Beiträge von BigRick

    Der Verlauf ist aber andersherum. Nicht die SG hat Platz geschaffen, sondern Mensah hat seinen Wechselwunsch zu dieser Spielzeit geäußert, wodurch die SG Ersatz benötigte. Dass man dann nicht einen 1-Jahres-Ersatz holt, bis Grgić kommt, finde ich eher sinnvoll.

    Stecke ich nicht drin, wie rum, ist auch egal. Letztlich hat nur dieser Abgang von Mensah Platz bei der SG geschaffen, den Marko jetzt einnehmen kann.

    Am Ende bin ich einfach nur froh, dass das Team jetzt in Ruhe arbeiten knn.

    Sehr schade, aber offenbar hat die SGF jetzt Platz für Marko geschaffen und Marko soll der SG weit entgegen gekommen sein, vermutlich beim Gehalt im ersten Jahr. So liest sich das zumindest für mich. Dadurch konnte die SGF den ThSV mit Geld zu scheissen, dass man nicht mehr nein sagen konnte. *mitMarioAdorfStimmegesprochen*

    Das Capric jetzt so lange ausfällt, ist natürlich mal richtig scheisse, aber wenn die Neuzugänge halbwegs einschlagen, wird es zu kompensieren sein.

    Marko, bist ein feiner Kerl. Ich hoffe, Du bekommst noch den Abschied, den Du verdienst.

    Ich glaube nicht dass hier eine Hemmung eintritt, nur weil es theoretisch möglich ist, dass Hamm noch ein Gnadenbrot bekommt.

    Das dürfte juristisch alles schwer auszulegen sein.

    Wo soll die Hemmung herkommen. Ein auf die 2. BL beschränkter Vertrag ist durch Eintritt der objektiven Bedingung am 01.07. abgelaufen, was an dem Tag sportlich gilt, ist in der RO und SpO alles zweifelsfrei geregelt. Der Vertrag ist weg und muss neu geschlossen werden. Kenne die Vertragsgestaltung zwar nicht im Detail, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verträge den Ablauf der ersten Sitzung der neuen Saison vorsehen. Das wäre die einzige Möglichkeit.

    Hamm hat aber die Schwierigkeit, dass sie auch keinem Spieler einen Vertrag anbieten können und garantieren, dass der Spieler auch kommen kann. Wenn das Spiel gestern anders ausgegangen wäre, hätten sie ja einen vollen Kader gehabt.

    Nee, so läuft das in der Realität ja nicht. Die Kaderplanung für die kommende Saison ist bei fast allen Vereinen seit über einem Monat und damit weit vor dem letzten Spieltag abgeschlossen. Das Grundgerüst für die kommende Saison wird vertraglich abgesichert für die jeweils mögliche Ligazugehörigkeit sogar seit Ostern bei den meisten Vereinen stehen. Da ist dann halt nur die Frage offen, welche Bedingung im Vertrag für den Fall des Auf- und Abstiegs greift. Und das ist auch gut so.

    Es sind nämlich fast alle im Urlaub, Spieler, Berater und auch ein Großteil der Geschäftsführer. Wenn hier zum 1. Juli irgendeiner der Truppen noch offene Vertragsfragen hat, dann hat er was falsch gemacht.

    Also ganz ehrlich, bei aller Sympathie für Hamm, aber jetzt die Liga auf 19 aufzustocken, ist irgendwie albern. Sie sind sportlich abgestiegen und der ohnehin schon sehr hypothetische Ausgang des Spiel zwischen Essen und Dessau ist jetzt aus der Welt. Ja, die Saisonvorbereitung ist ein wenig verhagelt, aber da ist aber auch gar nix im Argen gewesen, was man ohnehin nicht mit einer vertraglichen Regelung hat vorbereiten können oder sogar müssen. Und, und das ist das Wichtigste, für Hamm ändert sich ja nix, die wissen seit einem Monat wo die Reise hingeht.

    Saison ist durch und hatte ne Nachspielzeit, fertig. Das Ergebnis ist sowohl rechtlich als auch sportlich ok, also was soll das jetzt.

    Mein Gott was sind da für Dilettanten in Dessau am Werk? Wenn die HBL ein Urteil und ein Statement veröffentlich, in dem steht, dass die letzte Instanz erreicht ist und kein Widerspruch mehr zulässig ist, warum geben sich die Verantwortlichen dort dieses Armutszeugnis und geben doch noch eine Eingabe ab?



