Beiträge von BigRick

    Da ist in der Tat eine kleine Unsicherheit drin. Deshalb würde ich die Zahlen niemals absolut betrachten sondern nur als Vergleichsgröße. Likezahlen sind keine Bestandsgröße zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber für das Niveau der Gesamtentwicklung schon.

    Um bei den Beispielen zu bleiben: Burgdorf (2005) und Melsungen (2007) sind weit vor dem rasanten Aufstieg von Facebook in die Großstädte gegangen. Der Bergische HC hat sich auch 2006 gegründet. Einen durch Kumulation verursachten Vorsprung von den anderen Vereinen seh ich da nicht unbedingt. Kaum ein Verein ist Facebook vor 2009 beigetreten.

    Ganz wegdenken kann man es aber sicher nicht.

    Laßt es gut sein: Die Eugen-Haas-Halle hatte 2012/2013 eie Kapazität von 2.100 Zuschauern. Laut Lizenzierungsrichtlinien hätte sie 2.200 haben müssen. Wo habt Ihr in der Saison gespielt?

    Und wann findet eigentlich das dritte Spiel in Coburg statt?

    Wenn Eisenach in der zweiten Liga gegen Coburg spielt.

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    Edit:
    Was, wenn sich folgendes zugetragen hat:

    Anruf des ThSV Präsidiums bei der HBL: "Ey, Jungs, wir kriegen das nicht hin. Es ist keine Halle in der Gegend zu den Spielen frei, die für uns überhaupt tragbar sind."
    HBL: "Ist das unser Problem?"
    ThSV: "Nö, aber wir haben zwei Joker!"
    HBL: "Wieso das?"
    ThSV: "Tja, zwei Spielabsagen mit 0:2 Wertung und 0:20 Toren können wir machen. Wir schlucken die schon festgelegte Strafe und kommen immernoch besser weg. Wir können nicht anders, aber ob das für den Meisterschaftskampf gut ist?"
    HBL (überlegt kurz): "2 Spiele in Coburg und xx.xxx Strafe?"
    ThSV: "So gehts."

    Jetzt mal Gesetz dem Fall, dass es hier eine Absprache zwischen der HBL und dem ThSV gegeben haben sollte. Ist das okay, ohne dass Ihr Euch in Eurer Überlegenheit zu sehr eingeschränkt seht?

    Ständig kommt hier die Behauptung auf, wir müssten unbedingt die Vereine in die Großstädte verlegen, denn nur so erreichen wir die kritische Fanmasse um sinnvoll wirtschaften zu können.
    Um dieser Diskussion mal neue Nahrung zu geben, haben ich mir mal die Mühe gemacht und einen Facebookindex erstellt. Ähnlich wie der BigMac Index, gibt dieser einen gewissen Überblick über die Beliebtheit des Vereins, da sich ab einer gewissen Anzahl von "likes" die Fehlertoleranz auf ein Minimum reduziert.
    Um weitere Interpretationen zuzulassen, habe ich den einzelnen Vereinen auch gleich die Stadtgrößen, in denen sie ihre Spiel austragen und den Etat dazu geschrieben. Während wenig überraschend die Etattabelle der sportlichen Tabelle fast 1 zu 1 gleicht, so gilt dies auch für die Facebooktabelle. Trotzdem sagt diese Tabelle noch einiges mehr aus:

    1. Der HSVH hat durchaus eine auch für mich herausragende Bedeutung für die Bundesliga. Mehr als ein Fünftel der Likes vereint der HSV auf sich. Auch wenn dies auf die gewollte Entlehnung des Namens vom Fussball zurückgeführt werden sollte, eine Insolvenz des Vereins wäre freilich mehr als nur eine Randnotiz. Der Wert dieser reinen Zahl ist aber überschaubar. Während man in Eisenach, um vor Jahren eine Insolvenz zu vermeiden, mit einer Spendenaktion in kürzester Zeit einige 10.000€ in der Anhängerschaft gesammelt hat, bräuchte der HSV aufgrund der Größe doch nur den Arm heben und sollte sich der Finanzierunglücke von nicht ganz 2 Millionen entledigen können.
    Es sei denn, die Verbundenheit der Fans zum Verein ist lockerer als bei anderen. Zugegeben, das ist Spekulation, aber bei St. Pauli wird das seit Jahrzehnten immer mal wieder erfolgreich praktiziert.

