Beiträge von Löwenherz

    Smits zieht gemischte Bilanz

    WM-Fazit nach Platz zehn / Fehlende Konstanz das Hauptproblem Die Konkurrenz des letzten Jahres habe sich „im Athletikbereich deutlich stärker weiterentwickelt als wir. Bei uns haben sich individuell ein paar Spielerinnen etwas weiterentwickelt, aber diese Teams haben geschlossen zwei Schritte mehr in der Entwicklung gemacht“, so Smits.

    (https://www.dhb.de/de/redaktionsb…mischte-bilanz/)

    Seinen Einschätzungen kann ich größtenteils zustimmen, hätte aber manche Mängel etwas deutlicher und andere zusätzlich angesprochen (z.B. Wurfverhalten). Die Feststellung "fehlende Konstanz" ist zwar richtig, aber auch die hat Ursachen. Hier geht Smits in seiner Analyse nicht weit genug.

    Ich sehe die ersten zwei Jahre als Übergang von A-Jugend zu den Damen als entscheidend an. Da stellen sich viele Weichen.

    Genauso ist es - sofern die Mädels vorher schon richtig an die Hand genommen worden sind. Sonst ist es am Ende der A-Jugend schon zu spät.

    Übrigens hat Zwickau auch eine Hochschule (https://www.fh-zwickau.de/) mit rund 3 Dutzend Studiengängen, darunter klassische BWL und verschiedene Managementrichtungen.

    Was soll das heißen "optimal für den Verein ausbeutet"? Birkner und die anderen Trainer sind Angestellte der Vereine und nicht des DHB. Demnach sind die Trainer auch den Interessen des Vereins verpflichtet.

    Wenn alle Trainer ausschließlich den Tunnelblick auf ihren Verein haben und ihnen alles andere egal ist, können wir die Nationalmannschaft gleich abschaffen. Die Förderung von jungen Spitzenspielerinnen im Verein sollte schon auch mit Blick auf die Nationalmannschaft erfolgen. Mehr noch: Es sollte doch zum Anspruch jedes Bundesligatrainers gehören, die besten Talente so zu entwickeln, dass sie in die Nationalmannschaft berufen werden. Gerade darum ging es ja in den vergangenen Jahren immer wieder in den Gesprächen der verschiedenen Nationaltrainer mit den Clubtrainern. Gebracht haben diese jedoch wohl leider nicht viel.

    Was dann die Bundesligatrainer daraus machen ist letztlich in deren Hand. Nehmen wir das von mir schon oft angeführte Beispiel Nele Franz. Torschützenkönigin ohne jegliche Abwehrarbiet unter Birkner. Wird der A-Nationalmannschaft somit immer nur ein maximaler Backup sein.

    Gutes Beispiel für eine vereinsorientierte statt persönlichkeitsorientierte "Förderung" (eher letztlich wohl Behinderung der Entwicklung) einer talentierten Spielerin! Genauso hatte ich das gemeint. Natürlich gehören - wie auch im Beispiel Wenzl - immer zwei dazu: Ein Trainer, der eine Spielerin optimal für den Verein ausbeutet und ein Mädel, das so "lieb" ist, dies mit sich machen zu lassen, anstatt einen für sich selbst optimalen Weg zu suchen.

    Aufgabe der Vereine ist es ja zunächst, den eigenen Bedarf an Spielerinnen zu decken. Wenn es also den üblichen Verdächtigen gelingt, mit zumeist noch jungen deutschen Spielerinnen eine Bundesligamannschaft zu stellen, machen die prinzipiell einen guten Job. Das Niveau der Liga insgesamt oder gar jenes der Nationalmannschaft zu steigern, ist aus meiner Sicht nicht deren Aufgabe.

    Das ist ja eben das Problem. Natürlich wird jeder Trainer einer Bundesligamannschaft primär daran gemessen, wie er den Club in der Liga positioniert und den formulierten Zielen gerecht wird. Doch wenn eine Spielerin das Potential für die Nationalmannschaft hat, sollte er deren Entwicklung mit Blick darauf besonders fördern und nicht aus Vereinsegoismus eher behindern.

