Lol, da hab ich einen gucken lassen, Großwallstadt mit Leutershausen verwechselt. Mea culpa.. Das werde ich sofort ändern.
Leute, nicht so hochnäsig. Wenn wir hier von Hochburgen sprechen, dann freilich nicht im nationalen Maßstab. Dafür spielen die Teams, auch ESA einfach auf der falschen Bühne. Vielleicht ist es da besser, den Begriff vom Erfurter ("Handballstadt") zu nehmen, ich finde aber auch Hochburg ist kein ALleinstellungsmerkmal der Erstligastädte.
In Eschwege und Kassel wird in unteren Ligen ganz ordentlich gespielt. Und ja, Baden68, genau das ist der Punkt, warum man sich überhaupt nicht großartig zB mit Kassel beschäftigt hat. Eigentlich günstig gelegen und gut erreichbar, und eine taugliche Halle soll es wohl auch geben. -> Nach der Wende wurden aus meiner Mannschaft (damals A-Jugend des ThSV) zig Spieler nach Kassel und Eschwege abgeworben. Das hat gewurmt. Denn selbst der eigentlich überschaubaren wirtschaftlichen Kraft der unterklassiken Vereine konnten wir einfach nix entgegensetzen. Da wurden Jungs nur mit der Aussicht auf eine Ausbildung, einen Leihwagen oder eine Studentenbude weggelockt. Am Ende haben sie für ein paar Kröten maximal in der Regionalliga 2 Jahre gespielt und dann doch aufgehört. Richtig gute Spieler waren dabei, mindestens zwei der Kategorie Stefan Just.
Dass dieser Ärger im Männerbereich nie ausgelebt werden konnt, lag einfach an der fehlenden Spielklasse der dortigen ersten Teams.
Meiner Meinung definiert sich eine Hochburg nicht nur an einer irgendwann einmal existierenden Zugehörigkeit einer Mannschaft zu den oberen 2 Ligen. Für mich sind auch Regionen wie Suhl und Werratal "Hochburgen" des Handballs. Das definiert sich halt nicht an den Erfolgen sondern am Zuschauerpotential. Denn die Art Hochburgen, die hier für den ThSV zur Auswahl standen, sind alle keine potentiellen Titelaspiranten. Es geht schlicht darum: wenn man dort ein Spiel der ersten Liga austragen würden, kommen genug Leute, die auch das Spiel verstehen, weil Handball in einer gewissen Dichte gespielt wird?
Und wenn es nur danach ginge, wäre dies in KS und ESW definitiv gegeben, mehr noch als in Rothenburg. Nur einzig die Seite, auf die sich die Zuschauer dann schlagen würden, ist vermutlich nicht die unsere. Hier kommt noch dazu, dass man nicht nur im Handballbereich als Region ein Konkurrenzdasein pflegt.
Diese Listen kann jeder nach Gutdünken ergänzen. Rimpar und Rödelsee kenn ich einfach als Handballvereine nur dem Namen nach. Wir haben damals aufgrund der Verortung in den SWHV gegen die Mannschaften aus meiner Hessenliste spielen müssen. Franken und Restbayern waren nie Gegner. Ergo gibt es da keine Rivalitäten, die manchmal schon Derbycharakter aufweisen könnten.
Wie auch immer, alle diese Orte waren im Pott und man hat sich zurecht für Coburg entschieden. Übrigens auch eine regionale Hochburg ohne Titelchancen in absehbarer Zeit.