    Auch aus anderen Gesichtspunkten zieht der HSVH beim Vergleich mit anderen Metropolregionen den Kürzeren. Die RNL, deren Einzugsbereich zugegebener Maßen über die Stadt Mannheim hinaus geht, erreicht mit einem Etat von zwei Drittel in etwa die gleichen Zahlen, wie der HSV, ohne je einen (in der Bundesrepublik wichtigen) Titel gewonnen zu haben. Die Differenz wird sich noch weiter verkürzen, wenn die RNL tatsächlich Meister werden sollten. Und: Selbst mit der Region kommen die RNL nicht auf annähernd die gleiche Einwohnerzahl, wie die Hansestadt.

    2. Umzüge in Großstädte haben sich bisher für keinen Verein wirklich gelohnt. Weder Melsungen noch Burgdorf können für sich behaupten, trotz stattlicher Erfolge in den Großstadtregionen, davon in der Reichweite profitiert zu haben. In der Zuschauergunst liegen sie allenfalls auf der Höhe von Göppingen, Wetzlar und Lemgo. Auch der Bergische HC hat anders als die RNL nur bedingt von der Zusammenlegung mehrerer Vereine profitiert. So haben die Städte Solingen und Wuppertal zusammen 500.000 Einwohner, denen aber der Bergische HC weitgehend egal zu sein scheint.

    3. Bleibt nur die Wundertüte Berlin. Trotz des kürzlichen Pokalerfolgs, des Glamourfaktors einzelner Spieler und des vergleichsweise riesigen Supporterpotentials, dümpelt die Hauptstadt im Mittelfeld herum und tut sich schwer, überhaupt die Hälfte der Zahlen der Clubs aus dem Norden zu erreichen. Selbst die SG aus Flensburg hängt die Füchse spielend ab. Die Ausrede, man konkurriere ja schließlich mit Erstligaclubs in allen anderen Sportarten, kann dabei nur bedingt gelten. Anders als bei Zuschauerzahlen kann man bei Facebook durchaus alle Erstligavereine liken, wenn man denn will. Und doch tendiere ich dazu, die 38.760 Likes aufzuwerten. Ein Blick auf den Etat unterstützt dies. Anders als beim HSVH scheint man in Berlin nachhaltiger und wirtschaftlicher zu arbeiten. Statt sich einen Namen zu mieten und Abkürzungen durch Vereinsübernahmen zu nehmen, arbeitet Bob Hanning stetig und sinnig. Die knapp 40.000 Likes scheinen somit weit ehrlicher zu sein.

    Fazit:
    Der Wert der Großstädte wird meiner Meinung nach überschätzt. Städte, wie Lemgo, Flensburg und Wetzlar sind genauso weit vorn in der Zuschauergunst, wie Hannover und Berlin. Man sollte Tradition deshalb nicht unterschätzen, offenbar kann sie nicht mit Geld wettgemacht werden.

    Die viel einfachere Abgrenzung von vielleicht in anderen Sportarten ebenfalls erfolgreichen Mannschaften der Stadt, erhöht die Identfikation mit dem Verein. Wenn man dies versäumt (HSVH) wird man in der öffentlichen Wahrnehmung als Anhängsel betrachtet und fällt, sollte der große Bruder ebenfalls in Schwierigkeiten sein (HSV) einfach hinten runter. Erkennbar ist dies auch an der Tendenz, die Stadtnamen hinter den Beinamen zurücktreten zu lassen. So legt man in Berlin und Hannover mehr Wert auf die Beinamen Füchse und Recken, als auf den Stadtnamen.
    Ist vielleicht die Existenz einer Basis doch wichtiger als die Größe des Spielorts?

    Und letztlich: Der Verlust des HSVH wäre sicher schmerzlich, aber nicht tödlich. Wenn man in Hamburg endlich beginnt, sinnvoll zu wirtschaften und den Etat auf eine rudibereinigte Höhe zu stutzen, ja sogar den Namen zu wechseln, kann man in der Liga durchaus auf einen einstelligen Platz landen und irgendwann wieder vorne angreifen. Vielleicht sinken die Likes dann auf 40.000, aber wäre das so schlimm?