    Ein Beispiel: Julia Wenzl war eines der größten Talente im deutschen Frauenhandball. Als jüngste Spielerin der Liga hatte sie 2 Tage nach ihrem 16. Geburtstag ihren ersten Einsatz beim THC. Über den Kontakt ihrer Mutter zu deren Landsmann Krowicki ging sie nach Oldenburg, weil sie unbedingt gleich RL spielen wollte und nicht wie - zunächst unter Leukefeld beim THC - auf LA. Anstatt sie auf Basis ihrer Stärken systematisch aufzubauen, wurde sie beim VfL aufgrund ihrer Variabilität überall dorthin geschoben, wo gerade Not an der Frau war - außer Tor, Kreis und RA hat sie dort wohl alles mal gespielt, und meist auch nicht schlecht. Aber die Förderung eines Talents sieht meines Erachtens anders aus, weshalb sie auch nie in der Nationalmannschaft angekommen ist (gehörte lediglich zeitweilig zum erweiterten Kaderkreis). So kann man aus Vereinsegoismus ein Talent ausbremsen - um es mal vorsichtig zu formulieren.

    dies mit den individuellen traningsplänen ist bei den meisten vereinen ganz normaler alltag

    und ist seit der zeit "minevskaja" sogar immer weiter verfeinert wurden, da etliche vereine mittlerweile

    sogar spezielle trainer-innen für die unterschiedlichen spielpositionen anbieten- nicht nur für den

    torwart, dies sogar mit technischen hilfsmitteln von denen man vor 3-5 jahrne noch geträumt hätte.

    Das will ich gar nicht in Abrede stellen, aber wo bleiben die Ergebnisse - gerade in dem entscheidenden Altersabschnitt zwischen 16 und 19? Was wurde in den letzten Jahren wirklich an Spielerinnen von internationalem Niveau hervorgebracht? Irgend etwas haut da nicht hin, denn das Niveau ist weder in der Liga noch bei der Nationalmannschaft gestiegen - um es mal vorsichtig zu formulieren.

    und es zeigt, dass die Vereine, die sich gute Nachwuchsarbeit in Deutschland auf die Fahne schreiben, ganz offenbar für den internationalen Vergleich doch nicht so gut ausbilden, wie sie behaupten, oder?

    Einige Vereine investieren schon viel in den Nachwuchs, denken dabei aber meist nur an sich und nicht an die Nationalmannschaft - deshalb in den letzten Jahren auch immer wieder Streit zwischen Club- und Nationalmannschaftstrainern. Wo gibt es schon individuelle Trainingspläne für besonders begabte Spielerinnen (wie z. B. vor Jahren für Minevskaja bei THC)? Und was hat eigentlich die sog. Elite-Förderung gebracht? Davon hat man schon lange nix mehr gehört.

    Ja, man bzw. frau kann auch mit einer anderen Spielweise erfolgreich sein, als sie in Europa üblich ist. Dazu braucht es allerdings Spielerinnen, die kreativ, ballsicher, sehr schnell auf den Beinen und konditionell so stark sind, dass sie von der ersten bis zur letzten Minute volles Tempo gehen können. Kein Gegner der Koreanerinnen konnte bei diesem Turnier am Ende noch etwas gegensetzen. Auchden Däninnen ging im Finale in den letzten 10 min. die Puste aus (kein Tempo mehr, schlechte Würfe, zu langsamer Rückzug ...). Und wiedermal hat sich gezeigt: Die Torfrau muss nicht unbedingt viele Bälle halten (Kaysen hat über weiteStecken phantastisch pariert!), sondern die entscheidenen (Und das hat Kim gemacht.).

    Apropos Torfrauen: Unsere Mädels nicht unter den 35 Besten: Weiss mit 27% unter "ferner liefen ...", Hübner taucht in der Statistik gar nicht auf. Aber wenn die Abwehr nicht zupackt ...