    Ich muss mich revidieren. Offenbar hat man in Dessau es doch für sinnvoll erachtet, ohne Anwalt mit einschlägiger Erfahrung in dieses Verfahren zu gehen oder ihn wenigstens aus Kostengründen mal ab und zu außerhalb des Verfahrens zu konsultieren.

    Wiederaufnahmeantrag... Eieiei. Welche Begründung haben sie denn dafür angeführt? "Wir hatten nie gedacht, dass es so ausgehen könnte" oder was?

    Als ob ein Bundessportgericht das Regelwerk außen vorläßt, bzw. vergisst. Das wäre so, als ob ein Amtsgericht die StVo nicht mit einbeziehen würde, wenn es um einen Verkehrsverstoß geht. Da sitzen ein Vorsitzender, 4 Beisitzer und 2 Rechtsanwälte (einer davon HOK) in solch einer Verhandlung , es wäre doch absurd zu glauben, dass keiner von denen seinen Job ordentlich macht.

    Full ack, selbst in diesem Forum gibt es eine Vielzahl an Usern, die die Lösung für nicht abwegig und zumindest vertretbar halten. Und am Ende hat das Gericht so entschieden. Muss man irgendwann akzeptieren.

    Timotheos: Danke für die Zusammenfassung. Ich habe, auch aufgrund einschlägiger Erfahrungen in dem Rechtsbereich ne gewisse Vorstellung, was da gelaufen ist - ohne jetzt zu sagen, was ich denke.

    Ich kenne auch solche Leute, ich hatte mal nen Mandanten, der war einer der schärfsten Immobilienhaie und der hatte dann mal nen menschlichen Moment, den er selbst als Fehler gesehen hat, den es mit aller Gewalt zu korrigieren galt. Das hat dann sogar zur Mandatsniederlegung geführt. In dem Bereich sind fast so viele Narzissten unterwegs wie in der Politik.

    Aber: auch wenn diese Summe recht hoch erscheint, völlig out of range ist das nicht. Alles schon erlebt. Und das ein solcher Vollprofi ein Pauschalmietvertrag abschließt, kann ich immer noch nicht glauben.

    Aber auch dieses Problem wird man letztendlich lösen können. Wenn dann GP eines Tages erkennt, dass man mit fast 90 Jahren und Millionen auf dem Konto sein Leben angenehmer gestalten kann, als in Büros und Gerichtssälen, stehen den Recken hoffentlich viele langweilige Sommerpausen ganz ohne Aufregung und eine großartige Zukunft in der Arena bevor.

    Da kannste lange drauf warten. Solche Leute wollen im Büro sterben, tun sie sogar dann und wann.

    Zeigt aber auch die Schattenseiten, wenn mögliche Investoren statt der öffentlichen Hand solche Projekte in die Hand nehmen.

    Naja, man streitet gerade um 4 EUR pro Zuschauer, also etwa 10% der durchschnittlichen Einnahmen pro Besucher. Ich wage mich mal nach vorn und sage, dass selbst bei einer zusätzlichen Zahlung von 580.000 EUR die Nutzung der ZAG Arena ein wirtschaftlicher Gewinn für die Recken ist, den sie mit der öffentlichen Hand nie hätten. Man stelle sich die Entwicklungsmöglichkeiten bei 4.500 Zuschauern im Schnitt vor. 10% weniger Einnahmen auf 100% oder insgesamt nur 50%, darüber reden wir gerade.

    Man wird sich einigen müssen und gerade bei Geschäften im Millionenbereich sollte man nicht zu romantisch rangehen.

    Wenn gestiegene Nebenkosten aufgrund gestiegener Zuschauerzahlen im Vertrag nicht geregelt sind, dann sollte Papenburg eher seine Anwälte feuern statt die Recken zu verklagen.

    Unsinn, die Nebenkosten sind gerade bei der ersten Vermietung seiner Art eine Blackbox, deswegen sind es nunmal nur Vorauszahlungen über die abgerechnet werden muss. Die Schätzungen nimmt der Anwalt nicht vor, er sorgt nur dafür, dass man im Nachgang Abrechnungsspitzen noch einfordern kann. Und das dem nicht so ist, kann ich bisher keiner Verlautbarung entnehmen. Ich wäre vorsichtig mit vorschnellen Schuldzuweisungen.

