Beiträge von Löwenherz

    Nun kommt alle mal wieder runter! Ihr tut ja gerade so, als habe Messi auf Lebenszeit beim HSV angeheuert. Was ist denn wirlkich passiert?

    Eine 22jährige Nationalspielerin (mit viel Potential, aber längst noch nicht an der Spitze) hat für (nur !!!) 2 Jahre bei einem langjährigen Spitzenteam der Liga unterschrieben. Wenn sie sich weiter gut entwickelt, geht sie danach wahrscheinlich ins Ausland. Ob sie nun in der kurzen Zwischenzeit beim THC oder beim HCL spielt, ist nicht mehr als eine Fußnote in der Geschichte der Bundesliga.

    Abgesehen davon, dass ich diesen Schritt auch nicht verstehe: Ob die Unterschrift in Leipzig für Minevskaja eine richtige Entscheidung oder ein Fehler war, wird sich in den nächsten beiden Jahren erweisen. Nicht stichhaltig sind allein ihre "Begründungen". Wenn sie die waren Gründe dafür nicht nennen will, hätte sie besser den Mund halten sollen, denn an den von ihr genannten Wechselgründen ziehen sich jetzt die Leute mehr hoch als an der Unterschrift beim HCL. Hier ist sie offenbar noch zu naiv und hat die Folgen ihrer Äußerungen nicht abschätzen können.

    Für den Wechsel nach Leipzig kann es aus meiner Sicht nur zwei Gründe geben: Entweder das Angebot und die Versprechungen des HCL für Minevskaja und ihren Freund waren so gut, dass sie nicht widerstehen konnte (und schon jetzt unterschrieben hat - das hätte gewiss auch noch etwas Zeit gehabt) oder es gibt Gründe im zwischenmenschlichen Bereich, aus denen sie nicht nach Thüringen zurückkehrt. Beides wäre verständlich. Am wahrscheinlichsten ist für mich eine Kombination beider Faktoren.

    Und letztlich sollte nicht vergessen werden, dass beim THC in der nächsten Saison eine völlig andere Mannschaft auf der Platte stehen kann. Denn außer bei Müller und Krause laufen dort alle Verträge aus.

    So, nun lasst das Mädel in Ruhe und beschäftigt Euch wieder mit Handball.

    Die Sache ist doch ganz einfach: Jede ambitionierte Spielerin möchte die CL gewinnen. Und dafür werden wohl auf absehbare Zeit aus finanziellen nur 3 Mannschaften infrage kommen, die alle in Osteuropa beheimatet sind. In Frankreich scheint zwar wieder mehr Geld für dne Frauenhandball zur Verfügung zu stehen, aber die guten (auch zunehmend wieder ausländischen) Spielerinnen sind auf zu viele Clubs verteilt, als dass sich demnächst eine absolute Spitzenmannschaft herausheben könnte: eine starke Liga, aber ohne Überflieger - ähnlich wie in Dänemark (wo aber das Geld immer knapper zu werden scheint). Und Larvik? Man hat dort zwar zaghaft mit der Verjüngung begonnen, aber der große Umbruch steht noch bevor. Und wie der ausgeht - das steht in den Sternen.

    Übrigens scheint die hohe Zahl ausländischer Spielerinnen die Qualität der Nationalmannschaften nicht gerade zu befördern, wie die EM zeigte, bei der alle osteuropäischen Teams (außer den Slowakinnen) deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Dieses Phänomen hatten wir ja schon im vergangenen Jahrzehnt in Dänemark ...

    Da wäre ich sehr vorsichtig! Der THC müsste für Platz 3 wahrscheinlich alle Spiele gewinnen, denn Wolgograd kann - wie der THC - Skopje ebenfalls schlagen und nimmt 4 Punkte mehr mit als der THC. Allein bei einer Niederlage in Wolgograd hätte sich - unabhängig von den anderen Spielen des THC - der 3. Platz höchstwahrscheinlich erledigt. Und für Platz 4 sind auch der HCL (mit schon 4 Punkten) und Krim (die immerhin in Wolgograd gewonnwn haben) keineswegs chancenlos. Das kann eine spannende Kiste werden! Bei Platz 4 ginge es im Viertelfinale wahrscheinlich gegen Györ, bei Platz 3 gegen Larvik - da kannst Du eigentlich nur zwischen Pest und Cholera wählen.

