Beiträge von Löwenherz

    Zu deinem EOYF-Quervergleich:

    Finalgegner Schweiz wurde gerade mit Osterwalder (48 Tore), die beim EYOF nicht dabei war, Neunter Fünfter. Vermutlich auch nur, da Dänemark auf Norby verzichten musste.

    Du weißt, was ich von Deinen Quervergleichen halte ...

    Flames verpflichten weiteres Handballtalent

    Die sportliche Leitung der Flames der HSG Bensheim/Auerbach kann ihren nächsten Neuzugang für die Saison 2024/25 vermelden. Für die Rückraummitte konnte die 19 Jahre alte Matilda Ehlert vom Zweitligisten VfL Waiblingen gewonnen werden. Sie unterschrieb einen Zwei-Jahresvertrag bei den Südhessen und schließt damit die Lücke, die Sarah van Gulik im Sommer hinterlässt.

    Ist aber trotzdem Nonsens, denn das macht sie nur im Ausnahmefall, spielt in der Regel RL.

    Überhaupt gab es bei dieser EM viele knappe Spiele, auch bei unseren Mädels: 1mal -1, 2 mal remis, 1mal +2. Statt der beiden Remis 2 Siege und sie sind Gruppensieger. Auch wenn der letzte 7m gegen Halbfinalist Spanien drin ist, sieht es anders aus. Wobei der letzte Platz in der Gruppe nicht einfach Pech war, sondern seine Ursachen hatte, wie ich schon schrieb. Gestern zeigte die Mannschaft ein anderes Gesicht. War vorher der Druck zu groß angesichts des EYOF-Erfolges der B-Mannschaft?

    Danke! Du bist ein toller Frauenversteher! Nur Ahnung von der Entwicklung junger Spielerinnen hast Du leider keine.

    Dazu gehört z.b. übrigens auch, dass wenn schon eine deutsche Mannschaft im Finale von einem internationalen Wettbewerb steht, dass dann auch Vertreter vom DHB und von der Liga anwesend sind.

    Es war schon peinlich zu sehen, dass der THC von dieser Seite nicht vor Ort unterstützt wurde.

    Verstehe ich nicht! Wieso peinlich? War doch nur der Döner-Cup, völlig unwichtig, wie Du damals richtig angemerkt hast. Wäre also schade um die Kosten gewesen, dort jemanden hinzuschicken.

    Der Bundestrainer saß an besagtem Wochenende bei einem Jugendspiel seines Sohnes als Co-Trainer auf der Bank.

    Das hat er völlig richtig gemacht. So hat er an diesem Wochenende wenigstens etwas Nützliches getan. Weiter so!!!

    Was Gino Smits sagt, überzeugt mich in keiner Weise. Die Belastung bzw. Erholung im Nachgang zu den internationalen Meisterschaften kann man steuern, indem eine Trainings- bzw. Spielpause verordnet wird. Manche Vereine machen das von sich aus und lassen Auswahlspielerinnen erst später ins Training einsteigen. Und ist es nicht absurd, mit der offensichtlich schwächeren Mannschaft das höherwertige Turnier zu spielen?

    frage ich mich ernsthaft, ob Gino Smits überhaupt der richtige für den Job ist.

    Das frage ich mich jetzt auch! Wem ist mit der getroffenen Verfahrensweise geholfen? Den Spielerinnen bestimmt nicht. Die einen sind sauer, weil sie als die leistungsstärkere Mannschaft nicht für die EM nominiert wurden (erst recht, nachdem jetzt die Ergebnisse vorliegen) und die anderen sind enttäuscht, weil sie es bei der EM nicht gepackt haben. Und für den deutschen Frauenhandball hat es auch nix gebracht. So darf es nicht weitergehen.

    X. Smits sagt ja in ihrem gestrigen SWR-Interview: "Ich finde, "Olymp" ist in dem Fall leider schlecht weggekommen. Völlig unverdient. Die Familie Bezner hat über Jahre hinweg dieses Projekt aufgebaut, mit Leidenschaft, mit sehr viel Herz. Und da muss man einfach mal Danke sagen und nicht schießen. Das haben leider andere verbockt."

    Fakt "scheint" doch, dass Olymp aka. E. Bezner rechtzeitig angekündigt hat, das ihr/sein Engagement endlich sei, der Zeitpunkt ist wohl letztes Jahr bereits gekommen. Der Ludwigsburg-Umzug, ein weiterer Schritt in Richtung Professionalisierung, hat offensichtlich nicht ausgereicht, um weitere Interessenten und potente Sponsoren zu animieren. Schulden haben sich bereits angehäuft und trotzdem wurde groß weiter und sehr offensiv agiert, immer mit dem Damokles-Schwert über sich. Da frag ich mich, wer hat die Verträge gemacht, wer hat Sponsoren bereits als "an Bord" die HBF verkauft, Unterlagen scheinbar unvollständig vorgelegt und wer bis zum Untergang gewartet, ehe er dem Team reinen Wein eingeschenkt hat, um dem ganzen wenigstens etwas Moralisches mitzugeben.

    Dass das ganze Konstrukt oder "hoffnungslose Projekt", wie es X. Smits jetzt im Nachgang betitelt hat, von der restlichen Liga als Farce und Täuschung gesehen wird, empfinde ich keineswegs als Bashing. Denn der Respekt für Ihre Arbeit wurde vor Wochen noch sehr lautstark von den Obrigen der HBL eingefordert.