    Richtig, im ersten Step geht es um die kurzfristige Weiternutzung. Die Hauptverhandlung um die eigentliche Forderung erfolgt später. Ergänzend hier nochmal der Hinweis, dass Papenburg nicht nur bei seiner Halle die Hand aufhält, sondern im Gegenzug auch den Verein sponsert, was wohl aktuell ebenfalls nicht erfolgt, wenn man den Wortlaut der TSV richtig deutet. Ich bin im weiteren Verlauf sehr gespannt, wo diese exorbitanten Mehrkosten plötzlich hergekommen sein sollen. Mein Bauchgefühl (ohne es konkret zu wissen) sagt mir, dass Papenburg vom wirtschaftlichen Erfolg der Handballer Kenntnis hat und in großem Umfang daran partizipieren will.

    Vorsicht, wenn Du Mieter bist, schau mal auf Deine Nebenkostenabrechnung, was da im Jahr zusammenkommt. Und dann schaue Dir die ZAG Arena und versuche die Mietobjekte zu vergleichen. Eine halbe Million NK-Nachzahlungen sind im gewerblichen Bereich kein Ding der Unmöglichkeit.

    Insbesondere dann, wenn die Umsätze, die erzielt werden, mit sehr viel Besucherverkehr verbunden sind. Stichwort Vandalismusschäden, Sicherheitsdienst und Klimatisierungskosten. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, da kommt mal ganz schnell ne Summe zusammen, die einen Privatmieter umhaut, aber in der Liga beinahe schon normal sind.

    Ich denke nicht, dass wir hier über die Nettokaltmiete reden. Es handelt sich um KOSTEN-Steigerungen.

    Erste Tendenz im Rechtsstreit zwischen Bundesliga-Handballern der TSV Hannover-Burgdorf und Papenburg
    Zwischen Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf und Bau-Unternehmer Günter Papenburg gibt es Streit. Am Mittwoch standen die Parteien erneut vor Gericht.…
    www.handball-world.news

    "handball-world hakte beim Landgericht Hannover nach, der Termin für die Urteilsverkündung ist kommende Woche Freitag am 27. Juni. Die Kammer habe zu erkennen gegeben, dass sie gewillt ist, der einstweiligen Verfügung stattzugeben - ein erstes positives Signal für die Recken."

    Das liest sich so, als ob hw beim Gericht nach ner Meinung gefragt hat und das Gericht hätte geantwortet. Ich hoffe, das haben die nicht gemeint, sonst wäre das für sich genommen schon ein Skandal. Leute, Leute, achtet doch mal auf Eure Formulierungen.

    Dessau kann glaubhaft argumentieren, dass sie es sofort sehen müssen, und damit der Ballbesitz bleibt.

    Das können sie gern tun, es wird aber an der Konsequenz nichts ändern.

    Nagelprobe: Dessau braucht noch 1 Tor und begeht diesen Fehler. Das Kampfgericht bemerkt das aber erst nach Wiederanpfiff mit den entsprechenden Konsequenzen. Ballverlust, Spieler raus.

    Könnte Dessau mit der Behauptung die Spielwertung anfechten, dass das Kampfgericht schon vor dem Anpfiff die Möglichkeit hatte, den Fehler - IHREN Fehler - zu korrigieren? Ganz klar nein, weil das KEIN Fehler des Kampfgerichts wäre, schon nach Regelwerk. Sie dürfen es auch nach dem Wiederanpfiff ahnden, fertig.

    Wenn man es auf die Spitze treibt, dann mag das Kampfgericht zwei Mal etwas nicht richtig gemacht haben. Vor dem Wiederanpfiff - für den das Regelwerk eine weitere Ahndungsmöglichkeit sieht - und danach, der dann aber ein nicht wiedergutzumachender Fehler ist, der nicht mehr korrigiert werden kann.

    Dessau kann hier mal gar nichts argumentieren. Warum ist die Ahndung des Wechselfehlers vor dem Wiederanpfiff nicht so teuer? Weil das Team, welches den Regelfehler im Begriff ist zu begehen, die Chance haben muss, den Fehler selbst zu erkennen. Dafür hat das Team bis zum Anpfiff auch Zeit. Halten wir nochmal fest: Es war Dessau, die hier den Fehler begangen haben.

    Hab ich, aber es steht doch im Urteil.

    Dass der Zeitnehmertisch nicht vor dem Wiederanpfiff reagiert, war nicht der entscheidende Fehler, sondern, dass sie es nach dem Wiederanpfiff nicht gemacht haben. Ist doch logisch. Wenn das Regelwerk beides ermöglicht, dann erkennt es an, dass man es nicht immer sofort merkt. Der grundlegende Regelfehler lag nunmal bei Dessau, warum sollen die davon profitieren, dass der Fehler nicht sofort auffällt?

    Auf gut Deutsch: Sie müssen es nicht sofort merken, sie müssen es aber überhaupt merken.

    Ich verstehe die Diskussion nicht.