    Trennung im gegenseitigen Einvernehmen?So ein verlogener Text.

    Diesmal steht der Verein offensichtlich hinter seinem Trainer.
    Beim Vorgänger T.Orneburg war das noch anders rum.

    Bedeutet das, Visser hatte sich gegen den Trainer gestellt und wurde rausgeworfen? Schwelte da schon länger ein Konflikt oder hat das verlorene Spiel gegen Wolgograd eine Rolle gespielt? Visser war das Rückgrat beim HCL, wie sich gerade heute zeigte. Wer wird diese Rolle nun übernehmen? Bleibt wohl nur Kudlacz, oder?

    Ich sehe die letzten Sekunden der Verlängerung genauso wie Arcosh, aber die Leistung der Schiedsrichterinnen waren insgesamt eine Katastrophe - wobei die Fehlentscheidungen überwiegend zu Lasten der Leipzigerinnen gingen. Ein Beispiel ist die Verteilung der Strafzeiten. Eigentlichen hätten die Ungarinnen in der letzten Viertelstunde ständig nur zu fünft auf dem Feld stehen dürfen. Da wurden ganz offensichtliche Fouls nicht geahndet, wie z. B. der Stoß gegen Anne Müller, ohne dass ein Ball in der Nähe war. Hingegen war die Strafe gegen Anne Müller eine Lachnummer.

    Mein Fazit: Ständige Fehlentscheidungen, aber alles in allem sehe ich nicht, dass der HCL durch die Schiedsrichterinnen bevorteilt wurde.

    .. womit letztlich bewiesen wäre, was der Rauswurf von Leukefeld und die Verpflichtung von Andersen für ein toller Wurf war: Quote Leukefeld: 8 von 18 Pflichtspielen gewonnen (44,4 %), Quote Andersen: 3 von 8 Pflichtspielen gewonnen (37,5 %). Die Quote kann natürlich in der Abstiegsrunde nur noch besser werden - sollte man zumindest meinen. Neue Besen kehren eben nicht immer gut ...

    Die Beantwortung dieser Frage kann nur durch absolute Insider vorgenommen werden. Aber wer ist das schon?

    Das mag richtig sein, doch meines Erachtens sprechen die Fakten eine ziemlich deutliche Sprache: Wenn eine Mannschaft mit 7 erstligaerfahrenen Spielerinnen (darunter 2 der besten deutschen Abwehrspielerinnen!!!) und weiteren guten Leuten (wie z. B. Anna Eber, die das Handballspielen beim THC erlernt hat, deutscher B-Jugend-Meister war und schon schon damals eine gute Abwehrspielerin) in 2 Spielen hintereinander je 33 Buden kassiert (dazu 18 Stück in 35 min. zu Hause gegen Kirchhof, da stand es 9:18!), dann ist klar, dass hier die Einstellung nicht stimmen kann. Mit der Verkündung des Aufstiegsanspruchs vor einigen Wochen (was sich nach dem Zugang von Natalie Augsburg und Janine Wegner nicht mehr umgehen ließ) glaubten wohl einige der Mädels, das ginge nun von selbst und die Gegener würden die Punkte mit der Post nach Berlin senden. Wir werden sehen, wie schnell der Schalter in den Köpfen umgelegt werden kann. Denn von der personellen Besetzung her müssten die Füchse in der 2. Liga eine ähnlich dominante Rolle spielen wie der THC in der 1. Liga.

    Dago Leukefeld hat Erfahrung mit solchen Situationen und wohl auch genügend Durchsetzungsvermögen gegenüber den Berliner Diven. Ob er sich dies nach der Erfahrung in Bietigheim nochmal antun wird, ist allerdings fraglich. Ach ja, und Thorsten Schmid steht doch auch noch zur Verfügung. Vielleicht wird es aber wiedermal ein Däne ...

    Zitat

    "Selbst solche falschen Schirientscheidungen gesehen?"

    Ja, allerdings. Exemplarisch genannt seien nur die sehr unterschiedlichen Auslegungen der Offensivfoul-Regel bei beiden Mannschaften und die nicht mit Zeitstrafen geahndeten Schläge, die die Leipziger Abwehr in Richtung Göppinger Spielerinnen (Gesicht, Hals) ausgeteilt hat.