    Wenn das so ist, gibt es doch mehr Parallelen zum Fall HCL als ursprünglich vermutet: jahrelang über die Verhältnisse gelebt - und irgendwann hat es gekracht.

    Ich schreib' jetzt mal zum Spanienspiel in der ersten HZ. Auch auf die Gefahr hin, dass sich alles noch dreht:

    Ich mag die Mannschaft: Sie ist gedankenschnell, flink auf den Beinen und variabel. Heute klappen die Würfe aus dem Rückraum, der Parallelstoß hat ein gutes Timing und die Abschlußquote ist besser. Heute spielen wir gegen Spanien wiederum ein anderes Abwehrsystem und haben, wie in den Spielen davor, auch die Kontrolle: Die Gegner müssen sich ihre Tore hart erarbeiten und haben selten auf den ersten Versuch Erfolg.

    Der Rückraum ist sehr variabel. Egal welche Spielerin auf RL, RM, RR spielt, sie harmonieren gut.

    Was könnte man verbessern: Es gibt zu wenig Gegenstöße und Tore aus der zweiten Welle. Die Kreisläuferin müsste man besser ins Spiel einbinden und was leider gar nicht gut klappt, ist unsere LA. Jette Dürk hat eine ganz schlechte Abschlußquote. 3 Tore bei 18! Versuchen. Aber scheinbar gibt es dazu keine Alternative.

    Jogi99, auch wenn Du nur die Hz1 betrachtet hast: Diesmal bin ich nicht Deiner Meinung. Für mich sind ist dies die Ursachen des Scheitern (außer individuellen Defiziten wie z.B. Wurfqualität) bei dieser EM:

    1. Der Mannschaft fehlte das Feuer, die Leidenschaft, und auch ein emotional leader, der die Mannschaft immer wieder nach vorn treibt (und auch mal laut wird) - komplette Fehlanzeige. Die Spanierinnen haben es vorgemacht: Immer wieder voll draufgehen, ziehen bis der Schiedsrichter pfeift (auch wenn es weh tut) bzw. bis es das Tor gibt oder den 7m (10 Stück, davon 9 reingemacht).

    2. Unser Team hatte weder eine Strategie gegen eine offensive Abwehr, noch für das Überzahlspiel. Das geht natürlich auch auf die Kappe des Trainers (den ich schätze, dessen Agieren bei diesem Turnier, z. B. bei den Wechseln, mir jedoch gar nicht gefallen hat. Ein Beispiel: Ich kann doch nicht in jedem Spiel mit einer anderen Startformation beginnen - oder anders gesagt: Es gab eigentlich keine erste Sieben!).

    3. Das Team ließ in den letzten Spielen in der Chrunchtime einen klaren Kopf vermissen (im Unterschied zur B-Auswahl im EYOF-Turnier). Statt Führungen clever über die Zeit zu bringen, sorgten weiche Knie, Hektik, dumme Fehler und verfrühte Abschlüsse für deren Verlust. Hier sind echte Führungsspielerinnen gefragt, die schmerzlich vermisst wurden. Die dreimalige Wahl von Lammich zur Spielerin des Spiels halte ich für einen schlechten Scherz (Insbesondere heute, das hätte Wagner mit 32% gehaltener Bälle verdient gehabt.).

    Alles in allem: En mittelmäßiger Jahrgang. Bleibt zu hoffen, das aus den Jüngeren noch etwas leistungsmäßig heranwächst (einige Namen hatte ich schon genannt), sonst wird das im nächsten Jahr bei der WM kaum besser werden.

    Löwenherz, du darfst den Supercup gerne über die deutsche Vizemeisterschaft stellen

    Die Vizemeisterschaft kam durch Umstände zustande, von denen einige durchaus als dubios bezeichnet werden dürfen (Über diese Formulierung werden sich gewiss einige User mokieren. Freue mich schon darauf!). Es ist ist nicht zuletzt eine Chance zur Revanche. Wir werden sehen, ob sie gelingt. Allein dadurch hat der Supercup infolge der aktuell entstandenen Situation einen eigenen Wert.

    Der Supercup ist Bananenegal, das ist doch kein Titel 😄

    Da ist wieder Deine unsägliche Ignoranz und Abwertung von Ereignissen! Du hast ja selbst den EL-Gewinn des THC, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, für nebensächlich erklärt. Natürlich ist der Supercup ein Titel, und zwar einer, den sich jede Mannschaft wünschen würde, um ihn mit auf den Kopfbogen usw. zu nehmen. Für Blomberg wäre es der größte Erfolg der Vereinsgeschichte, für den THC der erste Erfolg seit 2018. Der Erfolg ist gut für die Fanseele kann zur Steigerung der Besucherzahl bei den Heimspielen beitragen. Zudem ist es für beide Mannschaften eine wichtige Standortbestimmung zu Saisonbeginn.

    Naja, bei einer so kurzfristigen Geschichte, sollte es dem "Ersatz" schon freigestellt sein, ob er es schafft, schließlich haben sie ja eine anderen Plan gehabt. Und, wenn eine finanzielle Problematik entsteht, sollte diese dann nicht zumindest zum Teil von der HBF übernommen werden?

    Pflichtspiel ist Pflichtspiel, da ist nix "freigestellt" und es trägt jeder seine Kosten - wie immer. Und selbst wenn es eine Möglichkeit gäbe, darauf zu verzichten: Wer lässt sich schon die Chance entgehe, ein Supercupspiel zu bestreiten und den Titel zu holen? Müller und der THC ganz bestimmt nicht!