Beiträge von Paul Jonas

    Ich sehe Olympasieg halt nicht als das Idealziel von Sportunterricht an, da muss ich jetzt auch keine DDR-Diskussion anfangen. Sportunterricht ist keine Karriereberatung und kein Talent-Scouting, so funktionieren andere Fächer schließlich auch nicht. Deutschunterricht suchen wir nicht den nächsten Gewinner des Büchner-Preises und Naturwissenschaften keine Nobelpreisträger. Idealerweise begeistern gute Lehrer die Kinder für ihre jeweiligen Fächer, egal ob sich daraus die Aussicht auf Höchstleistungen in dem entsprechenden Feld ableitet.

    Das anders zu halten, würde für meine Begriffe nämlich daraus hinaulaufen, dass man alle die man als "untalentiert" bzw unsportlich betrachtet auf der Strecke lässt und gerade die haben guten Unterricht ja eher nötig als das natürliche Talent.

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    Machullas Aussagen zusammengefasst:
    Hald und Lindskog kommen etwas früher, aber sonst alle ab 23.08.2021. Das ist schon verdammt kurz.
    Semper wird man im Zweifel vier Wochen Schonzeit geben
    Sögard kann man nur abwarten, hört sich für meine Begriffe aber eher nach Open End an bzw. das er zum Saisonanfang kaum auf dem Feld stehen wird/sollte.

    Naja, ich finde nicht das Zweck von Sport in der Schule ist Leistungssportler oder gar Olymipamedaillen zu produzieren (es ist eigentlich nicht mal der Zweck von Olympia selbst vom Kerngedanken). Sportunterricht ist für meine Begriffe erfolgreich wenn er in Ausübung von Breitensport mündet. Dafür kann man Sportlehrer auch gerne gut bezahlen, wenn sie das schaffen.

    Der Medallienspiegel ist ab morgen wieder jedem, sogar uns Sportfans, scheißegal. Das Gesundheitssystem wird denke ich eher jemanden danken der Kinder dazu bringt sich in Sportvereinen oder bei Volksläufen anzumelden.

    Celje
    Hast du denn diese Wettbewerbe, die Frankreich heute noch gewonnen hat mit Freude und Interesse verfolgt?

    Bei Mannschaftssportarten gibt es eben nur eine Medaille / Sportart und Geschlecht. In der LA bis zu 3 pro Disziplin und Geschlecht. Was soll da ein Medaillen-Spiegel bringen? 2 Fußball-Medaillen vs. um die 120 alleine in der LA.

    Das ganze ging doch stark in Richtung was macht Frankreich besser als Deutschland? Schön für Frankreich in Mannschaftssportarten sage ich, aber insgesamt stehen sie halt nicht besser da. Hier geht es halt um Olympia.

    + ich kann mich sehr gut erinnern vor knapp 10 Jahren solche Diskussionen über Spanien geführt zu haben, die damals in unglaublich vielen Sportarten Weltspitze waren. Nur das die Faktoren da kaum die von Frankreich waren. Wenn man sich damals Spanien als Vorbild genommen hätte, hätte man also was anderes machen müssen.

    Gemessen an der Dominanz des Fußballs in Deutschland kam an Titeln trotzdem wenig heraus. Ja, man war fast immer vorne dabei, aber auf dem Papier bleibt ein Titel in den letzten 20 Jahren stehen.

    Was die ehemaligen Kolonien und die athletische Entwicklung im Mannschaftssport angeht, stimme ich dir zu. Das ist ein Vorteil für die Franzosen. Aber das erklärt auch nicht alles, sie haben auch mehr Geld in die Hand genommen, Strukturen verändert.

    Naja, ich weiß nicht ob es mit irgendwelchen Athletik-Geschichten aus Kolonien zu tun hat, aber was bei Frankreich ganz klar der Fall ist, ist halt das sie das gesamte Potential der Bevölkerung für den Leistungssport ausschöpfen. In Deutschland ist das auch mehr und mehr der Fall, aber erst in den letzten Jahren. Man gucke sich mal die Nationalmannschaften im Fußball um 1998 herum an wie Frankreich da aussah und wie Deutschland oder habe in Erinnerung was für nen Terz um Leute wie Paulo Rink oder Asamoah gemacht haben.