    Zitat

    "Da ehemalige Spieler oftmals noch weniger Regelkenntnis haben als der eine oder andere Zuschauer wäre ich mit solchen Aussagen vorsichtig..."

    Ich halte Anne Ulbricht für eine kluge Frau mit sehr guten Regelkenntnissen und einer außerordentlichen Fähigkeit, ein Spiel zu lesen. Sie hat die Schiedsrichterentscheidungen zudem garantiert nicht durch die Göppinger Brille betrachtet.

    ... und zwar nicht selten mit Hilfe der Schiedsrichter! Häufigster Satz der (sehr guten!) Co-Kommentatorin Anne Ulbricht bei falschen Schiedsrichterentscheidungen im heutigen Spiel gegen Göppingen: "Jetzt haben wir aber Glück gehabt!"

    HaHoHe: Genauso habe ich das auch gesehen:
    "Die THC-Kreisläuferin war im 41:29 gewonnenen Spiel gegen Buxtehude von Friederike Gubernatis mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden, wie auch Fotos zeigen. Gubernatis bekam dafür lediglich eine Zwei-Minuten-Strafe und nicht die Rote Karte, die sie in dieser Saison schon zweimal erhielt." (Thüringer Allgemeine)

    Ich bin sehr wohl für gesunde ("internationale") Härte, aber so etwas hat mit Handball nichts zu tun und muss strikt unterbunden werden, sonst geht unser Sport kaputt. In diesem Fall hat das dazu geführt, dass der THC gerade mal noch 10 Feldspielerinnen zur Verfügung hat - nicht gerade optimal vor den anstehenden englischen Wochen.

    Kudlacz und Viborg - das würde für beide Seiten Sinn machen: Kudlacz ist mit Oerneborg heftigst über Kreuz und in Viborg gibt es dringenden Handlungsbedarf: Rikke Skov hat sich am 28.12. im dänischen Pokalendspiel das Kreuzband gerissen. Dann wäre nach Augsburg auch die zweite Spielerin weg, die mit den HCL einen "Rentenvertrag" bis 2016 hatte.


    Mit Friederike Gubernatis reicht es nun bald. Nachdem sie schon Anne Müllers schwere Verletzung verursachte (wenn auch indirekt), hat sie nun Danick Snelder mit einem heftigen Schlag das Nasenbein gebrochen. Das war für mich klar Rot, sie bekam aber - wie damals, als sie eine Spielerin auf Anne Müller gestoßen hat - nur 2 Minuten. Gubernatis haut einfach nur drauf, ohne Rücksicht auf Verluste. Das sollte sich unter den Schiedsrichtern langsam herumsprechen und zu angemessenen Bestrafungen führen.

    Der Weggang von Augsburg (die neben Kudlacz als einzige Spielerin beim HCL einen "Rentenvertrag" bis 2016 hatte) ist offenbar nur die Spitze das Eisberges. Deshalb meine Fragen an die Kenner der Situation beim HCL: Stimmt es, dass
    - die Spielerinnnen seit mehreren Monaten kein Geld bekommen haben?
    - verletzte Spielerinnen angehalten wurden, die Krankschreibung möglichst lange auszudehnen, um Kosten zu sparen?
    - Anne Müller vorübergehend suspendiert wurde?
    - das Spiel in Leverkusen für Oerneburg das letzte Spiel in Leipzig gewesen wäre, wenn der HCL dort verloren hätte?
    - selbst die Position von Hähner beim HCL nicht mehr unumstritten ist?

    Wenn es stimmen sollte, dass der HCL (der sich immer als Musterbeispiel für eine solide Finanzierung präsentiert hat), wirtschaftliche Schwierigkeiten hat: Wo sind die Ursachen dafür? Meistens kommt so etwas nicht von heute auf morgen - es sei denn, es wäre plötzlich ein großer Sponsor weggebrochen.

