ich bin da nicht harpiks meinung -
das abschneiden der deutschen auswahl ist höchstens 4+.
Bevor die Diskussion zu emotional wird, ein paar objektive Fakten: In der EHF-Statistik nach der Hauptrunde liegt die deutsche Mannschaft (bzw. die jeweils bestplatzierte Spielerin) bei keinem einzigen relevanten leistungsbezogenen Parameter auf einem der ersten sieben Plätze – meist weit dahinter! Hier ein paar Beispiele:
Angriff:
• Erzielte Tore (145): Platz 11 (von 12 HR-Teilnehmern!)
• Trefferquote (51%): Platz 13 – 15 (zusammen mit Rumänien und Tschechien, nur Slowenien war noch etwas schlechter); Halbfinalisten mit 60 – 66% Trefferquote;
• Trefferquote aus dem Rückraum: 34% - die schlechteste aller 16 Mannschaften! Trefferquote bei Siebenmetern: Platz 15 mit 56% (15 von 27)
• Beste Werferin: Maidhof auf Platz 15 (auch bei Goals & Assists), Trefferquote 52%; nur 6 Spielerinnen kamen auf Quoten von über 50 %; akzeptabel eigentlich nur Großmann (100%), Schulze (82%) und Zapf (72 %), dagegen Naizinavicius und Berger je 38%
• Turnovers: Platz 11 (12 pro Spiel, insgesamt 72); außerdem wurden 35% der Fast Breaks (11 von 31) nicht im gegnerischen Tor untergebracht und insgesamt ging jeder 6. Wurf vorbei oder landete am Pfosten.
Abwehr:
• Gegentore (137 – gegen Hauptrundenmannschaften): Platz 9 (von den 12 HR-Teilnehmern)
• Torfrauen: Eckerle auf Platz 13 – 16 mit 30% (Roch 21%)
• Beste Verteidigerin: Smits auf Platz 8 – 10
• Fair Play: Platz 13 – 14 mit 27 Zeitstrafen (davon Bölk 5) – den meisten aller Mannschaften.
Nach diesen Daten muss man sich schon fast wundern, dass bei dieser EM überhaupt Platz 7 erreicht wurde. Das kann eigentlich nur mit der wesentlich leichteren Gruppe erklärt werden. Wenn Groener sagt: "Wir haben das Niveau gehalten, aber keinen Schritt vorwärts gemacht", dann ist das vor diesem Hintergrund wohl noch zu positiv ausgedrückt. Und wer da sogar noch von der Nähe zur Weltspitze redet …