    Ich will damit jetzt keine politische Diskussion aufmachen, aber es ist halt offenkundig wie "weiß" manche Sportarten sind und das betrifft auch Handball. Das ist in sich nichts schlechtes, aber bedeutet auch im Umkehrschluss, dass ein großes Potential an sportlichem Talent für den Sport nicht erreicht und letztendlich genutzt wird.

    Die Medaillenspiegel wurden ja auch nicht nachträglich zusammengeführt (um wieder zum Sport zurück zu kommen).

    Nun, da es einen ewigen Medaillenspiegel gibt, glaube ich das aber doch.

    Ist für meine Begriffe eher aus anderen Gründen fragwürdig, weil das geteilte Deutschland im Verhältnis mehr Startplätze und damit mehr Medaillenchancen als eine Einzelnation hatte.

    Also bis auf den Frauenfußball sehe ich da jetzt keinen "Niedergang". Im Hockey war man natürlich überdurchschnittlich erfolgreich, dieses mal eben nicht, aber der Großteil der Sportarten hat jetzt doch keine deutsche Erfolgstradition? Wasserball? Basketball? Volleyball? Frauenhandball? Männerfußball geht es mit zwei Teilnahmen und einmal davon Silber ja sogar steil bergauf.

    Frankreich zum vierten mal in Folge im Olympiafinale. Das hat nicht einmal Schweden geschafft. Und mit Karabatic und Abalo stehen immer noch zwei Spieler im Kader, die die gesamte Strecke seit 2006 mitgegangen sind. Einzigartig trifft es wohl und wird auf Nationalmannschaftslevel in dieser Form nicht so schnell erreicht werden.

    Olympische Spiele waren doch schon immer der Hauptanreiz richtig Geld in die Sportförderungsprogramme zu pumpen. Sieht man doch auch an Japan. Geht eine Olympiade vorher los, wo das beginnend greift und knallt bei den Heimspielen richtig rein. Als Beispiel fällt mir bei den Briten die unfassbar Dominanz im Bahnradsport ein, die sich ja auch auf die Straße ausgewirkt hat. Das kam aber nicht von ungefähr.

    Hm, es gäbe für halbrechts übrigens noch Semper. Da von Suton die Rede ist, der ja auch erst einmal in Form kommen müsste, sollte man ihn vielleicht nicht ganz abschreiben.

    Das ist aber generell das. Leute wie Suton und Knorr müssen einfach fit bleiben und regelmäßig für die Nationalmannschaft spielen. Deutschland fehlt ein intaktes und vor allem konstantes Gehirn. Der letzte der diese Rolle halbwegs ausfüllen konnte war Strobel und auch der hatte auf höchstem Niveau nicht die Klasse der Konkurrenz. Es kann ja nicht ernsthaft sein, dass man in solchen Diskussionen immer noch auf Baur verweisen muss, der mittlerweile für die Dauer einer gesamten Handballkarriere nicht mehr spielt.


    2, Schulsystem, was macht die USA anders als wir.

    Das ist glaube ich eher für eine Diskussion interessant, wo es einem nur um die Förderung von Spitzensport geht. In den USA ist Breitensport viel weniger stark ausgeprägt, weil es alles über den Weg High-School/College läuft. Die bei uns und in Europa bestehende breite Vereinskultur besteht dort nicht, zumindest nicht mit dem riesigen Amateurligenunterbau.

    Deswegen funktioniert Handball in den USA ja auch nicht, weil es für Spieler kaum Anreize gibt hier am Ball zu bleiben. Gute Sportler haben keine Perspektive auf eine Profikarriere in einem Mannschaftssport oder die Aussichten in Einzelsportarten auf Spitzenniveau zu kommen, ist wesentlich reizvoller als sich einer Randsportart zu widmen.

