Alle anderen Spiele sind dann tatsächlich wie ich mir vorgestellt haben ausgegangen. Das 29-39 von Oldenburg klingt nach dem bekannten Torfestival mit VfL Beteiligung, wie wir es in den letzten Jahr schon mehrfach erlebt haben. Interessant ist die Frage, ob Halle so schwach war oder Oldenburg so stark. Vielleicht gibts hier jemanden, der das Spiel gesehen hat und was dazu sagen kann.
Ich war vor Ort: Schöne Halle, etwas zu laut und schrill (keine guten Lautsprecher!), über 900 Fans, die eine gute Stimmung gemacht haben. Das ganze Handling noch etwas unprofessionell (keine Kartenbestellung mit Selbstausdruck möglich, bestellte Karten müssen spätestens 1 h vor Spielbeginn abgeholt werden, keine nummerierten Tickets, ...).
Das Beste am Spiel waren die Cheerleader
. Aber Spaß beiseite: Oldenburg trotz recht durchwachsener Leistung mit 10-Tore-Sieg (Geschke mit gebrauchtem Tag, nur drei Feldtore, ungewohnt viele Fehlwürfe, wegen eines Gesichtstreffers beim Siebenmeter nur knapp an roter Karte vorbei) - das sagt eigentlich schon alles. Oldenburg hatte die Partie jederzeit im Griff. Halle steht für mich als erster Absteiger so gut wie fest: Kaum durchdachte Spielzüge, viele Einzelaktionen - manchmal erfolgreich, aber zu oft mit dem Kopf durch die Wand. Vor allem der Rückraum ist zu schwach und insgesamt nicht bundesligataglich. Divak ist gewiss ein Juwel, wird aber nicht vernünftig in Position gebracht, um ihre Wurfkraft ausspielen zu können. Sie muss sich alles selbst erarbeiten und läuft sich oft fest. Ein Spielkonzept im Angriff war nicht erkennbar, und über die Abwehr braucht man bei 39 Gegentoren kaum weitere Worte zu verlieren: Der Mittelblock stand einigermaßen, aber von außen wurde Halle regelrecht abgeschossen und das Rückzugsverhalten war sehr schlecht.
Was sagt Anton zum Spiel, der bestimmt auch in der Halle war?