Beiträge von Löwenherz

    ergänzung: die torhüterin hatte auch einen sahnetag! schöne und wichtige paraden waren dabei.


    wieder einmal hat sich die alte Weisheit bewahrheitet: der angriff, gewinnt spiele, die abwehr turniere.

    Ja, Willuhn, die im Laufe des Turniers nicht immer glücklich agierte, hat den Schweizerinnen viel weggenommen, die allerdings auch überraschend schlecht geworfen haben. Vielleicht war es heute auch ein Stück weit eine Kraftfrage.

    Ganz klar: Die Abwehr hat das Turnier gewonnen. Und mannschaftliche Geschlossenheit hat sich wieder mal gegen individuelle Klasse durchgesetzt. Ich bin gespannt, wie die EM laufen wird.

    die deutsche U17 gewinnt den EYOF-Cup durch ein 26:24 im Finale gegen die Schweiz.

    So kann's für das A-Team bei der EM weitergehen!

    Das war eine sehr respektable Leistung unserer Mädels bei diesem Turnier mit Steigerung bis zum Finale. Gegen Schweiz A mit 26 : 24 zu gewinnen ist bemerkenswert: Im Laufe dieses Turniers hatte die Schweiz immer über 30 Tore geworfen und nie mehr als 22 bekommen. Beides haben unsere Mädels heute getoppt. Die Abwehr stand50 min lang hervorragend. Wenn das der neue Standard für unsere Nachwuchsmannschaften ist, kann man dazu nur gratulieren! Im Angriff war - trotz des Sieges - viel Luft nach oben. Lernt der deutschen Frauennachwuchs nicht, dass man Bälle auch oben ins Tor werfen kann - immer wieder nur der Torfrau auf die Füße. Oder ist das Wurfrepertoire wirklich so limitiert? Besonders bei unseren Außen ist mir das wieder mal aufgefallen. Dennoch: Ein verdienter Turniersieg, den kaum jemand erwartet hatte. Gratulation!

    Im Bericht zur Testspiel Absage gibt es auch interessante Infos

    „Es gibt wilde Gerüchte“, sagte Flames-Geschäftsführerin Romina Heßler gestern zu der Tatsache, dass der mehrmalige deutsche Frauenhandball-Meister HB Ludwigsburg - beziehungsweise die für den Spielbetrieb zuständige HB Ludwigsburg GmbH & Co. KG - einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht gestellt hat. Angeblich haben die Spielerinnen seit einem Monat kein Geld bekommen und der Hauptsponsor soll über einen Rückzug nachdenken.

    Und weiter unten „Die HSG Bensheim/Auerbach plante für Donnerstag ein Testspiel beim HB Ludwigsburg. Romina Heßler ging am Vormittag noch davon aus, dass es stattfindet - wenige Stunden später kam die Absage."

    Wenn es schon jetzt kein Geld mehr gibt, kann man den Laden sofort dicht machen.

    Das klingt alles nicht gut. Offenbar ist die Situation noch ernster, als zunächst angenommen.

    Bei den Beratern laufen derzeit bestimmt die Telefone heiß.

    Da bin ich mir nicht so sicher. Die meisten Clubs haben doch ihre Planungen abgeschlossen. Es sei denn, Du meinst, dass sich die Berater die Finger wund tippen, um etwas für ihre Mädels zu finden.

    soweit ich mich erinnere, waren doch die meisten Auflagen erteilt worden in Bezug auf Hallengröße / Zuschauermenge. Das dann ein oder mehrere Spiele in anderen größeren Hallen durchgeführt werden müssen....

    Aber auch da: im Normalfall größere Halle, vermutlich weiter weg - höhere Kosten für Aufbau, Security & Co. und kommen die Stammfans mit? Im schlimmsten Fall zahlen die Vereine zusätzlich drauf...

    Ich finde es richtig, dass für die Hallen bestimmte Standards vorgegeben (bzw. diese angehoben) werden, z.B. hinsichtlich der Übertragungsmöglichkeiten. Eine Größe für Hallen vorzugeben, wenn diese erfahrungsgemäß nur selten voll sind, halte ich für sehr fragwürdig.

    Nö, BR_98 hat überhaupt nicht recht. Die Werbung für Dauerkarten und der Verkauf gehört ausgesetzt. Erst wenn der Insolvenzverwalter über die gesicherte Fortsetzung des Spielbetriebs in der HBL entschieden hat, kann man DK weiter anbieten. Es ist doch unseriös, eine Leistung zu verkaufen, die eventuell nicht erbracht werden kann. Davon abgesehen denke ich, dass potenzielle Käufer schlau genug sind und die Entwicklung bei HBL abwarten.

    Unseriös: ja, vielleicht. Verboten: nein. Jeder, der etwas kauft, geht ein Risiko ein. Aber wenn bei einem Kauf ein besonderes Risiko besteht, muss der potentielle Käufer darauf hingewiesen werden. Selbst wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet, der Geschäftsbetrieb jedoch nicht eingestellt wurde, können noch Produkte/Leistungen verkauft werden. Ein Beispiel: Ich kenne ein Bad, dass schon 2x eine Insolvenz hinter sich hat und auch in dieser Zeit immer weiter betrieben wurde. Natürlich wurden dort nicht nur Einzeltickets, sondern auch Dauer- und Sammelkarten verkauft. Das ist gängige Praxis. Fazit: Insolvenzverfahren und Einstellung des Geschäftsbetriebs dürfen nicht verwechselt werden.