    Freundschaft!
    P.S. Seit dem kroatischen Olympiasieg 2004 haben nur noch Dänemark, Deutschland, Frankreich und Spanien Titel gewonnen. Wenn die Ägypter heute verlieren sollten, bleibt das sicher so. Ist schon eine kleine Anzahl an Teams für diesen langen Zeitraum.

    Wundert eher das Kroatien seitdem nichts mehr gewonnen hat, wenn man mal drüber nachdenkt. Das ist wesentlich enttäuschender als die deutsche Bilanz im gleichen Zeitraum.
    Aber ansonsten ist das im Fußball ja kaum anders. Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich, Portugal kann man als den einzigen Ausreißer betrachten.

    Wie so oft empfehle ich die aktuelle Ausgabe von Uninformed Handball Hour. Da machen sie sich in dem kleinen Segment wo sie über Deutschland sprechen "müssen" über die deutschen Medien lustig, die aus deren Sicht die einzigen waren die vom Ausgang des Spiels überrascht sind. Die deutsche Mannschaf wird da zum wiederholten mal als "just boring" bezeichnet. Im Vergleich denke ich mal zutreffend wenn man sowas wie Spanien-Schweden gesehen hat.

    Interessante Ausgabe auch, weil sie mit einem kleinen Augenzwinkern jede erdenkliche Finalkonstellation im Männer- und Frauenturnier durchspielen.

    Na klar, unsere waren verseucht, eure waren sauber :D
    Staatsdoping... na klar, Totschlagkeule so wie Stasi, wenn nichts mehr paßt, dann bringt Ihr imme4 diese Argumente.

    Der Medaillenspiegel 1992 - heute lügt nicht, absolut enttäuschend das Auftreten des deutschen Sports in Tokio.

    Aber gut, Leistung ist nicht wichtig, Spaß, Spaß.

    Okay, beide gedopt....also sollen sie das wieder tun oder wie glaubst du ist der 92er-Medaillenspiegel zustande gekommen? Luft und Liebe?

    Heute habe ich beispielsweise von Gesa Felicitas Krause abermals großen Sport gesehen. Warum guckt man das eigentlich wenn einem nur der Medaillenspiegel wichtig ist? Geht einem einer ab, wenn man draufschaut?

    Andere Nationen haben die WM zum Einspielen für die Olympischen Spiele genutzt - für die deutsche Mannschaft war das nur eingeschränkt möglich. Vor dem Hintergrund find ich das hier angeführte Pekelerzitat von ihm ziemlich unpassend...
    )

    Aber es sind doch seit Jahren die gleichen Spieler. Pekeler muss doch kein Teambuilding mit Bambam, Drux oder Lemke betreiben. Die spielen seit Jahr und Tag zusammen in dieser Mannschaft. Wenn sie nicht in der Lage sind Neulinge wie Knorr oder Golla in dieses Teamgefüge aufzunehmen, spräche das nicht für die etablierten Spieler.

    Das ist genau das, das nach Dagurs Weggang eingerissen ist: das Vertrauen in sich selbst, den Trainer und vor allem auch die Mitspieler.
    Ich hatte gehofft, dass Alfred das schnell wieder hinkriegt, aber da ist scheinbar doch mehr und vor allem nachhaltiger kaputt gegangen als erwartet.

    Was soll denn bitte nachhaltig kaputt gegangen sein bzw. was für sensible Primadonnen wären unsere Spieler dann, wenn das so passiert ist? Wir sind doch nicht die einzige Nation mit internen Problemen.

    @Spiel/Deutschlands Turnier
    Das einzige was vielleicht enttäuschen oder überraschen bzw. nicht überraschen sollte ist halt das Gislason kein Hexenmeister ist. Viertelfinale ist eine normale deutsche Turnierperformance (oder halt Hauptrunde erreichen). Heuberger, Sigurdson, Prokop und nun Gislason. Haben sie alle geschafft. Das ist die deutsche Nationalmannschaft der letzten 10 Jahre für euch. Ich frage mich eher woher immer diese Einstellung der Fans kommt, dass man nur hier und da ein paar Schrauben drehen müsste und schon gewinnt man Titel...als wenn man eigentlich die beste Nationalmannschaft der Welt hätte, die sich aber halt ziert.