Beiträge von Löwenherz

    Was für ein zerfahrenes Spiel unserer Mädels! Warum spielen sie so unkonzentriert? Kommen sie mit dem Druck nicht klar? Sie wirken total veunsichert und nicht als mannschaftliche Einheit.

    Wieder ein völlig überzogenes Zeitstrafenfestival. Oder sehe nur ich das so?


    Was ist dieser Artikel doch für ein Mist! Sinnfreie Aussagen von Marielle Bohm wechseln mit sachlichem Unsinn wie "Linkshänderin Laetitia Quist teilt sich den Job im rechten Rückraum mit Mariel Wulf" (die natürlich Rechthänderin ist und links spielt). Ganze 8 (!!!) Spielerinnen aus dem siegreichen EM-Team sind noch dabei - absolut nicht nachvollziehbar! Sind die anderen Spielerinnen so schlecht geworden, dass es einige von ihnen nicht mal in die Reserve geschaffft haben? Das wage ich doch zu bezweifeln! Bleibt nix übrig, als auf das Wunder von Györ zu hoffen - was wahrscheinlich aber vergeblich sein wird.

    Ja, das war ein Trauerspiel. Die Abwehr ließ sich immer wieder austanzen, Schmid hielt von Außen keinen Ball (Über ihre Nominierung wundere ich mich immer mehr!), alles wirkte sehr ungeordnet. Der Angriff ohne Druck und wieder mit sehr, sehr vielen Fehlwürfen (was die sehr gute Leistung der französischen Torfrau nicht schmälern soll). Wulf im Angriff verbessert, aber insgesamt zu unbeweglich, insbesondere in der Abwehr. Viele Tore gingen auf ihre Kappe. Hier sollte über einen Abwehr-Angriff-Wechsel nachgedacht werden. Im Vergleich zur U17- Europameisterschaft ist diese Mannschaft nur ein Schatten ihrer selbst. Für die EM schwant mir nix Gutes ...

    Schwache portugiesische Schiedsrichterinnen mit einigen klaren Fehlentscheidungen und zu vielen Zeitstrafen - aus denen unsere Mädels im Unterschied zu den Französinnen leider kein Kapital schlagen konnten.

    Gegen Portugal sah das schon etwas besser aus. Die Abwehr hatte sich nach schwachem Beginn gut auf die Durchbrüche der flinken Portugiesinnen eingestellt. Nur bei schnellen Seitenwechseln hatte unsere linke Abwehrseite Probleme. Auch beide Torfrauen haben gut gehalten.

    Im Angriff lief wieder nicht viel zusammen, da war keine klare Struktur zu erkennen, vieles wirkte zufällig. Gut sah das Spiel aus, wenn es breit gemacht wurde. Doch oft ballte sich alles in der Mitte zusammen, und dort standen sich die Spielerinnen mitunter sogar gegenseitig im Wege. Kockel und Wulf waren wiederum Totalausfälle; hoffentlich können beide bis zur EM noch zulegen.

    Wenig nachvollziehbar die wilden Wechsel von Frau Bohm. Ein System war darin nicht zu erkennen. Die Schiedsrichterinnen waren m. E. etwas zu übereifrig in der Vergabe von Zeitstrafen. Das haben unsere Mädels in der Abwehr aber gut kompensiert.

    Frankreich mit Glück zum Unentschieden gegen Spanien. Die Französinnen sind zwar sehr kräftig gebaut, wirkten aber etwas unbeweglich. Spanien hat am Ende wieder mächtig abgebaut, was die Französinnen - im Unterschied zu unserer Mannschaft - noch zum Ausgleich nutzen konnten.

    Habe mir die Aufzeichnung angesehen. Dir 1.HZ war wirklich eine Katastrophe. Da stimmte überhaupt nix. Im Angriff schlechte Würfe (von den Halbpositionen kam fast nix), unzählige Abspielfehler und insgesamt viel zu behäbig, unbeweglich und ideenlos, um die spanische Abwehr vor Probleme zu stellen. Die Abwehr (in den letzten Jahren das Paradestück unserer weiblichen Nachwuchsmannschaften) stand sehr schlecht (von Pereira fehlte als Organisatorin) und es wurde nicht ordentlich zugepackt. Zudem hat die Torfrau Schmid bis zur 20. Minute so gut wie nix gehalten, danach wurde es etwas besser.
    In der 2.HZ stand eine andere Mannschaft auf der Platte: Die Abwehr war beweglich und aggressiv (besonders Mühlner hat mir gut gefallen) und Waldenmaier hat ordentlich gehalten. Im Angriff wurde schneller gespielt, allerdings weiterhin viel verworfen. Einige Spielerinnnen (Wulf, Quist, Kockel) sind noch nicht im Turnier angekommen; das kann eigentlich nur besser werden.
    Für die EM ist wohl nicht all zu viel Optimismus angebracht. Wenn es bis dahin keine klare Steigerung gibt, kann schon nach der Vorrunde Schluss sein.

    Das erste Spiel gegen Brasilien wird bereits eine Vorentscheidung bringen. Geht es verloren, ist die Messe fast schon gelesen. Der Druck ist somit enorm. Da gibt es kein "Warmspielen", die Mannschaft muss von Anfang an voll da sein im Turnier. Deshalb wären kurz vor der WM noch ein paar Testspiele gegen gute Mannschaften wichtig, um gut eingespielt und im Wettkampfmodus zu sein, wenn es losgeht.