    Wahrscheinlich weder/noch: Es gibt einfach bestimmte ungeschriebene "Spielregeln", die von der IHF in ihrem Kommentar auch indirekt bestätigt wurden (ungewollt natürlich): Die Endspielteilnehmer und - sofern nicht dazu gehörend - der Gastgeber (falls nicht frühzeitig ausgeschieden) sind angemessen zu berücksichtigen. Das ist diesmal mit vier Spielerinnen erfolgt. Die sonst sehr gute, aber in den letzten Spielen eher blasse Amorin als MVP kann nur in diesem Sinne verstanden werden, obwohl - wenn es schon Brasilien sein musste - Rodrigues mit ihrer Dynamik und vielen unglaublichen Würfen diesen Titel meines Erachtens eher verdient gehabt hätte. Auch Damnjanovic fällt für mich in die Kategorie dieser Spielregeln, wobei es eine wirklich überragende RL diesmal nicht gab. Steinars Votum für Piedade kann ich nachvollziehen - nicht nur aufgrund der Krankheitsgeschichte. Kreisläufer werden meist nur an den Toren gemessen - das wäre bei Piedade ein schwerer Fehler. Sie macht zwar nur relative wenige Tore, rackert aber im Angriff unermüdlich und bindet deshalb meist 2 Abwehrspielerinnen, dazu ist sie meiner Ansicht nach eine der besten Abwehrspielerinnen überhaupt. Deshalb wäre sie für mich sogar als MVP infrage gekommen, auch - oder gerade weil - sie eher unauffällig spielt, aber eben sehr wirkungsvoll.

    Dass 3 Spielerinnen aus Mannschaften berücksichtigt wurden, die bereits im Viertelfinale ausgeschiedenen sind, halte ich für gut - das war nicht immer so. Müllers Nominierung ist gewiss ohne Diskussion. Görbicz war gut, wurde wohl aber eher für ihr Lebenswerk geeehrt als für den Auftritt bei dieser WM. Andernfalls hätte dort Kristiansen hingehört, die ihre Qualität im "kleinen Finale" nochmals nachdrücklich unter Beweis gestellt hat. Diese Frau hat eine tolle Entwicklung genommen!

    Dazu haben wir keine verschiedenen Meinungen. Man spielt eben nur so gut, wie es der Gegener zulässt (5 Euro ins Phrasenschwein). Wie ich schon schrieb: "Wie man den Däninnen beikommen kann, hat Brasilien heute anschaulich
    vorgeführt: Mit einer sehr beweglichen, schnellfüßigen 6 - 0 - Deckung,
    die rechtzeitig und konsequent auf die ballführende Spielerin
    heraustritt und damit den Spielfluss unterbricht oder zumindest stört." Zu dieser Art von Abwehrspiel scheinen wir in Deutschland eine andere Auffassung zu haben (Man könnte auch sagen: Wir haben hier offenbar einen Trend verschlafen.): Nicht nur die Frauen-Nationalmannschaft kann das nicht, auch keine unserer Bundesligamannschaften ist in der Lage, eine solche Art von Abwehr auf internationalem Niveau zu spielen. Selbst der THC lässt die gegenerischen Angriffe meist viel zu lange laufen, anstatt frühzeitig konsequent zu stören - was Brasilien oft gleichzeitig mit 2, manchmal sogar mit 3 Spielerinnen gemacht hat, wodurch es den Angreiferinnen meist weder möglich war, platziert auf das Tor zu werfen, noch den Ball sinnvoll weiterzuspielen. Das sieht dann bei den Angreiferinnen ideenlos aus, doch die Ideen wurden nur frühzeitig erkannt und konsequent durchkreuzt. Was dann an Notwürfen durchkam, konnte Arenhart teilweise "mit der Mütze" wegfangen - ohne ihre tolle Leistung schmälern zu wollen.

    Das Spiel gegen Dänemark hat deutlich gezeigt, dass diese Einschätzung richtig ist. Dabei muss er bei sich selbst bzw. im Betreuerteam anfangen. Ich teile die Einschätzung von härter_schneller, dass die deutsche Bank einen erheblichen Anteil an der Niederlage hat.

