Turniers. Dafür haben wir nun die Quittung bekommen. Im Viertelfinale stehen mit Montenegro und Dänemark Mannschaften mit jungen, hungrigen Spielerinnen wie Tranborg oder Jaukovic. Auch Slowenien (Durchschnittsalter 23,3 Jahre!) hat ein sehr starkes Turnier gespielt, von der deutlich verjüngten russischen Mannschaft ganz zu schweigen ...

    Jetzt muss endlich der konsequente Neuaufbau mit jungen Spielerinnen erfolgen. Henk Groener traue ich das zu; das hat er in Holland auch so gemacht.


    Mit drei Torhüterinnen wird morgen der Kasten vernagelt. :cool:


    Wie heißt es doch in Goethes "Faust": "Die Botschaft hör´ ich wohl ...". Biegler ist ohne Zweifel ein hervorragender Trainer, aber schon bei der Nominierung des Teams und erst recht in den letzten Spielen verstärkte sich mein Eindruck, dass ihm das Gefühl (das "Händchen") für den Frauenhandball ein Stück weit fehlt. Da gab es einige Entscheidungen, bei denen man nur den Kopf schütteln konnte. Nun hat er gegen Dänemark zum letzten Mal die Chance zu beweisen, dass er auch ein Frauenteam optimal auf den Gegner einstellen kann.