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    [table='Verein,FB-likes (13.05.14), FB-likes (16.12.13), Entwicklung,Etat in Mio,Einwohnerzahl Spielstätte']
    [*] HSV Handball[*] 95.285 [*]70.745[*]+24.540 [*] 8,50 [*] 1.750.000 [*] THW Kiel
    [*]89.544 [*]72.072 [*]+17.472[*] 9,00 [*] 238.000[*] Rhein Neckar Löwen[*] 75.714 [*]58.924[*]+16.790
    [*] 5,50 [*] 295.000 [*] SG Flensburg-H [*] 45.026 [*]33.458 [*] +11.568 [*] 6,00
    [*] 83.500 [*]Füchse Berlin[*] 38.760 [*]27.667 [*]+11.093[*]4,80 [*] 3.350.000
    [*] SC Magdeburg[*] 24.981 [*]17.627 [*]+7.354[*]4,30 [*] 230.000[*] TBV Lemgo
    [*] 12.726 [*]10.171[*]+2.555[*] 3,20 [*] 40.800[*] HSG Wetzlar[*] 12.012
    [*]8.435
    [*]+3.577
    [*]3,00 [*] 51.000 [*] MT Melsungen [*] 11.656 [*]7.836[*]+3.820[*] 3,50
    [*] 193.000 [*] TSV Hannover-B. [*] 9.409 [*]6.147[*]+3.262[*] 2,60 [*] 515.000
    [*] FA Göppingen [*] 8.505 [*]6.625[*]+1.880[*] 4,70 [*] 55.000 [*] Balingen-Weilstetten
    [*] 8.257 [*]5.432 [*]+2.825
    [*]2,40 [*] 33.000 [*] VfL Gummersbach[*] 8.010 [*]6.190 [*]+ 1.820[*] 3,80 [*] 50.000 [*] GWD Minden[*] 6.556 [*]4.566 [*] +1.990[*] 3,20 [*] 82.000 [*] ThSV Eisenach [*] 5.950 [*]4.904[*]+1.046[*] 1,50 [*] 42.000 [*] Bergischer HC [*] 5.945 [*] ~4.528 [*] +1.417[*]2,20 [*] 155.000[*] TuS N.-Lübbecke[*] 4.535[*]~3.653 [*]+883[*]3,10 [*] 25.000 [*] TV Emsdetten [*] 3.982[*] ~3.398[*]+584[*]1,50 [*] 35.500 [*] Gesamt: [*]466.853
    [/table]

    Es wird einfach nicht richtiger, auch wenn es ständig wiederholt wird. Das Abstimmungsergebnis für eine umfassende zeitlich begrenzte Ausnahmegenehmigung, wie sie auch andere Vereine, zB Gummersbach, erhalten haben war ausgeglichen, und ist aufgrund der Ablehnung durch die Stimmen, die die HBL Geschäftsführung inne hatte, ins negative verkehrt. Frag Lothar, der war dabei!

    Ergebnis war ein Kompromiss, der den ThSV noch weiter in seinen wirtschaftlichen und sportlichen Fähigkeit beschnitten hat. Und anders als beim HSV, der schuldhaft aufgrund eigener Fehler eine nicht mehr tragfähige Imbalance zwischen sportlicher und finanzieller Entwicklung herbeigeführt hat, konnte der Verein mit dem T davor nix aber auch gar nix tun, um diese Situation zu verhindern. Außer: Im Wissen um den drohenden Aufstieg einfach mal die letzten Spiele absichtlich zu verlieren, sollte das die Lösung sein?

    Und jetzt betrachte die Siuationen: Dem ThSV hat die HBL durch ein bewußt gewähltes Nein die Hilfestellung für eine absolut nicht nach sportlichen Maßstäben zu verhindernde missliche Situation verweigert und für den HSV jettet die Spitze der HBL, sicher nicht auf Privatkosten der Funktionäre durch die Weltgeschichte.

    Sorry, ich krieg nen Fön, wenn ich das lese.

    GWEimsbüttel:

    Ich verstehe Deinen Ärger. Aber an einem Punkt schüttelt es mich ordentlich durch. Wenn sogar die Fans den HSV Handball in dieser Situation nach all den Jahren noch als "Projekt" bezeichnen, bin ich fassungslos. Ich bin mir sicher, Du hast das nicht bewußt so sagen wollen, aber das Wort schwingt immer im Subtext mit, auch wenn seitens der Vereinsbosse so gesprochen wird.