    1. Wenn es in einem Spiel wie diesem zunächst vor allem um Sicherheit im Angriffsspiel gehen muss, um nicht die gefürchteten Gegenstöße zu kassieren, dann kann man in der Spielmacherposition nicht mit einer "jungen Wilden" (mit hohem Fehlerpotential) beginnen (auch wenn diese ihre Sache in den vorhergehenden Spielen gut gemacht hatte). Loerper hätte diesmal am Beginn spielen müssen. Wenn dann genau das eintritt, was man unbedingt vermeiden wollte, macht sich naturgemäß Unsicherheit breit, die angesichts der hohen Motivation (die unverkennbar war!) teilweise in überzogene Aggressivität und diese wiederum u. a. in Zeitstrafen mündete (wenngleich diese von den meinerseits seit Jahren "heiß und innig geliebten" französischen Schiedsrichterinnen zwischen beiden Mannschaften nicht völlig angemessen verteilt wurden, wie I. Klein in ihrem Co-Kommentar bereits befürchtet hatte - aber das ist ein anderes Thema).

    2. Ich teile ebenfalls die Auffassung, dass die 5 - 1 - Abwehr eine krasse Fehlentscheidung des Trainers war. Wir konnten sehen, wie die arme N. Nadgornaja zwischen den schnellen dänischen Rückraumspielerinnen herumirrte, ohne deren Wirkung nennenswert einschränken zu können. Im Gegenteil: Diese Variante öffnete den Däninnen die Lücken, in die sie über Außen oder zwischen 1 und 2 hineinstießen und die entscheidenden Tore erzielten bzw. Strafwürfe herausholten. Nadgornaja gehört in den Mittelblock, was sich nicht zuletzt dadurch belegen lässt, dass sie bis dahin zu den Spielerinnen mit den meisten Blocks im gesamten WM-Feld gehörte. Wie man den Däninnen beikommen kann, hat Brasilien heute anschaulich vorgeführt: Mit einer sehr beweglichen, schnellfüßigen 6 - 0 - Deckung, die rechtzeitig und konsequent auf die ballführende Spielerin heraustritt und damit den Spielfluss unterbricht oder zumindest stört.

    3. Was die deutsche Bank in den letzten 10 Minuten bot, war nicht nur konzeptionslos (wie härter_schneller zurecht schreibt), sondern auch mutlos. Wenn der Trainer sieht, dass einige Spielerinnen platt sind und vorn nichts mehr läuft, dann muss er wechseln - auch auf die Gefahr hin, dass es schief geht. Warum nicht gerade jetzt den "jungen Wilden" eine Chance geben, die vielleicht noch einmal Druck auf die dänische Abwehr erzeugen können? So, wie es lief, konnte es jedoch nichts werden.

    Alles in allem musste man neidlos anerkennen: Dänemark hatte die klar bessere Mannschaft: Sicher in der Abwehr, mit einem sehr schnellen Ball druckvoll und zielstrebig im Angriff - und dabei auch schön anzusehen (meines Erachtens der attraktivste Stil aller Spitzenmannschaften!). Das ist moderner Handball! Wir werden von diesem (übrigens ersatzgeschwächt nach Serbien gereisten!) Team in den nächsten Jahren wohl noch allerhand zu sehen bekommen.

    Anderes Thema: Welche generellen Entwicklungen im Frauenhandball sind Eurer Meinung nach bei dieser WM zu erkennen? Dazu hat sich bisher noch niemand geäußert. Und auch zu den Schiedsrichterleistungen (speziell zu einigen Regelauslegungen) gäbe es meiner Meinung nach schon allerhand Gesprächsstoff ...

    Der THC kam im letzten Jahr nicht mit 8, sondern mit 6 Punkten nur in den CWC, desgleichen Podravka und Hypo. Kennt jemand einen Fall aus früheren Jahren, dass eine Mannschaft mit 8 Punkten nicht in die Hauptrunde kam? Theoretisch ist das natürlich möglich, hätte z. B. in der vergangenen Saison dem THC passieren können.

    Ob Bestechung oder nicht: Solche Schiedrichter gehören nicht in die CL. Um nur wenige Fakten zu nennen:

    1) 2 der 5 Zeitstrafen gegen den THC (1.Strafe Barbosa, Luzumova) waren unberechtigt, die Strafe gegen Wohlbold zumindest fragwürdig. Insbesondere bei Barbosa haben die beiden Zeitstrafen am Anfang des Spiels die "gewünschte" Wirkung hinterlassen. Sie hat sich nicht mehr getraut, in der Abwehr zuzugreifen, und auch im Angriff merkte man ihr die Verunsicherung deutlich an.

