Beiträge von Graphitteller

    Was meinst du damit?Wofür plädierst du um Begeisterung zu erzeugen?
    "Keinen Schnitt nicht erlauben" würde doch einen Schnitt bedeuten? Oder ist das ein Missverständnis ?

    Es ist ein Missverständnis, es ist eine "Verneinung" zuviel. Im Original-Post habe ich es schon geändert! Richtig muss es heißen: "Und weil man sich keinen expliziten Schnitt erlauben kann, wird man auf der Stelle treten ...".

    Wenn Norwegen so weiter spielt wie im Moment, werden sie das Spiel wohl verlieren.

    ... und so ist es auch gekommen. Ich bin der Meinung diese Niederlage war überfällig, die Mannschaft von Norwegen war in ihrer Zusammensetzung zu ähnlich. Gegen Frankreich merkte man, dass jedes Tor hart erkämpft werden musste und nicht er spielt werden konnte. Und dann war noch "Sand im Getriebe", da hatte Norwegen fast keine Chance auf den Sieg.

    Einen groben Reset kann man sich eigentlich nicht erlauben. In den nächsten Monaten stehen Qualifikationspiele gegen Spanien und Litauen (auswärts) an. Dass die Gefahr besteht in dieser Gruppe nur auf Platz 3 (Nichtqualifikation) zu enden ist nicht abszustreiten. :/:

    Und weil man sich keinen expliziten Schnitt erlauben kann, wird man auf der Stelle treten und die Freundes des Frauenhandballs werden nach Großereignissen weiter gefrustet hier im Forum nörgeln; von Begeisterung wird es weit und breit keine Spuren geben.

    Wer so etwas aufschreibt, hat m. E. keine Ahnung vom Frauenhandball in Deutschland oder er möchte provozieren! Bei bestimmten Besetzungen in dieser Liste, kann ich nur sagen: "Älter geht es wohl nicht!" Mit "Blick in die Zukunft" hat diese Liste wohl wenig zu tun! Man könnte auch der Liste (Aufstellung) die Überschrift geben: "Wir halten erst einmal die Asche warm, für Feuermachen ist später noch Zeit".

    In bin ja sicher nach mittlerweile ueber 11 Jahren in Schweden nicht objektiv, aber in den letzten 5 Minuten dreimal solche Entscheidungen auf Stuermerfoul gegen Schweden, unglaublich. Was fuer ein Unding.

    Das sehe ich genau so! Gerade bei solch einem Spielstand in den letzten Minuten, durch "halbseidene" Entscheidungen ein Spiel zu entscheiden oder nicht, das ist der Unterschied zwischen "mäßigen" Schiedsrichtern (wie in dem Spiel gesehen) und den guten bis sehr guten.

    Wieder ein tolles Spiel der Norwegerinnen, das macht richtig Spaß zuzuschauen


    Eigentlich dachte ich, dass die Niederländerinnen das "Stopp-Schild" für Norwegerinnen sind. Aber schon nach den letzten Spiel dieser beiden war mir klar, "hier war wohl mehr der Wunsch Vater des Gedanken". Das Spiele der Norwegerinnen gegen Rußland war "allererste Sahne". Heute war es nicht viel anders.

    "Frage: Findet die WM in den einzelnen Spielorten eigentlich auch außerhalb der Halle und den Lokalzeitungen statt? Oder merkt man in den (z.B. Innen)städten gar nix von dem Turnier?"

    In der absoluten Handball-Diaspora Münsterland (ausschliesslich Emsdetten/Ahlen) findet keine Frauen WM statt.


    Betreffs Lokalzeitungen: Die LVZ (für Leute die diese Abkürzung noch nie gehört haben: Leipziger Volkszeitung) berichte doch recht umfangreich über diese WM und hat mit Grit Jurack, Else-Marthe Soerlie Lybekk, Norman Rentsch und Wieland Schmidt doch prominente Experten, die die WM aus ihre Sicht dort kommentieren. So schrieb zum Norman Rentsch sinngemäß, dass er bei der deutschen Mannschaft eine Spiel-Philosophie nicht gesehen hat.

