Das sah gegen Tschechien aber schon recht gut aus. Sollte man das auf die leichte Schulter nehmen, wird es eng, egal was man Italien die letzten 30 Jahre für Sportarten ausgeübt hat.
Beiträge von Paul Jonas
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Ist aber gutes Geld. Wenn wir davon reden das viele Olympioniken teilweise von Sozialhilfe leben, sofern sie nicht von Haus aus Geld mitbringen, kann sich ein Handballer mit einer normalen Karriere eigentlich nicht beschweren und ein "Star" wie Wolff oder Golla wird man nach 10-15 Jahren als ausgesorgt bezeichnen können, sofern es nicht verprasst wurde.
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Wir unterhalten uns in zehn Jahren gerne nochmal darüber. In Europa sind die Gelder endlich. Schau Dir doch mal bitte an, was außerhalb von gewissen Standorten los ist. Glaubst Du die Funktionäre wollen grundlos neue Märkte erobern? Das Pokal Final Four in Köln ist nicht mehr mal eben ausverkauft. Es laufen immer noch die gleichen Songs wie 2007. Wir können uns gerne mal persönlich dazu austauschen, aber der Handball ist, auch durch Schönrederei, auf einem extrem gefährlichen Weg. Viel gefährlicher, als manch einer das glaubt.
Das mag durchaus sein, aber eure eigenen Ansprüche als Journalisten daran was ein gut organisiertes Turnier ausmacht, passen damit überhaupt nicht zusammen. Ich kann mich an deine Lobeshymnen für Katar erinnern und auch im aktuellen Podcast über die Fanzone. Das kann man nicht überall leisten, wenn das Geld wie du richtig sagst endlich ist. Wenn du damit leben kannst, dass ein Turnier auch in einer Turnhalle mit 2000 Zuschauern, ohne Würfel, Pressezone usw. stattfindet, bekommst du das auch in mehr Ländern voll und mehr Länder haben überhaupt die Hallen dafür. Aber dann ist das ganze drumherum glaube ich nicht mehr so angenehm und würde von dir und deinen Kollegen kritisiert werden.
Du kannst nicht beides haben, wenn es nicht existiert. Es findet nicht so oft in Deutschland und Dänemark statt, weil jemand den Schuss nicht gehört hat, sondern weil das Länder sind, die so ein Event nach modernen Standards durchführen können und das mit großen und gefüllten Hallen. Köln ist doch insofern ein gutes Beispiel für diese Hybris. Immer noch mehr und noch größer, obwohl Hamburg doch gut funktioniert hat.
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Es ist für mich eher die Frage Leute wie Gidsel und Pytlick mit 30 stehen werden. Völlig zerschunden und verbraucht befürchte ich. Das kann aber natürlich nicht nur der Nationalmannschaft, sondern auch den Vereinen ankreiden, wie bei Duvnjak damals. Nur hat die Nationalmannschaft es kaum nötig würde ich sagen.
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Ich habe da z.B. Andersson im Sinn.
Der zählt für mich eher zu Generation Sagosen. 5 jahre Unterschied ist im Leistungssport schon eine Trennlinie.
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Pytlick ist jetzt schon ein bisschen zu bemitleiden. Ohne Gidsel wäre er der absolute Spieler seiner Generation, aber so wird er wohl Zeit seiner Karriere immer im Schatten stehen. Ich finde bei uns und auch beim Turnier spielt er Klasse. Er ist nur nicht so gut wie Gidsel. Aber das ist niemand momentan.
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Nun, nicht das er bei uns schlecht verdient, aber das Melsunger Angebot jetzt nicht nur wegen Heimatnähe attraktiv für Golla war, hat doch jetzt niemand ernsthaft bezweifelt oder?
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Also deine aktuelle Ausgabe mit Erik Eggers finde ich bei allem Respekt vor euch beiden etwas all over the place um es nett auszudrücken. Diese Größe die ihr an dem Ort erlebt wo ihr gerade seid, hatte Handball noch nie vorher und wenn du von der Fanzone da schwärmst, ist das ja offenbar deine Vorstellung von so einer Veranstaltung und das ist eben unrealistisch, weil teuer. Wenn wir kleinere Hallen, kleineres drumherum in Kauf nehmen, ist es doch kaum ein Problem sowas auch in anderen Ländern zu veranstalten. Aber die IHF und EHF will es so und ihr Journalisten lobt jeweils dann auch immer die guten und schlechten Bedingungen vor Ort. Ihr habt euch auch dran gewöhnt und würdet es anders kritisieren. Stichwort Turnhallenatmosphäre usw.
