Beiträge von Paul Jonas

    Das finde ich schon ein bisschen Bullerbü-mäßig. Berlin hat immer den Anspruch gehabt sich für die CL zu qualifizieren. Das war ja kein Verein der mal 10. geworden ist und mal 4.

    Sie waren jahrelang im Zweikampf mit Magdeburg um den Titel "best of the rest". Das große Ziel beider Mannschaften war es in die absolute Spitze vorzustoßen, was sie nun geschafft haben. Was soll denn das für eine Berliner Identität sein, die diese Ziel angeblich nicht hatte?

    Berlin ist insofern in einer ungewohnten Situation, weil jahrelang ein Verständnis dafür geherrscht hat, wenn sie vierter oder so geworden sind. Das war dann immer eine Saison, wo es viele gute Spiele gab, vielleicht sogar einen der "kleineren" Titel oder den Super Globe und man dann immer sagen konnte: "es gibt ne Entwicklung".

    Jetzt ist es nach der letzten Saison aber schon so, dass eine erneute CL-Quali, eine gute CL-Saison und idealerweise eine Titelverteidigung erwartet wird. Vielleicht nicht von Hanning, aber sicherlich von relevanten Teilen des Umfeldes. Da kann ein Krickau eben nicht ein halbes Jahr Findung haben. Entweder findet er sehr schnell den Zugang zum Team und er kann das bisher funktionierende laufen lassen und sich nach und nach einbringen oder er bekommt ziemliche Probleme. Das ist ja die Situation die wir in Flensburg auch hatten. Ansprüche höher als vorhandene Geduld.

    Aufs gestrige Spiel bezogen hat man defensiv ja sowieso Fortschritte gesehen, auch bevor Hannover sich quasi fast aufgegeben hat. Was mir aber auch deutlich auffiel, war Pytlicks viel besseres Timing als in den ersten Spielen. Da hatte man den Eindruck das er immer einen Schritt zu spät kam. Wenn wir vorne und hinten die Fehler weiter reduzieren können, kommen die Stärken dieser Offensive eben wirklich zum tragen.

    Wobei ich nicht sicher bin, ob Pytlick auf die Frage nach aus der Luft gegriffen oder die Ausstiegsklausel mit Ne geantwortet hat - das ging ihm, glaube ich, sprachlich zu schnell.

    Okay, dass und was FOM nachfragt, aber das wie einen nicht deutsch Muttersprachler etwas überfordernd. War schon bei Jakobsen so, eigentlich ging es um die 1000 Tore in der letzten Frage, aber er hat so schnell auf die 2029 gewechselt, dass Emil darauf geantwortet hat.

    Das kann FOM noch verbessern, ansonsten gerne gesehen und gehört.

    Selbst wenn das der Fall sein sollte, hat er in jedem Falle völlig klar gemacht, dass das für ihn kein Thema war, auch zuletzt nicht.

    Habe das Spiel nicht gesehen, weil mit dem eigenen Verein fast zeitgleich beschäftigt. Aber die Spielstände im Ticker, waren wunschgemäß.

    Als Krickau noch Trainer in Gudme war, wurde er immer mit Lob überschüttet. So war zumindest mein Eindruck. Nun, etwas mehr als 2 Jahre später in Deutschland, hat er permanent die Scheiße an den Hacken. Vom Dänen-Hero zur Luftnummer? Warum ist das so? Gibt's keine zweite oder dritte Chance für ihn?

    Die beste Lösung für den VfL wäre ohnehin, wenn Sigurðsson langfristig bleiben würde.

    Also ich denke in erster Linie weil es zumindest für manche hier ein kleiner Sport war die ausbleibenden Erfolge (in der Liga, spielerisch) von Flensburg gehässig zu begleiten, was extrem auf ihn abgefärbt hat und Teil von dem hier jetzt zu sein, trägt auch nicht dazu bei ihn in einem guten Licht dastehen zu lassen. Fair ist das ganze nicht wirklich, aber eben auch der Druck der teilweise wirkt. Ich erinnere mich an viele Magdeburger Jahre, wo gerade auch die eigenen Fans am zynischsten gegenüber den eigenen Trainern waren, selbst beim jetzigen in den ersten Jahren.

    Ist doch kein Wunder, er war doch erkrankt. Davon muss man sich erstmal erholen.

    Ich check auch nicht, dass man immer meint das es bei uns spielerisch nicht gepasst hat. Ich wünsche keinem Verein das er einen Spieler mit diesen Ausfallzeiten hat und wenn einsatzfähig, dann quasi in der "Reha" von diesen Ausfallzeiten. Ich wünsche auch Gummersbach, dass Smits in Zukunft gesund bleiben wird. Aber jetzt Häme Richtung Flensburg ala "ihr Deppen habt den abgegeben" ist unangebracht.

    Bob denkt und plant doch nicht kurzfristig, sondern eher mittel- bis langfristig. Einen Rückschlag wird er bei der Entscheidung der Gesellschafter eingepreist haben. Eine DM zu verteidigen, ist für die Füchse doch keine Selbstverständlichkeit. Selbst mit dem Verfehlen der CL-Quali ist doch bei der aktuellen Konkurrenz zu rechnen.

    Natürlich ist bei etlichen Spielern der Füchse die Selbstverständlichkeit der eigenen Stärke angeknackst. Und wenn sie dann wie heute auf einen Gegner treffen, der einen super Start erwischt und nahe am Optimum spielt, geraten sie in Schwierigkeiten.

    Grundsätzlich können sie natürlich auch gegen angeschlagene Melsunger verlieren. In der aktuellen Besetzung fehlt es den Melsungen dafür aber an Substanz.

    Das ist aber auch so eine Sache. Wie lange hat eine Mannschaft einen Peak? Drei bis fünf Jahre? In der Zeit kann man bereits sinnvoll am Umbruch arbeiten oder ständig verstärken. Aber so umreißen macht eigentlich nur bei einer Krise Sinn.