    Das nun (wieder) Frau Rott Trainerin ist wirkt auf mich aber so als ob es Vorgaben/Zwänge gibt wieder eine Nummer kleiner zu denken :(


    Das ist stark zu vermuten, nicht nur wegen der neuen Trainerin. Vergleicht man den Kader der vergangenen Saison mit jenem der kommenden, macht das mit Sicherheit Kosteneinsparungen im sechsstelligen Bereich aus. Und ohne Not wird das nicht passieren, auch wenn da von "Verjüngung", "Neuaufbau" o. ä. gefaselt wird.

    Wenn man es schafft sich durch Gruppe C in die Hauptrunde durchzuwürgen, hat man es (bis auf Gyor) mit Gegnern auf Augenhöhe zu tun. Ja, man muss fast schon sagen, dass man dann sogar Favorit in den Begegnungen sein kann. Da gibt es schwerere Gegner im EHF-Cup als in Gruppe D.


    Ja, "wenn ...": Ich bin da nicht so optimistisch. Es ist eine sehr ausgeglichene Gruppe, und man wird wohl 6 Punkte holen müssen, um weiterzukommen. Das bedeutet: Entweder alle Heimspiele gewinnen oder 2 Heimspiele und 1 Auswärtsspiel. Das dürfte sehr schwer werden.

    Also, ich glaube, es ist klar, dass der Metzinger Kader der nächsten Saison deutlich schwächer wird, als in der kürzlich beendeten oder der vorigen Spielzeit. Ich kann mir vorstellen, dass ein Trainer, der in Schwaben gerufen wurde, um Erfolge zu erreichen, mit jenem Kader nicht mehr mitmachten möchte.


    Das meine ich auch. Allerdings steht der Kader für die kommende Saison schon eine Weile fest. Vielleicht hat man zur Verkündung der Nachricht einfach das Saisonende abgewartet, um keine zusätzliche Unruhe zu verbreiten. Mir stellt sich natürlich auch die Frage, welchen Einfluss Fuhr auf die Zusammenstellung der neuen Mannschaft hatte und welches Budget dafür zur Verfügung stand. Durch die Abgänge wird eine Menge Geld frei, das offenbar nicht in gleich"wertige" Spielerinnen investiert wurde. Muss Metzingen den Gürtel enger schnallen?

    Viele Fragen - wer weiß die Antwort?

    Jahr für Jahr haben die Bundesliga-Spieltage Ende Dezember die höchste Zuschauerzahlen, alle mögliche Zuschauerrekorde wurden in diesen Tagen gemacht. Die Vereine wären nicht glücklich, sollte der DHB diese Möglichkeit von ihnen wegnehmen.


    Das ist zwar richtig, Man brauchte dazu aber nur je ein Spiel der Final-Four-Teilnehmer zu verlegen; der Rest könnte normal weiterlaufen.

    Die von Müller eingeimpfte Siegermentalität ist zurück beim THC. Der THC war heute zwar nicht die spielerisch bessere Mannschaft. Aber wenn - wie heute wieder bei BBM - in der entscheidenden Phase die Nerven flattern, verlierst Du eben so ein Spiel noch.

    Der THC hat heute - nach einer Reihe schwächerer Spiele - gezeigt, dass er absolut zu recht Vizemeister geworden ist - nicht nur nach Punkten, sondern auch von der Spielkultur her. So ein Niveau hat niemand in der Liga außer BBM und dem THC.

    Mit dem klaren Sieg von heute sind aber noch keine Weichen für das Final Four gestellt; da kann viel passieren. Vor einigen Jahren spielte der THC zweimal kurz hintereinander gegen Buxte in der Salzahalle, ebenfalls Meisterschaft und Pokal. Das erste Spiel wurde mit 9 Toren gewonnen, das zweite mit der gleichen Differenz verloren. Das ist Handball! Dago Leukefeld hätte noch hinzugefügt: "... und es sind Frauen!"

    ... von Pereira soll einen ziemlich schwierigen Charakter haben, von da her kann ich diese Entscheidung verstehen. Wobei RW und JEW ja auch sehr schwierig sind... :D


    Charakterlich stromlinienförmige Spielerinnen haben wir in der Liga zur Genüge. Da kann es nicht schaden, auch ein paar mit eigenem (Dick-)Kopf zu haben. Aus machen davon werden erfahrungsgemäß am ehesten echte Persönlichkeiten auf dem Feld (und außerhalb), weniger aus den völlig angepassten, den "lieben Mädels". Jeder von uns kann sicher Beispiele für beide Typen nennen. Gute Trainer/Manager formen aus "schwierigen Charakteren" solche Persönlichkeiten, schlechte schicken sie weg.

    Bemerkenswert, dass der Rückraum des BVB in der 2. HZ meistens komplett aus ~18 jährigen bestand. 8o


    Was sich beim BVB zeigt, ist nur die Spitze des Eisberges. Es ist erstaulich, wie viele Mädels aus den Nachwuchsnationalmannschaften (von denen wir meist durchwachsene Leistungen bei EM/WM gewohnt sind) sich in dieser Saison in der 1.Liga etabliert haben: Ich bin auf 17 Spielerinnen gekommen, die dort tatsächlich spielen (und nicht nur auf der Bank sitzen wie z. B. Redder beim THC). Darunter haben es mit Zschocke, Berger und Rüther schon drei bis in die Nationalmannschaft geschafft, andere stehen im erweiterten Kaderkreis. Maidhof und Degenhardt sind unter den 15 besten Scorerinnen der 1.Liga. Und zur nächsten Saison werden weitere hinzukommen wie z. B. Quist oder Scheib (die formell schon zum Kader in Bietigheim gehörte). Das ist doch - bei aller berechtigten Kritik an der Nachwuchsarbeit im deutschen Frauenhandball - mal ein gutes Zeichen!