Mich überrascht überhaupt nicht, was jetzt an das Licht gekommen ist. Lange bevor der Skandal beim BVB aufploppte (Zschocke und Berger Dank und Respekt!), hatte ich in der Handballecke eine Bemerkungen zu bestimmten Eigenschaften Fuihrs gemacht. Diese wurden von den Moderatoren sofort gelöscht, mir eine Verwarnung erteilt und die evtl. strafrechtliche Relevanz meiner Bermerkungen verdeutlicht. Deshalb habe ich zu diesem Thema weitgehend die Klappe gehalten - mit einer Faust in der Tasche.
Nun äußere ich mich doch wieder, weil es einen Gesichtspunkt gibt, der hier meines Wissens noch gar nicht erwähnt wurde und auch im "Spiegel"-Artikel nur am Rande eine Rolle spielt: So ein System des Terrors, der Unterdrückung und Erniedrigung, wie es Fuhr aufgebaut hatte, konnte auch deshalb nur funktionieren, weil er nicht alle Spielerinnen gleich schlecht behandelt hat. Es gab immer welche, die er bevorzugte und belohnte - bis hin zu jenen, die seine Annäherungsversuche nicht abgewehrt haben (sind ja teilweise bekannt). Diese haben ihn wiederum dadurch belohnt, dass sie Informationen über andere Spielerinnen zu ihm durchgestochen haben, wodurch es ihm möglich war, diese ganz gezielt unter Druck zu setzen. Diesen Mechanismus erwähnt ja auch Anja Ernsberger im "Spiegel". So hat Fuhr ein Klima des Misstrauens und der Verunsicherung, aber auch der Abhängigkeiten (siehe Kim Berndt im "Spiegel") geschaffen, auf dem seine Macht maßgeblich basierte, die er schrittweise immer weiter ausbaute und perfektionierte.