    Unter dem Strich bleibt die Erkenntnis, dass sich viele Teams seit der EM im letzten Jahr besser entwickelt haben als unsere Mädels (Individuelle Ausnahmen bestätigen nur die Regel.). Doch auch das ist keine neue Erkenntnis: In den letzten Jahren wurden die Platzierungen bei EM/WM von Altersgruppe zu Altersgruppe in Durchschnitt immer schlechter:

    U 17: Plätze 1, 7 und 2

    U18: Plätze 5 und 10

    U19: Plätze 5, 9 und 8

    U20: Plätze 13 und 7

    Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich unsere Mädels in diesem entscheidenden Altersbereich langsamer entwickeln als ihre Altersgenossinnen in anderen wichtigen Handball-Ländern. Da dies kaum genetisch bedingt sein dürfte, liegt hier offenbar ein schwerwiegender Systemfehler in der Nachwuchsausbildung vor. Auch das keine neue Erkenntnis? Richtig! Aber man kann nicht oft genug darauf hinweisen.

    Bei einem Abwehrverhalten wie in den letzten beiden Spielen hätte es auch gegen Korea und die Niederlande eine Chance gegeben. Hätte ... - leider ist die Mannschaft zu spät aufgewacht: 2 Niederlagen, und Du spielst eben nur noch um Platz 9 - 12. Schwachpunkt bleibt weiter die Wurfeffizienz. Es ist unsäglich, was die Mädels verballern!

    Röpcke zu recht Player of the Match. Aber auch sie konnte in diesem Turnier den in sie gesetzten Erwartungen nur teilweise gerecht werden.

    Das deutsche Team heute wieder mit viel Licht und Schatten. Insgesamt aber etwas präsenter als gegen die Niederlande.

    Das Spiel war sicher keine Augenweide, aber die Mädels haben wenigstens Charakter gezeigt und in der Abwehr wesentlich besser zugebissen als gegen Korea oder die Niederlande. Am Ende landen sie wieder in dem Bereich, wo sich deutsche Frauen-Nationalmannschaften in den letzten Jahren fast immer wiederfanden - mit wenigen Ausnahmen.

    Konnte man die Niederlage gegen Korea noch mit der ungewohnte Spielweise der Asiatinnen abtuen, so war das heute der Offenbarungseid: Die Niederländerinnen waren unseren Mädels in allen Punkten überlegen: Im Angriff schneller, sicherer, ideenreicher und mit besseren Würfen, in der Abwehr beweglicher und besser im Zupacken. Unsere Mädels dagegen im Angriff zu langsam und ohne Druck, nicht einmal ein Schirm für den Rückraum, kein einziger erfogreicher Gegenstoß, in der Abwehr zu langsam und meist ohne Zugriff. Im Vergleich zum vergangenen Jahr fehlt mir auch ein wenig das Feuer - der letzte Biss in der Abwehr und im Angriff. Schade ...

    Nun kam die "Stunde der Wahrheit" für unsere Mädels doch recht schnell. Was mir u. a. aufgefallen ist:

    • Sicher war es keine schlechte Idee, diesmal mit mehr kleineren, wendigeren Abwehrspielerinnen zu beginnen. Doch wenn sch diese immer wieder austanzen lassen, anstatt ordentlich zuzufassen, hilft auch das nix. Es ist der Reflex, der bei uns den Spielerinnen in der Abwehr eingepflanzt wird: Wenn die Gegnerin anläuft, gehst Du ein, zwei Schritte raus. Wie fatal diese Programmierung sein kann, hat sich z.B. bei Wipper gezeigt: Was gegen die Slowakei total richtig war, war heute absolut falsch. Zudem vergessen sie eine Erkenntnis, die wohl Isabell Klein mal so oder ähnlich formuliert hat: Wenn Du raustritts, muss es der Angreiferin wehtun. Genau das passierte heute nicht - mit Ausnahmen nach der Pause, als die Koreanerinnen schon davon beeindruckt waren und der Vorsprung schmolz.
    • Mit fiel auch auf, dass die Köpfe unserer Mädels recht bald runter gingen. Ich glaube nicht, dass dies mangelnder Wille war, sich gegen die Niederlage zu stemmen. Sie waren meines Erachtens mental überfordert von der unerwarteten Dominanz und Sicherheit, mit denen die Koreanerinnen dem Spiel ihren Stempel aufdrückten und einen immer größeren Vorspruch herausspielten. Wenn Du nicht weißt, was Du dagegen machen kannst, stellt sich eine Art Ohnmacht ein. Das ist nicht schön, aber verständlich. In der 2. Halbzeit hatten sie sich zunächst daraus befreit, aber als dann vorn nix reinging (Unsere Mädels haben viel schlechter geworfen als die Koreanerinnen!) und der Ausgleich nicht gelang, gingen die Köpfe wieder nach unten.
    • Ich würde nicht pauschal sagen, dass unser Positionsangriff nicht funktioniert. In diesem Fall fehle einfach ein Plan B gegen die (gewiss erwartete) extrem offensive Abwehr der Koreanerinnen. Endlose Querpässe über ganze Breite des Feldes schaffen da keine Lücken. Es gab kaum Arbeit in der Kleingruppe, um Spierinnen frei zu bekommen und die vorgezogenen Abwehrspielerinnen auszuschalten. Zudem hatte Leuchter einen gebrauchten Tag, auch Kühne konnte diesmal nicht glänzen wie gewohnt.
    • Auch die Torhüterinnen hatten sicher keinen Sahnetag, doch sie trifft an der Niederlage wohl die wenigste Schuld. Fast alle Gegentore entstanden aus freien Würfen - da ist nix zu machen. Zudem haben die Koreanerinnen exzellente Außen mit einem breiten Wurfspektrum - schon auf diesen Positionen war der Unterschied zu unseren Mädels ziemlich krass.