    Das sagt verdammt viel aus, weil Projekte immer auf Endlichkeit ausgelegt sind. Ist den Fans das eigentlich bewußt? Sollte man da nicht nach 15 Jahren Existenz ein anderes Selbstverständnis haben? Hatte der Club überhaupt vor, eine Tradition zu begründen? Wenn nicht, wann ist das Ziel erreicht und der HSVH verschwindet von der Bildfläche?

    Naja, ne halbe Mio sollte in 3 Jahren bei einem guten Club zu verdienen sein. Aber das ein Pommes bei den Leistungen tatsächlich auf ne halbe Mio kommt, kann ich nur schwer glauben. Seit gut 7 Jahren wirft er nicht annähernd die 7-8 Tore pro Spiel, für die er gut ist. Wie er zu so einem Vertrag kommt, ist mir schleierhaft.

    Es würde aber ne Menge erklären.

    Jupp, ist meine Meinung. Der Sport in der Glotze lebt mMn von der Verbundenheit zu einem Verein. Wenn ich mit keinem der Vereine symphatisiere, schalte selbst ich Handballverrückter manchmal ab, weil ich am Bildschirm nicht die Hälfte der Schnelligkeit mitbekomme, mit welcher die 50+ Tore geworfen werden. So oft verpasse ich wichtige Szenen in der Entstehung, weil irgendein Regisseur meint SH beim Toben zeigen zu müssen oder nochmal zu zeigen, wie der 7m zum 6. Mal unten links versenkt wird.
    Anders als beim Fussball gleichen sich die Spielzüge, die ich zu sehen bekomme ab eines gewissen Konsums so sehr, dass es nur noch darauf ankommt, dass man sich nicht verzählt.

    Zumindest empfinde ich am TV leider häufiger so, wenn ich keinerlei Symphatien für einen Verein hege. Kannste aber gern anders sehen.

    Arcosh:

    Ist doch gut. Du kannst das Ganze noch gebetsmühlenarteiger runterrasseln. Wir kleinen Vereine sollten geradezu untertänigst dankbar dafür sein, dass die DKB dem großen HSV und dem THW Kiel sei Dank ins Geschäft eingestiegen ist. Und zwar so dankbar, dass sie sich auch direkt zugunsten der 20 größten Städte Deutschlands aus dem Geschäft zurückziehen. Egal, ob die wirtschaftlich gesund agieren und sportlich nachhaltig arbeiten, oder halt eben nicht. Japp, das ist der Weg!

    Hast Du immernoch nicht kapiert, dass diese Großmannssucht absolutes Gift ist? Wieso muss es um jeden Preis so groß werden, wenn die sportliche Attraktivität die sich nur bei Ausgeglichenheit einstellt, weit dahinter zurück bleibt?
    Das ist genau die Einstellung, die den HSV, Kiel und die RNL kürzlich oder aktuell in finanzielle Schwierigkeiten gebracht oder zumindest Etatkürzungen zur Folge hatte. Man sollte sich nie sinnlos Kleider kaufen, die man erst in Jahrzehnten tragen kann. Diese Posse um den HSV hat der DKB sicher weniger geschmeckt als die Tingelei über die Dörfer!

    Wegen mir kann die Liga auch aus Hamburg, Leipzig, Berlin, F, M, S, E, H, K, D usw bestehen. Wenn diese Städte das Zeug dafür mitbringen und sportlich sowie finanziell das Ganze stemmen können, ohne ein Spielzeug eines reichen Lollis zu sein, ist es deren gutes Recht. Solange das aber nicht so ist, und das ist derzeit Fakt, kann man davon träumen und Konzepte entwickeln. Erzwingen kann man es nicht und wenn das bedeutet, dass der Handball hinter der BBL zurückfällt, was ich nicht glaube, dann muss es so sein.

    Ehrlich gesagt, ist es mir völlig wurst, ob die HBL auf Platz 2 oder 5 in der Günstlingsskala steht. Sobald der sportliche Wettkampfwert zugunsten einer rein wirtschaftlichen Betrachtung alá Franchise in den Hintergrund geht, will ich mit dem Sport nix mehr zu tun haben.

    Jo, zieht man die beiden Aufundabsteiger dieses Jahr ab, den einen der jetzt wohl drin bleibt ebenfalls und schaut, wann die anderen 7-8 aufgestiegen sind, dann wird das Bild schon düsterer. Ich denke, es macht keinen Sinn, die mangelnde Durchlässigkeit die zur Zeit offensichtlich ist, zu leugnen.

