Wer das Buch aufmerksam liest bekommt einen Eindruck wie strukturiert BH vorgeht. Sehr gut vorstellbar, dass er sich genau diesen Aufhänger ausgedacht hat. Im Unterschied zu den beiden Kretsche-Büchern wurde der Co-Autor deutlicher hervorgehoben. Es ist ja auch nur meine Replik auf Capitanos Stukenbrocklob. Stukenbrock kommt als SID Chef für Hamburg nicht aus dem Boulevard. Ich sehe stilistisch aber keinen besonderen Unterschied. Einer der drei vier Bolzen mit Würgfaktor ist das Kapitel, wo auf drei Seiten die Zeugnisbewertungen vom kleinen Bob in der Waldorfschule hintereinander aufgelistet werden. Wenn ich das richtig überblicke ist das auch das erste Buch von Christoph Stukenbrock überhaupt. Würde ich mal in den Raum stellen, dass er jetzt nicht die Rolle des erfahrenen Beraters ("nee Bob, so kannst du das nicht schreiben") inne hatte.Wenn wir die Qualität des Co-Autors bewerten kann ich nur den Vergleich zu den beiden Kretsche Büchern ziehen. Die erste Biografie erschien ohne erkennbaren Co-Autor. Die habe ich als recht unreif in Erinnerung. Insbesondere die Stelle als SK olafur zum Vorbild erhebt, da dieser nach 20 Jahren Beziehung noch regelmäßig Sex mit der Gattin hatte, bliebt da hängen.
Beim Zweitwerk Hölleluhjah hat er sich den MoPo Redakteur Nils Weber genommen. Inhaltlich und stilistisch ein deutlicher Unterschied.
Ich habe keines dieser Bücher gelesen, bin nur auf deinen Post eingegangen. Ich finde Sportlerbiographien selten interessant. Das einzige was mir da in Erinnerung bleiben wird, weil es brillant ist, ist die Armstrong-Bio Tour des Lebens. Aber auch ein ganz gutes Beispiel wie viel sowas eigentlich wert ist, denn was da sonst noch so im Hintergrund passierte, liest man dort natürlich nicht. Im Handballbereich habe ich nur Aus spitzem Winkel gelesen. Natürlich aus naheliegenden Gründen. Ist kein besonders gutes Buch, wenn es auch ein paar interessante Einblicke bietet. Braucht man jetzt aber nicht wirklich.
Was Hanning angeht...naja...für mich ist der Titel ja schon irgendwie provozierend. Macht und das Wortspiel Macht Handball ist ja schon irgendwie ein leicht arrogant klingender Selbstanspruch. Das ist sicherlich alles kalkuliert, frage mich aber trotzdem wie es mit Hanning aus seiner Sicht weitergeht, denn diese Karriere ist ja eigentlich vorbei und unvollendet. Jetzt kann er nur noch den Manager in Berlin geben und vielleicht Teil einer nun beginnenden goldenen Ära sein, aber da wird zurecht sicherlich vieles Kretzschmar zugeschrieben werden, denn er ist der Faktor der vor 5 Jahren dort noch nicht war.
Ich bin auch kein großer Brand-Fan, aber das er nach wie vor eine ungleich bedeutendere Persönlichkeit als Hanning ist, dürft klar sein. Hanning muss sich quasi an ihm abarbeiten, weil er sehr gerne diesen Status hätte würde ich vermuten.