    Einige Anmerkungen betreffs der Austragungsorte:
    1. Es gibt nicht nur Halbfinal- un Finalspiele!
    2. Es gibt auch Vorrundenspiele die deutsches Sport- bzw. Handball-Publikum nur peripher bewegen!
    3. Zu viele Spiele in einem Austragungsort wirken negativ auf die Zuschauerzahlen pro Spiel!
    4. Eine Handball-WM (zudem noch bei den Frauen) ist kein Sport-Event, wo man sich zehn Tage an einem Ort ein Hotelzimmer nimmt (wie z. B. bei einer Leichtathletik-WM)!
    5. Zu viele andere Sport-Events in einem Austragungsort begünstigen nicht gerade die Zuschauerzahlen bzw. umgekehrt (einerseits Leipzig - andererseits Trier)!
    6. Ist die Zahl der Spielorte zu gering, steigt die Gefahr von "mäßig besuchten Spielen"!

    Was ich in den sechs Punkten aufgezählt habe, sind eigentlich Binsenweisheiten! Aber wie berücksichtigt man diese bei der Organisation?

    THW Kiel - GWD Minden
    Rhein-Neckar Löwen - Füchse Berlin
    TuS Nettelstedt-Lübbecke - TBV Lemgo
    HC Erlangen - TSG Friesenheim
    MT Melsungen - Frisch Auf Göppingen
    HSG Wetzlar - SG Flensburg-Handewitt
    TSV Hannover-Burgdorf - TV 05/07 Hüttenberg
    SC DHfK Leipzig - VfL Gummersbach

    Wenig Spielraum für Überraschungen an diesem Spieltag, schreibt jemand! Wieso? Ich hoffe auf die Überraschung in den Spielen um die Tabellenspitze! Sieh meine Tipps!

    Kiel als Standort habe ich nie in den Mund genommen. Ich bleibe dabei, dass man in NRW hätte spielen müssen und es gab auch Bewerber aus NRW. Man ist nach Leipzig gegangen und auch nach Magdeburg, um dann ja wieder, hätte man das Viertelfinale erreicht, wieder nach Leipzig, was für ein Blödsinn.

    Ich wollte mit Kiel nur sagen: Männerhandball-Standorte gehen gar nicht. Da haben wir bei Leipzig schon das Problem. Ein weiteres Problem, sind die Spiele ohne deutsche Beteiligung. Hat man genug "Landsleute" in der Gegend, was man in NRW bei einigen Nationen hat, dann Daumen hoch. Alles steht und fällt mit der deutschen Mannschaft, quasi "wie weit diese kommt". Ist sie raus, ist die Luft raus. Nach dem ich den letzte Post von mir losschickte, fiel mir ein, was auch der Fußball für Problem hat, die Stadien voll zu bekommen, wenn die Nationalmannschaft spielt. Dass ich jetzt Köln (NRW, Länderspiel gegen Frankreich) nenne, ist Zufall und keine Retoure-Kutsche bezüglich NRW.

    ... Nur knapp über 4.000 Zuschauer beim deutschen Achtelfinale, das ist erbärmlich, wenn man die Kapazität der Halle kennt.

    Meinst Du, dass man in Kiel mehr gehabt hätte? Die Zahl der Austragungsorte ist zu kein!!! Als 1974 die Handball-WM der Männer in der DDR war, hat man gestreut: Zwei Vorrundenspiel waren in Erfurt, obwohl die Thüringen-Halle, damals Erfurts größte Halle, überhaupt für Handball-Großereignisse nicht geeignet ist und Erfurt überhaut kein Handball-Publikum hatte. Aber es war ausverkauft. Man muss sich überlegen, wieviel Spiele in Leipzig stattfinden (bitte beachten: der Cup um die Plätze "jenseits der Achtelfinale" findet auch noch dort statt), dafür kann man die Halle nicht in Ansätzen voll bekommen. Ich habe gesehen, dass viel Zuschauer "bunt bemalt mit der deutschen Fahne auf den Wangen" zum Spiel kamen. Die kommen um Deutschland zu unterstützen, die kommen erst in zweite Linie um Handball zu sehen. Ist Deutschland raus, sind diese Zuschauer auch weg. Man hätte in Regionen (mit z. B. mit jeweils drei Spielorten) spielen sollen. So wäre es möglich gewesen, bei günstiger Planung / überlegten Ansetzungen nach außen zu dokumentieren, Deutschland hat diese WM angenommen. Der DHB als Ausrichter wollte den Weg des geringsten Widerstandes gehen, genau wie der DHB in Trainerfrage bei dem Frauen so agiert hat.