Das geht weiter mit Indien und China....geht es auch eine Nummer kleiner? Guckt euch doch auch an wie gut da Fußball funktioniert. Was wir in den letzten Jahren aber auch haben: Holland, Portugal und jetzt Italien sind plötzlich auf der Landkarte im Männerhandball. Das sind große und bevölkerungsreiche Länder die jetzt von ihrer Nationalmannschaft bei solchen Turnieren wettbewerbsfähig präsentiert werden. Über 90 Millionen potentielle Zuschauer mehr als vorher. Gleichzeitig kann man über die 24er-EM sagen was man will, aber die Vergrößerung hat genau mit diesem Ergebnis funktioniert. Wurde unter anderem von dir als aufgebläht bezeichnet. Feldhandball war auch nie mehr als ein kleiner Sport, egal wie großer zeitweise national war. Darüber ist Hallenhandball doch weit hinaus.
Sorry, klingt wahrscheinlich harscher als es klingen soll, aber ich finde ihr befindet euch in dieser Diskussion einer ganz komischen Blase. Ja, Handball ist auch 10 Jahre nach irgendwelchen TV-Deals kein globaler Sport, aber in Europa doch um einiges breiter geworden.
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Ich habe nicht gesagt, daß JG schlecht wäre, im Gegenteil. Er hat in seiner Spielweise halt nur nicht zu Smits gepasst. Golla konnte sich sicher kaum einen besseren auf der Mitte vorstellen.
Das mag durchaus sein, aber ich finde September bis November war Smits einer der besten in der insgesamt mal so und mal so funktionierenden Mannschaft. Danach ging das ja schon los mit der Entzündung. Aber trotz der wechselhaften Runde diese Saison spielen wir halt insgesamt viel besser als letztes Jahr bzw. haben das zumindest bis zu Krickaus Entlassung. Da waren die Niederlagen deutlicher und die Siege knapper. Insgesamt viel mehr Kampf und Krampf und da stach er hervor, aber in so einem Konstrukt nicht so wie zuvor logischerweise.
Das ist übrigens das was ich bei Krickau positiv sehe: Wenn er sagt er hat nen Plan und wartet ab, kann man das dieses Jahr schon sehr gut sehen. Ergebnisse stimmten insgesamt nicht, aber wer mir erzählen will das die SG diese Hinrunde genauso spielt wie in der letzten Hinrunde hat das glaube ich nicht wirklich verfolgt.
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Naß mag ein nerviger Kommentator sein, aber der hat schon Ahnung und ist vernetzt. In Interviews mir immer angenehmer als im Hauptberuf.
Was JG angeht fällt mir als Vergleich Duvnjak ein. Wann hatte der diese Saison wo er sich bis ins Pokal Final 4 schleppte und danach gefühlt direkt in den OP? 2019 oder sogar schon 18? Seitdem ist er auf jeden Fall nicht mehr der alte. Aber man hat in Kiel immer wieder Rollen gefunden um seine bis heute vorhandenen Stärken zu nutzen. Bei JG zu alt seit er 30 ist, zu langsam (was man ihm mit 21 auch schon unterstellt hat, nicht modern genug usw. Krickau wollt ihn auch nicht.
Und das ist für mich halt der Punkt den ich immer mit Krickau hatte. Ist Taktik wirklich so eindimensional? Geht es nur mit Taktik A und jeder der nicht ins Profil passt muss weg? Unabhängig davon wie wir Krickau bewerten im Laufe der Zeit....JG bräuchten wir in anderer Rolle noch. Nun sind beide weg oder auf dem Sprung.
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Smits hat in der Uninformed Handball Hour gesagt das er bereits nen neuem Vertrag unterschrieben hat. Scheint also auch schon länger durch zu sein alles als man denkt. Ich spekulier auch mal vor Krickaus Rauswurf
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Schmutzig kann Geld ja gerne sein, unsichtbar wird immer schwierig
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Das "Smits-Problem" ist meiner Meinung nach, daß er mit JG nie zusammengepasst hat (völlig verschiedene Spielweisen) und als die Anteile von JG kleiner wurde kam seine Erkrankung.
Das passt in der zeitlichen Abfolge leider nicht, auch wenn JG natürlich der beliebte Sündebock to go ist. JGs Spielanteile wurden erst mit Beginn dieser Saison geringer. Smits hat bis zu seiner Erkrankung sehr gut gespielt, nicht auf dem Niveau der Vorsaison aber das war auch schwer möglich für einen neuen.
