Also für die Zeit des Umbaus gibt es sicherlich einen Plan. Die Messehallenbetreiber können da auch ganz anders auf den ThSV zugehen. Sowohl im Jahr nach dem letzten Aufstieg und in der jetzt kommenden Spielzeit ist die Halle in EF so belegt, dass eine komplette Spielzeit nicht im Ansatz untergebracht werden könnte. Meint Ihr, man ist nach Coburg gegangen, weil man unbedingt in Bayern spielen wollte? Die Busse sind auf dem Weg dahin quasi auf halbem Weg an der Messehalle in EF vorbeigefahren.
Der Hallenbetreiber hat Ende der Neunziger mit uns gute Erfahrungen gemacht und wir im Grunde auch. Jedoch wird er nicht zugunsten des ThSVs Nasse machen und jetzt bei sich Mieter rausschmeissen. Das kann auch keiner erwarten. Es geht um dieses Jahr. Was danach kommt, ist gut genug planbar.
Und nochmal, Rotenburg wird nicht gehen. 2244 ist die gesamte Kapazität, so wie ich das sehe, sind laut Genehmigung kein Stehplätze vorgesehen. Es fehlen somit nicht nur 6 Plätze. Mal in den Hallenstandards nachschauen, da müssen auch Pressevertreter getrennt von den Zuschauern Arbeitsplätze bekommen. Hallensprecher, Offizielle (abseits der Bank) usw. müssen auch irgendwo sitzen. Was danach übrig bleibt, muss 2.250 Zuschauer ergeben und das ist schon weit schwieriger, als 6 Klappstühle aufzubauen.
Dazu noch die Nutzungsgenehmigung. Die ist nicht mal eben in 2 Wochen geändert, schon gar nicht, wenn die Politik vor Ort keine emotionale Bindung zur Problematik hat. Die Hallenabnahme setzt eine solche belastbare Genehmigung selbstredend voraus.
Wenn hier plötzlich Abstriche gemacht werden können, bei der WAH jedoch nicht, schießt sich die HBL selbst ins Knie. Denn dann werden die Hallenstandards von den ordentlichen Gerichten dermaßen zerpflückt, dass in der HBL richtig der Bär steppt.
Noch dazu muss man hier auch wirtschaftlich denken. Eisenach hat im Aufstiegsjahr mit kalkulierten 2.500 Zuschauern im Schnitt in der eigenen Halle den zweitschlechtesten Etat aller Teams. In fremder Halle mit maximal 2.250 Zuschauern kann man den Spielbetrieb nur noch mit Naturalien und feuchten Händedrücken finanzieren. Im Handball machen die Zuschauereinnahmen so viel aus. Ein Umzug in eine andere Halle ist nur dann tragbar, wenn man ein gewisses Mehr an Zuschauern rein bekommt, als zu Hause und die dann auch kommen. Deshalb ja Coburg in der Vorsaison. Gut, man könnte sagen, das ist das Problem des ThSV und das könnte ich sogar nachvollziehen, die baurechtliche Problematik setzt das aber nicht außer Kraft.
Es würde mich schwer beeindrucken, wenn der Hotelbetreiber in Rotenburg die Halle von der HBL als erstligatauglich abgenommen bekommt und noch mehr, wenn der ThSV mehr als nur 1-2 Spiele in dieser Halle spielt, ohne 10 Esel aus dem Zoo nebst Spielern im Kampfanzug als Dosenschüttler vor die Halle zu stellen, an denen man nur vorbeikommt, wenn da ein blauer Schein reinwandert.