    In den letzten Jahren hat sich die Liga zu einem closed Shop entwickelt. Was ich aber nicht mal als dramatisch sehen würde, wenn denn die etablierten Vereine sich nicht durch Abschottung und miserables Wirtschaften diesen Status erkauft hätten.

    Wenn ich das immer höre: Wir brauchen die großen Städte, um groß raus zu kommen. Vergesst nicht, wir sind Handball und das unterscheidet sich vom "Wirmüssenüberdiegrenzenhinausbekanntsein" Fussball - nämlich durch die Spielstätten!

    Während der HSV (Fussi), FCB, Hertha oder BVB auch mal ne halbe Million brauchbare Fans sinnvoll bespielen können, sind wir beim Handball wohl kaum in der Lage dazu. Beim BVB können 500.000 Fans theoretisch 3 mal pro Saison ein Spiel live sehen, wir im Handball bräuchten selbst in den großen Hallen 3 Spielzeiten um jedem Fan theoretisch einmal ein Liveerlebnis kredenzen zu können. Alle die anderen sogenannten Fans, die mit einem Schalke Aufkleber rumfahren und nicht einmal im Stadion waren, sind flüchtig und wirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung. Nur wer auch mal live dabei war oder dabei sein kann, wird dem Verein auch marketingtechnisch sinnvoll die Treue halten. Und solange wir keine Spielstätten von 20.000 zuschauern und mehr haben, brauchen wir gar nicht nach den Großstädten rufen. Die könnten wir gar nicht so bedienen, dass es einer größeren Stadt als Kiel oder MD gebraucht hätte. Handball ist und bleibt ein Liveereignis und ist kein telegener Sport.

    Warum der HSVH mit seinem CL Titel auch nur ein klitzekleines Bisschen von Bedeutung ist, muss mir auch einer erklären. Dieser Titel hat für keinen außer dem Verein und seinen Fans eine höhere Bedeutung. Die Teilnahme daran ist sogar defizitär, weil Reisekosten und die Spielbelastung auffangende Kaderaufstockung in keinster Weise einem finanziellen Ausgleich gegenüber stehen.
    Und wer glaubt, wegen des CL-Sieges des HSVH ist auch nur ein müder Euro von einem spanischen Fan nach Deutschland gefluppt, der zieht sich die Hose mit einer Kneifzange an.

    Wenn der HSVH sich den CL Sieg durch wirtschaftlich ruinöses Verhalten erkauft hat, dann muss er jetzt die Konsequenzen tragen. Weder die HBL noch den Handballsport an sich wieder es nachhaltig schädigen, wenn die richtigen und fairen Konsequenzen gezogen werden.

    Ha, wie geil. Dem bockigen Rudi fliegt die HBL nach Malle nach, damit der HSV auch ja die Lizenz bekommt. Weil dort aufgrund miserabler Wirtschafterei Millionen fehlen. Warum kriegen wir nochmal keine Lizenz mehr, sollten wir wieder aufsteigen bzw. hat man uns Steine in den Weg gelegt?

    Absolut lächerlich diese Scheinheiligkeit.

    Aber deine Frage beantwortet sich doch selber bzw. Du beantwortest sie! Weil es einfach kein Schw**n interessiert! Die Sender verteilen TV Präsenz ja nicht losgelöst von der Nachfrage. Und wenn der THW als absolute Premiummarke nur 1/4 oder 1/5 der TV Gelder erzielen kann wie Holstein Kiel, die in der dritten Liga gegen den Abstieg spielen, dann sagt das doch alles!
    Natürlich könnte man diese Verantwortung auf die 3. Programme abwälzen, aber letzten Endes zählen auch die Quote. Warum sollte es denn dann gerade Handball sein & nicht Sportschießen, Ringen, Boseln oder Kegeln?


    Da bin ich mir gar nicht so sicher. Gibt es eine Veröffentlichung, wieviele Leute sich die Streams anschauen? Die Zahlen sind genauer, als jede GfK Analyse. Man kann sogar regional eingrenzen, woher die Zuschauer kamen.