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Kann ich nicht finden. Was heißt, wir sind "zu fein" für Smits? Hast Du näheres Insiderwissen? Wir sind uns doch tendenziell alle einig, dass wir uns alle mehr erhofft hatten (ihm vermutlich eingeschlossen) von dem Transfer. Er kam vor anderthalb Jahren als ein vllt. Top3-SPieler auf seiner Position und natürlich ist es tragisch mit der Herzmuskelentzündung und Co. Aber es ist nun mal Fakt, dass es in Summe nicht gematcht hst zwischen SG und Kay. Er konnte kaum mal über einen längeren Zeitraum sein (damaliges) Potential abrufen. Das ist das klassische Business. Darüber hinaus denke ich, dass er nach Gummersbach hervorragend passen würde und dann auch näher an seiner Heimat ist.
Das ist natürlich überspitzt gesagt. Wir sind uns in der Tat alle einig das Smits das Pech von Semper bekommen hat, der ja unter ähnlichen Voraussetzungen kam. Trotzdem....ich habe eigentlich das allererste mal kurz an das Gidsel-Gerücht geglaubt, als das mit Smits rausgekommen ist. Wenn man diese Entscheidung so trifft, muss man eine Alternative bei der Hand haben und zwar eine weitaus bessere Alternative. Wenn dies nicht der Fall ist, wäre das ein gewaltiges Risiko. Das Gidsel in Berlin verlängert hat, halte ich für absolut glaubwürdig, die Frage ist halt nur wo das unsere Geschäftsführung stehen lässt.
Man sollte nach der WM auf keinen Fall nicht wie üblich solche Verkündungen zurückhalten um sie nach und nach zu netten Zeitpunkten zu streuen. Jede Verlängerung, jede Verpflichtung sollte sofort rausgehauen werden um diese Unruhe endlich zu beenden.
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Wäre insofern gut, damit man dieses ewige Nervthema mal zu den Akten legen kann. Da wir zu fein für Smits sind, bin ich aber trotzdem gespannt wen man für gut genug hält.
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Hier liegst Du leider falsch... sehr viele "nicht" talentierte Kinder wurden immer wieder über schulische Sportveranstaltungen an Bewegung herangeführt.
Klar ist aber auch, dass diese Kinder keine Leistungssportler werden... (bzw. die wenigsten) Mir ging es um die Quantität um daraus auch Qualität zu generieren. Aber vielleicht bin ich hier auch zu kurz gesprungen. Denn viele kleiner Skandis haben ja das Problem nicht. Sie generieren hohe Qualität... beim Handball...
Aber halt wenig Qualität beim Fußball... (gesellschaftspolitisch hat Fußball hier nicht sooo einen Stellenwert)
Hier wurde auch mal gefragt (bzw. es wurde in der Presse breit getreten "Hat Handball ein Rassismus-Problem"? Der Hintergrund / der Aufhänger waren glaube ich die Vornamen der EM Gewinner 2016.... Bin mir aber nicht mehr ganz sicher.
Und nein Handball hat definitiv kein Rassismus-Problem. Weder in der Spitze noch in der Breite. Aber die Jamals, Mohameds oder Jusefs dieser Welt haben keinerlei Affinität zu den Hallensportarten. (bzw. viel viel weniger)
Im Bayrischen Lehrplan stehen zum Beispiel Handball / Volleyball als "Muss-Sportarten" drin. Fußball natürlich auch... Wenn ich hier bei den HandSportarten ein 3 verteile... dann interessiert das niemanden. Wenn ich aber im Fußball ein 3 oder eine 4 beurteile, steht am nächsten Tag der Vater auf der Matte und bittet um ein Gespräch. Weil sein Sohn seit über 5 Jahren Fußball spielt und als das größte Talent aller Zeiten gilt. (by the way... der Junge hat in der LL und im Turnen auch nur ein 3, und kann weder Laufen noch hat er in irgend einer Weise Körperspannung...)
Nun, ich kann nur von dem mir bekannten Schulsport sprechen und der hat eher den Sport aus einem rausgetrieben als alles andere. Ich bin mir sehr sicher das es sehr guten Sportunterreicht und sehr gute Sportlehrer gibt, aber den habe weder ich noch irgendjemand in meinem Umfeld kennengelernt.