    Nun kann man gespannt sein, wie es weitergeht:

    • Werden unsere Mädels bis morgen die Niederlage aus dem Kopf bekommen? Sonst ist morgen bei einer Niederlage gegen die Schweiz sogar das Aus möglich.
    • Wer wird Korea stoppen? Dazu ist es erforderlich, sie gar nicht ins Laufen kommen zu lassen, ihren Spielfluss früh zu unterbechen, die Spielerinnen energisch festzumachen. Das behagt ihnen gar nicht, wie sich heute teilweise in der 2. Halbzeit gezeigt hat.

    39 zu 18,

    damit 30 zu 8 lauf.....

    überragend für mich in allen bereichen, war ja nun nicht grad n pillepalle spiel.

    ausser ca. der ersten viertelstunde hab ich da auch keine schwierigkeiten im positionsspiel gesehen-

    das war für mich eine ganz klasse gesamtleistung- respekt für die u 18.

    Endlich hat es mal wieder richtig Spaß gemacht, einer unserer weiblichen Nationalmannschaften zuzusehen. Dabei haben einige der stärksten Spielerinnen wir Leuchter, Kühne oder Röpke die meiste Zeit auf der Bank gesessen, weil sie gar nicht gebraucht wurden, um das Spiel souverän nach Hause zu bringen. Auch die Wechsel (Ich glaube, alle Spielerinnen hatten Einsatzzeiten.) brachten keinen Bruch ins Spiel. Apropos Nieke Kühne: Sie hat sich toll entwickelt und wunderbar gezaubert, da lacht das Handballerherz. Aber Player of the Match war für mich eindeutig Tabea Wipper. Sie hat sofort nach ihrer Einwechslung den linken Rückraum der Slowakinnen (und damit deren stärkste Spielerin) total abgemeldet und vorn schöne Tore und Anspiele gemacht.

    So kann es in diesem Turnier weiter gehen. Mal schauen, was die Wundertüte Korea in diesem Jahr auf die Platte zu bringen hat und wie es unseren Mädels gelingt, sich auf die völlig andere Spielweise dieser Mannschaft einzustellen. Da gab es früheren Jahren schon sehr interessante Duelle mit teilweise knappem Ausgang.

    Ich finde die Transfers diese Saison ist eher in allen Klubs eher defensiv-die großen Knaller blieben aus-die Abgänge wurden eher nicht 1:1 in der Qualität ersetzt-insgesamt ist mehr Qualität gegangen als gekommen.

    Auch ich sehe es so, dass die Qualität der Bundesliga in der kommenden Saison nachlassen wird. Lediglich sechs Mannschaften konnten wohl die Qualität des Personals etwa halten: BBM, Halle (wird evtl. sogar etwas stärker), Bensheim, Blomberg, Oldenburg und Waiblingen (wenn man dort überhaupt von Ligaqualität sprechen kann - lassen wir und überraschen!). Schwächer werden meines Erachtens BVB, BSV, Metzingen, Bayer und Wildungen (wenn nicht noch wesentliche Zugänge kommen).

