Wenn der TBV Lemgo Pleite geht, hat die Lipperlandhalle keinen Dauernutzer mehr. Deshalb ist diese Beteiligung auch eine "betriebswirtschaftliche" Entscheidung der Stadt. "Eine Kuh die man melken will, muss auch gefüttert werden", lautet ein Sprichwort.
Wäre diese Beteiligung ein Tabu-Bruch bezüglich des deutschen Handballs? In Györ wird der dortige "Frauen-Handball-Club" Győri ETO KC im erheblichen Maß von der Stadt Györ unterstützt, dies ist für mich im europäischen Maßstab schon "wettbewerbs-verzerrent"? In Deutschland war bisher so etwas "Direktes" undenkbar. Dass aus der Beteiligung der Stadt am TBV jemals Gewinne in die Stadtkasse fließen, gehört mit Sicherheit ins Reich der Fabeln. Ich denke dies wird in Lemgo auch nicht behauptet.
Aber was gab es im Fußball nicht schon für Sachen: Stadien wurden den Vereinen durch die Städte abgekauft, die die Vereine weiter nutzen, ggf. wurden die Stadionmiete erlassen, und so weiter und so sofort. So lange die Städte ihre eigentlichen Aufgaben ohne Abstriche erfüllen, "kann ich damit noch so einigermaßen leben". Sollten andererseits wichtige Lehrmittel für Schulen bzw. Mittel für KITAs auf der "Streichliste" stehen oder im Bereich Kultur gibt es ein „Streichkonzert negativer Art“, ist die Schmerzgrenze für mich überschritten.
Man wird sehen wie sich die Sache in Lemgo entwickelt.