Dein Beispiel mit den Jamals dieser Welt ist für mich aber genau das gleiche . Mag sein das jemand keinen Bezug zu Handball oder Hockey hat, aber das ist ja nicht in Stein gemeißelt und die Schuld der Kinder. Das ist doch die Aufgabe von Sportvereinen oder meinetwegen auch Schulsport dafür ein Angebot zu bieten. Das auf mangelnde Leistungsbereitschaft oder Interesse der Kinder zu schieben zäumt das Pferd in meinen Augen eher von hinten auf. Ich kenne den Sportunterricht als die Zeit der Woche, wo die Kinder die richtig gut in ihrem Sport waren, so richtig Gelegenheit hatten zu glänzen und meinetwegen sich zu produzieren. Es gab nie wirklich Versuche Kindern etwas beizubringen was sie nicht im Grunde schon bereits konnten und wie gesagt....das kenne ich eigentlich auch von allen anderen nur so.
Rassismus würde ich das von dir im Handball angesprochene auch gar nicht nennen, aber es ist doch offensichtlich das wir hier bei Nachwuchsproblemen, nicht nur im Handball, einfach ein ganz gewaltiges Potential von Kindern nicht abrufen. Sportarten wie die Leichtathletik sind da weiter und das ist wenn man es runterbricht genauso piefig und miefig wie alle anderen klassischen Sportarten. Wer weiß denn ob uns nicht ein deutscher Dika Mem entgangen ist oder das handballerische Äquivalent eines Gündogans?
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Was bedeutet denn Leistungsbereitschaft im Schulsport? So wie hier beschrieben war das Fach auch schon in den 80ern, nichts für ungut. Die Leute die gut im Sport waren, waren es sowieso und ob man das mit Bundesjugendspielen abgefragt hat, war dann halt in erster Linie gut für diese Schüler. Kaum jemand ist durch Schulsport motiviert oder besser geworden, eher im Gegenteil. Das ist einfach kein Phänomen was man unter "heutige Gesellschaft" ablegen kann.
Wenn Kinder sich für Sport begeistern konnten, ist das schon immer in den Sportvereinen passiert. Das klassische Breitensportvereine heuer auch vielfach Probleme haben ist klar.
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auch wenn's komisch klingt, aber Dänemark spielt eindimensional. SIe haben keinen Plan B. Nur schnelles verlagern, weiterspielen, Sperre am MIttelblocker nach außen nutzen um Lücken zu reißen und dann die Überzahl nach außen nutzen. Das spielen sie auch phänomenal gut und es ist perfekt auf ihre Stärken zugeschnitten. Aber wenn ein Gegner das irgendwie verteidigt kriegt, haben sie ein Problem. Spanien und Frankreich trau ich es am ehesten zu. Schweden sehe ich schwächer als bei Olympia.
Genau, man hat es im EM-Finale gesehen. Ist natürlich leichter gesagt als getan, aber wenn man es schafft sie zu verteidigen kam da zumindest bisher nichts nach. Die Kaderbreite wird eher in der ersten Turnierhälfte zur Belastungssteuerung eingesetzt. In der Crunchtime spielen nur wenige.
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Ich habe mich nicht so mit den Konstellationen beschäftigt, aber wenn Dänemark auf Schweden oder Frankreich trifft, sehe ich das schon so. Dieses Skandinavienduell hat immer seine eigenen Gesetze und Frankreich hat demonstriert wie man Dänemark schlägt. Das hat sich ja nicht verändert.
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Ich verstehe die Diskussion nicht ganz. Unsere Gruppe war auf dem Papier zwar eine klare Sache, aber diese Gegner hätten wir vor zwei Jahren nicht so deutlich geschlagen, egal ob es diesmal jeweils aufgrund einer Steigerung passiert ist und in der ersten Halbzeit nicht überzeugt hat. Man hatte nie einen Zweifel wie diese Spiele ausgehen, ich zumindest nicht und das ist eine Form von Sicherheit die ich bei der deutschen Nationalmannschaft zuletzt während der Brand-Ära hatte.
Das wir heute vermutlich verlieren, vielleicht sogar auf den Deckel kriegen, ist aber auch normal. Dänemark ist saugut. Das ändert sich nicht innerhalb eines Jahres und nur weil unsere Jungspieler alle einen großen Sprung gemacht haben, sind sie noch lange keine Gidsels, Lauges oder Pytlicks bzw. vielleicht sind sie das bald, aber eben jetzt noch nicht. Das ist wieder die alte Anspruchshaltung nach zwei guten Turnieren, wo alles außer Weltmeistersupperdupperdominanz irgendwie scheiße ist. Niemand zweifelt bei der Hauptrundengruppe das man relativ sicher ins Viertelfinale kommen wird und ab da ist halt 50:50. Das würde ich aber für fast alle Mannschaften sagen, bei bestimmten Gegnern sogar für Dänemark.