    Und dann haben wir noch die drei Wundertüten THC, SUN und Zwickau, die mit ihren Totalumbrüchen überhaupt nicht einzuschätzen sind. Bei diesen Mannschaften wird es davon abhängen, wie schnell sie sich finden. Wie schwer das ist, hat sich zuletzt gerade beim THC gezeigt. Von der individuellen Klasse her müsste der THC eigentlich stärker werden - aber das wurde in der Vergangenheit auch schon gedacht. Die Findungsprozesse in diesen drei Teams werden zudem durch die frühe EM-Pause nicht gerade gefördert.

    Es könnte sein, dass uns seine Saison mit vielen Überraschungen bevorsteht, bei der für mich nur der Meister klar ist und Waiblingen, Wildungen und Zwickau die vorrangigen Abstiegskandidaten sind.

    Bei der U20 ist es wie bei den "Großen": Wenn die Mädels gegen eine echte Spitzenmannschaft spielen, zeigt sich, wie groß der Abstand zur Spitze wirklich ist - und zwar in (fast) jeder Hinsicht. Lediglich die Torfrauen können international einigermaßen mithalten.

    Angola möchte nicht 1. werden. Schweden und dann Ungarn klingt schlechter als Holland und dann Norwegen. Vielleicht sollten die Deutschen von den +9 wieder was abgeben.

    Könnte so sein, bin mir aber nicht sicher. Die heftigen Reaktionen des angolanischen Trainers ließen jedenfalls nicht darauf schließen, dass eine solche Klatsche gewollt war.

    Freue mich, dass unsere Mädels heute ein völlig anderes Gesicht gezeigt haben. Da war über weite Strecken mehr Tempo im Spiel und mehr Engagement in Abwehr und Angriff.

    Es wird nach neuen Regeln gespielt. Die Außen war durch, hatte Kontrolle und die Torhüterin hat den Kopf nicht zum Ball bewegt. Deswegen nach neuen Regeln 2 min..

    Danke für die klare sachliche Information. Diese Regeländerung hatte ich tatsächlich noch nicht mitbekommen. So wünsche ich mir die Diskussion auf dieser Seite - ohne blöde Anmache, weil jemand mal etwas nicht weiß. Schließlich ist so ein Forum auch dazu da, Wissenslücken zu schließen - nach meinem Verständnis jedenfalls.

    Mit diesem Angriff wird spätestens im Viertelfinale Schluss sein.

    Das ist ja völlig unstrukturiert.

    Nicht nur unstrukturiert, sondern in jeder Hinsicht unterirdisch: behäbig, ideenlos, kaum Zug zum Tor und aus allen Positionen zu viele schwache Würfe. Auch von einem Aufbäumen gegen die Niederlage war nix zu spüren - weder im Angriff noch in der Abwehr. Da standen die Tschechinnen - bestimmt keine Übermannschaft - ganz anders unter Feuer und haben absolut verdient gewonnen.

    Gegen die Angolanerinnen sehe ich für unsere Mädels kaum eine Chance. Die haben heute begonnen wie die Feuerwehr, allerdings in der 2. Hz stark nachgelassen. Dies schien mir auch eine Konditionsfrage zu sein. Wenn es doch eine Chance gibt, besteht sie meines Erachtens darin, Angola nicht zu weit wegziehen zu lassen und am Ende mit der (hoffentlich!) überlegenen Kondition zu punkten.

    Die Schiedsrichter haben heute wiedermal zu vielen (meiner Meinung nach zu vielen) Zeitstrafen gegriffen (insbesondere im Spiel Angola - Slowenien) und hatten offenbar den gelben Karton vergessen. Was ich nicht verstanden habe: Nach einem Kopftreffer der Torfrau bekam die angolanische Spielerin 2 Minuten. Meines Erachtens geht das gar nicht. Entweder es wird auf Absicht entschieden, dann ist es Rot. Oder es ist eine normale Spielhandlung ohne Absicht (zumal sich die Torfrau bewegt hat), dann geht das Spiel nach Behandlung der Torfrau ohne Strafe weiter. Wie seht Ihr das?