    Ich brauche diese Spiele nicht im TV. Die Streams reichen mir völlig. Und da sollte jeder Verein in die Lage versetzt werden, sich selbst vermarkten zu können. Ist schon komisch, dass gestern im Stream nicht ein Werbeelement verhanden war. Wieso wird hier nicht mit der Zeit gegangen? Dieses Verbreitungsmedium ist geradezu prädestiniert, um zielgruppenorientiert Marketing zu betreiben.

    Warum nur THW oder die anderen? Warum nicht alle? Da ist die Zunkunft zu suchen. So, wie es jetzt ist, bekommt nur der THW oder die Topp 5 eine ordentliche Vermarktungsbasis und alle anderen schauen in die Röhre. Obwohl die Facebookzahlen teilweise ganz viel versprechend aussehen und eine breitere Fanverteilung andeuten.

    Völlig korrekt. Vielleicht muss der HSV sogar pleite gehen, damit hier ein Umdenken passiert. Wenn man die Liga bei jeder Gelegenheit in wenige sehenswerte Topvereine und namenloses Kanonenfutter unterteilt oder unterleilen läßt und nicht jeden Verein als gleichberechtigten Teil wahrnimmt, wird der Handball an Bedeutung verlieren.

    Auf der Rückseite der dämlichen DKB Klatschpappen waren im Herbst nur 15 oder 16 Vereine drauf. Schon so etwas darf eigentlich nicht sein.

    Japp, die großen Vereine haben nicht nur Klasse sondern auch Masse. Früher waren es 4-5 Spieler, die pro Verein Weltklasseniveau hatten, heute sind bei manchem Verein zwei komplette Teams mit internationalem Format vorhanden. Um das spannender zu machen, könnte man die Anzahl von Lizenzspielern begrenzen und die Verpflichtung zur Einbindung von mehr Jugendspielern einführen. Mit 4 Konsequenzen:

    • Die Vereine müssen kräftemäßig wieder besser haushalten und können nicht 45 Spiele im Jahr volle Kanne spielen.
    • Die vorhandenen Topspieler verteilen sich auf mehr Vereine.
    • Gut wirtschaftende Vereine sparen Gelder und können dadurch vielleicht sogar Ablösesummen zahlen, die zB im Fussball für einen Geldtransfer sorgen und eine Angleichung der Leistungsfähigkeit zur Folge haben.
    • Die Nationalmannschaft profitiert.

    Die verlustpunktfreie Meisterschaft des THWs war ein absolutes Warnsignal. Einer Wiederholung sollte man unbedingt entgegen wirken. Die Saison hat dem deutschen Handball mehr geschadet, als genutzt.

    Und die bevorstehende Pleite des HSV wäre dann auch kein Thema. Wenn nur ein bestimmter Teil des Etats in Spielergehältern verschwindet, weil irgendwann ein Maximum an Premiumspielern erreicht ist, macht es auch keinen Sinn mehr, den Etat sinnlos aufzublähen. Dann zählt die sportliche Arbeit und nicht die kurzfristige Finanzkraft alá "viel hilft viel".

    Das läßt sich ganz einfach erklären. Man nehme die Budgettabelle und lege sie neben die sportliche Tabelle und wird kaum Unterschiede feststellen.

    Nun sollte man zwei Fragen stellen: Wie ehrlich und nachhaltig ist die Budgettabelle? Und wie kann man die Etats angleichen?

    Umverteilung, Pflicht der unteren Vereine zur Anpassung, Hilfestellung für die unteren Vereine zur Anpassung oder... die Antworten auf diese Fragen sind der Schlüssel für die Zukunft unseres Sports.

    Eisenach hat heute im Bereich seiner beschränkten Möglichkeiten das Beste herausgeholt, sie haben bis zum Schluß gekämpft.

    Anders als die hochbezahlte "Truppe" aus Lemgo letzte Woche gegen Kiel.

    DAS ist der große Unterschied. Die RNL hatten heute mit ihrem Gegner sicherlich Glück, aber letztendlich ist es auch verdient und es hält auf jeden Fall den Meisterkampf weiter spannend!

    Danke, das sehe ich genauso.

    Da steht eine Mannschaft als Absteiger fest, hat genau 3 Wechselspieler und verliert auswärts mit gut 20 Toren, für mich gibts kaum etwas Normaleres. Klar haben die Goalies in HZ zwei nix mehr gefasst und die Abwehr mies gestanden. Aber der Kampf, und nur der zählt, hat gestimmt.
    Hansen fightet mehr denn je. Hannes sowieso. Mir ist fast das Herz stehen geblieben, wie wohl allen anderen in der Halle auch, als er am Boden lag.