    Wieso auch nicht? Kann doch jeder selbst entscheiden, ob man eine DK kauft. Der Verein muss auch das positivste Szenario mitdenken und kann jetzt schlecht wochenlang den Kartenverkauf einstellen.

    Natürlich hast Du recht! Aber eine saubere Kommunikation ist das nicht. HBL müsste zumindest auf das Risiko hinweisen, weder die gekaufte Leistung zu erhalten, noch das Geld zurückzubekommen.

    Also eine Millionen Euro werden sie nicht mehr auftreiben können.

    Kolportiert wurde ein Budget von 3 Mio. € bei HBL. Wenn die fehlende Summe stimmt (was ich fast nicht glauben kann), wäre dies ein Drittel des Budgets. Das wäre nicht zu stemmen. Jetzt wird es davon abhängen, ob der vorläufige Insolvenzverwalter die HBL (bzw. deren Träger) für sanierungsfähig hält oder nicht. Falls die kursierenden Summen richtig sind, sehe ich eine Sanierungschance als gering an. Woher soll das Geld kommen? Und nur durch Einsparungen wird der Betrag nicht zu erreichen sein - es sei denn, man entlässt die gesamte Mannschaft. Doch dann macht das Ganze natürlich keinen Sinn mehr.

    Evtl möchten Löwenherz und Benson ja spenden 😉

    Warum sollte ich das tun? Gib mir dafür einen plausiblen Grund! Dann würde ich eher für den THC oder den BVB spenden, damit diese Clubs mit ihren Leistungen im internationalen Geschäft das durch HBL entstandene schlechte Image des deutschen Frauen-)Handballs wieder etwas aufpolieren können.

    Was wenn sie in den letzten Monaten zwar wussten, das Olymp deutlich weniger zahlt, aber davon ausgingen, dass die Kohle von Eberhard Bezner als Privatmann ganz normal weiterfließt?

    Es ist auch andernorts in der Wirtschaft gar nicht so selten dass nach dem "Prinzip Hoffnung" gehandelt wird (weil nicht sein kann, was nicht sein darf) und es irgendwann ein böses Erwachen gibt. Der Grad zwischen einem ernsthaften, durchaus hoffnungsvollen Ringen (hier um Sponsoren) und einem zu hohen Risiko ist manchmal sehr schmal und nicht immer leicht zu erkennen. Es wird wohl auch bei HBL nicht einfach Leichtsinn, sondern eine Gratwanderung gewesen sein. Dabei kann man eben auch abstürzen.

    Der Bürgermeister von Ludwigsburg hat gesagt, dass er den Handschlag von Eberhard Bezner bekam, dass er den Verein in den ersten 3 Jahren nach dem Umzug unterstützt. Daran hat er sich nicht gehalten.

    Die Frage ist, ob dabei auch Zahlen genannt worden sind. Dieser Handschlag kann jedoch durchaus zusammengehen mit der Aussage des Sohnes, dass die Zahlungen schrittweise reduziert werden. Auch jetzt ist ja nicht von einem völligen Stopp des Sponsorings die Rede.

    Warum wurde HBL eine Lizenz für die Saison 25/26 erteilt? Weil die Angaben im Antrag lt. Lizenzierungsrichtlinie der HBF offenbar plausibel waren.

    Welchen Antragstellern Auflagen erteilt wurden, war der damaligen PM der HBF nicht zu entnehmen.

    Richtig! Das Kernstück des Lizenzantrages sind die Gewinn- und Verlustrechnungen, wie aus der Richtlinie klar hervorgeht. Als langjähriger Unternehmensinhaber weiß ich, dass es bei deren Erstellung durchaus völlig legale Gestaltungsspielräume gibt (die z.B. der HCL vor dem Zusammenbruch jahrelang weidlich genutzt hat). Genau wie die Bank bei einem Kreditantrag kann der Lizenzierungsausschuss die Unterlagen nur auf Plausibilität prüfen (und natürlich Auflagen erteilen). Der Ausschuss ist keine Ermittlungsbehörde. Wenn die Unterlagen plausibel sind, kann er die Lizenz nicht verweigern.

    Wie kann HB Ludwigsburg die Lizenz bekommen haben ???

    Der antragstellende Club legt für die Lizensierung eine Wirtschaftlichkeitsrechnung vor und versucht, diese bestmöglich zu begründen. Es dürfte der absolute Ausnahmefall sein, dass zu diesem Zeitpunkt schon alle anvisierten Sponsoren für die kommende Saison unterschrieben haben. Sollte das verlangt werden, könnte man die Liga gleich zumachen. Außerdem ist es unmöglich, sich alle Sponsorenverträge vorlegen zu lassen und diese zu prüfen. Es wird also immer ein Stück weit nach dem Prinzip von "Treu und Glauben" gehen müssen.

    Die auf der EYOF Seite verlinkten Videos sind immer die Gesamtspieldauer des ganzen Tages über alle Partien aus einer Halle.

    Kannst Du bitte genauer beschreiben, wo ich die finde. Bei mir kommt da immer: "Sorry, there are no TV dates yet for this week."