    2) Mindestens 3 klare Strafwürfe hat der THC allein in der 2. Halbzeit nicht bekommen (36.min Barbosa - am Trikot festgehalten, 53.min Luzumowa - eine klarere Strafwurfsituation gibt es überhaupt nicht, 57.min Snelder - das hätte sogar 2 min. geben müssen)

    3) Die Schrittregel kannten die Schiedsrichter offenbar nicht. Z. B. vor dem Siebenmeter, der zum 14 : 18 führte, hatte Puiu bereits 5 Schritte gemacht, bevor sie von Mietzner (ungeschickt!) gefoult wurde.

    Ach, es macht keinen Spass, die endlose Liste der Schiedsrichterfehler in diesem Spiel weiter aufzuzählen. Da mag man nicht an Zufall glauben. Aber der THC hätte das Spiel mit seinem Potential trotzdem gewinnen müssen - siehe oben.

    Baia Mare 20-19 THC

    War am Ende knapp, ist trotzdem enttäuschend.

    Ja, Siebenberger, das war sehr enttäuschend, obwohl ich es befürchtet hatte. Trotz klarer Benachteiligung durch die Schiedsrichter: 19 Tore sind in einem CL-Spiel viel zu wenig. Der THC ist hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Hoffentlich hört nun das Gerede auf, der THC sei eine der besten Mannschaften Europas und das Halbfinale sei möglich. Diese Sprüche dienten doch einigen BL-Trainern nur dazu, von vornherein vor (evtl. hohen) Niederlagen gegen den THC vorzubauen und die eigene Leistung aufzuwerten. Ich sehe den THC noch keinesfalls ganz vorn in Europa.

    Das geht schon bei den Torfrauen los: Mit durchschnittlichen Quoten unter 25% kannst Du in der CL nix reißen. Wohlbold wirkt schon jetzt überspielt, ohne Ideen, ohne Druck (Müller sollte Luzumova mehr spielen lassen, die hatte auch heute wieder ein paar starke Szenen und stand in der Abwehr gut.). Und was von den Außen kommt, geht zur Zeit überhaupt nicht. Deren Trefferquote ist bei allen guten CL-Mannschaften deutlich besser. Snelder steht zwar in der Abwehr gut (wenn auch noch mit Reserven), bewegt sich aber vorn zu wenig und produziert kaum noch Tore (heute gar keins) oder Siebenmeter. Engel (1 Tor) kann man zur Zeit im Angriff leider völlig abschreiben und Jakubisova hat seit einiger Zeit eine sehr hohe Fehlerquote (heute 1 von 5, wenn ich richtig gezählt habe). Ganze 5 Tore vom rechten Flügel (Barbosa 3) - da ist kein Blumentopf zu gewinnen. Heute fehlte auch die Einbindung von Barbosa völlig. Nicht ein einziges Mal wurde versucht, für sie eine Sperre zu setzen. Man vertraut offenbar darauf, dass sie sich (wie in der BL) schon allein durchsetzt - und das hat eben Grenzen gegen eine gute Abwehr, die noch dazu nicht in Bewegung gebracht wird. Auch die Gegenstöße laufen nicht, obwohl es gerade heute etliche Balleroberungen in der Abwehr gab - doch es wird nichts daraus gemacht. Es geht beim THC zur Zeit alles zu langsam. Man könnte auch sagen, er ist offenbar dem (erforderlichen) Tempo in der CL nicht gewachsen.

    Vielleicht schreiben noch einige Mitglieder (auch THC-Fans, die im Baia Mare vor Ort waren), wie sie die Dinge sehen. Ich freue mich auf Widerspruch!

    Die Entwicklung von F.Gubernatis habe ich seit ihrer Jugendzzeit verfolgt. Sie war schon immer eine gute Abwehrspielerin, aber in den letzten Jahren ist sie tatsächlich immer ruppiger und unfaier geworden.

    Für das Spiel Bux - HCL she ich das genauso wie Germanicus: Zuerst hat sie in der 6.Minute S.Müller böse gestoßen (schon dafür hätte es mehr geben müssen als Gelb) und eine Minute später in der gleichen Weise S.Lang, die dadurch auf A.Müller gefallen ist - mit der bekannten Folge. Dafür gab es dann endlich 2 Minuten. Generell wird meiner Meinung nach diese Stoßerei in der Bundesliga nicht angemessen bestraft.