Bei der Diskussion über Durchschnitts-km und Reisekostenausgleich würde ich gerne Eure Meinung dazu hören, wenn Euer Verein in folgende Situation käme.
Bisher liegen die Entfernungen zu den 15 anderen Spielorten im Bereich 30 – 300 km. Das heißt es gibt ein paar Derbies und einige Ausrutscher in weite Gefilden.
Weil man bei der Staffel-Einteilung nicht so ins Detail geht und man nicht so optimieren will, könnte nun die neue Einteilung dahingehen, dass Ihr 13 von 15 Spiele in Entfernungen von 230 bis 450 km absolviert. Keine Derbies, wenig Zuschauer und die Spieler müssen bei Auswärtsspielen zwischen 460 km und 900 km auf der Straße verbringen. Diese Spieler werden die Durchschnittsrechnungen von „19 einfachen km pro Spiel“ überhaupt nicht verstehen.
Sind wir uns hoffentlich darüber einig, dass dieses Schicksal keinen Verein treffen sollte.
Aber genau so etwas wäre beim DHB-Vorschlag dabei (Hochdorf). Bei den gängigen Alternativlösungen natürlich nicht, weil dieser unnötige Ressourcenverbrauch bei jeder Optimierung erkannt und beseitigt wird.
Der Finanzausgleich, der sinnvoll und zu unterstützen ist, gleicht derartig betroffenen Vereinen den Schaden aus dem Nichtzustandekommen von Derbies in keinster Weise aus.
Ich kann nur hoffen, dass die Entscheidungsträger bei der Abwägung der Alternativen derartige Extrembelastungen erkennen (können) und durch ihre Entscheidung auch verhindern (wollen).