Die Aufstockung des Teilnehmerfeldes hat sicherlich teilweise erstmalig dazu geführt, dass Nationen wie Portugal oder Holland teilnehmen konnten, aber sie haben sich dadurch auch konstant weiterentwickelt. Vor allem in Portugal sieht man das eindeutig, wo es zwischenzeitlich ein Plateau gab, bevor man Anfang des Jahres quasi ein neues Level zeigen konnte. Kann sein das es hier und da sowieso passiert wäre, aber nicht in dieser Form. Turniererfahrung ist alles.
Das ist eben auch das Argument das für viele deutsche Nationalspieler gilt. Sie sind die herausragenden Spieler in guten, aber nicht sehr guten Bundesligavereinen (Hannover ist wirklich eher die Ausnahme und auch sie spielen ja heuer nicht Europapokal), wo aufgrund ihrer Klasse vieles auf sie zugeschnitten ist. Dann kommen sie alle in die Nationalmannschaft und müssen ganz andere Rollen einnehmen, zurückstellen, Positionen spielen die sie nicht wollen oder gewohnt sind. In einer "Spitzenmannschaft" passiert das permanent. Selbst herausragende Spieler, die ihre Stammposition sicher haben, müssen sich allein aus taktischen Gründen ihn mehreren Rollen zurechtfinden und Kompromisse eingehen. Viele deutsche Nationalspieler haben das aber eben nur in der Nationalmannschaft und nicht im Alltag...und das sehe ich als große Schwäche der individuell (siehe HLPs Verweis auf die Statistiken) sehr starken und talentierten Nationalspieler.
Das wird sich eventuell ändern. Köster, Grgic, Witzke u.a. wechseln in entsprechende Mannschaften. Meiner Meinung nach hat es Heymann zum Beispiel auch schon getan und Hannover vermutlich eine solche Mannschaft, sofern sie das nächste Saison bestätigen kann mit der Dreifachbelastung. Das wird die deutsche Nationalmannschaft besser machen als zuvor. Aller Respekt vor Mannschaften wie Gummersbach, Eisenach, Leipzig und Co die solche Talente hervorbringen oder im Profibereich etablieren, aber sie können nicht die Endstation sein.