    Wenn hier irgendwer mehr Ausgeglichenheit will, dann immer her mit den Vorschlägen! Noch 16 weitere Vereine, die auf Onkel Rudis Kohle warten, kann es ja wohl nicht sein.

    Japp, ob ihr es glaubt oder nicht. Das ist uns alles so scheißegal. Unsere Jungs haben gefightet und wir feiern die kleinen Dinge und unsere Jungs, wo heute 4 Spieler mehr als 55 Minuten auf der Platte standen.

    Und das mit der Kirmesliga, darauf bratet Euch mal ein Ei! Das es in der Liga nicht 18 Vereine mit 5 Mio+ Etat geben kann, sollte allen klar sein. Wenn man wenigstens die kleinen Vereine nicht gängeln und deren Wirtschaftskraft nicht ohne Not noch weiter schmälern würde, dann hätte es heute enger ausgesehen.
    Das ist Eure Medizin! Wettbewerbsverzerrung at its best, weil hier mancher mäzengestützter Großkotzverein sein Ego polieren musste und die Ausnahmegenehmigung nicht hat geben wollen (zur Erinnerung: 32:33 Abstimmungsergebnis), durften wir nicht in der WAH spielen. Somit blieb den Löwen eine Erfahrung alá Berlin erspart.

    Zwei Spiele in Coburg haben uns knapp 100.000€ an Einnahmen gekostet, weshalb unser Verein lieber eine Strafe in Kauf nimmt, als noch ein weiteres Spiel dorthin zu verlegen. Für diese 100.000 kann auch ein seriös geführter Verein (freilich nicht der HSV) 1-2 Spieler zusätzlich verpflichten und in so einem Spiel auch mit 10 Toren weniger verlieren.

    Jetzt haben wir bei einem Pseudoheimspiel halt einem Anwärter kein Paroli bieten können, vielleicht dämmert es dem einen oder anderen.

    Aber wir kommen wieder, verlasst Euch drauf - in Eure Kirmesliga!

    Ohne hier profunde § Kenntnisse zu haben, kann ich mir schwer vorstellen, dass die SRs die Zuständigkeit und Kompetenz haben, Zuschauer direkt anzusprechen. Das widerspricht mMn den eigentlichen Aufgaben, nämlich der Spielleitung, mit der einige Schiris schon stark an die Leistungsgrenze kommen. Und das meine ich nicht despektierlich. Für eine Ausübung des Hausrechts fehlt schlicht die nötige Übersicht, Ortskenntnis und auch die Ausbildung. Sollte das Hausrecht an die Schiris komplett abgetreten sein, hätte das zur Folge, dass die Heimmannschaft keines mehr hat. Undenkbar. Allenfalls für das Spielfeld und die Kabinengänge mag das zutreffen. Mehr geht einfach nicht.

    Aus eigener Erfahrung kann ich mehrere Vorfälle anbringen, bei denen die Schiris zur Heimmannschaft gegangen sind und quasi mittelbar eine Lösung gleich welcher Art verlangt haben. Dabei haben sich die Schiris mit unterschiedlichsten Maßnahmen zufrieden gegeben. Hauptsache, das Spiel lief dann fair weiter. Das reichte von kurze Ansprache, über Handshake zwischen dem Beleidiger und dem Beleidigten (Beleidigung bei D-Jugendspiel, das muss man sich mal vorstellen), bis hin zur Aufforderung, die Halle zu verlassen.

    Mein Judiz sagt mir, Zuschauer unterwerfen sich nicht der Sportregeln und können damit auch nicht direkt von den Schiris belangt werden. Die Heimmannschaft jedoch unterliegt den Regeln und muss ihr Hausrecht dahingehend ausüben, dass ein Spiel sinnvoll durchgeführt werden kann. Wie sie das bewerkstelligen, ist deren Sache, quasi Ermessen.
    Im Fussball übrigens Gang und Gäbe. Sobald irgendwo Fackelmänner oder Feuerzeugwerfer unterwegs sind, unterbricht der Schiri und fordert Beseitigung der Störung. Wie das bewerkstelligt wird, ist Sache des Heimvereins, der dann auch die Strafe frißt, wenn es irgendwo Pflichtverletzungen gab.

    Was sagt Lothar dazu?