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    Holland quasi in Hamburg, ohne Im Turnierverlauf bislang so recht überzeugen zu können...

    (halte für sehr unwahrscheinlich, dass die wackeren Tschechen ihren Husarenritt gegen Rumänien wiederholen können - war auch in mehrerlei Hinsicht eine günstige Konstellation für sie - zudem haben die Holländerinnen eine andere Spielanlage als ihr heutiger Gegner: Tschechinnen haben auch fast 'alles' erreicht, dann kommt ja oft Spannungsabfall)

    Irgendwie sehe ich bei den niederländischen Handball-Frauen eine Parallele zu den niederländischen Fußball-Herren: Man hat Probleme Spiel zu gewinnen, die man von der Papierform nicht verlieren kann. Bisher ging es noch gut! Tschechien wird der Prüfstein sein. Ist diese Hürde genommen, werden die Gegner solider und die Niederlande werden wieder besser, weil ernsthafter, spielen.

    ...
    Vielleicht ist es auch der heutigen Zeit geschuldet sich ununterbrochen auf Facebook oder Twitter zu zeigen, permanente neue Tattoos...wen interessiert das, warum muss ich mich ununterbrochen in den sozialen Medien mitteilen? Dementsprechende Mitteilungen habe ich inzwischen komplett "ausgeblendet" (nicht mehr abonniert, da sie für mich unsinnig sind).
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    Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.

    Ein Präsident eines Zweitliga-Fußball-Clubs hat den Trainer entlassen, nach dem es nicht mehr tiefer in der Tabelle ging! Gleichzeitig hat er die Spieler angewiesen, die Smartphone zu Hause zu lassen und sich nicht permanent in den sogenannte "sozialen Medien" zuproduzieren und ihrer ureigensten Aufgabe, nämlich "erfolgreich Fußball zuspielen", nachzugehen. Und siehe da, der Erfolg kam zurück.

    Nachdem ich jetzt das Spiel Japan gegen Niederlande gesehen habe, stelle ich fest: Welch Glück für Deutschland gegen Dänemark ausgeschieden zu sein, ist doch weniger unangenehm, als vielleicht gegen Japan zu Hause im Achtelfinale auszuscheiden. Bei letzteren hätte der Spott doch keine Grenzen gekannt. Oder irre ich mich da?

    Vor etwa 3 Jahren war mal der Generationswechsel für die Nationalmannschaft verkündet (aber nie realisiert) worden. Unter Biegler gab es den Generationswechsel rückwärts - mit der ältesten Mannschaft des Turniers. Dafür haben wir nun die Quittung bekommen. Im Viertelfinale stehen mit Montenegro und Dänemark Mannschaften mit jungen, hungrigen Spielerinnen wie Tranborg oder Jaukovic. Auch Slowenien (Durchschnittsalter 23,3 Jahre!) hat ein sehr starkes Turnier gespielt, von der deutlich verjüngten russischen Mannschaft ganz zu schweigen ...

    Jetzt muss endlich der konsequente Neuaufbau mit jungen Spielerinnen erfolgen. Henk Groener traue ich das zu; das hat er in Holland auch so gemacht.

    Genau - der verpasste Generationswechsel. Als ich beim Serbien -Spiel in Leipzig die Namen der deutschen Mannschaft zusammenhängend auf dem "Video-Würfel" sah, dachte ich mir: Wenn du fünf Namen davon ausblendest, dann weist Du nicht in welchem Jahr die WM stattfindet!

    arum braucht man eigentlich Trainern?
    Wäre ich in den letzen eineinhalb Jahren der Bundestrainer gewesen, für hundert Euro monatlich, hätte die Mannschaft ebenso das Achtelfinale erreicht, und da ebenso verloren. Und ich hätte zweitausend Euro mehr.
    Und das gleiche gilt für Ungarn auch.

    Ja, es ist sehr traurig, dass die Heim-WM, dafür sich die Spielerinnen so lange vorbereitet hatten, und dafür einige, die sonst ihre Karriere (zumindest in der Nationalmannschaft) schon früher beendet hätten, so schnell zu Ende ist. Es war traurig, die weinende Spielerinnen zu sehen. :-/

    Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Verband hat es sich mit der Verpflichtung von Biegler zu einfach gemacht!